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Irak will Ölfelder nicht ins Ausland verkaufen

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Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki neue Beteiligungen ausländischer Firmen an irakischen Ölfeldern ausgeschlossen. "Ich habe dem Erdölminister auf einer Kabinettssitzung gesagt, dass wir keine weiteren Verträge mit Ölfirmen aus dem Ausland schließen", sagte Maliki bei einer Wahlkampfveranstaltung in der südirakischen Stadt Basra.

Der Irak verfügt über die drittgrößten Erdölreserven der Welt und ist der elfgrößte Ölproduzent. Am 7. März sollen die mehrmals verschobenen Parlamentswahlen durchgeführt werden.

Malikis Koalition konnte bei den Provinzratswahlen im vergangenen Jahr wegen der verbesserten Sicherheitslage triumphieren. Nun steht die Regierung wegen der wieder zunehmenden Bombenanschläge innenpolitisch unter massivem Druck.

Bagdad hatte voriges Jahr Verträge mit ausländischen Ölkonzernen geschlossen, wodurch die Förderung in 7 Jahren auf 12 Mio. Barrel pro Tag von derzeit 2,5 Mio. Barrel steigen soll. Große Energiekonzerne wie BP und Shell wollen im Irak Fuß fassen.

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