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Krise treibt Pub-Sterben auf Rekordniveau

Die Pubs in Großbritannien sperren wegen der Wirtschaftskrise in Rekordtempo zu. Mittlerweile gehen pro Woche in 52 der traditionellen Lokale die Lichter aus. Damit hat sich das Pub-Sterben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel erhöht. Besonders das typische Pub um die Ecke in Wohngebieten mit kleinem Einzugsgebiet bekommt die Folgen der Rezession zu spüren, so eine Statistik der Britischen Brauerei-und Pubvereinigung (BBPA).

Viele Briten würden mittlerweile ihr Bier lieber preiswert zu Hause trinken, als ins Pub zu gehen. Besser geht es den Gaststätten, die nicht nur Getränke ausschenken, sondern Speisen anbieten. "Die Rezession hat den größten Einfluss. Weniger Menschen gehen aus, und weniger Menschen lassen ihr Geld in Pubs oder Bars", sagte ein BBPA-Sprecher. Zwar würden die Pubs versuchen, sich zu verändern. "Aber ein Kleinstadt-Pub kann kaum zur szenigen Großstadt-Bar werden."

Über Jahre hinweg lag die Zahl der typisch britischen Gaststätten, in denen sich Touristen ebenso wohlfühlen, wie Nachbarn oder Geschäftsleute, stabil bei etwa 60 000. 2005 wurde pro Woche in nur zwei Gaststätten zum letzten Mal der Zapfhahn zugedreht. Doch in den vergangenen Jahren ließen Inflation, Rauchverbot, Rezession und steigende Arbeitslosigkeit immer mehr Gäste zu Hause bleiben. Allein im vergangenen Jahr ging die Zahl der Pubs laut BBPA um etwa 2.400 auf knapp 53.500 zurück.