Sechs weitere Coronavirus-Todesfälle in der Steiermark

Die neuesten Zahlen: 7.688 Coronavirus-Fälle

Sechs weitere Coronavirus-Todesfälle in der Steiermark

Alle Zahlen der Corona-Fälle und Opfer in Österreich.

In der Steiermark sind am Freitag sechs weitere Menschen an den Folgen des Coronavirus verstorben, teilte die Landessanitätsdirektion mit. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung in der Steiermark auf 17 Personen.

+++ Unten im Artikel finden Sie den LIVE-Ticker zum Nachlesen +++ 

Insgesamt gab es Freitagabend 812 bestätigte Sars-CoV-2-Infektionen in der Steiermark. Das bedeutet ein Plus von 69 bestätigten Infektionen im Vergleich zum Abend zuvor. Die meisten Fälle gibt es in Graz (188) und dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (156).

Drei weitere Coronavirus-Todesopfer in Tirol

Kufstein/Landeck. In Tirol gibt es drei weitere Coronavirus-Todesfälle: Ein Ehepaar aus Brandenberg im Unterland, beide knapp 80 Jahre alt, starb im Krankenhaus Kufstein. Beide hatten Vorerkrankungen und galten als Hochrisikopatienten, teilte das Land Freitagabend mit. Zudem starb eine ebenfalls knapp 80 Jahre alte Frau aus Landeck im Krankenhaus Zams. Auch sie litt an Vorerkrankungen.

Damit sind in Tirol bis dato neun mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben. Von Freitagfrüh bis zum Abend verzeichnete man im Bundesland indes 111 zusätzliche Erkrankte. Bisher wurden in Tirol 14.286 Tests durchgeführt. In 11.899 Fällen lag ein Ergebnis vor.

Die neuesten Zahlen: 7.688 Coronavirus-Fälle

Die Zahl der Todesfälle aufgrund von Covid-19 in Österreich ist auf 58 deutlich angestiegen, jene der Erkrankten lag bei 7.688 (Stand Freitag 23.10 Uhr). Bei den Infizierten ist das ein Anstieg von über 1.000 Fällen in nur 24 Stunden. Derzeit befinden sich 672 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und 128 der Erkrankten auf Intensivstationen. Die aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums bedeuten ein Plus von rund 15,7 Prozent in diesem Zeitraum, nach 15,1 Prozent im Vergleichszeitraum von Mittwoch auf Donnerstag.
 
Donnerstagfrüh waren 34 Todesopfer zu beklagen gewesen. Die 58 aktuellen Opfer bedeuten eine Steigerung innerhalb eines Tages um 70,59 Prozent. Von diesen entfallen jeweils zwei auf das Burgenland und Kärnten, jeweils einer auf Salzburg und Vorarlberg. In Wien starben mit 16 die meisten Erkrankten, gefolgt von Niederösterreich (16) und der Steiermark mit 13. In Tirol wurden sechs Opfer registriert, in Oberösterreich vier.
 
 

Anschober: Peak "zwischen Mitte April und Mitte Mai"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erwartet, dass Österreich der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen noch bevorsteht. "Je erfolgreicher wir sind, desto geringer ist der Peak, aber desto länger dauert es auch, bis alle Erkrankungen stattfinden. Ich gehe von einem Zeitfaktor irgendwo zwischen Mitte April bis Mitte Mai aus", sagte Anschober im ORF-Radio am Freitag in der Früh.
 
Der Minister äußerte sich vor der angekündigten Zwischenbilanz der Regierung über die gesetzten Maßnahmen. Die Regierung wird dabei keine neuen Maßnahmen verkündigen, so Anschober: "Es wird aktuell keine Entscheidungen über neue Maßnahmen geben, dazu ist auch die Erfahrung noch viel, viel zu klein, was die Auswirkungen der bisherigen Maßnahmen betrifft." Eine professionelle Bewertung erwartet Anschober kurz vor Ostern.
 
"Wir haben einen Verzögerungseffekt von 10 bis 14 Tagen, was die Wirkung der Maßnahmen betrifft. Ab dann sollten wir sie in der Statistik auch sehen." Die Zuwächse bei den Infektionen sollten "jetzt dramatisch sinken" und danach auch die "Zahlen runtergehen", sagte Anschober. "Wichtig ist, dass wir dann nicht einen Tag auf den anderen die Maßnahmen beenden. Wenn dann wieder die Steigerungsraten nach oben gehen, wäre alles vorher umsonst gewesen."
 

Evaluierung über das Wochenende 

Entgegen ursprünglichen Erwartungen hat die Regierung am Freitag noch keine Bilanz vorgelegt, wie die bisher eingeleiteten Maßnahmen in der Coronakrise wirken. Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte für das Wochenende eine Evaluierung an. Am Montag werde man mehr sagen können. Positiv wertete er, dass man bei den Krankheitsfällen punktgenau bei den Prognosen liege.
 
Was die Antikörper-Schnelltests angeht, erwartet Anschober einen Einsatz in zwei bis drei Wochen. Den Höhepunkt der Erkrankungszahlen in Österreich erwartet der Gesundheitsminister zwischen Mitte April und Mitte Mai. Das sei aber nur seine persönliche Einschätzung. Wenn der Peak später eintrete, werde er kleiner sein, und damit wäre auch das eine gute Nachricht, "weil dann waren diese Maßnahmen erfolgreich".

