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Burmas Junta unterschlägt Ölgeld

Die Militärjunta von Burma unterschlägt nach dem Bericht einer US-Menschenrechtsorganisation Milliardenbeträge aus dem Ölgeschäft. Das Geld fließe auf Konten in Singapur, berichtete Earth Rights International (ERI) am Donnerstag in Bangkok. Die dortigen Banken Overseas Chinese Banking Corp. und DBS Group. wollten sich zunächst nicht dazu äußern.

Nach Angaben von ERI hat das Regime die Einnahmen offiziell nach einem alten Wechselkurs von sechs Kyat pro Dollar verrechnet. Der wahre Kurs liege bei 1000 Kyat pro Dollar. Deshalb seien seit Inbetriebnahme des Öl- und Gasfeldes Yadana im Jahr 2000 nur 28 Millionen Dollar (19,3 Mio. Euro) in den burmesischen Haushalt geflossen. Die restlichen Einnahmen - nach Angaben der Organisation 4,8 Milliarden Dollar - lägen auf in Singapur.

"Die Militär-Elite versteckt Milliarden, während das Volk bei den niedrigsten Sozialausgaben in Asien unnötig leidet", sagte einer der Autoren, Matthew Smith. "So lange das burmesische Regime Zugang zu Milliarden von Dollar hat, bestehen wenig Anreize, an den Verhandlungstisch zu kommen." Regierungen in aller Welt prangern schwere Menschenrechtsverletzungen an. Sie fordern - bisher vergeblich - die Freilassung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die schon 14 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest verbracht hat. Die Junta verwahrt sich gegen Einmischungsversuche und erweist sich auch immun gegen Sanktionsdrohungen und diplomatischem  Druck selbst von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Nach Informationen der französischen Zeitung "Libération" sind die Ölkonzerne Total und Chevron Hauptgeldgeber des Regimes. Das Militär sorge für die Sicherheit der Ölanlagen des US-Konzerns Chevron und des französischen Konzerns Total. Einwohner seien unter Androhung der Erschießung gezwungen worden, Land entschädigungslos abzutreten, heißt es in dem Bericht. Bauern würden zur Zwangsarbeit für die Ölleitung gezwungen.

Banken widersprechen

Banken in Singapur haben am Donnerstag dementiert, dass Milliardenbeträge aus dem Ölgeschäft, das die Militärjunta von Burma laut einer US-Menschenrechtsorganisation unterschlägt, auf ihre Konten geflossen sind. Earth Rights International (ERI) hatte zuvor in Bangkok berichtet, das Geld sei auf Konten in Singapur geflossen. Die dortigen Banken Overseas Chinese Banking Corp. (OCBC) und DBS Group wiesen dies umgehend zurück. "Der ERI-Bericht ... entbehrt jeder Grundlage", sagte ein  DBS-Sprecher. "DBS ist in keiner Weise in das Yadana-Projekt involviert." Auch OCBC bezeichnete die Angaben als unwahr.

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