Airline reagiert auf Wirtschaftskrise

Deutsche Lufthansa setzt weiter den Rotstift an

Der Kranich reagiert auf die Krise mit harten Einschnitten. Allein Lufthansa Passage will bis Ende 2011 die Kostenbasis um etwa 1 Mrd. Euro senken.

"Bei den anderen Gesellschaften geht es immer um zwei- bis dreistellige Millionenbeträge", sagte Lufthansa-CFO Stephan Gemkow der "Börsen-Zeitung". Gemkow zufolge müssen der Cash-Flow verbessert und die Investitionsbelastungen durch Verschiebungen verringert werden. Dennoch sieht er die Finanzierung als komfortabel an. "Aus Liquiditätsgründen müssen wir kurzfristig nicht an den Kapitalmarkt gehen."

Für das laufende Jahr stellte der Manager weiter einen operativen Gewinn in Aussicht. "Dass der 2009 nicht in den Himmel wächst, ist klar", schränkte er ein. Die Fluggesellschaften kämpfen mit sinkenden Fluggastzahlen, weil die Menschen wegen der Wirtschaftsflaute weniger verreisen. Für 2010 erwartet Gemkow eine Erholung "und die von uns eingeleiteten Maßnahmen werden hoffentlich greifen."

Beim Sorgenkind British Midland (BMI) treibt die Lufthansa die Sanierung voran. "Was wir mit BMI machen, lässt sich noch nicht abschließend sagen", sagte Gemkow. British Airways hat bereits Interesse angemeldet, sollte sich die Lufthansa von ihrer Tochter trennen. "Für uns geht es aber um eine Lösung, die sowohl für Lufthansa als auch für BMI sinnvoll ist."

Lufthansa will Flüssigkeitsverbot lockern

Indessen will die Lufthansa 2010 die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck schrittweise wieder zulassen. Als erster Schritt sei etwa denkbar, normales Trinkwasser wieder zuzulassen. Nach Angaben des zuständigen Referatsleiters im deutschen Innenministerium, Achim Friedl, könnte auch die Mitnahme von zollfrei eingekauften Getränken wieder erlaubt werden.