Fußball-WM: Absatzplus bei Chips & Bier

Sportevent lässt Kassen klingeln

Fußball-WM: Absatzplus bei Chips & Bier

Die Fußball-WM hat die Umsätze von Knabbergebäckherstellern kräftig angekurbelt. Für die Brauereien ist der Mehrabsatz durch die WM eher überschaubar. Vor allem für den Bierkonsum ist das Wetter fast genauso wichtig wie sportliche Großereignisse. Der Absatz von Fußbällen wird durch die WM auch gesteigert.

Steigerung bei Bier nur kurzfristig

Entgegen dem Glauben, Großevents würden die Umsätze bei Bier praktisch automatisch in die Höhe schnellen lassen, spürt die Brau Union keine großen Auswirkungen der WM, sagte die Pressesprecherin zur APA. "Die Sonne ist der wichtigere Fußballspieler."

Großereignisse wie die Fußball-WM seien zwar erfreulich und würden die Umsätze bei Bier auch kurzfristig steigern, hätten aber auf das gesamte Geschäftsjahr wenig Auswirkung, hieß es von der Brau-Union-Sprecherin. Viel eher seien Faktoren wie Schönwetter, heuer vor allem zu Frühlingsbeginn, ausschlaggebend für einen deutlich höheren Bierabsatz, erklärte sie. Die zum Heineken-Konzern gehörende Braunion ist Österreichs größter Brauunternehmen. Zur Brau Union gehören unter anderem die Marken Gösser, Puntigamer, Schwechater und Wieselburger.

Auch die Privatbrauerei Stiegl verzeichnete in den vergangenen vier Wochen stärkere Umsätze. In der unternehmenseigenen Gastronomie hätte sich der Bierabsatz in den vergangenen vier Wochen sogar verdoppelt. Wie stark sich dies auf das Gesamtjahr auswirke, könne man erst am Ende des Jahres sagen. Auch bei Stiegl spielt das Wetter beim Umsatz eine wichtige Rolle.

Großes Absatzplus bei Chips

Der Snackhersteller Kelly's verzeichnet hingegen eine merkliche Umsatzsteigerung durch die Fußball-WM. Das Erlösplus bei längeren medialen Großereignissen kann nach Angaben einer Kelly's-Sprecherin bis zu 30 Prozent erreichen. Mittlerweile sei ein Fußballspiel als "Snackanlass" bei den Österreichern traditionell.

Auch der "Wuchtel"-Markt bekommt in Österreich durch die Fußball-WM einen Schub. Wuchs der Absatz von Fußbällen in den vergangenen Jahren tendenziell ohnehin, bedeutet ein Großereignis einen weiteren Schub, besagt eine Marktanalyse von Kreutzer Fischer & Partner. Demnach steigt der Endverbraucherumsatz von 11,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 15,4 Mio. Euro heuer, so die Prognose. Wurden voriges Jahr hierzulande 313.000 Fußbälle verkauft, so wird heuer mit 380.000 gerechnet.

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