Das sind die neuen Zahlen: 89 auf der Intensivstation

Jetzt korrigierte das Gesundheitsministerium

Das sind die neuen Zahlen: 89 auf der Intensivstation

Durch die Anpassung der Zahlen ergeben sich weit mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen, nämlich fast vier Mal mehr als bisher offiziell berichtet.

Wien. Nach massiver Kritik über verspätete Präsentationen werden nun die Zahlen der Coronavirus-Fälle des Gesundheitsministeriums und Krisenstabs der Regierung aktualisiert. Der Corona-Einsatzstab hatte bis jetzt unterschiedlich aktuelle Fallzahlen als das Ministerium präsentiert. Jetzt will man aus zwei präsentierten Daten eine einzige machen. Beim Gesundheitsministerium bestand hier massiver Handlungsbedarf.

Anschober sagt dazu: "Die Zahlen sind jetzt auf dem jüngsten Stand und werden so in Zukunft auch kommuniziert. Aufgrund des Fortschreitens der Pandemie sind auch die Zahlen höher als bisher auf der Homepage ausgegeben waren. Diese wurden nun an die Aktualität des Krisenstabes angeglichen." 

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Aus dem Gesundheitsministerium heißt es dazu in einer Aussendung:  "Stand heute 15:00 Uhr: 5.560 Fälle (plus 14%) Davon in intensivmedizinischer Betreuung: 1,6%. Davon in Spitals-Behandlung: 9,75% Davon mit mildem Verlauf zu Hause: 88,65%".
 
"Das System der Meldung jener PatientInnen, die eine stationäre Behandlung benötigen, wurde, EMS-basiert, auf direkte Einmeldung durch die Bundesländer umgestellt, da dies ein aktuelleres Bestandsbild ermöglicht. Dies erklärt den sprunghaften Anstieg bei jenen Menschen in Spitalsbehandlung, sowohl auf Normalstationen als auch insbesondere im intensivmedizinischen Bereich", schreibt das Büro Anschobers.

Vielmehr Patienten auf Intensivstationen

Durch die Aktualisierung der Zahlen ergeben sich weit mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen, nämlichfast  vier Mal mehr als bisher offiziell berichtet. Der neue Datensatz ergibt eine wesentlich höhere Zahl an Virus-Patienten im Spital als bisher angegeben. Was allerdings ziemlich gleich bleibt, ist die Zahl aller Coronavirus-Fälle.

Auch Zahl des milden Krankheitsverlaufs geändert

"Bei 89% der Corona-Erkrankten in Österreich milder Erkrankungsverlauf und Pflege zuhause", heißt es nun in einer Aussendung - statt der vorher genannten 96 Prozent mit mildem Verlauf.

5.560 mit Coronavirus infiziert

In Österreich hat es am Mittwoch (Stand 15.00 Uhr) laut den Daten des Gesundheitsministeriums 5.560 Personen gegeben, die nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert sind. Im Vergleich zu Dienstag 15.00 Uhr entspricht das einer Steigerung von 14,03 Prozent. Die meisten Fälle gab es erneut in Tirol mit 1.396 und Oberösterreich mit 915.
 
Fälle der restlichen Bundesländer: Burgenland (89), Kärnten (161), Niederösterreich (750), Salzburg (516), Steiermark (627), Vorarlberg (407) und Wien (702).
 
Gestorben sind an den Folgen der Infektion mit dem neuen Coronavirus bisher 31 Personen, die meisten davon - nämlich zwölf - in Wien. Todesfälle nach Bundesländern: Burgenland (2), Kärnten (1), Niederösterreich (5), Oberösterreich (2), Steiermark (5), und Tirol (4).
 

Weltweit mehr als 20.000 Tote und über 450.000 Infizierte

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 450.000 gestiegen. Bis Mittwochabend infizierten sich mindestens 450.876 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben ergab.

Die Zahl der Todesfälle stieg auf mindestens 20.647. Das Coronavirus hat sich inzwischen auf 182 Länder rund um den Globus ausgebreitet. Die meisten Infektionen verzeichnet mit 81.218 offiziell gemeldeten Fällen weiterhin China, wo das Virus im vergangenen Dezember erstmals aufgetreten war. An zweiter Stelle steht Italien mit knapp 74.400 nachgewiesenen Infektionen und 7503 Toten.
 

 

Erster Covid-19-Todesfall in Salzburg

Nun ist auch im Bundesland Salzburg erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Wie das Land mitteilte, ist am Mittwoch am Uniklinikum Salzburg ein 84 Jahre alter Mann der Krankheit erlegen. Der Patient war seit vielen Jahren gesundheitlich schwer beeinträchtigt und hatte mehrere Vorerkrankungen.
 
Der Mann war ursprünglich aufgrund akuter Atembeschwerden ins Krankenhaus gekommen. Dort wurde er in der Quarantäneaufnahme als Verdachtsfall eingestuft und schließlich positiv getestet. Über Nacht hat sich sein Zustand so verschlechtert, dass er in den Morgenstunden verstorben ist.

Drei Todesopfer in NÖ

Im Landesklinikum Lilienfeld sind in der Nacht auf Mittwoch zwei positiv auf das Coronavirus getestete Patienten gestorben. Die Betroffenen, ein 87-Jähriger sowie eine 83-Jährige, wiesen beide Vorerkrankungen auf, teilte Bernhard Jany von der NÖ Landeskliniken-Holding mit.
 
Im Landesklinikum Hollabrunn hat es am Mittwoch einen weiteren Covid-19-Todesfall in Niederösterreich gegeben. Ein 94-Jähriger mit Grunderkrankungen starb laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding auf der Isolierstation. Der Mann ist der zehnte Coronavirus-Tote im Bundesland.

