Pfarrer infiziert: Jetzt kämpft er um sein Leben

Krank nach Israel

Pfarrer infiziert: Jetzt kämpft er um sein Leben

In einem kleinen Ort beten die Einwohner jetzt für ihren an Corona erkrankten Pfarrer.

NÖ. Der polnische Geistliche Przemysław Kocjan ist seit September 2017 Pfarrer im kleinen Marktflecken Weißenkirchen bei Krems. In dieser Zeit hat der 41-jährige Seelsorger großes Ansehen in seiner 1.400-Einwohner-Gemeinde erworben.

Als er gemeinsam mit ­Kollegen für Anfang März eine Pilgerreise ins Heilige Land plante, waren viele Gläubige Feuer und Flamme. Am 6. März kehrten die Weißenkirchner aus Israel zurück. Da zeigte Pfarrer Kocjan bereits die klassischen Symptome, hielt den Husten, das Fieber und den Schüttelfrost aber noch für Zeichen einer Grippe. Doch bald kamen schwere Atembeschwerden hinzu.

Ein Pfarrmitglied, das den Geistlichen zu Hause versorgte, schlug schließlich Alarm. Der örtliche Arzt, Klaus Nentwich, veranlasste die Einlieferung Kocjans in ein Spital. Ein Test brachte letzte Ge­wissheit, der 41-Jährige war beim Pilgern am Corona­virus erkrankt.

Weitere Pilger mit Coronavirus infiziert

Es begann ein Kampf auf Leben und Tod, der beliebte Seelsorger wurde auf der Intensivstation im Klinikum Lilienfeld künstlich beatmet. Lange war ungewiss, ob der 41-Jährige das Virus besiegen würde. Inzwischen konnte Kocjan auf eine Normalstation verlegt werden, er befindet sich auf dem langsamen Weg der Besserung.

Seine Pfarrmitglieder haben für ihn gebetet und eine Initiative gestartet. In der Pfarrkirche werden für den Geistlichen Kerzen gesammelt und später entzündet.

Drei weitere Teilnehmer der Pilgerreise sollen sich ebenfalls infiziert haben.

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