Cuturi soll rasch eine Lösung finden

Drucker-KV: Cuturi neuer Verhandlungsführer

Frischer Wind kommt in die Verhandlungen rund um einen neuen Kollektivvertrag für die Druckerbranche.

Der bisherige Chefverhandler der Arbeitgeberseite und Präsident des Verbandes Druck und Medientechnik, Michael Hochenegg, wird von Rudolf Cuturi, Herausgeber der "Oberösterreichischen Nachrichten", abgelöst. Hochenegg hat seine Tätigkeit bei der Hauptvorstandssitzung nach 14-jähriger Tätigkeit zurückgelegt.

Hauptaufgabe Cuturis, der einstimmig zum neuen Verbandspräsidenten gewählt wurde, wird es in den nächsten Wochen sein, "rasch in weitere Gespräche über einen neuen Kollektivvertrag für die grafische Branche einzutreten und die seit über 8 Monaten mit Unterbrechungen laufenden Verhandlungen zu Ende zu führen", hieß es.

Cuturi selbst betonte in der Aussendung, er werde sich "dafür einsetzen, dass die Verhandlungen nun rasch zu Ende geführt werden können. Ich appelliere an die Verhandlungspartner, mit Vernunft und Verantwortung an diese Aufgabe heran zu gehen und die letzte Hürde zu nehmen."

Die Druckerbranche ringt seit Monaten um einen neuen, einheitlichen Kollektivvertrag. Ende September haben die Drucker mit Rückendeckung der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) mit einer Demonstration in Wien den Startschuss für sechswöchige Arbeitskampfmaßnahmen gegeben. Sollte es in dieser Zeit nicht zu einer Einigung mit den Arbeitgebern kommen, hatte GPA-djp-Verhandlungsführer Franz Bittner Streik in Aussicht gestellt.