95-Jährige starb in Linzer Ordensklinikum

Eine mit dem Coronavirus infizierte 95-jährige Frau ist Dienstagabend im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern gestorben. Das teilte das Spital am Mittwoch mit. Laut Krankenhaus habe die Pensionistin an einer Reihe von Grunderkrankungen gelitten. Dennoch sei der Todesfall im Zusammenhang mit der Covid-19-Infektion zu betrachten.
 
Die 95-Jährige war seit Mittwoch der Vorwoche stationär im Ordensklinikum, zuletzt wurde sie auf der Intensivstation behandelt. Die Frau sei nach Angeben des Spitals nicht aus einem Pflegeheim gekommen, sondern aus häuslicher Pflege.

Anschober nun doch für Schnelltests

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte an, nun doch auch Schnelltests durchführen zu wollen, dies sei keine Strategieänderung der Regierung. Vielmehr sei man immer der Meinung gewesen, möglichst viele Tests durchführen zu wollen. Man habe bewusst abgewartet, bis die Qualität der Schnelltests dort ist, dass man spezifische Aussagen treffen kann - das sei nun der Fall. Die ersten Schnelltests könnten schon diese Woche in Österreich eintreffen. Der Kanzler rechnet damit, dass man dann "sicherlich in den nächsten Wochen" mit diesen Schnelltests "in die Fläche" gehen kann, sie also breit anwenden kann.

Österreichweit hat das Virus (Stand Dienstag 15.00 Uhr) bisher 28 Tote gefordert, wobei in Wien mit elf die höchste Zahl zu beklagen war. Die restlichen Todesopfer nach Bundesländern: Burgenland (2), Kärnten (1), Niederösterreich (3), Oberösterreich (2), Steiermark (5) und Tirol (4). Dabei divergierten die Zahlen der Landessanitätsdirektionen mit denen des Gesundheitsministeriums allerdings erheblich. So gab die steirischen Landessanitätsdirektion am Abend bereits den achten Todesfall für das Bundesland bekannt.

Zahlen in Tirol explodieren

Die Fallzahlen schnellen besonders in Tirol in die Höhe, um 20.00 Uhr waren es bereits 1.330. Die Causa um die Hotspots in Tiroler Skiorten beschäftigt mittlerweile auch die Justiz. Verbraucherschützer Peter Kolba brachte am Dienstag bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung ein, weil die Tiroler Behörden die Sperren von Hotels und Pisten hinausgezögert haben sollen. Die Anzeige richtet sich u. a. gegen den für Tourismus zuständigen Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Nach und nach wurde auch weiter sichtbar, welch umfassende Auswirkungen die Epidemie auf Österreich hat. Aufgrund der Einreisebeschränkungen werden etwa tausende Pflegekräfte aus dem Ausland wegfallen. Wie viele das sein werden, weiß man offenbar noch nicht. Die Regierung versucht einen Pflegenotstand abzuwenden, indem die Länder zusätzliche stationäre Plätze schaffen und die mobilen Dienste verstärken. Anschober und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) informierten am Dienstag, dass man über eine Kooperation mit den Ländern ein Konzept aufgestellt habe, "um Notsituationen zu bewältigen und damit niemand allein gelassen wird", sagte Anschober. Betroffen sind potenziell Hunderttausende.
 

 

 22:43

Zahl der Infektionen stieg weltweit auf über 450.000, mehr als 20.000 Tote

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 450.000 gestiegen. Bis Mittwochabend infizierten sich mindestens 450.876 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben ergab.

Die Zahl der Todesfälle stieg auf mindestens 20.647. Das Coronavirus hat sich inzwischen auf 182 Länder rund um den Globus ausgebreitet. Die meisten Infektionen verzeichnet mit 81.218 offiziell gemeldeten Fällen weiterhin China, wo das Virus im vergangenen Dezember erstmals aufgetreten war. An zweiter Stelle steht Italien mit knapp 74.400 nachgewiesenen Infektionen und 7503 Toten.

 22:28

Elfter Todesfall in der Steiermark

Mittwochabend hat die Landessanitätsdirektion Steiermark über einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus informiert. Ein Mann, Jahrgang 1935 aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, war mit dem Virus infiziert und ist gestorben. Tagsüber war schon von zwei weiteren Todesopfern berichtete worden.

Insgesamt zählt die Landessanitätsdirektion mittlerweile elf Personen, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben sind.

 18:52

Dow Jones plus 6,2%

US-Börsen weiten Gewinne stark aus. Erst gestern war es an der Wall Street der handelsstärkste Tag seit 1933.

 18:10

+++ Porsche Holding Salzburg: 6.400 Leute in Kurzarbeit +++

 17:45

Erstmals zwei Ärzte in Spanien gestorben

In Spanien sind erstmals zwei Ärzte nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt haben sich bisher rund 5.400 Mediziner und Pflegekräfte in Spanien mit Covid-19 infiziert, wie die Tageszeitung "El Pais" (Online) am Mittwoch unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtete. Am Montag waren knapp 4.000 Ärzte und Pfleger erkrankt.

Bei den beiden Todesfällen handelt es sich laut "El Pais" um zwei praktische Ärzte im Alter von 59 bzw. 63 Jahren. Die 59-jährige Frau aus Salamanca verstarb demnach noch bevor sie ihr Testergebnis erhielt. Sie befand sich in häuslicher Isolation und wies nur "leichte" Symptome auf. Ihr 63-jähriger Kollege aus Cordoba hingegen lag schon einige Tage auf der Intensivstation, als sich sein Zustand schlagartig verschlechterte und er Mittwochfrüh verstarb, so das Blatt. Ein weiterer Arzt aus der Region Cordoba befinde sich in kritischem Zustand.

 17:44

Burgenlands Spitalsbetreiber suchen "helfende Hände"

Burgenlands Spitalsbetreiber suchen wegen der Coronakrise Freiwillige, die bereit sind, in Gesundheitseinrichtungen mitzuhelfen. Der Appell unter dem Motto: "Zusammen pack ma's! Wir suchen helfende Hände" richte sich vor allem an Ärzte, Pflegepersonen und Menschen aus Gesundheitsberufen, teilten am Mittwoch die Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) und die Barmherzigen Brüder mit.

