Corona-Krise: Streit um Sonntagsöffnung in Österreich

Maßnahme soll Handel in Not helfen

Corona-Krise: Streit um Sonntagsöffnung in Österreich

6.000 Shops stehen vor Pleite. Offene Sonntage könnten einige von ihnen retten.

 

Arg gebeutelt von der Pandemie ist der Handel. Alleine der aktuelle Lockdown führt zu Verlusten von 2,7 Milliarden Euro, so der Handelsverband. Eine mögliche Besserung für Shopbetreiber soll eine Idee von Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer bringen: Ab Lockdown-Ende bis Weihnachten sollen Geschäfte auch an Sonntagen offen halten dürfen.

Um diese Idee tobt ein heftiger Streit. ÖGB-­Präsident Wolfgang Katzian sagt, „wir können über alles reden“. Aber: Ohne die Forderungen nach dem Corona-Tausender und der Maskenpause im Handel werde sich die GPA „sehr schwertun, über irgendwas zu diskutieren“, sagte er in der ZiB  2.

Klar dafür sind viele Unternehmen, auch wenn sie ihren Mitarbeitern Zuschläge zahlen müssten. Peter Schaider, Chef des ­Auhof-Centers, rechnet vor: „Die offenen Sonntage könnten 10 % wiedergutmachen.“

Lugner-City-Betreiber Richard Lugner: „Mitarbeiter würden sich jetzt über Zuschläge freuen, damit sie sich anständige Weihnachten leisten können.“

Werktage

MediaMarkt will zwar nicht am Sonntag aufmachen, hat dafür andere Ideen: „Da wir nach dem Lockdown von einem sehr hohen Andrang ausgehen, würden wir uns nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen freuen, wenn wir die Öffnungszeiten an Werktagen wieder ausdehnen dürften.“