 23:19

Das war's vom LIVETICKER

Wir informieren Sie auch morgen wieder über die aktuellsten Entwicklungen rund um das gefährliche Coronavirus. Vielen Dank an die Leser!

 23:17

Land Tirol-Aufruf an Besucher von Skihütte

Das Land Tirol hat Freitagabend erneut einen Coronavirus-Aufruf gestartet. Alle Personen, die sich vom 10. März bis zur Schließung des Betriebs am 15. März im Lokal "Alte Mittel" in Westendorf aufgehalten haben, sollen auf ihren Gesundheitszustand achten. Falls bei Personen seit dem 10. März Symptome aufgetreten sind, sollten diese umgehend die Gesundheitsberatung 1450 kontaktieren.

Oder sie sollen mit den Gesundheitsbehörden in ihren Heimatländern Kontakt aufnehmen, wurde seitens der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel appelliert. Der Grund: Man habe erfahren, dass zwei im Nachhinein positiv auf das Coronavirus getestete Männer aus dem Bezirk Kitzbühel vom 10. bis 15. März bereits mit grippeähnlichen Symptomen in der Skihütte tätig waren. Da einer der beiden Männer am 12. März zudem die "Karatbar" in Westendorf besuchte, erstrecke sich der Aufruf auch auf Personen, die sich am selben Tag in dieser Bar befunden haben, hieß es.

Unterdessen wiesen die Gesundheitsbehörden einmal mehr darauf hin, dass es unter anderem auch für Inhaber von Gast- und Schankbetrieben bei meldepflichtigen Erkrankungen wie dem Coronavirus eine gesetzliche Verpflichtung gibt, diese zu melden. In den vergangenen Tagen hätten gewisse Zusammenhänge erst nach Rückmeldungen aus der Bevölkerung und nach nochmaligem Nachgehen durch die Gesundheitsbehörden aufgeklärt werden können. Bei Nicht-Melden drohe eine Anzeige nach dem Epidemiegesetz.

 22:21

Vier Tote auf Kreuzfahrtschiff vor Panama

Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hieß es weiter.

53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

Das in den USA beheimatete Unternehmen hatte das Schiff "Zaandam" vor wenigen Tagen vor der südamerikanischen Pazifikküste unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere sollten bis auf weiteres in ihren Zimmern bleiben, hieß es. Sie und die Crew hätten alle Schutzmasken erhalten.

 22:21

USA haben mehr als 100.000 Infizierte

In den USA sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters vom Freitag 100.040 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist weltweit die höchste Infektionszahl. In China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, wurden nach offiziellen Angaben 81.340 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 86.498.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag das 2,2 Billionen Dollar schwere Hilfspaket gegen die Corona-Krise unterzeichnet. Zuvor hatte das Repräsentantenhaus die Hilfen gebilligt. Bei der Unterzeichnung sagt Trump, nun könnten Unternehmen und Einzelpersonen Unterstützung erhalten. Er erwarte zudem, dass Tausende dringend benötigte Beatmungsgeräte produziert werden.

 21:44

Essenspakete für Alte in der Türkei - 92 Tote

Die türkische Millionenmetropole Istanbul wird in der Corona-Krise alte Menschen ohne Einkommen sechs Wochen lang mit Lebensmittellieferungen unterstützen. Gouverneur Ali Yerlikaya sagte am Freitag, dass ab Montag für rund 50.000 Menschen ab 65 Jahre 300.000 Essenspakete zur Verfügung gestellt würden. Die Kosten würden weitgehend von Gebern gedeckt.

Der bekannte Lieferservice Getir, der zu den Spendern gehört, werde die Pakete zustellen. Seit Sonntag gilt wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 landesweit eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke.

Am Freitagabend gab Gesundheitsminister Fahrettin Koca neue Zahlen bekannt, wonach binnen Tagesfrist weitere 17 Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben sind. Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge stieg damit die Gesamtzahl der virusbedingten Toten in der Türkei auf 92. Bisher seien damit 5.698 Fälle bestätigt - 2.069 mehr als noch am Vortag. Unter Berufung auf Koca berichtete der Staatssender TRT von bisher insgesamt 47.823 Tests.

 21:18

Erdogan ruft Türken zur freiwilligen Quarantäne auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ruft seine mehr als 80 Millionen Landsleute auf, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Die Menschen sollten ihre Häuser nicht verlassen, es sei denn zum Einkauf dringend benötigter Dinge. Sie sollten sich an die Auflagen halten, wenn sie striktere Maßnahmen vermeiden wollten.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus würden zudem alle internationalen Flüge gestrichen, kündigt am Freitag Erdogan an. Alle 30 Großstädte im Land würden Pandemie-Räte einrichten, um notfalls weitere Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.

 19:53

Dortmund-Kapitän Reus spendete 500.000 Euro

Der Dortmunder Fußball-Nationalspieler Marco Reus hat wegen der Coronavirus-Krise die Aktion "Help your Hometown" ins Leben gerufen. Mit einer Spende von 500.000 Euro wollen er und seine Frau Scarlett dazu beitragen, dass lokale Kleinunternehmen die finanziellen Notlage meistern.