Man freue sich aber auch über alle anderen Angebote zur Hilfe, wurde betont. Menschen aus Gesundheitsberufen, die mithelfen wollen, können sich online auf http://www.krages.at melden. Die Freiwilligen sollten höchstens 65 Jahre alt sein, sich fit und gesund fühlen und jetzt sinnvoll im Burgenland helfen wollen. Die Koordination der Anmeldungen übernimmt die KRAGES.

 14:47

Bereits mehr als 5.000 Österreicher zurückgeholt

Nach wie vor läuft die Luftbrücke Richtung Österreich läuft auf Hochtouren, wie das Außenministerium berichtet. "Seit dem Start der größten Rückholaktion konnten wir in Zusammenarbeit mit AUA, Laudamotion und Level mehr als 5000 Menschen sicher zurück nach Österreich bringen", heißt es seitens des Ministeriums.

Heute Vormittag sei ein Notflug aus der Dominikanischen Republik und aus Kuba in Wien gelandet. Zu Mittag sei dann noch eine vollbesetzte Maschine aus Mexiko gefolgt und am Abend erwartet das Außenministerium ein Flugzeug aus Barcelona mit rund 150 Touristen.

Damit kommen heute 650 Menschen wieder sicher nach Österreich zurück.

In den nächsten Tagen folgen Notflüge aus Indien, Sri Lanka, von den Philippinen, aus Vietnam, Bali, Malaysia, Argentinien, Chile und Australien.

"Viele Österreicherinnern und Österreicher sind zudem unserem Aufruf gefolgt und haben sich selbständig auf den Rückweg nach Österreich gemacht. Das ist auch gut so, denn unsere Noflüge wird es nicht ewig geben können. Einige Staaten haben bereits angekündigt, ihren Luftraum vollständig zu sperren – auch für alle Rückholflüge", so das Außenministerium.

 14:28

Rotes Kreuz startete App

Das Rote Kreuz hat am Mittwoch die "Stopp Corona"-App gestartet. Diese soll dazu beitragen, die Infektionskette zu unterbrechen. Zunächst war sie in den App-Stores aber noch nicht auffindbar. "Es wird daran gearbeitet, auch Google Österreich ist dran", sagte Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes, im Gespräch mit der APA.

Die App fungiert als Kontakt-Tagebuch, in dem persönliche Begegnungen mit einem "digitalen Handshake" anonymisiert gespeichert werden. Erkrankt eine Person an Covid-19, wird jeder, der in den vergangenen 48 Stunden Kontakt hatte, automatisch benachrichtigt und gebeten, sich selbst zu isolieren. In der heute gestarteten ersten Version müssen diese "Handshakes" manuell bestätigt werden. Dafür müssen beide Geräte sich miteinander vernetzten und aktiv durch die Nutzer gespeichert werden. Wird die Suche nach Smartphones in der Umgebung aktiviert und mehrere Personen haben die App geöffnet, können auch mehrere Geräte und damit Kontakte gespeichert werden, so die Info des Roten Kreuzes.

 14:18

Auch Österreichs Banken fahren Kassenbetrieb zurück

Als Sicherheitsmaßnahme während der Corona-Pandemie - und auch weil der Kundenverkehr drastisch abgenommen hat - haben viele Banken in Europa einen Teil ihrer Filialen vorerst zugemacht. Bei der Deutschen Bank ist es fast die Hälfte. Die Mailänder UniCredit im leidgeprüften Italien hat dort nur ein Drittel ihrer Filialen jeden Tag offen. In Österreich wurde der Kassenbetrieb sanfter zurückgefahren.

Dafür hatten Kreditberater und Experten, oft aus dem Homeoffice, in einer Woche so viele Kundenanfragen wie in Normalzeiten sonst in einem Jahr, hieß es am Mittwoch aus einem Institut zur APA.

 14:15

Deutschland beobachtet russischen Sender: Desinformation

Gezielt gestreute Falschinformationen zur Krise um das Coronavirus bereiten den deutschen Sicherheitsbehörden Sorge. Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und andere Behörden haben deshalb auch den staatlichen russischen Internetsender "RT Deutsch" im Blick, wie das deutsche Innenministerium am Dienstag mitteilte.

Durch "gezielte Falschinformation" könne "die öffentliche Sicherheit und Ordnung bedroht sein", sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. "Wenn die Menschen gezielt mit falschen Informationen versorgt werden, dann entsteht Verunsicherung", sagte der Sprecher. Als Beispiel nannte er die Behauptung, dass Händewaschen nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus helfe. Die deutschen Sicherheitsbehörden hätten bei der Abwehr von Desinformationskampagnen auch "RT Deutsch" im Blick - und zwar unabhängig von der aktuellen Coronavirus-Krise.

 13:43

Aktuell kein Hotspot in Wien

Sieht man sich die vom Gesundheitsministerium ausgewiesenen Infektionszahlen für Wien an, wären bei aktuell 701 Covid-19-Patienten (Stand: Mittwoch, 13.15 Uhr) 97 im dritten Gemeindebezirk beheimatet. Damit wäre die Landstraße der absolute Hotspot und würde deutlich mehr Corona-Fälle als jeder andere Bezirk in Wien aufweisen. Das Zahlenmaterial täuscht allerdings, wie Recherchen der APA ergaben.

Der Statistik zufolge wären in der Landstraße fast doppelt so viele Infizierte zu Hause wie in der Donaustadt und Floridsdorf, die mit 56 bzw. 49 bestätigten Infektionen auf den Plätzen zwei und drei aufscheinen. Der dritte Bezirk sei allerdings kein "Ausreißer nach oben", hieß es dazu auf APA-Anfrage aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Die für den dritten Bezirk ausgewiesene Zahl fuße nämlich auf "Datenübermittlungsproblemen".

