FACC unter dem Strich mit fast doppeltem Verlust

Der Flugzeugzulieferer Fischer Advanced Composite Components (FACC) mit Sitz in Ried im Innkreis in Oberösterreich hat zwar für das Geschäftsjahr 2008/09 (per 28. Februar) einen Zuwachs beim Betriebsergebnis und Umsatz gemeldet. Gewinnzahlen nannte man gestern nicht. Aus der Veröffentlichung der Jahresbilanz auf der Homepage des Unternehmens geht nun hervor, dass FACC unter dem Strich weiterhin Verluste schreibt.

Demnach hat sich das Ergebnis nach Steuern von minus 10 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 19,6 Mio. Euro im Berichtsjahr fast verdoppelt. Das Vorsteuerergebnis verschlechterte sich von minus 7,6 auf minus 26,8 Mio. Euro. Das Eigenkapital des Konzerns verringerte sich von 118,5 auf 98,4 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote fiel von 43,5 auf 35,6 Prozent.

Wie aus dem Konzernabschluss hervorgeht, besteht mit der Consulting-Firma AIC des Aufsichtsratsvorsitzenden Hannes Androsch ein Beratungsvertrag. Es wurden Honorare in Höhe von 233.333 Euro bezahlt. In der Budgetplanung für das laufende Jahr ist eine Umsatzausweitung um 6,9 Prozent auf 271,1 Mio. Euro vorgesehen.

Operativ hat FACC das Ergebnis ins Positive gedreht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 6,3 (2007/08: minus 1,8) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich 2008/09 von 15,8 auf 25,7 Mio. Euro. FACC machte dafür in erster Linie eine deutliche Erhöhung der Produktivität in der Fertigung und niedrigere Materialpreise verantwortlich. Die Erlöse stiegen um 4,9 Prozent von 251,9 auf 264,2 Mio. Euro.