Charles Vögele-Rettung gescheitert

Filialen sperren rasch zu

Charles Vögele-Rettung gescheitert

Im September des Vorjahres ist die Textilkette Charles Vögele noch gerettet worden, nachdem sie in Österreich infolge der Insolvenz des ehemaligen Schweizer Mutterkonzerns pleiteging. Im Zuge der Rettung wurde die Filialzahl von 127 auf 57 und die Mitarbeiterzahl von 700 auf knapp 400 reduziert. Doch nun ist die Rettung gescheitert. Die bekannte Kette sperrt zu. Es ist keine Sanierung geplant.

Das Kündigungsfrühwarnsystem gegenüber dem AMS wurde ausgelöst. Die April-Gehälter wurden ausbezahlt. Offen sind laut APA-Informationen die aliquoten Sonderzahlungen ab dem 1. Jänner 2019. Eine Filiale wird von drei bis fünf Mitarbeitern betrieben. In der Zentrale sind 29 Beschäftigte von der Pleite betroffen.

Ziel des Unternehmens ist nun eine "geordnete Liquidation". Die meisten Filialen sollen "rasch" schließen. Auch die Mietverträge sollen schnell beendet werden. Im Mai reichten die vorhandenen liquiden Mittel nicht mehr aus, um für alle Filialen die Miete zu bezahlen.

>>>Nachlesen:  Vögele soll wieder weiterverkauft werden

Niederländer kauften Insolvenzmasse

Die insolvente Masse war von der niederländischen GA Europe/GAEBB Group B.V. übernommen worden. APA-Informationen zufolge hat ein strategischer Investor, der von den Niederländern im April an Bord geholt worden war, aber nicht alle Vertragsbedingungen erfüllt. "Daher ist der Kaufvertrag rückabgewickelt worden und es kam zur Pleite", sagte ein Insider. "Leider sind die Verkaufsverhandlungen trotz intensivster Bemühungen nunmehr gescheitert, womit die kurz-und mittelfristige Warenversorgung für die verbleibenden 57 Filialen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß sichergestellt werden konnte", hieß es von der Textilkette.

Der strategische Investor hätte 27 Filialen übernommen, mit Waren versorgt und unter seinem Branding geführt. Die GAEBB Group BV hätte die übrigen 30 Filialen und dort einen Abverkauf unter der bestehenden Marke Charles Vögele durchgeführt. Bis Anfang August hätten diese Filialen dann auch auf die Marke des Investors gebrandet werden sollen. Der Investor belieferte ab Ende April die 27 Filialen aber nicht, forderte finanzielle Mittel von der GAEBB Group dafür.

Nun stehen den Aktiva von rund 3,4 Mio. Euro Passiva von knapp 21,1 Mio. Euro gegenüber, so Gerhard Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform. Von den Passiva entfallen laut KSV1870 15,1 Mio. Euro auf Rückstellungen für liquidationsbedingte Aufwendungen. Vögele mit Sitz in Kalsdorf bei Graz hat den Antrag auf ein Konkursverfahren beim Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz gestellt. Mit der baldigen Eröffnung des Verfahrens, wahrscheinlich noch am Freitag, wurde gerechnet.

Im September des Vorjahres ist die Textilkette Charles Vögele noch gerettet worden, nachdem sie in Österreich infolge der Insolvenz des ehemaligen Schweizer Mutterkonzerns pleiteging. Im Zuge der Rettung wurde die Filialzahl von 127 auf 57 und die Mitarbeiterzahl von 700 auf knapp 400 reduziert. Doch nun ist die Rettung gescheitert. Die bekannte Kette sperrt zu. Es ist keine Sanierung geplant.

Das Kündigungsfrühwarnsystem gegenüber dem AMS wurde ausgelöst. Die April-Gehälter wurden ausbezahlt. Offen sind laut APA-Informationen die aliquoten Sonderzahlungen ab dem 1. Jänner 2019. Eine Filiale wird von drei bis fünf Mitarbeitern betrieben. In der Zentrale sind 29 Beschäftigte von der Pleite betroffen.

Ziel des Unternehmens ist nun eine "geordnete Liquidation". Die meisten Filialen sollen "rasch" schließen. Auch die Mietverträge sollen schnell beendet werden. Im Mai reichten die vorhandenen liquiden Mittel nicht mehr aus, um für alle Filialen die Miete zu bezahlen.

