Die Ziele der MEGA Bildungsstiftung

Matthias Strolz: Das bringt MEGA

Die Ziele der MEGA Bildungsstiftung

Die neue MEGA Bildungsstiftung wird überregional und österreichweit Bildungsprojekte in den Bereichen Wirtschaftsbildung und Chancenfairness initiieren und finanzieren: Hinter ihr stehen mit B&C Privatstiftung und Berndorf Privatstiftung zwei Industriegrößen Österreichs.

Rekord-Stiftung investiert in unsere Schulen

Der ehemalige Spitzenpolitiker Matthias Strolz ist engagierter Bildungsreform-Verfechter und Mitglied im Expertenbeirat von MEGA.

MONEY: Was ist der Grund für Ihren Einsatz bei der MEGA Bildungsstiftung?

Matthias Strolz: Bildung ist seit jeher mein Herzensthema. Es ist das Schönste, Menschen zu helfen, ihre Talente zur Entfaltung zu bringen, sozusagen ihre Flügel zu heben. Dafür ist nicht nur der Staats zuständig, dafür braucht es auch die Zivilgesellschaft. Daher sehe ich das Engagement von B&C Stiftung und Berndorf Privatstiftung als großartig an, ein wirklicher Glücksfall für die Bildung in Österreich. Es bedeutet "Flügel heben im großen Stil", denn es werden ja beträchtliche Mittel zur Verfügung gestellt. MEGA wird ein bedeutender neuer Akteur sein.

MONEY: Wie wird MEGA sich für die Bildung einsetzen?

Strolz: Unsere Strategie lautet, nicht eigene Projekte zu gründen, sondern innovativen Bildungsprojekten beim Wachsen zu helfen. Damit haben wir einen beträchtlichen Hebel und stiften den größten Nutzen. Es gibt so viele großartige Initiativen, aber oft sind es kleine Inseln. Es fehlen ihnen die Vernetzung, die Mittel oder das Know-how für Wachstum. Hier werden wir einsteigen. Den ersten Wettbewerb für innovative Projekte wird MEGA voraussichtlich gegen Ende des Jahres ausschreiben. Wir setzen auf Chancenfairness und Wirtschaftskompetenz. Wir wollen mehr Augenmerk auf die Talente aller jungen Menschen legen und wir wollen mündige Bürger.

Meinl-Reisinger Beate, Strolz Matthias - BC-CH - Top-Bildung - Seite 3 © APA/Helmut Fohringer

MONEY: Wo sehen Sie Mankos in der Bildungslandschaft in Österreich?

Strolz: Ein wichtiger Punkt ist Chancenfairness. Die Bildungschancen sind in Österreich zu stark "vererbt", von Familienherkunft und sozialer Schicht abhängig. Die Frage, welche Chancen du hast, hängt zu oft von der Frage ab, was deine Eltern sind und machen. Das ist nicht okay. Wir wollen, dass alle Talente in die Entfaltung kommen, unabhängig von den familiären Möglichkeiten. Wenn wir den Kindern und Jugendlichen helfen, sich zu entfalten, dann ist das eine Win-Win-Win-Situation: für die betroffenen Kinder, für die Wirtschaft und für die Gesellschaft insgesamt. Dazu setzen wir auf einen ganzheitlichen Bildungsbegriff, der auch Kreativität und Handlungskompetenz beinhaltet. Ein wesentlicher Aspekt ist die Wirtschaftskompetenz, denn sie ist wichtig, damit wir mündige Menschen sein können. Wirtschaft sind wir alle.

MONEY: Was wird MEGA in der Praxis bewirken?

Strolz: Wenn Jugendliche wegen eines Handyvertrages in ihre erste Schulden stolpern oder junge Erwachsene ihren ersten Mietvertrag nicht verstehen, dann müssen wir uns doch fragen, ob das Bildungssystem sie gut genug vorbereitet. Wer die Dinge nicht versteht, kommt leichter unter die Räder. Dagegen wollen wir etwas tun. Bildung stärkt.

Studenten, Bildung - BC-CH - Top-Bildung - Seite 3 © Getty Images

Von mehr Bildung profitieren alle
Aufholbedarf bei der Bildung in Österreich

Die Ziele. Die MEGA Bildungsstiftung ist von ihren Gründern B&C Privatstiftung und Berndorf Privatstiftung mit über fünf Millionen Euro dotiert. Sie soll helfen, die Bildung in Österreich zu stärken. Die internationale Studie PISA attestiert uns Schwächen. Untersuchungen u.a. von Bankenseite zeigen Mankos in der Wirtschaftsbildung. Bildungsexperte Andreas Salcher mahnt Reformen ein: Mehr Schulautonomie, Ansetzen schon im Kindergarten, exzellente Weiterbildung und mehr.

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