RFI-Protest gegen Aus für serbokroatische Sendungen

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Die Journalisten der serbisch-kroatischen Redaktion des internationalen französischen Hörfunks "Radio France Internationale" (RFI) protestieren gegen die Einstellung der täglichen Sendungen, die seit 23 Jahren im ehemaligen Jugoslawien ausgestrahlt werden.

Die Sendungen wurden am 20. Juli im Rahmen eines Sozialplans innerhalb des öffentlich-rechtlichen Hörfunks eingestellt. Der Plan der Direktion sieht den Abbau von 206 der insgesamt rund 1.000 Posten und die Schließung von sechs fremdsprachigen Redaktionen vor. Betroffen sind auch Deutsch, Polnisch, Türkisch, Albanisch und Laotisch.

Aus Protest gegen den Sozialplan haben die Journalisten vom 12. Mai bis zum 10. Juli einen der längsten Streiks in der Geschichte des französischen Hörfunks durchgeführt. RFI gehört gemeinsam mit dem Non-Stop-Nachrichtensender France 24 und dem internationalen französischsprachigen Fernsehsender TV Monde zur Holdinggesellschaft AEF, deren Vorsitz Alain de Pouzilhac führt. Die 1975 geschaffene RFI wird zu 98 Prozent durch staatliche Subventionen finanziert. Das in Paris angesiedelte Radio France Internationale wird in 74 Ländern ausgestrahlt und erreicht 45 Millionen Zuhörer in aller Welt. 400 Journalisten arbeiten in Paris, 600 sind Korrespondenten in aller Welt.

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