Post: Millionendebakel nach Aus für Bank-Deal

Köpferollen in Chefetage

Post: Millionendebakel nach Aus für Bank-Deal

Bei der mehrheitlich in Staatsbesitz stehenden Post (der Bund hält 52,85 %) geht es drunter und drüber. Am Montagabend hat der Aufsichtsrat, wie berichtet, den Vorstand von vier auf drei Personen verkleinert. Der u. a. fürs Filialgeschäft zuständige Walter Hitziger ist weg, diesen Bereich übernimmt Generaldirektor Georg Pölzl (Bild) persönlich.
 

Geplatzt

Hintergrund ist die geplatzte Kooperation mit der deutschen FinTech-Gruppe, mit der die Post künftig Finanzdienstleistungen anbieten wollte. Die Partnerschaft mit der Bawag läuft ja Ende 2019 aus. Mitte September hatte die Post Fin-Tech als Bankpartner präsentiert, Ende November war es schon wieder aus.
 

Teuer

Für die Post eine teure Scheidung. Der Vereinbarung entsprechend hatte sie sich mit gut 6 %an Fin-Tech beteiligt, für in Summe rund 35 Millionen Euro. Seither sackte der FinTech-Kurs ab, die Post hat einen Buchverlust von etwa 15 Millionen Euro. Die FinTech selbst hätte der Post für das geplante Joint Venture einen hohen zweistelligen Millionenbetrag überweisen sollen, dazu kam es nicht mehr. Jetzt sitzt die Post auf der FinTech-Beteiligung und steht ohne Bankpartner da. Den muss Generaldirektor Georg Pölzl schnellstens finden.
 

Paketrekord

Gut läuft immerhin das Paketgeschäft. Am 17.12. gab es mit österreichweit 672.000 Paketen einen neuen Tagesrekord.
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