Osram will mit ams über Zukunft sprechen

Steirer nun Großaktionär

Osram will mit ams über Zukunft sprechen

Nach dem Scheitern des Übernahmeangebots von ams für den deutschen Licht- und Sensorikkonzern Osram wird der Kampf um das Unternehmen zur Geduldsprobe. "Wir haben sie zu Gesprächen eingeladen und müssen sehen, was das Ergebnis sein wird", sagte der Osram-Finanzvorstand Ingo Bank über den steirischen Sensorhersteller ams am Montag dem Wirtschafts- und Finanznachrichtensender CNBC.

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ams ist neuer Großaktionär

Vom steirischen Unternehmen war zunächst keine Reaktion auf das Gesprächsangebot zu erhalten. ams hatte das bis zum vergangenen Freitag selbst gesetzte Ziel verfehlt, 62,5 Prozent der Osram-Anteile unter seine Kontrolle zu bringen. Das Angebot von ams sei offenbar nicht hoch genug gewesen, da die Aktionäre es nicht angenommen hätten, sagte Bank in dem Gespräch. Die Investoren Bain und Advent, die ebenfalls ein Angebot angekündigt haben, seien noch mit der Prüfung der Bücher beschäftigt. Dies werde in einigen Wochen beendet sein. "Aber es ist im Moment noch nicht klar, ob sie ein bindendes Angebot abgeben werden", sagte Bank.
 

Zukunft von Osram offen 

Analyst Stefan Maichl von der Landesbank Baden-Württemberg hält es für wahrscheinlich, dass ams über die Börse weiter zukaufen werde. "Möglicherweise kommt auch von den Investoren Bain und Advent ein neues Angebot", sagte Maichl der Deutschen Presse-Agentur. "Doch das müsste schon sehr attraktiv sein, damit ams seine knapp 20 Prozent an Osram wieder abgibt." Ohne die 19,99 Prozent, die ams an Osram hält, sei es kaum möglich, die ursprünglich von Bain angestrebten 70 Prozent zu erreichen, sagt der Analyst.
 

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Anteile dürften rund 800 Mio. Euro gekostet haben

Osram-Vorstand und Aufsichtsrat hatten das Übernahmeangebot von ams in der Vergangenheit zwar befürwortet, aber mit so vielen Bedenken, dass dies von vielen als verstecktes Nein gewertet wurde. Alleine für den aktuellen Anteil an Osram dürfte die bereits hoch verschuldete ams um die 800 Millionen Euro ausgegeben haben. Bei einem weiteren Zukauf über die Börse müsste das Unternehmen ab einem Anteil von 30 Prozent erneut ein Angebot zur Übernahme von Osram abgeben. Geschieht dies im nächsten halben Jahr, müssten mindestens die 41 Euro des gescheiterten Übernahmeangebots geboten werden. Am Montagnachmittag notierten die Osram-Aktien mit einem Minus von 4 Prozent bei 39,20 Euro, ams-Papiere verloren an der Börse Zürich knapp 2 Prozent auf 44 Franken (40,32 Euro).
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