Entwicklungsländer von Auswirkungen stark betroffen

Studie: Anpassung an Klimawandel kommt teuer

Die Anpassung an den Klimawandel wird die Welt nach einer neuen Studie teurer kommen als bisher von den Vereinten Nationen (UNO) veranschlagt. Die Kosten lägen mindestens zwei- bis dreimal so hoch, erklärten die Autoren der Untersuchung. Das UNO-Klimasekretariat habe zu schnell gearbeitet und überdies die untersuchten Sektoren nicht ausführlich genug unter die Lupe genommen, kritisierte Camilla Toulmin vom Internationalen Institut für Umwelt und Entwicklung in London.

Ihr Institut und das Grantham-Institut für Klimawandel am Imperial College in der britischen Hauptstadt hatten die UN-Schätzung überarbeitet und kommen nun zu dem Schluss, dass die vom Klimasekretariat bis 2030 genannten jährlichen Kosten von 40 bis 170 Mrd. Dollar (28,0 119,1 Mrd. Euro) zu niedrig gegriffen seien.

Wenn man die vom UNO-Klimasekretariat ausgesparten Bereiche hinzurechne, würden die Kosten sogar noch steigen, sagte der Autor der Studie, Martin Parry. Die UNO hat der Studie zufolge die Kosten des Klimawandels für Energiesektor, den Tourismus, die Ökosysteme, die Industrie, den Handel und den Bergbau nicht untersucht.

Der Großteil der Kosten des Klimawandels werde auf Entwicklungsländer entfallen, die ohnehin am stärksten von der Erderwärmung betroffen seien, warnte Parry. Die armen Länder müssten damit rechnen, dass zwei Drittel der Lasten auf sie entfallen würden.