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Politik fordert heimische Milch fürs Heer

EU-Kommission kündigt weitere Milch-Hilfen an

Es soll neue Bestimmungen geben, wonach EU-Länder künftig die Milchquoten von Bauern aufkaufen können, die nicht mehr produzieren wollen.

Die Höchstgrenzen für die Produktion sollen flexibler gehandhabt werden. Außerdem soll es weitere Finanzhilfen für die Bauern geben. Die EU-Agrarminister müssen bei ihrem Rat am 19.10. in Luxemburg diesem Vorschlag noch zustimmen.

Staatliche Beihilfen bis zu 15.000 Euro sollen möglich sein. Dafür will Brüssel die strengen EU-Beihilferegeln bis Ende 2010 vorübergehend lockern. Die Kommission hat ferner vorgeschlagen, eine "Störklausel" einzuführen, um rascher auf Milchkrisen reagieren zu können.

Darüber hinaus sollen für die Jahre 2009/2010 und 2010/2011 die von den EU-Staaten aufgekauften Quoten nicht mehr als Teil der nationalen Quoten zählen. Die aufgekaufte Quote kann von den EU-Ländern für Restrukturierungen im Milchsektor verwendet werden

Die Brüsseler Behörde rechnet am Milchmarkt mit weiteren Preiserhöhungen. Der durchschnittliche Preis in der EU in den Monaten Juli und August habe 25-26 Cent je Liter Milch betragen und werde um 1-2 Cent im September und Oktober steigen. Außerdem seien die Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver in den vergangenen 3 Monaten um sieben bis neun Prozent gestiegen. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel erklärte in Brüssel, die bisher getroffenen Maßnahmen hätten einen positiven Effekt.