Mittlere Sauerstoffmenge und mittleres Algenwachstum

Lob für Badewasserqualität am Neusiedler See

Dem Neusiedler See wird von Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner (V) ausgezeichnete Badewasserqualität bescheinigt. Der Nährstoffgehalt befindet sich im guten Bereich. "Durch die raschen Veränderungen, denen der See ausgesetzt ist, ist es wichtig, ihn laufend wissenschaftlich zu beobachten und Messungen durchzuführen", so Falb-Meixner in einer Aussendung. Der Nährstoffgehalt und hygienische Parameter werden unter anderem von der Biologischen Station in Illmitz (Bezirk Neusiedl am See) gemessen und ausgewertet.

Mit dem Nährstoffsystem wird der Zustand von Stillgewässern charakterisiert. Der Nährstoffgehalt bestimmt insbesondere das Wachstum der Algen. Der ökologische Zustand des Neusiedler Sees ist durch ein hohes natürliches Nährstoffpotenzial besonders an Phosphor- und auch an Stickstoffverbindungen geprägt, das von Menschen zusätzlich beeinflusst wird. Derzeit hat der See einen mittleren Nährstoffgehalt (mesotroph, Anm.) und erreicht damit die zweitbeste von vier Einteilungsstufen. Das Flachgewässer besitzt damit eine mittlere Sauerstoffmenge und mittleres Algenwachstum.

Gemäß der EU-Vorgaben werde der See auch hygienisch beurteilt. Es werden die Mengen an Koli-Bakterien und Darmbakterien bestimmt. "Sowohl die Messungen aus dem Jahr 2008 als auch die des heurigen Jahres stellen dem Neusiedler See ein hervorragendes Zeugnis aus. Er besitzt ausgezeichnete Badewasser-Qualität und erreicht damit die vierte und höchste Stufe der Bewertungsskala", so der Landesrat. Ein wesentlicher Grund für die positive Gesamtsituation des Neusiedler See seien die seit den 70ern erbauten und laufend adaptierten Kläranlagen rund um den Neusiedler Seen.

Als Steppensee mit geringer Tiefe ist der Neusiedler See den klimatischen Einflüssen stark ausgesetzt. Auf keinem anderen See Österreichs scheint so oft die Sonne, bläst so oft der Wind. Vor rund 20 Millionen Jahren entstanden, ist er im Laufe seiner Geschichte wiederholt ausgetrocknet - so in den Jahren 1811 bis 1813 und 1865 bis 1871. Es gab auch Jahre mit Hochwasserständen - im Jahre 1878 konnten Wassertiefen bis zu drei Meter gemessen werden. Mit Ausnahme der Kriegsjahre 1939 und 1945 liegen die offiziellen Pegelstände jedes Monats seit 1932 vor, hieß es in der Aussendung.