"Das gesellschaftliche Leben, wie wir es kennen, steht still. Und genau das stellt kleine und alt eingessene Firmen vor Riesenprobleme. Sie haben trotz ihrer leidenschaftlichen Arbeit nicht die Rücklagen bilden können, um Wochen ohne Kunden zu überstehen Aber gerade diese Läden machen jede Stadt einzigartig. Hier möchten wir helfen", sagte der BVB-Kapitän am Freitag in einer Videobotschaft auf Instagram.

 19:33

Linzer HTL-Schüler im Skikurs in Bad Gastein infiziert

Bei einem Schulskikurs der Linzer HTL Paul Hahn in Bad Gastein haben sich mindestens neun Schüler und eine Lehrerin mit dem Coronavirus infiziert. Der Skikurs der HTL dauerte bis kurz vor Schließung der Schulen, daher "kam es nach derzeitigem Stand zu keinen Kontakten von Schülern und Lehrkräfte des Schulskikurses mit anderen Personen der HTL", informierte das Land Oberösterreich Freitagabend.

Am Samstag den 14. März war die Gruppe mit insgesamt 53 Schülern aus Bad Gastein zurückgekehrt. Am Montag, 16. März, waren die Schulen bereits geschlossen. Die Jugendlichen kommen aus den Bezirken Linz-Land, Urfahr-Umgebung, Kirchdorf, Freistadt, Rohrbach, Perg und Gmünd (Niederösterreich). Mittlerweile liegen fünf Tests aus Linz vor: Zwei Schüler und eine Lehrkraft sind positiv, zwei negativ. Im Bezirk Freistadt gibt es sieben positiv getestete Jugendliche. Die restlichen Testergebnisse sind noch ausständig.

 18:25

Niederösterreich lässt 24-Stunden-Betreuer einfliegen

Das Land Niederösterreich lässt laut einem Online-Bericht der "NÖN" vom Freitag 24-Stunden-Betreuer einfliegen. 281 sollen am Montag mit zwei Charterflügen aus Sofia und Temeswar ankommen und nach 14 Tagen Quarantäne einsatzbereit sein.

"Es gibt keinen Betreuungsnotstand", wurde Robert Pozdena, Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer NÖ, zitiert. Viele Betreuer hätten ihre eigentlich geplante Zeit verlängert. "Nach wie vor können wir Niederösterreich flächendeckend mit 24-Stunden-Betreuern versorgen."

Das soll auch so bleiben. Daher werden laut "NÖN" nun 281 Betreuer in Abstimmung mit dem Außenminister, der Polizei und weiteren Stellen nach Österreich geholt. Sie werden nach ihrer Ankunft am Montag in ein Hotel gebracht, wo sie zwei Wochen lang in Quarantäne bleiben, um die aktuellen Einreisebestimmungen zu erfüllen.

 15:46

In Tirol täglich 1.500 bis 1.600 Tests

In Tirol wurden im Durchschnitt in den vergangenen Tagen rund 1.500 bis 1.600 Tests pro Tag durchgeführt. Die Kapazitäten werden "weitestgehend ausgeschöpft", sofern auch die notwendigen Ressourcen wie etwa Testkits vorhanden sind, hieß es zur APA. Auch im Burgenland sind die Ressourcen für Tests sehr begrenzt. Das Land sei allerdings bereits dabei, eigene Probenkits herzustellen.

Von den von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geforderten 15.000 Tests pro Tag würden auf Tirol - auf die Bevölkerung umgerechnet - rund 1.275 Tests entfallen, hieß es vom Land Tirol, man liege bereits jetzt darüber. Das Land stockt die Testkapazitäten künftig noch weiter auf: So sollen aufgrund neuer Geräte in Zams (Bezirk Landeck) und in der Virologie in Innsbruck künftig Testungen in größerer Anzahl gemacht werden können.

 14:14

Infizierter Häftling in Tirol hielt sich zuvor in Sölden auf

Jener Häftling, der in der Innsbrucker Justizanstalt positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat sich zuvor nicht in Ischgl, sondern in Sölden aufgehalten. Der 38-Jährige wurde erstmals am 24. März auf das Virus getestet. Berichte über eine vorherige Testung seien nicht richtig, sagte Polizeisprecher Manfred Dummer der APA.

Der 38-jährige Rumäne wurde in Sölden wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Diebstahls - er soll unter anderem mehrere Kellnergeldtaschen gestohlen haben - am 10. März in der Polizeiinspektion Sölden vernommen. Abends wurde er für zwei Nächte in die Arrestzelle nach Imst überstellt, in der er sich alleine aufhielt. Dort wurde er schließlich am 11. März unter Einbindung eines Dolmetschers vernommen. Bei der Einvernahme begann der Mann zu hyperventilieren, weshalb ein Notarzt gerufen wurde. Der Arzt stellte aber die Hafttauglichkeit des Mannes fest, am 12. März wurde er ohne besondere Schutzmaßnahmen in die Justizanstalt Innsbruck überstellt.

 13:56

Bereits 5.300 Österreicher zurückgeholt

Im Rahmen der während der Coronakrise gestarteten, "größten Rückholaktion von Österreichern aus dem Ausland aller Zeiten" hat das Außenministerium bereits rund 5.300 gestrandete, heimische Urlauber zurückgeholt. Am Freitag startet ein Notflug aus Peru, der Samstagfrüh in Wien landen wird, wie das Außenamt auf APA-Nachfrage mitteile.

