Schweinegrippe: Resistenzfall "kein Problem"

Die bei einem Patienten in Dänemark beobachtete Resistenz der Schweinegrippe-Erreger vom neuen A(H1N1)-Typ ist für den Entwickler und Produzenten des Neuraminidasehemmers Oseltamivir ("Tamiflu"), Roche, derzeit kein Grund zur Sorge. "Das ist bisher ein Einzelfall, auch in klinischen Studien gab es Therapie induzierte Resistenzen (0,4% bei Erwachsenen, vier Prozent bei Kindern), diese sind prinzipiell nie auszuschließen, auch nicht bei anderen antiviralen Medikamenten (z.B. Zanamivir/"Relenza"/GSK)", hieß es am Dienstag (30. Juni) vonseiten des Schweizer Pharmakonzerns Roche.

Durch Oseltamivir-Therapie induzierte Resistenzen hätten sich bisher nicht verbreitet, auch in diesem Fall hätte es keine weiteren Resistenzen gegeben. Die anderen infizierten Personen im Umfeld des Betroffenen wären nicht mit dem Virus infiziert worden. Die internationalen Therapieempfehlungen für die Behandlung der Schweinegrippe würden aufrecht bleiben. Man werde aber die Aktivitäten zur Überwachung der Situation weiter unterstützen.