Japans Notenbank hält an Geldspritzen fest

Japans Notenbank stärkt die anziehende Wirtschaft weiter mit Milliardenspritzen und drängt die Regierung zu Reformen. Die Entscheidung zum Festhalten an den Konjunkturstützen sei einstimmig gefallen, teilte die Zentralbank am Donnerstag mit. "Japans Wirtschaft beginnt, sich moderat zu erholen."

Die Notenbank will mit ihrer Geldschwemme den Teufelskreis aus fallenden Preisen und sinkenden Investitionen brechen: Binnen zwei Jahren sollen umgerechnet mehr als eine Billion Euro in die Wirtschaft gepumpt werden. Zugleich mahnte Notenbankchef Haruhiko Kuroda die Regierung, nicht vom Reformweg abzuweichen: "Falls die Haushaltsdisziplin gelockert würde, würde das die Effekte der laxen Geldpolitik indirekt schmälern."

Als Prüfstein für den Reformwillen gilt die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer, die mehr Geld in die Kassen des hoch verschuldeten Landes spülen soll. Die Entscheidung, ob die Anhebung in mehreren Stufen ab April 2014 kommen wird, soll im September oder Anfang Oktober fallen.

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