Demnach sollen an Bord der Maschine auch Staatsbürger anderer Nationalitäten sein. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hatte nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen Anfang der Woche berichtet, dass die Mitgliedsstaaten ihre Ressourcen gerade in puncto Repatriierung stärker bündeln wollten.

Für Sonntag ist ein Rückholflug aus Bali und Malaysia geplant. Weitere Notflüge von den Philippinen, aus Vietnam, Argentinien, Chile und Australien sollen laut Außenamt folgen. Gestern landete ein Repatriierungsflug aus Sri Lanka und Indien.

 13:54

Libro/Pagro: Kurzarbeit für alle 1.850 Beschäftigten

Die Papier- und Schreibbedarfsketten Libro und Pagro schicken alle ihre 1.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen der Coronavirus-Krise ab sofort in Kurzarbeit. Zur Sicherung der Arbeitsplätze setze man auf Teleworking und Kurzarbeit, erklärte die MTH Retail Group am Freitag. Die MTH gehört zur Management Trust Holding AG des Geschäftsmanns und früheren ÖVP-Politikers Josef Taus.

Das Kurzarbeitsmodell wähle man, weil wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Infektionen alle Filialen bundesweit geschlossen sind. Ziel sei es, die Belegschaft weiter zu beschäftigen "und später wieder gemeinsam durchzustarten", so der Geschäftsführer von Libro und Pagro, Michael Kremser, in einer Aussendung. Für Mitarbeiter in den Zentralen sei die Möglichkeit von Teleworking eingerichtet, um den weiterlaufenden Betrieb und die Erreichbarkeit sicherzustellen.

Die Online-Shops unter libro.at und pagro.at seien weiter in Betrieb. Abgewickelt werde der Online-Vertrieb über das Logistikzentrum in Müllendorf (Nordburgenland) und über das Lager in Wiener Neustadt (Niederösterreich) mit der Österreichischen Post - "selbstverständlich unter Beachtung aller nötigen Vorsichtsmaßnahmen".

Pagro zählt laut Homepage mehr als 150 Filialen in ganz Österreich, Libro mehr als 230. Die beiden Ketten gehören auch dem "jö Bonus Club" an.

 13:33

Mehr als 4.800 Todesfälle durch Covid-19 in Spanien

In Spanien hat sich die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 4.800 erhöht. 769 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Infektion gestorben, teilte die Regierung in Madrid am Freitag mit. Es handelt sich um die höchste Zahl an Todesfällen in Spanien an nur einem Tag seit Beginn der Pandemie.

Die Zahl der Infektionsfälle stieg auf mehr als 64.000. Gemessen an den Todesfällen ist Spanien nach Italien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land Europas. Täglich kommen rund 8.000 Neu-Infektionen hinzu. Trotz des drastischen Anstiegs bei den Neu-Infektionen zeichnet sich in dem Land aber ein leichtes Abflachen der Ansteckungskurve ab. Am Freitag erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen um 14 Prozent, am Donnerstag waren es noch vier Prozentpunkte mehr.

Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle war dagegen deutlich höher als in Italien, wo am späten Donnerstagabend 662 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden waren. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich damit bereits auf 8.165.

Um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die spanische Regierung massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgenommen. Seit Mitte März gilt eine landesweite Ausgangssperre, die frühestens am 11. April aufgehoben werden soll. Auch will Spanien die Testkapazitäten erheblich erhöhen. Die Regierung hat Millionen Test-Sets aus verschiedenen Ländern in aller Welt bestellt.

 13:32

De-facto-Einreisestopp für Asylwerber

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Corona-Krise hat Österreich de facto einen Einreisestopp für Asylwerber verhängt. Das bestätigte der Generalsekretär des Innenministeriums, Helmut Tomac, Freitagmittag der APA. "Aufgrund der Corona-Epidemie wird Asylwerbern die Einreise verweigert, wenn sie kein gültiges Gesundheitszeugnis vorweisen können", teilte Tomac mit.

Zuvor hatte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Pressekonferenz erklärt, zuletzt hätten nur mehr einige wenige Geflüchtete hierzulande um Asyl angesucht. Nehammer sprach von "maximal zwölf pro Tag". Anders lautende Behauptungen wies er mit Nachdruck als "Fake News" zurück.

Abschiebungen bzw. Rückführungen von illegal aufhältigen Personen sind aufgrund der derzeitigen Umstände "nicht ausgesetzt, aber nur eingeschränkt möglich", bekräftigte Tomac. "Wenn der internationale Flugverkehr zusammenbricht, können auch keine Abschiebeflüge durchgeführt werden", hatte Nehammer kurz davor zu dieser Problematik erklärt.

 13:09

Weiterer Fall im Vatikan

Im Vatikan ist nach einem Medienbericht ein weiterer Corona-Fall aufgetreten. Damit erhöht sich die Zahl der Infektionen nach unbestätigten Angaben auf sechs. Der jüngste positive Test betrifft einen Priester aus dem vatikanischen Staatssekretariat, der seinen Wohnsitz in einer Ordensgemeinschaft außerhalb haben soll, wie die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Freitag laut Kathpress meldete.

