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Wien erwartet Imageboom durch "Jackson-Tribute"

Das Tribute-Konzert für Michael Jackson am 26. September dürfte sich für die Wiener Tourismusbranche positiv auswirken: Die Veranstaltung werde für die Bundeshauptstadt viel bringen, prognostizierte Robert Nürnberger vom Wien-Tourismus einen "Imageboom". Da internationale TV-Stationen Live-Übertragungen geplant hätten und damit auch zahlreiche Bilder aus der Donaumetropole zeigen würden, erwarte man sich einen ähnlich erfolgreichen Auftritt der Stadt wie während der Fußball-EM 2008.

Den Werbewert des Events könne man derzeit noch nicht beziffern, hieß es. Fest steht jedoch: "Damit können wir ein Millionenpublikum erreichen, das ansonsten nur schwer erreichbar wäre." Dass die Veranstalter Wien als Standort des Spektakels gewählt hätten, sei "Weltklasse". Denn eine derartige Aufmerksamkeit sei mit herkömmlichen Marketingmitteln nie zu erzielen - zumindest nicht "zu einem leistbaren Preis", erklärte Nürnberger.

Günstiger Termin

Was den Termin des Konzerts angeht, freuen sich die Touristiker über den 26. September. An Wochenenden davor wären wegen der guten Kongressbuchungen nämlich kaum Hotels zur Verfügung gestanden, hieß es. Die erwartete Besucherzahl betreffend gibt es ebenfalls noch keine genauen Angaben. Das hänge auch davon ab, welche Stars auftreten würden und in welchem Verhältnis sich der Ticketverkauf auf auswärtiges und heimisches Publikum verteile. Die Annahme sei jedoch durchaus zulässig, dass viele Gäste ihren Besuch des Jackson-Gedenkkonzerts gleich mit einem mehrtägigen Aufenthalt in der Bundeshauptstadt verbinden.

Das Event in die internationale Tourismuswerbung einzubinden, sei zu kurzfristig, so Nürnberger. Man schüre aber sehr wohl Aufmerksamkeit bei den Ansprechpartnern internationaler Märkte und lasse die Veranstaltung auch bei der Pressearbeit im Ausland einfließen, wurde versichert.

Genehmigung läuft

Unterdessen läuft das Behördenverfahren weiter. Details dazu werden nicht verlautbart. Die Unterlagen, so wird im Rathaus versichert, seien jedoch "professionell eingereicht". Und auch im Schloss Schönbrunn wird weiter mit den Veranstaltern verhandelt. Die Entscheidung, wo das Konzert genau stattfinden wird, liege bei den Veranstaltern, betonte eine Sprecherin. Prinzipiell sind Veranstaltungen im Ehrenhof - also auf der Straßenseite - als auch hinter dem Schloss im Park möglich.

In der Schloss-Betriebsgesellschaft sei man für beide Varianten offen. Es sei jedoch im Park mit den Fluchtwegen komplizierter, hieß es. Die Verantwortlichen scheinen sich jedoch bereits auf den Ehrenhof und den Bereich vor dem Schloss-Areal festgelegt zu haben. Der Homepage der Veranstalter (Jackson-Bruder Jermaine und der österreichische Produzent Georg Kindel, Anm.) ist zu entnehmen, dass das Event auf der Ehrenhof-Seite stattfinden wird. Die Stadt hat bereits angekündigt, falls nötig die Westeinfahrt für die Dauer des Konzerts zu sperren.