Staatshilfe für Niki zugesichert

Im Pleite-Fall

Staatshilfe für Niki zugesichert

Die heimische Fluglinie Niki ist, wie berichtet, von der Insolvenz ihrer Mutter Air Berlin akut nicht betroffen. Es wurde aber bereits bei der österreichischen Regierung wegen möglicher Finanzhilfe vorgefühlt, berichten Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits und GPA-Gewerkschafter Peter Stattmann.

Air Berlin finanziert Niki noch aus deutschem Staatskredit

Derzeit sehe es jedoch so aus, dass das nicht notwendig werde. Die Geschäftsführung habe Niki Liquidität zugesagt – Air Berlin bleibt ja mit einem 150-Mio.-Kredit der Deutschen „flüssig“.  

Spitzengespräche mit SPÖ-Regierungsvertretern

Österreich hat Niki aber eine „jederzeitige Unterstützung im Bedarfsfall zugesichert“, sagt Kanzleramtsminister Thomas Drozda. Vereinbart wurde das bei Spitzengesprächen zwischen Kanzleramt, Verkehrsministerium und dem Niki-Betriebsrat.  Verkehrsminister Jörg Leichtfried hält den Notfall für unwahrscheinlich, aber: „Sollte sich die Situation ergeben, dass Arbeitsplätze massiv betroffen sind oder Österreicher nicht von Reisen zurückkehren können, muss man natürlich überlegen, wie man helfen kann.“

Niki-Mitarbeiter.jpg © APA Info für die Niki-Mitarbeiter am Freitag in Schwechat


Betriebsversammlung bei Niki: "Wut und Verzweiflung"

Die rund 1.000 Niki-Mitarbeiter hoffen, dass es schnell zu einer Lösung mit einem neuen Eigentümer kommt (siehe unten). Am Freitag gab es in Wien und Düsseldorf NIKI-Betriebsversammlungen. Die Stimmung unter den rund 200 Teilnehmern in Wien war gedrückt. Es gebe „viel Wut, viel Verzweiflung“,  so die Gewerkschaft.

Übernahme-Verhandlungen mit Lufthansa haben begonnen

Die Verhandlungen mit Interessenten für die Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin haben am Freitag mit dem Favoriten Lufthansa begonnen. Die größte deutsche Fluglinie will, wie berichtet, u. a. Niki ganz übernehmen. Niki würde dann eine Schwester der AUA werden, wahrscheinlich eingegliedert in die Lufthansa-Billigschiene Eurowings. „Wir hoffen auf Klarheit. Es kann uns gar nicht schnell genug gehen“, sagt Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits. Es sei „alles wünschenswert, was Arbeitsplätze und wesentliche Betriebsteile erhält“.
 

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