Politiker wollen Pensionisten an CEZ-Gewinnen beteiligen

CEZ erreichte 2009 mit 2 Mrd. Euro Rekordgewinn

Der zu zwei Drittel staatliche tschechische Energiekonzern CEZ hat 2009 den höchsten Nettogewinn seiner Geschichte erwirtschaftet. Dieser lag bei 51,9 Mrd. Kronen (2 Mrd. Euro), was um 9,5 % mehr als 2008 war. Es handelt sich nicht nur um einen Rekordgewinn für CEZ, sondern auch um den höchsten Gewinn, den je eine tschechische Firma erzielte.

Für 2010 wird allerdings mit einem Rückgang des Gewinns um rund 10 % auf 46,7 Mrd. Kronen gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebidta) des Konzerns legte um 2,7 % auf 91 Mrd. Kronen zu, während das EBIT um 2,3 % auf 68,2 Mrd. Kronen stieg.

Die Investitionen in die Produktion betrugen 15,4 Mrd. Kronen, während in die Atomkraftwerke Temelin und Dukovany 4,7 Mrd. Kronen flossen. Der CEZ-Umsatz wuchs um 6,7 Prozent auf 196,4 Mrd. Kronen. Das Ergebnis führt CEZ vor allem auf eine erfolgreiche Verkaufsstrategie und ein großes Produktionsvolumen beim Atomstrom zurück.

Stromverbrauch ging zurück

Die gesamte Stromproduktion ging um 3,3 Prozent auf 65,3 TWh zurück, während der Stromverkauf um 0,5 % auf 75 TWh zulegte. Der Stromverbrauch in Tschechien fiel im Vorjahr um 5,6 % auf 57,1 TWh zurück. Zum Vergleich: Auch in Österreich ging der Stromverbrauch im öffentlichen Netz um 3,5 % auf 57,98 TWh zurück.

Analysten hatten einen Nettogewinn zwischen 53 und 54 Mrd. Kronen erwartet. Das Rekordergebnis trotz der Wirtschaftskrise wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass CEZ im Vorjahr aufgrund der 2008 abgeschlossenen Stromlieferverträge wirtschaftete und daher von den gefallenen Preise auf den Produktbörsen kaum betroffen war.