Der Vatikan veröffentlicht keine regelmäßigen Informationen zum Infektionsstand unter Mitarbeitern und zur gesundheitlichen Verfassung des 83 Jahre alten Papstes.

 12:58

Epidemiekurve in Italien gibt leicht nach

Der Anstieg bei der Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien war zuletzt geringer als in den vergangenen Tagen. "Die Epidemiekurve gibt leicht nach", bestätigte der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde ISS, Silvio Brusaferro, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rom.

"Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass ein geringeres Wachstum der Infektionszahlen zu einer Auflockerung der Vorbeugungsmaßnahmen führen kann. Wir sind mit einer Herausforderung konfrontiert, die man zusammen gewinnt", sagte Brusaferro. Es gebe klare Zeichen, dass die von der Regierung erlassenen Vorsichtsmaßnahmen greifen, daran müsse man sich strikt halten.

Der Experte betonte, dass die Mehrheit der Infizierten männlich und durchschnittlich über 60 Jahre alt sei. 80 Prozent der Todesopfer seien über 70 Jahre alt. Die Sterblichkeitsrate unter den Infizierten wachse bei zunehmendem Alter. 50 Prozent der Todesopfer waren von drei oder mehr Krankheiten bereits belastet.

 12:48

Zwei weitere Todesopfer in Niederösterreich

Die NÖ Landeskliniken-Holding hat am Freitag zwei weitere Coronavirus-Tote vermeldet. In Melk starb demnach ein 89-Jähriger, in Amstetten eine 64-Jährige. Die Zahl der Todesopfer in Niederösterreich stieg damit auf 16.

Der Mann habe an einer Grunderkrankung gelitten, sagte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding. Bei der Frau seien verschiedenen Vorerkrankungen vorgelegen.

Laut dem Sprecher befanden sich 145 Covid-19-Patienten im Bundesland in stationärer Behandlung. Am Donnerstag waren es 122 gewesen.

 12:27

Bachmann-Preis wird 2020 nicht vergeben

Erstmals in der Geschichte des Wettlesens finden die "Tage der deutschsprachigen Literatur" 2020 wegen des Coronavirus nicht statt. Wie der ORF am Freitag bekannt gab, wird der Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt heuer nicht vergeben: "Diese Entscheidung erfolgt aus vielen Gründen. An erster Stelle steht die Gesundheit", sagte ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard.

Derzeit könne niemand abschätzen, wie sich die Corona-Situation in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird: "Eine öffentliche Veranstaltung dieser Größenordnung wäre aus heutiger Sicht unverantwortbar", hieß es vom ORF. Die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur finden voraussichtlich in der Zeit von 16. bis 20. Juni 2021 statt.

 12:22

Boris Johnson positiv auf Corona getestet

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Johnson habe leichte Symptome und werde sich in Selbstisolation begeben, die Regierungsgeschäfte aber weiterführen, berichtete die BBC. Johnson selbst bestätigte auf Twitter, dass er infiziert sei.

 12:05

Asylquartier in Villach wird bezugsfertig gemacht

Neben einigen anderen Einrichtungen fährt das Innenministerium auch das derzeit ungenutzte Asylquartier in Villach-Langauen hoch. Wie die Stadt Villach am Freitag bekannt gab, wird das Quartier bezugsfertig gemacht. Im Fall, dass es in anderen Quartieren zu Corona-Infektionen kommt, müssten Asylwerber nämlich auf mehrere Standorte aufgeteilt werden.

Der Villacher Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) sagte, die Entscheidung des Innenministeriums sei zu respektieren. Sollten Asylwerber kommen, werde die Stadt aber das gesamte Quartier unter 14-tägige Quarantäne stellen. "Da mögliche Krankheitsfälle in anderen Quartieren der Auslöser für die Öffnung von Langauen sind, müssen wir als Gesundheitsbehörde so reagieren. Alles andere wäre fahrlässig", so Albel.

 11:46

Rabiater 71-Jähriger an Schweizer Grenze

Ein 71-jähriger Mann aus der Schweiz hat sich am Donnerstag am Grenzübergang Lustenau - Au (Kanton St. Gallen) rabiat gezeigt, weil ihm die Einreise nach Österreich verweigert wurde. Der im Grenzort Heerbrugg wohnhafte Türke wollte in Lustenau einkaufen gehen. Als er nicht durchgelassen wurde, beschimpfte er die Polizisten und fuhr mit dem Auto auf die Beamten los, so die Exekutive.

Der Mann traf gegen 13.45 Uhr am Grenzübergang ein. Als ein Vertreter der Bezirkshauptmannschaft feststellte, dass der Mann nicht einreisen darf, und die Polizei ihn anwies, sein Fahrzeug zu wenden und zurück in die Schweiz zu fahren, zeigte sich der 71-Jährige sehr erzürnt. Er titulierte die Beamten über das offene Fenster mit Schimpfwörtern und wurde daraufhin angewiesen, anzuhalten, damit seine Identität festgestellt werden konnte. Das missachtete der Autolenker und fuhr auf einen der Beamten zu, der sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen musste. Auf Handzeichen blieb er schließlich doch stehen, nur um dann plötzlich wieder anzufahren. Dabei wurde der Beamte an der Hand verletzt. Der 71-Jährige muss sich nun unter anderem wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verantworten.

