Mögliche Verstöße gegen Aktienrecht

Staatsanwaltschaft durchsuchte Porsche

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat den Sportwagenbauer Porsche am Donnerstag wegen möglicher Verstöße gegen das Aktienrecht im Zusammenhang mit der VW-Übernahme durchsucht. Dabei seien Unterlagen in den Geschäftsräumen beschlagnahmt worden, teilte der Autobauer mit. Porsche weise die erhobenen Vorwürfe der Strafverfolger zurück.

Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist ins Visier der Justiz geraten. Gegen den Top-Manager werde wegen Verdachts auf Manipulation von Börsenkursen und der Weitergabe von Insider-Informationen ermittelt, sagte ein Porsche-Sprecher am Donnerstag in Stuttgart.

Der Sportwagenhersteller steht nach eigenen Angaben ebenfalls unter anderem im Verdacht der Börsenmanipulation. Bei der Durchsuchung der Geschäftsräume hätten die Ermittler auch Unterlagen beschlagnahmt, teilte Porsche mit. Das Unternehmen weise jedoch die Vorwürfe zurück. Der Sportwagenhersteller arbeite mit den Beamten zusammen und wolle "zu einer schnellen Aufklärung" beitragen.

Neben Wiedeking stehe unter anderem auch der ehemalige Finanzvorstand Holger Härter unter dem Verdacht der Marktmanipulation und unerlaubten Weitergabe von Firmeninformationen, sagte der Porsche-Sprecher. Einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagsausgabe) zufolge gehen die Ermittlungen auf eine Anzeige der Finanzaufsicht BaFin zurück. Die Behörde habe nach einer formellen Prüfung der Übernahmeschlacht zwischen Porsche und Volkswagen Anfang August Anzeige erstattet.