Rom friert Beteiligungen der Libyer nicht ein

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Rom will vorerst Libyens Unternehmensbeteiligungen in Italien nicht einfrieren. "Ich glaube nicht, dass die Regierung die Unternehmensbeteiligungen abblocken kann. Eine Sache ist Bankkonten einzufrieren, eine andere sind die Unternehmensbeteiligungen. Zu dieser Angelegenheit sollte sich die Mailänder Börsenaufsichtsbehörde aussprechen", sagte der italienische Innenminister Roberto Maroni.

Bei der Mailänder Bank Austria-Mutter sorgen sich einige Mitaktionäre indes sehr wegen der instabilen Aktionärsgruppe aus Libyen. UniCredit-Chef Federico Ghizzoni wird dazu von italienischen Aktionären unter Druck gesetzt, die den Ausschluss der libyschen Investoren aus dem Aktionärskreis der Bank verlangen. Libysche Investoren sind seit dem vergangenen Sommer mit einem 7,6-prozentigen Anteil zu den stärksten Aktionären des Geldhauses avanciert. "Das Experiment ist gescheitert, UniCredit sollte den Libyern die Tore schließen", verlangt der Bürgermeister von Verona, Flavio Tosi.

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