Die Schwierigkeiten beruhen darauf, dass der Ärztefunkdienst seinen Sitz im dritten Bezirk hat. Laborbefunde mit positiven Testergebnissen, welche die Einrichtung den Betroffenen noch nicht zustellten konnte, würden laufend in das Epidemie-Tool eingespeist, bis zur Zustellung aber der Adresse des Ärztefunkdiensts zugerechnet. Sie blieben sozusagen im dritten Bezirk "hängen", bis sie die Patienten erhalten und würden somit nicht die realen Verhältnisse abbilden. "Es gibt derzeit keinen Hotspot in Wien", wurde der APA versichert.

 13:28

Erster Covid-19-Todesfall in Salzburg

Nun ist auch im Bundesland Salzburg erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Wie das Land mitteilte, ist am Mittwoch am Uniklinikum Salzburg ein 84 Jahre alter Mann der Krankheit erlegen. Der Patient war seit vielen Jahren gesundheitlich schwer beeinträchtigt und hatte mehrere Vorerkrankungen.

Der Mann war ursprünglich aufgrund akuter Atembeschwerden ins Krankenhaus gekommen. Dort wurde er in der Quarantäneaufnahme als Verdachtsfall eingestuft und schließlich positiv getestet. Über Nacht hat sich sein Zustand so verschlechtert, dass er in den Morgenstunden verstorben ist.

 13:07

Kickl: Härtefonds ist "schwarz-grüner Husch-Pfusch"

Heftige Kritik kommt von der FPÖ am "Härtefonds", mit dem die Regierung kleinen und mittelgroßen Unternehmen in der Corona-Krise rasch helfen will. Die Ausgestaltung sei "schwarz-grüner Husch-Pfusch", schreibt FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl in einer Aussendung. Die Hilfsmaßnahmen seien "Placebos basierend auf Marketingstrategien", so Matthias Krenn, Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft (FW).

Angesichts der Krise müsse "ein starker Wohlfahrtsstaat im besten Sinne des Wortes auch von Anfang an unbegrenzte Mittel zur Verfügung stellen und ordentlich Geld in die Hand nehmen", meint Kickl. Er bezweifelt auch, dass die Regierung wie versprochen bis Freitag den Fonds mit allen Richtlinien und nötigem Personal auf die Beine stellen kann.

"Unsere Kritik an der Einrichtung des Härtefonds bei der Wirtschaftskammer Österreich ist voll und ganz bestätigt. Der Finanzminister hätte via Finanzämter an alle EPUs und kleine und mittlere Unternehmen sofort eine entsprechende Akontozahlung überweisen sollen, die sämtliche Kosten und einen entsprechenden Unternehmerlohn für die nächsten drei Monate abdeckt", so Kickl. Denn es müssten nicht nur WKÖ-Mitglieder unterstützt werden. Die bisher versprochene Milliarde aus dem Härtefonds würde bei einer halben Million Betroffenen auf nur 2.000 Euro pro Person hinauslaufen. "Das ist weder ausreichend noch sachgerecht", meint Kickl und warnt vor einer Kreditklemme bei den Banken.

 13:06

Beach-Volleyball-Major in Wien abgesagt

Die im August geplanten Beach-Volleyball-Majors in Wien und Hamburg sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Die Neuaustragungen sollen im Jahr 2021 erfolgen. Das gab Veranstalter Hannes Jagerhofer am Mittwoch bekannt. Zudem stehe sein Unternehmen auch für das Turnier in Gstaad im Juli nicht mehr als Mitorganisator zur Verfügung.

"Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen", verlautbarte Jagerhofer.

 12:41

Erneuter Covid-19-Fall in Kirchstettener Pflegeheim

Im Pflegezentrum "Clementinum" in Kirchstetten (Bezirk St. Pölten) ist erneut eine Bewohnerin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Frau befand sich am Mittwoch in einem Isolationszimmer, der betroffene Wohnbereich wurde auf behördliche Anordnung unter Quarantäne gestellt, teilte Christina Pinggera, Sprecherin der "Haus der Barmherzigkeit"-Gruppe, auf Anfrage mit.

Wie auch die "NÖN" ("Niederösterreichische Nachrichten") online berichteten, trugen die Mitarbeiter im Isolationszimmer volle Schutzausrüstung. "Sie sind maximal geschützt", betonte Pinggera. Die Versorgung der Bewohner des unter Quarantäne stehenden Areals sei voll aufrecht. In den beiden weiteren Wohnbereichen des "Clementinum" läuft der Betrieb laut der Sprecherin normal weiter.

 12:32

Papst ruft Gott um Hilfe

Papst Franziskus hat bei einem Vaterunser-Gebet, das Christen aller Welt sprechen sollten, Gott um Hilfe in der Corona-Krise gerufen. "In diesem Moment wollen wir um Gnade für die Menschheit bitten, die von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen wurde", sagte der Pontifex am Mittwoch vor dem Vaterunser, das Christen aller Konfessionen zusammen beten sollten.

"Wir tun es gemeinsam, Christen jeder Kirche und Gemeinschaft, jeden Alters, jeder Sprache und jeder Nation." Er betete für die Kranken und ihre Familien sowie für die Mitarbeiter in Behörden und Krankenhäusern.

Auch die Kirche in Italien hat die Krise hart getroffen, vor allem in der Region Lombardei. Die Zeitung der italienischen Bischofskonferenz "Avvenire" geht von insgesamt fast 70 toten Priestern aus. In Rom wurden zwei Klöster isoliert, in der Dutzende infizierte Nonnen leben. Der Almosenverwalter des Papstes, Kardinal Konrad Krajewski, überbrachte den Nonnen zuletzt Joghurt und frische Milch vom vatikanischen Bauernhof in Castel Gandolfo bei Rom.

Im Vatikan gibt es bisher vier Corona-Fälle. Die Behörden der Kurie würden trotz der Krise weiter arbeiten und grundlegende Dienste für die Kirche erledigen, betonte der Vatikan. Allerdings sollte so viel wie mögliche vom Homeoffice gearbeitet werden.