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Niederländer kauften Insolvenzmasse

Die insolvente Masse war von der niederländischen GA Europe/GAEBB Group B.V. übernommen worden. APA-Informationen zufolge hat ein strategischer Investor, der von den Niederländern im April an Bord geholt worden war, aber nicht alle Vertragsbedingungen erfüllt. "Daher ist der Kaufvertrag rückabgewickelt worden und es kam zur Pleite", sagte ein Insider. "Leider sind die Verkaufsverhandlungen trotz intensivster Bemühungen nunmehr gescheitert, womit die kurz-und mittelfristige Warenversorgung für die verbleibenden 57 Filialen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß sichergestellt werden konnte", hieß es von der Textilkette.

Der strategische Investor hätte 27 Filialen übernommen, mit Waren versorgt und unter seinem Branding geführt. Die GAEBB Group BV hätte die übrigen 30 Filialen und dort einen Abverkauf unter der bestehenden Marke Charles Vögele durchgeführt. Bis Anfang August hätten diese Filialen dann auch auf die Marke des Investors gebrandet werden sollen. Der Investor belieferte ab Ende April die 27 Filialen aber nicht, forderte finanzielle Mittel von der GAEBB Group dafür.

Nun stehen den Aktiva von rund 3,4 Mio. Euro Passiva von knapp 21,1 Mio. Euro gegenüber, so Gerhard Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform. Von den Passiva entfallen laut KSV1870 15,1 Mio. Euro auf Rückstellungen für liquidationsbedingte Aufwendungen. Vögele mit Sitz in Kalsdorf bei Graz hat den Antrag auf ein Konkursverfahren beim Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz gestellt. Mit der baldigen Eröffnung des Verfahrens, wahrscheinlich noch am Freitag, wurde gerechnet.

Im September des Vorjahres ist die Textilkette Charles Vögele noch gerettet worden, nachdem sie in Österreich infolge der Insolvenz des ehemaligen Schweizer Mutterkonzerns pleiteging. Im Zuge der Rettung wurde die Filialzahl von 127 auf 57 und die Mitarbeiterzahl von 700 auf knapp 400 reduziert. Doch nun ist die Rettung gescheitert. Die bekannte Kette sperrt zu. Es ist keine Sanierung geplant.

Das Kündigungsfrühwarnsystem gegenüber dem AMS wurde ausgelöst. Die April-Gehälter wurden ausbezahlt. Offen sind laut APA-Informationen die aliquoten Sonderzahlungen ab dem 1. Jänner 2019. Eine Filiale wird von drei bis fünf Mitarbeitern betrieben. In der Zentrale sind 29 Beschäftigte von der Pleite betroffen.

Ziel des Unternehmens ist nun eine "geordnete Liquidation". Die meisten Filialen sollen "rasch" schließen. Auch die Mietverträge sollen schnell beendet werden. Im Mai reichten die vorhandenen liquiden Mittel nicht mehr aus, um für alle Filialen die Miete zu bezahlen.

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Die insolvente Masse war von der niederländischen GA Europe/GAEBB Group B.V. übernommen worden. APA-Informationen zufolge hat ein strategischer Investor, der von den Niederländern im April an Bord geholt worden war, aber nicht alle Vertragsbedingungen erfüllt. "Daher ist der Kaufvertrag rückabgewickelt worden und es kam zur Pleite", sagte ein Insider. "Leider sind die Verkaufsverhandlungen trotz intensivster Bemühungen nunmehr gescheitert, womit die kurz-und mittelfristige Warenversorgung für die verbleibenden 57 Filialen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß sichergestellt werden konnte", hieß es von der Textilkette.

Der strategische Investor hätte 27 Filialen übernommen, mit Waren versorgt und unter seinem Branding geführt. Die GAEBB Group BV hätte die übrigen 30 Filialen und dort einen Abverkauf unter der bestehenden Marke Charles Vögele durchgeführt. Bis Anfang August hätten diese Filialen dann auch auf die Marke des Investors gebrandet werden sollen. Der Investor belieferte ab Ende April die 27 Filialen aber nicht, forderte finanzielle Mittel von der GAEBB Group dafür.

Nun stehen den Aktiva von rund 3,4 Mio. Euro Passiva von knapp 21,1 Mio. Euro gegenüber, so Gerhard Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform. Von den Passiva entfallen laut KSV1870 15,1 Mio. Euro auf Rückstellungen für liquidationsbedingte Aufwendungen. Vögele mit Sitz in Kalsdorf bei Graz hat den Antrag auf ein Konkursverfahren beim Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz gestellt. Mit der baldigen Eröffnung des Verfahrens, wahrscheinlich noch am Freitag, wurde gerechnet.

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