Vorerst kein U-Ausschuss zu Agrargemeinschaften

Im Zusammenhang mit der Neuregulierung der Besitzstände der Agrargemeinschaften wird es im Tiroler Landtag vorerst zu keinem Untersuchungsausschuss kommen. Bürgerform-Chef, LAbg. Fritz Dinkhauser bestätigte, dass einer seiner Mandatare diese Entscheidung nicht mittrage. Durch die fehlende Unterstützung der FPÖ sei es unmöglich, zwölf Mandatare zu mobilisieren, um etwa den zuständigen Agrarreferenten, LHStv. Anton Steixner (V) vor das Gremium zu zitieren. Der Ausschuss mache damit vorerst keinen Sinn.

Dem freiheitlichen Obmann LAbg. Gerald Hauser warf Dinkhauser vor, dass dieser bei der Gemeinderatswahl im kommenden März in dessen Osttiroler Heimatgemeinde für das Bürgermeisteramt kandidieren wolle. Daher habe Hauser persönliche Motive, um es sich nicht mit den dortigen Agrargemeinschaften zu verscherzen.

Sein Bürgerforum-Mandatar Thomas Schnitzer wolle in Ehrwald Bürgermeister bleiben, sagte Dinkhauser. Es sei legitim, dass er nach dem freiheitlichen Ausscheren den Antrag nicht mehr mittragen wolle. Das sei auch das Wesen eines Bürgerforums, in dem man Diskussionen zulassen müsse. Einen Vergleich mit dem ausgeschlossenen LAbg. Fritz Gurgiser wollte Dinkhauser nicht machen. Gurgiser sei ein Dissident, der VP-Politik unterstütze, Schnitzer ein Diskutant. Einen Grund für einen Ausschluss Schnitzers sehe er "nicht", sagte Dinkhauser.

Dinkausers Gruppierung ist im Landtag mit sechs Mandataren die stärkste Oppositionspartei. Grüne und Freiheitliche haben jeweils vier Abgeordnete.