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Absteiger: Lloyd Blankfein

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Der Goldman Sachs-Chef soll laut Wall Street Journal einige Bankkunden begünstigt haben.

Die US-Bank soll Großkunden bevorzugte Aktientipps gegeben haben - zu Lasten einfacher Investoren. Die US-Börsenaufsicht SEC und die Financial Industry Regulatory Authority (Finra), die Selbstkontrolle der Finanzbranche, wollen nun von Goldman Sachs "weitere Informationen" einfordern, um die Vorwürfe zu klären.

Laut Wall Street Journal hielt Goldman Sachs einmal die Woche geheime Treffen mit Tradern und "Schlüsselkunden" ab, bei denen eigentlich unabhängige Research-Analysten exklusive Tipps für kurzfristige Investments gäben, die sich manchmal von den längerfristigen, öffentlich zugänglichen Analysen der Firma selbst unterschieden.

Die Zeitung berief sich dabei auf informierte Kreise und "interne Dokumente". Dies sei zwar technisch nicht zwingend illegal, würde jedoch nach Ansicht von Kritikern "anderen Goldman-Kunden schaden", denen diese Gelegenheit nicht zugänglich gemacht werde.

In den öffentlichen Berichten von Goldman Sachs fehlen Hinweise auf diese Treffen, "huddles" genannt, und ihre Inhalte. Goldman will darüber künftig auf seine Kunden-Website zu stellen. Andere Wall-Street-Banken wie Morgan Stanley halten ähnliche Info-Sitzungen für bestimmte Klienten ab, machen diese aber bereits jetzt öffentlich.

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