Kursverluste an der Wall Street

Die New Yorker Aktienbörse hat am Dienstag mit schwächeren Kursen geschlossen. Der Dow Jones ging um 0,60 Prozent auf 15.518,74 Einheiten zurück. Nach Ansicht von Börsianern halten weiter gute Konjunkturdaten die Anleger von größeren Engagements ab - eine Drosselung der Stützungskäufe von US-Staatsanleihen durch die US-Notenbank steht nach wie vor im Raum.

Der Markt möge die Aussicht nicht, dass ihm die Liquiditätspille weggenommen werden könnte, kommentierte ein Analyst. Zeichen der Besserung für die US-Konjunktur lieferte diesmal die Handelsbilanz, deren Defizit sich überraschend deutlich einengte. Im Juni war es so gering wie seit fast vier Jahren nicht mehr gewesen.

Die Titel von Washington Post stiegen um 4,26 Prozent auf 592,90 Dollar. Amazon-Chef Jeff Bezos blättert 250 Millionen Dollar für die Zeitung und weitere Publikationen hin. Er kauft sich ein Blatt, das seit Jahrzehnten das politische Geschehen in den Vereinigten Staaten mit prägt. Wie das Medienunternehmen betonte, kauft der Amazon-Gründer die überregionale Zeitung als Einzelperson und nicht im Namen des weltgrößten Onlinehändlers.

IBM gaben 2,31 Prozent ab und waren damit Dow-Schlusslicht. Die meisten Angestellten der Hardware-Sparte in den USA sollen nach dem Willen des IT-Konzerns eine Woche Urlaub zu einem Drittel der Bezüge nehmen. IBM will derzeit seine Kosten senken, nachdem sich die Nachfrage nach Servern im zweiten Quartal abgeschwächt hatte.