Rudas: Mit größter Vehemenz gegen Vorurteile, Diskriminierung und Stigmata

Psychosoziale Dienste: Stephan Rudas in Pension

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Stephan Rudas, der Chefarzt der Psychosozialen Dienste (PSD) in Wien, tritt mit Jahresende in den Ruhestand. Das hat Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (S) am Mittwoch (1. Juli) der APA mitgeteilt. Der 65-jährige Psychoanalytiker und Facharzt für Psychiatrie und Neurologie war Ende der 1970er Jahre führend mit der fachlichen Planung der Wiener Psychiatriereform befasst. Mit der Gründung des PSD im Jahr 1980 übernahm Rudas die ärztliche Leitung.

"Mit Stephan Rudas tritt einer der führenden Köpfe der Wiener Psychiatrie in den Ruhestand", lobte Wehsely den scheidenden Chefarzt. Rudas gebühre "größtmöglicher Dank". Die Nachfolge wird über ein externes Personalberatungsunternehmen ausgeschrieben.

Jährlich nehmen bis zu 19.000 Menschen Leistungen des PSD-Wien in Anspruch. Er betreibt acht regional zuständige Ambulatorien für Erwachsenenpsychiatrie und eines für Jugendpsychiatrie. Zudem gibt es eine psychiatrische Soforthilfe, die telefonisch rund um die Uhr erreichbar ist.

Im Rathaus wurde betont, dass der PSD in den vergangenen Jahren laufend ausgebaut worden sei. Neu geschaffen wurden etwa die mobilen Liaisondienste für Erwachsenenpsychiatrie und für Jugendpsychiatrie, eine eigene Beratungsstelle für Frauen (2005), ein Tageszentrum für psychiatrische Frührehabilitation (2008) und zuletzt ein Therapiezentrum für Borderline-Betroffene.

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