 12:26

Spanien verzeichnet mehr Todesopfer als China

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat jene Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben 3.434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an.

Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. In China wurden bisher 3.281 Todesfälle gemeldet.

 12:25

Anschober: 96 Prozent mit mildem Krankheitsverlauf

96 Prozent der mit dem Coronavirus infizierten Österreicher haben einen sehr milden Krankheitsverlauf und sind in häuslicher Pflege. Darauf machte am Mittwoch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung aufmerksam. Lediglich 3,5 Prozent müssen in einem Krankenhaus behandelt werden. 0,5 Prozent werden intensivmedizinisch betreut.

Europa werde unterdessen immer stärker zum Epizentrum der Pandemie, so Anschober. Bereits 223.000 Menschen seien erkrankt - das sei in den vergangenen 24 Stunden ein Plus von 13 Prozent. Besonders viele Todesfälle sind bisher in Italien (6.820), Spanien (2.991) und Frankreich (1.102) zu verzeichnen. Starke Zuwächse bei den Erkrankungszahlen hatte in den vergangenen Tagen die Schweiz mit mittlerweile fast 10.000 Erkrankten. Kaum mehr Steigerungen gab es in China.

 11:56

Prinz Charles positiv getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House am Mittwoch mit.

Der 71-Jährige leidet demnach an nur leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten "wohlauf".

 11:52

Schwindelnder Patient infizierte Wiener Arzt

Ein Wiener Lungenfacharzt ist von einem Patienten mit dem Coronavirus infiziert worden. Der junge, an Covid-19 erkrankte Mann dürfte den Mediziner bewusst getäuscht und sich als gesund ausgegeben haben, um von diesem behandelt zu werden. Das berichtete am Mittwoch das Ö1-"Journal um acht".

Demnach hatte der Patient in der vorvergangenen Woche die Praxis des Arztes mit eindeutigen Symptomen in Richtung Covid-19 - hohes Fieber, Husten, Atemnot - aufgesucht. Auf mehrmaliges Nachfragen habe der Mann ihm versichert, er wäre negativ auf SARS-CoV-2 getestet worden. Was nicht den Tatsachen entsprach, wie sich nach der Behandlung bei Recherchen des Lungenfacharztes zeigte. "Es ist einfach nicht wahr, was der erzählt hat. Er hat gelogen, um dranzukommen", berichtete der Arzt Ö1.

 11:39

Wiener Gemeinderat tagt morgen zumindest kurz

Der Wiener Gemeinderat sowie der Landtag werden morgen, Donnerstag, trotz der angesichts der Coronavirus-Krise herrschenden Einschränkungen tagen. Allerdings wird die Zusammenkunft verkürzt und der Ablauf geändert. So entfallen etwa jeweils die Fragestunden. Im Mittelpunkt wird der Beschluss des Corona-Hilfspakets stehen.

Für die Wortmeldungen haben sich laut einer Rathaus-Aussendung die Fraktionen auf eine verkürzte Redezeit verständigt. In den Saal dürfen auch nur Mitglieder des Plenums. Ähnlich wie im Parlament gibt es zudem eine neue Sitzordnung. Die Besuchergalerie wird, so ist derzeit geplant, hier einbezogen werden, um die entsprechenden Abstände zu garantieren.

Die Mediengalerie ist ebenfalls geöffnet - dort muss jedoch auch der Sicherheitsabstand in den Reihen eingehalten werden. Andere Mitarbeiter und Besucher haben morgen im Stadtparlament Zutrittsverbot. Sämtliche Abstimmungen erfolgen zudem geblockt am Ende der Sitzung.

Der Gemeinderat beginnt um 9.00 Uhr, und zwar mit einer Aktuellen Stunde. Deren Thema wird von den NEOS vorgegeben, sie wollen über Schule in Zeiten der Viruskrise reden. In der Hauptdebatte geht es um das kürzlich verkündete, 50-Millionen-Euro schwere Hilfspaket der Stadt Wien. Doch auch Mittel für das Errichten der "Schwimmenden Gärten" am Donaukanal sowie das Schaffen finanzieller Rücklagen für den U-Bahn-Bau werden freigegeben.

 11:36

Wieder Gedrängel in Londoner U-Bahnen trotz Pandemie

Trotz der Corona-Gefahr sind auch am Mittwoch viele Londoner U-Bahnen sehr voll gewesen. Fahrgäste beschwerten sich in sozialen Medien über die Zustände. "Das ist unsicher und nicht fair", schrieb etwa eine Krankenschwester.

Die U-Bahn sei überfüllt, twitterte Barry Trimble, der sich um Krebspatienten kümmert. Abstand zu halten, sei so unmöglich. "Wir brauchen mehr Leute, die zu Hause bleiben, und mehr Züge, die in den Stoßzeiten morgens und abends fahren."

Das Angebot in den Stoßzeiten wurde um etwa die Hälfte reduziert. Die Situation verschärfte den Streit zwischen der Regierung und dem Londoner Bürgermeister Sadiq Khan. Gesundheitsminister Matt Hancock kritisierte, dass es "keinen guten Grund" dafür gebe, dass das Angebot zusammengestrichen worden sei. Ein Sprecher des Bürgermeisters betonte, dass "unzählige Male" darauf hingewiesen worden sei, dass die U-Bahnen seltener verkehren, weil viele Mitarbeiter - etwa Fahrer - krank oder in Selbstisolation seien.

 11:32

Messi spendete eine Million Euro

Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Barcelona-Star Lionel Messi einem Medienbericht zufolge eine Million Euro an zwei Krankenhäuser gespendet - eines in der katalanischen Metropole und ein anderes in seiner argentinischen Heimat.

