Google launcht in Österreich neues Tool

Exporthilfe für Firmen

Google launcht in Österreich neues Tool

Als viertes Land weltweit launcht die Suchmaschine Google in Österreich das Tool "Market Finder", das Firmen helfen soll, für sie attraktive Exportmärkte zu finden und den Markteintritt zu erleichtern. "Österreich hat seit jeher eine starke Export-Tradition. Google will hier ein Partner für österreichische Firmen sein", sagte Google-Österreich-Chefin Christine Antlanger-Winter (Bild).

Für Informationen genüge die Eingabe der Firmen-URL in das Suchfeld, für die Anmeldung benötige man ein Gmail-Konto, erklärte die seit Jahresbeginn neue Google-Österreich-Chefin am Mittwoch bei der Vorstellung des Tools in Wien. Die Suchmaschine spuckt Informationen zum Potenzial möglicher Länder, Kosten, steuerlichen und rechtlichen Fragen, gängigen Zahlungsmethoden, typischem Einkaufsverhalten der Bevölkerung, makroökonomischen Daten zum jeweiligen Land, Vermarktungsmöglichkeiten usw. aus.

Hilfe bei erster Hürde

Ziel der Plattform sei es, die erste Hürde so gering wie möglich zu machen und so viele Informationen wie möglich bereitzustellen, sagte Antlanger-Winter. Maggie Childs, Unternehmerin und Austrian Startups-Vorstandsmitglied, sieht darin eine Hilfestellung insbesondere für kleinere Player, die über weniger Ressourcen verfügen - sowohl personell als auch finanziell. Der "Market Finder" ist kostenlos.

Ins gleiche Horn stieß auch der sonst gegenüber Digitalkonzernen kritische Handelsverband-Chef Rainer Will, der in dem Tool eine Chance für heimische Handelsfirmen sieht und die Google-Initiative unterstützt. Zuletzt hatte der Handelsverband Onlineriesen wie Amazon und Alibaba stark im Visier.

Geplante Digitalsteuer

Zu aktuellen politischen Entscheidungen wie der Digitalsteuer oder Urheberrechtsreform wollte sich Google-Österreich-Managerin Antlanger-Winter auf Nachfrage nicht äußern. Ein Google-Sprecher sagte zur APA, man halte sich an die Steuergesetze in Österreich, so wie Google das in allen Ländern mache, in denen das Unternehmen operativ tätig sei.

Die Urheberrechtsrichtlinie sei zwar im Laufe der langjährigen Diskussionen verbessert worden. "Sie wird jedoch immer noch zu Rechtsunsicherheit führen und die kreative wie auch die digitale Wirtschaft Europas beeinträchtigen. Es kommt auf die Details an, deshalb begrüßen wir es, dass wir bei der Umsetzung dieser neuen Regeln in den Mitgliedstaaten der EU mit Politikern, Verlagen, Kreativen und Rechteinhabern zusammenarbeiten können", so ein Sprecher.

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