Einwegpfand bringt Kahlschlag für Nahversorgung am Land

Nah&Frisch Gruppe-Appell

Einwegpfand bringt Kahlschlag für Nahversorgung am Land

Neuerlicher Appell an Bundesministerin Leonore Gewessler zum Plastikpfand.

Nah&Frisch Geschäftsführer Hannes Wuchterl: „Ich appelliere neuerlich und eindringlich an Bundesministerin Leonore Gewessler: Lassen Sie uns gemeinsam Gutes besser machen und nicht zu Bestehendem ein teures und für viele kleine Händler nicht umsetzbares Parallelsystem dazu bauen. Das werden viele, viele Nahversorger am Land nicht überstehen.“

Reduktion von Plastik-Einweg-Verpackung wird unterstützt

Die Nah&Frisch Gruppe und ihre Kaufleute unterstützen selbstverständlich alle sinnvollen und angemessenen Maßnahmen, die helfen, die Ziele der Single-Use-Plastic-Richtlinie der EU zu erreichen und die zu einer Verringerung und zur Vermeidung von Plastikeinwegverpackungen beitragen.

„Aber mit innovativen Ideen, wie wir ein schon jetzt, speziell auf dem Land, gut funktionierendes System gemeinsam weiterentwickeln.“ so Wuchterl: „Vorschläge liegen genügend am Tisch, sie müssten nur aufgegriffen werden. Es braucht keinen Plastikpfand in Österreich.“

Pfandsystem für Nahversorger am Land so nicht umsetzbar

Viele selbstständige Nah&Frisch Nahversorger werden geplanten Maßnahmen schlichtweg nicht umsetzen können und so über kurz oder lang die Versorgung einstellen müssen. Bei einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von 200 m² ist in den meisten Geschäften kein Platz für die Umsetzung eines zusätzlichen Pfandsystems. Notwendige Investitionen sind den selbstständigen Kaufleuten nicht zumutbar.

Auch für die, die rund 425 selbstständigen Kaufleute beliefernden Großhandelshäuser Kastner, Kiennast, Unimarkt-Gruppe und Wedl bedeuten die geplanten Maßnahmen erhebliche Herausforderungen nicht nur logistischer Natur.

Hannes Wuchterl: "Ich erneuere meine Einladung an Frau Bundesminister Gewessler, sich selbst bei einem der über 425 Kaufleuten an einem typischen Nahversorgungsstandort, ein Bild zu machen."