Constantia winkt bei AMAG-Verkauf vorerst ab

Der Vorstandsvorsitzende der Constantia Packaging, Hanno Bästlein, hat dem oberösterreichischen Landeshauptmann Josef Pühringer (V) mitgeteilt, dass bis auf weiteres keine einzige Aktie der AMAG verkauft werde. Das gab der Landeshauptmann in einer Presseaussendung bekannt. Pühringer schilderte, er habe Bästlein kontaktiert, da für Oberösterreich der Erhalt des Standortes und die Zukunft der AMAG in Ranshofen von größter Bedeutung sei.

Der Vorstandsvorsitzende habe ihm erklärt, weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat hätten sich mit einem Verkauf befasst, da im Mittelpunkt der Bemühungen derzeit eine Art Generalvergleich stehe, den man anstrebe. Bei diesem Generalvergleich geht es über angebliche Ansprüche der Fries-Gruppe sowie der Immoeast an die Constantia Packaging D.B. Holland. Diese ist laut Pühringer die 91-prozentige Eigentümerin der Constantia Packaging AG in Wien, die wiederum 90-prozentige Eigentümerin der AMAG ist.

Bästlein habe angekündigt, diese Verhandlungen würden mindestens bis in den Spätherbst dauern. Daher sei man auch zu Verkaufsgesprächen weder ermächtigt, noch bereit und werde diese auch nicht führen. Ob die Constantia Packaging überhaupt Anteile verkaufe, werde sie nach den Vergleichsverhandlungen beraten.

Pühringer berichtete, er habe die Zusicherung erreicht, dass das Land Oberösterreich über den Verlauf der Verhandlungen beziehungsweise über einen beabsichtigten Verkauf rechtzeitig informiert werde. Es sei Beruhigung in der Belegschaft und in der Region notwendig und die sei vorerst mit der klaren Aussage von Vorstandsvorsitzenden Bästlein gegeben, stellte Pühringer fest. Ein möglicher Verkauf war in den vergangenen Tagen auch zu einem Thema im Wahlkampf für die Landtagswahlen am 27. September in Oberösterreich geworden. Dabei drehte sich die politische Diskussion darum, was das Land im Fall eines Verkaufes machen sollte, um den Erhalt des Unternehmens zu sichern.