Das Krankenhaus "Hospital Clinic" in Barcelona bestätigte die finanzielle Unterstützung des Weltfußballers, ohne aber eine genaue Summe zu nennen. "Diese Spende wird unter anderem für die Forschung und den Erwerb von Beatmungsgeräten zur Versorgung schwerkranker Patienten verwendet", hieß es.

Der FC Barcelona, für den der 32-Jährige bereits seit 2004 in der ersten Mannschaft spielt, hatte bereits am Dienstag angekündigt, den Gesundheitsbehörden der Region Katalonien in der Corona-Krise die Clubanlagen zur Verfügung zu stellen. Man sei bereit, jede nötige Hilfe zu leisten. Spanien ist eines der am heftigsten von Covid-19 betroffenen Länder.

 11:12

Kurz: Bestmögliche Unterstützung für Südtirol

Es sei sofort klar gewesen, dass Österreich in der Coronakrise dem Hilfegesuch aus Südtirol nachkommt und den Transport von Schutzausrüstung aus China übernimmt. "Unsere Zusammenarbeit ist nicht nur eine leere Worthülse, sondern wird täglich gelebt", betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Interview mit der Südtiroler Tageszeitung "Dolomiten" (Mittwochsausgabe).

Das Land Tirol hatte zudem am Dienstag angekündigt, fünf Intensivpatienten seines südlichen Nachbar bei sich aufzunehmen. Die Zahl der Todesopfer in Südtirol, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, war am selben Tag auf 44 angestiegen.

"Ich bin mit (Südtirols) Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Philipp Achammer laufend in Kontakt, noch mehr seitdem sich die Situation bezüglich des Coronavirus dramatisch zugespitzt hat. Wir haben vereinbart, uns gegenseitig bestmöglich zu unterstützen", so der Bundeskanzler.

Dass er Südtirol als das "10. Bundesland für Österreich" betrachte, verneinte Kurz. "Unsere Schutzfunktion für Südtirol findet aber breite Unterstützung in Österreich. Dazu stehen wir. Ebenso gilt, dass die moderne Autonomie für Südtirol international ein Vorzeigemodell für Minderheitenschutz ist. Mir persönlich ist Südtirol ein Herzensanliegen", unterstrich der Kanzler.

 11:11

94-Jähriger starb in Hollabrunn

Im Landesklinikum Hollabrunn hat es am Mittwoch einen weiteren Covid-19-Todesfall in Niederösterreich gegeben. Ein 94-Jähriger mit Grunderkrankungen starb laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding auf der Isolierstation. Der Mann ist der zehnte Coronavirus-Tote im Bundesland.

 10:57

EU-Gipfel berät am Donnerstag zu Corona-Krise per Videocall

Am Donnerstag werden von den Europäischen Staats-und Regierungschefs und EU-Parlament die Weichen für die gemeinsame Politik der Europäischen Union angesichts der Corona-Krise gestellt. Hauptthema des um 16.00 Uhr in Form einer Videokonferenz abgehaltenen EU-Gipfels seien die gemeinsamen Maßnahmen angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, hieß es am Mittwoch in informierten Kreisen.

Dazu gehört die Beschaffung von medizinischer Ausrüstung, Forschung, die Rückholung von EU-Bürgern und wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen. Die EU-Spitzen müssen sich aber auch mit den Folgen der national getroffenen Maßnahmen für die gesamte Europäische Union auseinandersetzen. Dabei geht es um die Aufrechterhaltung des Warenverkehrs und die Gewährleistung des Grenzübertritts für Pendler, die durch einseitige Grenzschließungen erschwert werden. Laut einem in Journalistenkreisen in Brüssel kursierenden Entwurf der Gipfelerklärung soll begonnen werden, die notwendigen Maßnahmen vorzubereiten, um zu einem "normalen Funktionieren der Gesellschaft und nachhaltigem Wachstum zurückzukehren", und dabei die Lehren aus der Krise zu ziehen.

 10:38

113 neue Fälle in Tirol

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten in Tirol ist von Dienstagabend bis Mittwochvormittag erneut um 113 Fälle angestiegen. Damit verzeichnete das Bundesland bisher insgesamt 1.376 positive Testergebnisse, teilte das Land in einer Aussendung mit. 42 Personen davon waren bereits wieder genesen. In Tirol waren bisher vier Todesopfer zu beklagen.

Insgesamt wurden im Bundesland mit Stand Mittwochvormittag 10.207 Tests durchgeführt. Für 8.264 von ihnen lag bereits ein Ergebnis vor, 1.943 waren noch ausständig. Österreichweit lag bei 32.407 Tests ein Ergebnis vor - damit verzeichnete Tirol rund ein Viertel aller Testergebnisse, obwohl nur rund 8,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung in Tirol lebt.

Nach wie vor am stärksten betroffen war der Bezirk Landeck mit 433 Fällen. Gefolgt von Innsbruck mit 254 Fällen und dem Bezirk Innsbruck-Land mit 166 positiven Testergebnissen.

 10:37

Politik prüft Gesetzesanpassung für Home Office

Das Gesundheitsministerium will sich der Problematik rund um eine versicherungstechnische Gleichstellung von Arbeitnehmern im Home Office annehmen. Aktuell sind Zehntausende, die wegen der Coronavirus-Epidemie in den eigenen vier Wänden arbeiten, nicht auf die gleiche Weise versichert, wie auf Firmenterrain. Dem soll "bald" entgegengewirkt werden.

Verunfallt ein Arbeitnehmer zu Hause außerhalb seines Arbeitsbereiches, würde er in vielen Fällen keine arbeitsrechtliche Deckung haben und zum Beispiel um lebenslange Rentenzahlungen umfallen.

Da die Bundesregierung wegen der Corona-Krise im Eiltempo diverse Gesetze beschlossen hat, wurde vom AK-Experten Wolfgang Panhölzl im APA-Gespräch Ähnliches für die betroffenen Tele-Arbeiter eingefordert.

