Doris Bures

Gesetzliches Kosten-Limit

Maximal 60 Euro für Web 
am Handy

Gegen Horrorrechnungen: Zusatzkosten in Zukunft auf  60 Euro limitiert.

Horror-Rechnungen über Hunderte Euro für Internet am Handy wird es künftig nicht mehr geben. Denn übermorgen, am 1. Mai, tritt ein neues Gesetz in Kraft, das eine Obergrenze von 60 Euro monatlich bei Überschreitung der im jeweiligen Tarif inkludierten Datenmenge vorschreibt. Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) hatte dieses Gesetz zum Schutz der Konsumenten auf den Weg gebracht.

Provider müssen per SMS über Kosten informieren
Im Vorjahr hatten mehr als 40 % aller Verfahren in der Schlichtungsstelle der Telekom-Regulierungsbehörde RTR Beschwerden über extrem hohe Rechnungen für mobile Datendienste betroffen.

Das Gesetz gilt für Verträge, bei denen die Daten nach Verbrauch verrechnet werden. Zum Beispiel: Inkludiert ein Tarif 15 GB Daten und fallen danach 25 Cent pro weiterem MB an, dürfen dafür (zusätzlich zum Grundentgelt) nicht mehr als 60 Euro in Rechnung gestellt werden. Vor Verbrauch des im Tarif inkludierten Volumens oder bei Erreichen von 30 Euro Zusatzkosten müssen die Kunden per SMS informiert werden. Ab dem 60-Euro-Limit ist die Sperre des Internets möglich.

Für die Netzbetreiber erhöht das neue Gesetz den Kostendruck. Österreich ist ohnehin das billigste Mobilfunkland in Europa. Und die gesetzliche 60-Euro-Grenze gebe es in anderen Ländern auch nicht, sagt T-Mobile-Chef Robert Chvátal.

Betroffen ist nur die Nutzung im Inland. Datenroaming im Ausland, insbesondere außerhalb der EU, birgt weiter Kostenfallen.