 11:43

Jeder Tausendste in Salzburg positiv getestet

Jeder Tausendste ist im Bundesland Salzburg bisher positiv auf Covid-19 getestet worden. An erster Stelle liegt der Pongau. Dort wurden mehr als ein Drittel aller im Land Salzburg bestätigten Fälle festgestellt. Österreichweit liegt der Pongau sogar an zweiter Stelle. Nur im Bezirk Landeck (Tirol) ist der Wert pro 100.000 Einwohner noch höher, erklärte Landesstatistiker Gernot Filipp am Freitag.

Die Landesstatistik hat sich den Verlauf der Corona-Erkrankungen im Land Salzburg angesehen. Das Ergebnis hat das Landesmedienzentrum am Freitag veröffentlicht. Demnach wurden am Donnerstag im Pongau 245 bestätigte Infektionen pro 100.000 Einwohner gezählt. Die ersten bestätigten Infektionsfälle traten Anfang März allerdings im Pinzgau auf, der in der Bezirks-Rangliste zunächst auch Platz eins einnahm. Am 19. März löste der Pongau den Pinzgau mit der höchsten Fallzahl ab.

Auf Platz zwei liegt seither weiterhin der Pinzgau mit mehr als 150 Fällen pro 100.000 Einwohner. In den anderen Bezirken schwanken die Fälle zwischen 50 und 70. In der Stadt Salzburg wurden schon relativ bald erste Infektionen nachgewiesen, das Wachstum entwickelt sich seither unterdurchschnittlich. Eine ähnliche, nur etwas zeitversetzte Entwicklung ist für den Flachgau zu beobachten, wo mit 51,5 Fällen pro 100.000 Einwohnern der landesweit geringste Wert verzeichnet wurde.

 11:24

Schon 60 Tote in Südtirol

In Südtirol ist die Anzahl der mit dem Coronavirus in Verbindung stehenden Todesfälle von 53 auf 60 gestiegen. Dies teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Freitag mit. Insgesamt gab es mit Stand Freitagvormittag 1.003 Infizierte. 3.669 Personen befanden sich in häuslicher Isolation und 64 galten als geheilt.

Auf den normalen Abteilungen des Südtiroler Sanitätsbetriebs waren 214 Covid-19-Patienten untergebracht. Weitere 71 Personen, die ebenfalls in den Krankenhäusern untergebracht waren, galten als Verdachtsfälle. Intensivbetreuung benötigten 47 Covid-19-Patienten.

Insgesamt wurden bis dato vom Südtiroler Sanitätsbetrieb 8.520 Abstriche von 5.215 Personen unersucht. 118 Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetrieb wurden positiv auf Corona getestet, wie auch zehn Basisärzte und zwei Basiskinderärzte.

 10:49

China setzt Visa aus

In China ist die Zahl "importierter Fälle" mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 55 weitere Erkrankungen bei eingereisten Menschen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit knapp 600 solcher Fälle. Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen.

Bereits ausgestellte Visa seien vorübergehend nicht mehr gültig. Wie lange der Einreisestopp gelten soll, wurde nicht mitgeteilt. Der Schritt sei erforderlich, weil sich das Virus im Rest der Welt rasant ausbreite, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Ebenfalls angekündigt wurde eine starke Reduzierung der Flugverbindungen. Ab Sonntag soll jede chinesische Fluggesellschaften nur noch eine Verbindung pro Woche in jedes Land anbieten dürfen. Das gleiche gilt für ausländische Airlines, die nach China fliegen.

 10:41

Prognose für Italien: Heuer BIP-Rückgang um 6,5 Prozent

Wegen der Coronavirus-Epidemie wird in Italien heuer ein starker Rückgang der Wirtschaftsleistung erwartet. Das Wirtschaftsinstitut Prometeia geht von einem Rückgang von Italiens Bruttoinlandprodukt (BIP) von 6,5 Prozent im Jahr 2020 aus. 2021 soll es dann zu einem BIP-Wachstum von 3,3 Prozent und 2022 von 1,2 Prozent kommen.

Die Hilfspakete der Regierung werden nur in geringem Ausmaß die interne Nachfrage stützen, geht aus der Prometeia-Analyse hervor. Bis Ende 2020 wird Italiens Defizit auf 6,6 Prozent des BIP und die Verschuldung auf 150 Prozent des BIP klettern.

 10:35

Armani produziert Schutzkleidung für Ärzte

In Zeiten der Coronavirus-Krise stellen auch die klangvollsten Namen der italienischen Luxusindustrie ihre Produktion um. So startet die Modegruppe Armani mit der Herstellung von Schutzmänteln für Sanitäter. Produziert werden die Schutzmäntel in vier Fabriken, in denen bisher Jacken entstanden, berichteten italienische Medien.

Modepapst Giorgio Armani, der bereits zwei Millionen Euro für das öffentliche Gesundheitssystem gespendet hat, dankte in den letzten Tagen mit einem Inserat in den prominentesten Tageszeitungen des Landes den im Kampf gegen die Epidemie engagierten Sanitätern. "Ich bin euch nahe, euer Engagement ist bewegend", schrieb Armani.

