Deutsche rechnen mit Ischgl ab

"Home of Wahnsinn"

Deutsche rechnen mit Ischgl ab

Der einst glänzende Ruf Ischgls wird durch das Corona-Management immer weiter ramponiert.

Tirol. Der Party-Skiort Ischgl gilt als „Ibiza der Alpen“: Doch seit Corona ist es im Paznauntal vorbei mit dem Glamour. Für das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel ist Ischgl in seiner aktuellen Ausgabe zum Synonym für Unvermögen, Skrupellosigkeit und Gier verkommen. Minutiös wird aufgelistet, wie in Tirol versucht worden ist, die Epidemie unter der Decke zu halten und den Tourismus zu retten. Auch ÖSTERREICH kommt darin vor. Als Erste hatten wir die Vertuschung öffentlich angeprangert (6. März).

Chronologie. Erst drei Tage später wurde das Lokal geschlossen, in dem der Corona-Ausbruch startete, sogar erst sieben Tage später Skilifte gesperrt. Da hatten sich längst Hunderte infiziert und das Virus in ihre ­Heimatländer geschleppt.

Am 11. März kündigte Landeschef Günther Platter die Schließung des Ischgler Skibetriebs an: „Wir sind hier etwas früher dran als andere“, behauptete er.

Da hatte der Sanitätsdirektor des Landes den entlarvenden Satz bereits gesagt: Wer den Abend in dicht gedrängtem Milieu verbringe, der lebe halt gefährlich.

Sammelklage. Beim Verbraucherschutzverein (VSV) haben sich Hunderte Ischgl-Opfer gemeldet, 400 von ihnen wollen gemeinsam wegen Herbeiführung einer Gemeingefährdung klagen.

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