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Wie kam es zum nachhaltigen Tiroler Start-Up ALPENKOHLE?

Benjamin Hupfauf im Interview

Wie kam es zum nachhaltigen Tiroler Start-Up ALPENKOHLE?

Grill-Fans aufgepasst! Das heimische Start-Up Alpenkohle sorgt für ein neues nachhaltiges Grillvergnügen. Wir haben beim Gründer Benjamin Hupfauf nachgefragt, wie es zur Idee des Unternehmens kam und was das Produkt so besonders macht. 

Zu welchem Zweck wurde das Unternehmen 2019 gegründet?

Ziel war es, regionale Produkte für Lebensmittelmärkte zugänglich zu machen und die Kreislaufwirtschaft zu leben und nicht nur darüber zu sprechen. 

Wer ist Teil des Alpenkohle-Teams?

Der diplomierte Energie- und Umweltingenier Benjamin Hupfauf gründete das Unternehmen mit zwei Freunden aus Jugendzeiten, die mit ihm zur Schule gingen und gemeinsam studiert haben. Die drei teilen sich jetzt die Aufgaben der Geschäftsführung und Vertretung nach außen, sowie die Produktion und Handelsbeziehungen und die Qualitätssicherung. Unterstützt werden sie von 4 Mitarbeitern.

© Wolfgang Lackner
Team Alpenkohle
× Team Alpenkohle

 

Wie kam es zu der Idee, Briketts herzustellen? 

"Die mit unserem Partnerunternehmen entwickelte Holzvergasertechnologie ermöglicht neben einer hocheffizienten Rohstoffnutzung auch die Produktion einer regionalen sehr hochwertigen Holzkohle. Die erzeugte Holzkohle findet neben der landwirtschaftlichen Nutzung auch einen nachhaltigen Einsatz in Bodenaufbesserung und Erdenherstellung (zB Terra Preta). Die aufschwellende Thematik rund um regionale und nachhaltige erzeugte Produkte, hat in uns die Idee geboren, weitere innovative Produkte aus der hochreinen Holzkohle zu erschließen. Neben den gebotenen sehr technischen Einsatzmöglichkeiten in der Industrie (Filtermaterial, Erdenherstellung, Sekundärbrennstoff/-rohstoff), verfolgte die Alpenkohle GmbH auch die Idee einer wesentlich breiteren Verwendung der Holzkohle. Sozusagen: eine Veredelung hin zu einem Lifestyle Produkt. Als durchaus verwöhnte Kulinariker, die wir bei der Alpenkohle GmbH sind, war die Idee zur Herstellung von regionaler und nachhaltiger Grill-Holzkohle schnell geboren.
Nach einigen Recherchen fiel rasch auf, dass der Alpenraum kaum Produzenten von nachhaltiger Grill-Holzkohle, geschweige denn Holzkohle-Briketts aufweist. Nach einigen Investments in ein Testsystem und vielen Stunden Rezepturverfeinerung, war ein Brikett geboren, welches neben der großen Verwandt- und Bekanntschaft sogar den Grillweltmeister begeisterte!", so Benjamin Hupfauf. 

Die Idee Briketts herzustellen war kein Zufall, denn als begeisterte Grillmeister war die Idee sofort naheliegend. 

© Wolfgang Lackner
Produktion Alpenkohle
× Produktion Alpenkohle

 

Woher kommt die Technologie für die Herstellung der Briketts? 

Benjamin Hupfauf erklärt: "Die Brikettierung selbst ist ein Standardverfahren, welches keine besondere Innovation birgt. Vielmehr liegt in der Herstellung der hochreinen Holzkohle und der anschließenden Rezeptur und Aufbereitung zur Brikettierung die Innovation begraben, sodass nahezu kein Rauch sowie extreme Hitze fürs Grillvergnügen entstehen."

Wie lange wurde experimentiert, bis die Kohle marktreif war? 

"Das hat in der Tat viel Zeit, lange Abende und Hirnschmalz gekostet, sodass am Ende rein natürliche Ingredienzien in entsprechender Konfektion gefunden wurden und das Brikett unseren Erwartungen entsprach. Wir sind jedoch noch nicht am Ende der Entwicklungen angelangt und haben noch einiges Neues vor", so Hupfauf. 

Was ist so besonders an der Alpenkohle? 

"Dass wir Kreislaufwirtschaft und Regionalität echt ausleben und es einfach Spaß macht mit den besten Freunden zusammenzuarbeiten", so Hupfauf. 

Was ist der Unterschied zu normaler Kohle? 

"Unsere Holzkohle hat einen wesentlich aufwändigeren Herstellungsprozess hinter sich als Standard-Holzkohle, was neben der Produktion von Öko-Strom und Wärme dazu führt, dass die produzierte Holzkohle „reifer“ ist. Dies bedeutet, dass kaum mehr schädliche flüchtige Bestandteile enthalten sind und der für die Temperatur so wichtige Kohlenstoffgehalt einen extrem hohem Wert einnimmt. Und das wichtigste: absolute CO2 Neutralität besteht. Ganz nebenbei erzeugt unsere Kohle beim Anfachen so wenig Rauch, dass er kaum zu erkennen ist – und der oft beißende bzw. stechende Geruch fällt bei der Alpenkohle völlig weg", erklärt der Gründer von Alpenkohle.

Was macht die Alpenkohle nachhaltig?

Das Holz für die Kohle kommt aus nachhaltiger regionaler Waldwirtschaft, wobei lediglich Restwaldhackgut eingesetzt wird. Außerdem wird die Holzkohle zu 100% in Österreich erzeugt und es wird kein Baum extra für die Kohle gefällt. Diese Bäume haben vorab immer Ökostrom und Wärme erzeugt. 

Auf die Frage, ob schon weitere Projekte in Planung sind, erklärt Hupfauf, dass jede Menge neue Dinge bevorstehen. Man darf gespannt sein.