 10:24

EU-Minister beraten über Vergabe von Strukturfonds

Die für Kohäsionspolitik zuständigen EU-Minister beraten am Freitagvormittag in einer Videokonferenz über die bestmögliche Nutzung der EU-Struktur- und Investitionsfonds, um die Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus zu bewältigen. Dies teilte der EU-Rat im Vorfeld mit.

Das Europaparlament hat am Donnerstag Grünes Licht für eine 37 Milliarden Euro schwere Investitionsoffensive zur Bewältigung der Corona-Krise gegeben. Das Geld soll primär in die Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten und an kleinere und mittlere Unternehmen fließen. Es handelt sich dabei allerdings nicht um frisches Geld, sondern um bisher nicht abgerufene Posten im EU-Haushalt.

Acht Mrd. Euro stammen aus EU-Fonds aus dem Jahr 2019 und waren bereits an die Mitgliedstaaten ausgezahlt worden. Die restlichen Milliarden stammen aus EU-Strukturfonds, die bereits für das Jahr 2020 eingeplant waren. Mit der Änderung der Vergaberegeln im Rahmen dieser Investitionsinitiative sollen sich die EU-Minister nun befassen.

 10:06

Bereits 16 Tote in Wien

Stand Freitag, 27. März 2020, 8.00 Uhr, sind in Wien 933 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle sind 16.

35 Personen sind gesundet und genesen.

 09:31

Anschober: Pflege-Akutsituation in zwei, drei Wochen

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) droht wegen möglicher Ausfälle von ausländischem Pflegepersonal in wenigen Wochen eine "Akutsituation". Derzeit gebe es in den Bundesländern nur wenige Akutfälle. Es sei jedoch zu erwarten, "dass eine derartige Akutsituation in zwei, drei Wochen eintreten kann", sagte Anschober am Freitag im Ö1-Morgenjournal. Deswegen werde ein "konkretes Ersatzangebot" erarbeitet.

Österreich bereite sich "sehr konkret" vor, welche Personen an welchem Ort ersatzweise einspringen könnten. Hauptpriorität sei dabei das "Beibehalten der Pflege zuhause", so Anschober. Wie viele der 33.000 Pflegebedürftigen, die auf 24-Stunden-Betreuung angewiesen sind, dann nicht daheimbleiben können, ist laut Anschober noch nicht bekannt. "Es hängt stark mit Maßnahmen unserer Nachbarländer zusammen, was die Grenzschließungen betrifft. Unser Ziel ist ja, dass wir Ausnahmegenehmigungen erhalten." Die meisten Mitarbeiter hätten jetzt verlängert.

 09:29

Zahl der infizierten in Niederösterreich auf 992 erhöht

In Niederösterreich hat sich die Zahl der positiv getesteten Corona-Infizierten bis Freitagfrüh auf 992 erhöht. Die Gesamtzahl der im Land durchgeführten Testungen beläuft sich laut dem Sanitätsstab auf 6.494.

Die am stärksten betroffenen Bezirke sind Amstetten mit 122, Neunkirchen mit 90 und Korneuburg mit 87 Fällen. Es folgen Tulln (85), St. Pölten (84), Mödling (83), Krems (67), Baden und Mistelbach (je 55) sowie Melk (51), Gänserndorf (36), St. Pölten-Stadt (31), Bruck a.d. Leitha (28), Scheibbs (18), Wiener Neustadt-Stadt (17), Lilienfeld (15), Zwettl (14), Wiener Neustadt (13), Waidhofen a.d. Ybbs (elf), Krems-Stadt (zehn), Hollabrunn (sechs), Horn, Waidhofen a.d. Thaya (je fünf) sowie Gmünd (vier).

 09:24

Literweise Desinfektionsmittel in Kärnten gestohlen

Aus der Garage eines 51 Jahre alten Kärntners in Ludmannsdorf (Bezirk Klagenfurt-Land) ist literweise Desinfektionsmittel gestohlen worden. Wie die Polizei berichtete, fiel das Fehlen der insgesamt 19 Liter Flächen- und Händedesinfektionsmittel im Wert von rund 700 Euro am Donnerstag auf. Die Lieferung wäre für den Klagenfurter Betrieb gedacht gewesen, in dem der Mann arbeitet.

 09:16

Weniger Verbrechen in Italien

In Italien ist die Anzahl der Verbrechen im Zuge der Ausgangssperren in der Corona-Krise nach Angaben der Regierung stark gesunken. Von 1. bis 22. März seien etwa 53.000 Straftaten gemeldet worden, 64 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Unter anderem Drogendelikte, Kindesmissbrauch und sexuelle Verbrechen seien zurückgegangen.

In ganz Italien gilt seit dem 10. März eine Ausgehsperre, nur zum Einkaufen, in einigen Fällen zum Arbeiten oder aus gesundheitlichen Gründen darf man aus dem Haus. Ähnliche Maßnahmen hat Spanien ergriffen. Dort sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez in einer Rede an die Nation vor ein paar Tagen, in Spanien sei die Kriminalität in der Corona-Krise um 50 Prozent zurückgegangen.

 08:47

Zwei Tote in Tirol

Im Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) sind zwei mit dem Coronavirus infizierte Männer gestorben. Beide, ein 84-Jähriger und ein 70-Jähriger, wiesen Vorerkrankungen auf, teilte das Land am Freitag in einer Aussendung mit. Damit sind in Tirol bis dato sechs mit dem Coronavirus infizierte Personen gestorben.

