Börse Frankfurt

Schuldenkrise im Fokus

Europas Börsen schließen mit Verlusten

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Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Minus von 1,02 % aus dem Handel.

Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag ihre anfänglichen Verluste zwar teilweise wieder aufgeholt, beendeten die Sitzung aber dennoch einheitlich mit Kursverlusten.

Vor allem Bankenwerte kamen unter Druck, die insbesondere von ihrem Engagement bei Banken der Peripheriestaaten aus der Eurozone belastet wurden. Für zusätzliche Verunsicherung sorgte die jüngste Herabstufung irischer Banken durch die Rating Agentur Standard & Poor's.

Die New Yorker Agentur wertete am Freitag die verstaatlichte Anglo Irish Bank auf die Junk-Bond-Stufe "B" ab. Die Bank of Ireland und die Allied Irish Bank erhielten die Note BBB+ und BBB. Unter den Stärksten Kursverlieren fand man Banco Santander (minus 3,68 % auf 7,53 Euro), ING (minus 2,78 % auf 7,23 Euro) und die BBVB (minus 2,39 % auf 7,56 Euro).

Auch Bergbauwerte büßten heute ein. So sanken vor dem Hintergrund gefallener Metallpreise die Aktien von BHP Billiton um 1,61 % auf 2.315 Pence. Weiters gaben Rio Tinto 2,12 % ab und schlossen bei 4.179 Pence. In Amsterdam gingen ArcelorMittal 1,56 % tiefer bei 24,02 Euro aus dem Handel.

Ebenfalls auf der Verliererseite fand man Werte aus der Autoindustrie. Schwach zeigten sich etwa BMW-Papiere, die ihre anfänglichen Verluste teilweise aufholen konnten und mit einem Minus von 1,09 % auf 59,25 Euro schlossen. Händler verwiesen auf die deutlichen Kursverluste bei den Aktien des chinesischen Handelspartners Brilliance China Automotive. Weitere Verlierer waren unter Anderem Peugeot (minus 2,73 % auf 30,44 Euro) und Fiat (minus 2,22 % auf 13,19 Euro).

An der Spitze des Euro-Stoxx-50 schlossen SAP (plus 0,68 % auf 36,51 Euro) und Carrefour (plus 0,52 % auf 36,42 Euro)
 

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