Oberfläche bei Implantaten entscheidend

Die Beschaffenheit der Oberfläche ist neuen Forschungen zufolge für die Verträglichkeit von Implantaten entscheidend. Die Oberflächenstruktur und nicht so sehr die chemische Zusammensetzung der Beschichtung habe einen großen Einfluss auf das Verhalten von Stammzellen aus dem Knochenmark, heißt es in einer Mitteilung der Universität Erlangen-Nürnberg. Unterschiede im Bereich von einigen tausendstel Mikrometern sorgten dafür, dass die Stammzellen entweder abstürben oder aber besonders aktiviert würden.

In mehrjähriger Arbeit hatten die Wissenschafter die Relevanz der Nanoskalenmorphologie auf die lebende Materie erforscht. In einem kürzlich veröffentlichten Fachartikel wies die Gruppe um Patrik Schmuki die Wechselwirkungen zwischen der Geometrie der Oberfläche und den Zellen nach. Demnach führen Geometrien von 100 Nanometern zum Absterben der Stammzellen, während auf 15-Nanometer-Strukturen eine deutlich erhöhte Zellaktivität zu beobachten sei. Die Erkenntnisse fließen den Angaben zufolge nun in die Entwicklung der Beschichtung von Implantaten ein.