"Angesichts der aktuellen Herausforderungen betreffend Home Office prüfen wir mögliche Regelungen und sind in Abstimmung, um eine baldige Lösung zu finden", hieß es nun aus dem Gesundheitsministerium auf APA-Anfrage. Ob es eine ähnlich rasche Vorgangsweise wie auch bei allen anderen Covid-Gesetzesanpassungen geben werde, wurde aus dem Ministerium wie folgt beantwortet: "Wie in allen anderen Regelungsbereichen versuchen wir so rasch wie möglich adäquate, inhaltlich und rechtlich durchdachte Lösungen zu finden."

 10:30

Regierung stellt Supermarkt-Prämien steuerfrei

Die Regierung wird die Prämien für Supermarkt-Beschäftigte während der Corona-Krise nicht besteuern. Es sei klar, dass der Staat vom Einsatz der Mitarbeiter nicht profitieren dürfe, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch. Daher sollen für jene Bereiche, die das System aufrechterhalten, Bonuszahlungen im Sinne eines "15. Monatsgehaltes" komplett steuerfrei gestellt werden.

"Es ist erfreulich und ein starkes Zeichen der Lebensmittelketten, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Einsatz in dieser schweren Zeit mit einer Bonuszahlung belohnen wollen", sprach der Regierungschef Unternehmen wie Spar, Rewe und Hofer an. Diese hatten Prämien für ihre Beschäftigten entweder bereits ausgeschüttet oder angekündigt.

"Mit der Steuerbefreiung wollen wir, dass diese Bonuszahlungen in vollem Ausmaß zur Wirkung kommen", meinte auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Das Finanzministerium werde im Rahmen der Abwicklung der Corona-Hilfsprogramme die entsprechenden Vorkehrungen treffen, damit die Bonuszahlungen auch rasch steuerfrei ausbezahlt werden können.

"Es braucht Kulanz und Flexibilität seitens des Staates", kommentierte VP-Finanzminister Gernot Blümel die Steuerfreistellung. Es werde einer Lösung gearbeitet, um Bonuszahlungen an Personen, die in der Krise Außergewöhnliche leisten und hierfür vom Arbeitgeber extra entlohnt werden, steuerfrei zu stellen.

 10:01

Positiver Trend in der Lombardei

Nachdem am Dienstag die Zahl der neuen Coronavirus-Infizierten den dritten Tag in Folge geringer als in der vergangenen Woche gestiegen ist, verringert sich die Bürde der schwer belasteten Krankenhäuser in der Lombardei. "Der Druck auf die Nothilfe der Spitäler hat sich reduziert, und das ist positiv", sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera.

Der Weg in die Normalität wird laut Gallera für Italien aber noch lang sein. Es sei undenkbar, dass man in zehn Tagen wieder zurück zum Alltag kehren könne. "Höhere Temperaturen werden sicher helfen, doch solange man kein Medikament oder einen Impfstoff findet, besteht die Gefahr, dass die Epidemie neu startet. Es ist jedoch nicht denkbar, dass unsere Bürger vier Monate lang zu Hause sitzen müssen. Das haben nicht einmal die Bürger in Wuhan getan", sagte Gallera in einem TV-Interview am Mittwoch.

Der Bürgermeister der von der Seuche schwer heimgesuchten lombardischen Stadt Brescia, Emilio Del Bono, warnte vor verfrühtem Optimismus. "In unserer Gegend ist die Zahl der Infizierten und der Toten höher als aus den Statistiken hervorgeht. Viele Kranke sind in ihrer Wohnung in Heimisolierung und wir wissen nicht, wie es ihnen geht. Es fehlt an Ärzten und Krankenpflegern", sagte der Bürgermeister.

 09:35

95-Jährige starb in Linzer Ordensklinikum

Eine mit dem Coronavirus infizierte 95-jährige Frau ist Dienstagabend im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern gestorben. Das teilte das Spital am Mittwoch mit. Laut Krankenhaus habe die Pensionistin an einer Reihe von Grunderkrankungen gelitten. Dennoch sei der Todesfall im Zusammenhang mit der Covid-19-Infektion zu betrachten.

Die 95-Jährige war seit Mittwoch der Vorwoche stationär im Ordensklinikum, zuletzt wurde sie auf der Intensivstation behandelt. Die Frau sei nach Angeben des Spitals nicht aus einem Pflegeheim gekommen, sondern aus häuslicher Pflege.

Es handelt sich um den dritten Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus in Oberösterreich. In der Vorwoche starb eine 27-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen im Linzer Kepler-Klinikum, ein infizierter 53-jähriger Mann aus dem Bezirk Linz-Land erlag zuhause einem Herzstillstand.

 09:31

Zwei junge Kärntner werden nach Pkw-Unfall angezeigt

Zwei junge Burschen, 20 und 21 Jahre alt, haben am Mittwoch gegen 1.15 Uhr in Villach einen Autounfall unverletzt überstanden. Weil sie zu zweit im Auto waren, werden sie aber nach dem Coronavirus-Maßnahmengesetz angezeigt. Der 20-Jährige dürfte wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Pkw verloren haben, als das Duo in der Nacht angeblich zu einer Trafik wollte, so die Polizei.

In einer Kurve brach der Pkw aus, überfuhr einen Fahnenmast, einen Straßenleitpflock sowie einen Werbekubus aus Metall, bevor ihn die Hausmauer einer Tankstelle stoppte. Schwerer Sachschaden an dem Gebäude aber auch am Pkw waren die Folge. Die beiden Burschen waren nicht alkoholisiert.

 09:03

Zwei Personen starben im Landesklinikum Lilienfeld

Im Landesklinikum Lilienfeld sind in der Nacht auf Mittwoch zwei positiv auf das Coronavirus getestete Patienten gestorben. Die Betroffenen, ein 87-Jähriger sowie eine 83-Jährige, wiesen beide Vorerkrankungen auf, teilte Bernhard Jany von der NÖ Landeskliniken-Holding mit.

