06. Februar 2020 15:00
PlanRadar
Geschäftsmodell trifft Nerv der Zeit
PlanRadar erschließt sich von Österreich aus Jahr für Jahr Digitalisierungspotenzial des Baugewerbes und reüssiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Branche.
Geschäftsmodell trifft Nerv der Zeit
© sales / Rakic

PlanRadar, Spezialist für digitale Dokumentation und Kommunikation in Bau- und Immobilienprojekten, nimmt die Wachstumsentwicklung aus dem Jahr 2019 in das neue Jahr mit. Das Unternehmen konnte im Vorjahr seinen Umsatz gegenüber 2018 mehr als verdoppeln und die Zahl der Kunden im Rahmen des internationalen Expansionskurses weltweit auf über 6.000 Unternehmen in 43 Ländern steigern. Zu den PlanRadar-Nutzern in Deutschland zählen unter anderem Bremer AG, CBRE, Cushman & Wakefield, REWE sowie Siemens und Union Investments.

"Für 2020 erwarten wir mit zusätzlichen Standorten weltweit eine weitere Verdoppelung unserer Mitarbeiter", skizzierte Sander van de Rijdt, Geschäftsführer und Mitgründer von PlanRadar, im Dezember letzten Jahres die Entwicklungsdynamik.

Zuletzt stieg, wie er beziffert, "die Zahl unserer Mitarbeiter auch auf dem Hintergrund der Expansion nach Großbritannien und Südosteuropa deutlich auf derzeit 80 Kolleginnen und Kollegen".

Digitalisierungspotenzial erschließen

Das Erfolgsmodell von PlanRadar erläutert Ibrahim Imam, wie Rijdt Geschäftsführer und Mitgründer des Unternehmens, so: "Der Einsatzbereich unserer Leistungen und Services ist nicht nur auf die Bauphase von Immobilien beschränkt, sondern ermöglicht die Nutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur digitalen Dokumentation sowie dem Informationsmanagement bei Bau- und Immobilienprojekten".

Das breite Einsatzfeld von PlanRadar und die Tatsache, dass die Bau- und Immobilienbranche ein noch großes Digitalisierungspotenzial birgt, bieten dem Unternehmen, nach eigenen Aussagen, "sehr große Wachstumsmöglichkeiten". Denn laut Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020 liegt das Baugewerbe mit einem Index von 52 noch immer vier Punkte unter dem branchenübergreifenden Durchschnitt.

DefectRadar wird PlanRadar

PlanRadar wurde 2013 als DefectRadar gegründet und startete 2014 mit seinem Produkt, einer plattform- und geräteunabhängigen Software-Lösung für Baudokumentation und Mängel-Management in denen Task- und Projektmanagement gefragt ist, in den Markt. Im Mai 2017 wurden die Services des Unternehmens bereits von über 800 Kunden aus 17 verschiedenen Längern genutzt.

Die Applikation verwendeten damals, wie Domagoj Dolinsek, geschäftsführender Gesellschafter PlanRadar, "viele Kunden schon im gesamten Lebenszyklus einer Immobilie, von der Planung über die Ausführung bis hin zum Facility Managment sowie für das komplette Task- und Projektmanagement". Deshalb wurde DefectRadar vor drei Jahren in PlanRadar umbenannt. 2017 erhielt das Start-up vom aws Gründerfonds, Cavalry Ventures und Berliner Volksbanken Ventures Venture Capital in Millionhöhe, um damit das weitere Wachstum zu finanzieren.

Wachstum, Wachstum, Wachstum!

2018 verzeichnete das Unternehmen eine Anstieg der Gesamtleistung um fast 200 Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der Kunden verdreifachte sich und stieg auf 1.700 an. Bis Ende des Jahres 2018 sollte der Kundenstamm, zu dem mittlerweile die Konzerne Porr und Strabag gehören, auf "mindestens 5.000 weltweit ausgeweitet werden".

Die Mitarbeiterzahl stieg von 25 im Jahr 2017 auf über 40 im Jahr 2018. Dieses Jahr konnte letztendlich mit einem Umsatzwachstum von "fast 300 Prozent" und "über 2.000 Neukunden" aus der Bau- und Immobilienbranche abgeschlossen werden. Neue Kunden von PlanRadar wurden in diesem Jahr Corpus Sireo, Raiffeisen, Intersport, Project Immobilien, Bosch und Deichmann. Das Unternehmen war in 31 Länder in Europa sowie in Australien, Kanada, Mexiko, Südafrika und Singapur vorgestoßen.

Dynamische internationale Expansion

2019 gründete PlanRadar Tochterunternehmen in Großbritannien und Kroatien. Der Brexit sei, so Ibrahim Imam, "kein Hinderungsgrund, die Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche in Großbritannien und Irland voranzutreiben. Das Tochterunternehmen in Zagreb ist für die Expansion, das Neugeschäft, den Vertrieb und die Kundenbetreuung in Südosteuropa zuständig. Der Kundenstamm und die Mitarbeiterzahl wuchsen dynamisch wie bisher".

Im Oktober des Vorjahres wurde PlanRadar mit einem EY Entrepreneuer Of The Year™ Award in der Kategorie Start-up ausgezeichnet. Bewertet wurden hierfür Kriterien wie Wachstum, Zukunftspotenzial, Innovation, Mitarbeiterführung und gesellschaftliche Verantwortung. Darüber hinaus wurde das Unternehmen auch dafür ausgezeichnet, dass es mit seiner 'Software as a Service'-Lösung für Bau-Organisationen innerhalb von wenigen Jahren mehr als 5.500 Kunden mit Projekten in 43 Ländern gewonnen hatte.