Baukosten gefährden den Wohnbau

Dachverband

Baukosten gefährden den Wohnbau

GBV-Obmann Karl Wurm fordert dringend nötige Reformen ein.

Baukosten. „Dramatisch“ sei die Situation in Wien, fürchtet Karl Wurm, Obmann des Dachverbandes der Gemeinnützigen. Baureife Projekte für mehr als 2.000 Wohnungen „stehen“, weil die stark gestiegenen Baupreise „im Finanzrahmen des geförderten Wohnbaus nicht mehr unterzubringen sind“. Neben bekannten Faktoren, wie knappem Bauland und vielen „überzogenen“ Normen und Vorschriften, schlägt auch die Technik ein Budgetloch.

Die Kosten für Technik steigen gewaltig an

Technik. Bereiche wie Heizung und Lüftung, Elektro- und Gasinstallationen hätten besonders kräftig angezogen. Insgesamt steigen die Baupreise seit Jahren stärker als der Verbraucherpreisindex.
Reformen. „Wir kommen damit speziell bei den am meisten nachgefragten Mietwohnungen in den Ballungsräumen zu Baukosten, die derzeit nicht in der Wohnbauförderung unterzubringen sind, und Wohnkosten, die weit am Budget der Wohnungssuchenden, besonders der Jungfamilien, vorbeigehen“, lautet der aktuelle Befund von Karl Wurm. Wolle man gegensteuern, müsse die Politik „den Wohnbau auf einen Top-Platz in ihrer Agenda“ setzten, fordert der GBV-Obmann. Reformen, etwa zur Mobilisierung von Bauland und dem Eindämmen teurer und komplizierter Standards, seien deshalb längst überfällig.