Die Frau war bereits in lebensbedrohlichem Zustand in das Krankenhaus eingeliefert worden. Die Zahl der Covid-19-Todesopfer im Bundesland ist nunmehr auf neun gestiegen.

 08:55

Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend aufgehoben

In China ist die wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei am Mittwoch weitgehend aufgehoben worden. Seit Mitternacht (Ortszeit) dürfen die meisten Bewohner von Hubei wieder aus der Provinz ausreisen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind. Die chinesischen Behörden meldeten keine neuen Corona-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben.

Allerdings wurden nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 47 Infizierte registriert, die aus dem Ausland in die Volksrepublik eingereist sind. Damit stieg die Zahl der ins Land gebrachten Infektionsfälle auf 474. Dabei handelt es sich nach Angaben des chinesischen Außenministeriums überwiegend um Chinesen, die nach Hause zurückkehren.

Vier weitere Menschen starben an dem Virus, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, drei davon in der Provinz Hubei, wo die Pandemie im vergangenen Jahr ihren Ausgang genommen hatte. Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen.

Die Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt, erlaubt ihren Bewohnern ab dem 8. April wieder zu reisen. Die Schulen in Hubei bleiben weiterhin geschlossen.

 08:20

Ministerinnen geben Pressekonferenz

Frauenministerin Susanne Raab, Justizministerin Alma Zadic und Familienministerin Christine Aschbacher werden heute, Mittwoch, über frauen- und familienpolitische Aspekte im Zusammenhang mit der Coronakrise informieren. Die Pressekonferenz findet um 12.00 Uhr im Kongresssaal im Bundeskanzleramt, Ballhausplatz 2, statt

 08:00

Lombardei: "Pandemie ist epochales Ereignis"

Der lombardische Präsident Attilio Fontana bezeichnet die Epidemie als "epochales Ereignis", das das Leben der Menschen zutiefst ändern wird. "Dieses Ereignis hat mich zutiefst getroffen. Niemand hätte sich ein solches Ereignis vorstellen können. Ich habe zu viele Lombarden sterben sehen: Das halte ich für absolut ungerecht und unglaublich", sagte Fontana im Interview mit RAI 2 am Dienstagabend.

Wie lange sich die Italiener noch an die Ausgangssperre halten müssen, kann die italienische Regierung nicht einschätzen. Auf die Frage, ob sie Ostern zu Hause verbringen werden müssen, antwortete der italienische Premier Giuseppe Conte, alles hänge von der Entwicklung der Infektion ab. Er rechne nicht mit einem Ende der Epidemie in wenigen Tagen, aber auch nicht in den nächsten Monaten, sagte der Premier in einem TV-Interview am Dienstagabend.

Die Dimension der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind in Italien schwer einschätzbar. "Wir erleben eine präzedenzlose Krise. Sie ist aber vorübergehend und wir werden sie bewältigen", sagte Notenbankchef Ignazio Visco.

 07:34

Zahl der Infektionen in Deutschland stieg um 4.191

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in einem Tag um 4.191 auf 31.554 gestiegen. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen, teilt das Institut unter Verweis auf Daten von Mittwoch, 0.00 Uhr, mit.

 07:31

Einigung in den USA auf Zwei-Billionen-Dollar-Konjunkturpaket

In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zwei Billionen Dollar (1.844,51 Mrd. Euro) umfassen.

Die Parteien haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, in Washington am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) vor Journalisten mitteilten. Nach dem Senat muss dann auch noch das Repräsentantenhaus dem Gesetzespaket formal zustimmen. Die Führung der von den Demokraten kontrollierten Parlamentskammer war bereits an den Verhandlungen im Senat beteiligt. Nach den Worten McConnells soll das Paket noch an diesem Mittwoch verabschiedet werden.

Das Konjunkturpaket soll unter anderem direkte Hilfszahlungen an die US-Steuerzahler umfassen, eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenversicherung, mehr Geld für Krankenhäuser und ein sehr umfassendes Kreditprogramm für Unternehmen. Mit dem Konjunkturpaket will der US-Kongress die wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Epidemie abfedern.

 06:41

Wiener Spitäler stoppen freie Maskenentnahme

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), also der städtische Spitalsträger, hat genug Schutzausrüstung und vor allem -masken. Das beteuert der Konzern und verweist darauf, dass erst im Jänner die Lager gefüllt wurden. Doch man lässt nun Vorsicht walten, da die Dauer der Coronakrise offen ist. So wurde die freie Entnahme des Materials in den Spitälern gestoppt, die Ausgabe erfolgt nun selektiver.

Bisher wurde herkömmliches Schutzmaterial so bereitgestellt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach darauf zugreifen konnten. Diese Vorgangsweise wurde nun geändert, wie eine KAV-Sprecherin der APA erläuterte. Denn, so berichtete sie, die jeweiligen Behältnisse seien innerhalb kürzester Zeit geleert worden. Nun werden etwa die Atemschutzmasken der Kategorie FFP3 persönlich ausgegeben.

 05:59

China meldete 47 neue "importierte Fälle"

China hat erneut 47 "importierte" Coronavirus-Fälle gemeldet. Insgesamt zählte China damit bereits 474 solcher Erkrankungen, die bei Menschen, die in das Land eingereist sind, festgestellt wurden. Wie aus den offiziellen Zahlen der Pekinger Gesundheitskommission am Mittwoch hervorging, gab es jedoch erneut keine lokalen Erkrankungen.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere drei Menschen. Dort hatte die Lokalregierung am Dienstag angekündigt, dass ab Mittwoch ein Teil der verhängten Beschränkungen aufgehoben werden. Nach einer zweimonatigen Blockade dürfen Menschen demnach die Provinz wieder verlassen. Ausgenommen ist jedoch noch die Millionenmetropole Wuhan, die besonders schwer betroffen war. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.

Nach offiziellen Angaben sind bisher 3.281 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.218 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 73.000 wieder erholt haben.

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