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Kryptobank Voyager Digital meldet Insolvenz an

Die Kursturbulenzen bei Bitcoin & Co reißen mit Voyager Digital ein weiteres Unternehmen in den Abgrund.

Die auf Kryptowährungskredite spezialisierte Bank beantragte in den USA Gläubigerschutz. Als Grund nannte Firmenchef Stephen Ehrlich den jüngsten Kursverfall der Cyberdevisen sowie der Ausfall von Kreditzahlungen des Hedgefonds Three Arrows.

Voyager ist früheren Angaben zufolge mit insgesamt etwa 760 Mio. Dollar (knapp 740 Mio. Euro) bei Three Arrows engagiert, darunter ein Kredit in der Kryptowährung USD Coin im Volumen von 350 Mio. Dollar. Vor zwei Wochen hatte Voyager gedroht, Three Arrows eine "Default Notice" zuzusenden. Diese Inverzugsetzung geht mit einer Mahnung einher, Forderungen binnen einer bestimmten Frist zu begleichen. Kurz darauf hatte der Hedgefonds Insolvenz angemeldet. Three Arrows war durch den Kurskollaps des "Stablecoins" TerraUSD in Schieflage geraten. Eigentlich sollten Handelsgeschäfte mit anderen Kryptowährungen den Preis von TerraUSD stets bei einem US-Dollar halten. Mitte Juni hatte außerdem Voyager-Rivale Celsius Abhebungen und Überweisungen zwischen Konten ausgesetzt.

Aus Furcht vor einer Rezession durch drastische Zinserhöhungen der Notenbanken und durch die Folgen des Ukraine-Kriegs fliehen Anleger seit Monaten aus riskanten Anlagen, zu denen Kryptowährungen gehören. Im Vergleich zu seinem Rekordhoch von rund 69.000 Dollar im vergangenen November hat Bitcoin seither mehr als 70 Prozent verloren und kostet derzeit etwa 20.000 Dollar. Die zweitwichtigste Cyberdevise Ethereum rutschte fast 77 Prozent auf derzeit etwa 1.100 Dollar ab.