Mit Stand Freitagvormittag wurden in Tirol insgesamt 1.689 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, 143 davon waren bereits wieder gesund. Damit stieg die Zahl der positiv Getesteten von Donnerstagabend bis Freitagvormittag um 25.

Insgesamt wurden in Tirol bis dato 12.975 Tests durchgeführt. Für 10.861 lag ein Ergebnis vor, 2.114 waren noch in Auswertung. Österreichweit wurden bisher 35.995 Test durchgeführt - damit verzeichnete Tirol rund ein Drittel aller Testergebnisse, obwohl nur rund 8,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung in Tirol lebt.

Nach wie vor am stärksten betroffen war der Bezirk Landeck mit 503 Fällen. Gefolgt von Innsbruck mit 278 Fällen und dem Bezirk Innsbruck-Land mit 223 positiven Testergebnissen.

 08:34

93-Jähriger starb in St. Pölten

Im Universitätsklinikum St. Pölten ist in der Nacht auf Freitag ein positiv auf das Coronavirus getesteter 93-Jähriger gestorben. Er hatte laut Bernhard Jany von der NÖ Landeskliniken-Holding an einer massiven Grunderkrankung gelitten und war am Donnerstag in das Krankenhaus eingeliefert worden. Der Mann ist der 14. Covid-19-Tote in Niederösterreich.

 08:33

WKÖ verspricht rasche Auszahlung aus Härtefonds

Der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Karlheinz Kopf, verspricht Auszahlungen aus dem Härtefonds der Regierung zur Unterstützung von Unternehmern in der Coronakrise innerhalb von wenigen Tagen. Kopf sprach im Ö1-Morgenjournal am Freitag davon, dass bei einem Antrag bis Sonntagabend eine Firma spätestens Mittwoch mit dem Geld rechnen könne.

"Wir zahlen tagesaktuell aus. Es wird dann jeweils in der Nacht das Geld überwiesen", das erfolge automatisiert, erklärte Kopf.

Kopf erwartet einen "riesigen Ansturm", wenn ab 17.00 Uhr die Antragstellung möglich sein wird. Deswegen appellierte er an alle Antragsteller: "Es muss nicht um 17.00 Uhr sein. Wir sind auch Samstag und Sonntag im Einsatz. Wir wären sehr dankbar, wenn uns nicht alle gleich um 17.00 Uhr stürmen würden." Die Wirtschaftskammer sei außerdem technisch vorbereitet. Die Serverkapazitäten seien größtmöglich aufgestockt worden. Und für telefonische Auskünfte stünden mehr als 200 Mitarbeiter zur Verfügung.

 08:30

Kanadierin entkam IS und muss nun in Quarantäne

Eine Kanadierin, die in Westafrika von Islamisten entführt worden war, ist nach ihrer glücklichen Flucht wieder in ihrem Heimatland eingetroffen - ganz frei ist sie aber noch nicht: Sie muss wegen der Corona-Pandemie zunächst in eine 14-tägige Quarantäne, wie ihre Familie am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Die Frau aus Sherbrooke in der Provinz Quabec und ihr italienischer Freund waren im Dezember 2018 in der Nähe der Stadt Bobo-Dioulasso in Burkina Faso gekidnappt worden. Medienberichten zufolge wurden sie ins Nachbarland Mali verschleppt, wo sie schließlich fliehen konnten. Sie sei glücklich, wieder in der Heimat zurück zu sein, teilte die Frau mit. "Mein Herz ist nun bei all denen, die in dieser kritischen Zeit der Pandemie leiden."

 08:00

PK Anschober/Nehammer um 10.00 Uhr

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) werden heute, Freitag, über Aktuelles zum Coronavirus berichten. Die Pressekonferenz findet um 10.00 Uhr im Kongresssaal im Bundeskanzleramt, Ballhausplatz 2, statt

 06:51

Anschober: Peak "zwischen Mitte April und Mitte Mai"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erwartet, dass Österreich der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen noch bevorsteht. "Je erfolgreicher wir sind, desto geringer ist der Peak, aber desto länger dauert es auch, bis alle Erkrankungen stattfinden. Ich gehe von einem Zeitfaktor irgendwo zwischen Mitte April bis Mitte Mai aus", sagte Anschober im ORF-Radio am Freitag in der Früh.

Der Minister äußerte sich vor der angekündigten Zwischenbilanz der Regierung über die gesetzten Maßnahmen. Die Regierung wird dabei keine neuen Maßnahmen verkündigen, so Anschober: "Es wird aktuell keine Entscheidungen über neue Maßnahmen geben, dazu ist auch die Erfahrung noch viel, viel zu klein, was die Auswirkungen der bisherigen Maßnahmen betrifft." Eine professionelle Bewertung erwartet Anschober kurz vor Ostern.

"Wir haben einen Verzögerungseffekt von 10 bis 14 Tagen, was die Wirkung der Maßnahmen betrifft. Ab dann sollten wir sie in der Statistik auch sehen." Die Zuwächse bei den Infektionen sollten "jetzt dramatisch sinken" und danach auch die "Zahlen runtergehen", sagte Anschober. "Wichtig ist, dass wir dann nicht einen Tag auf den anderen die Maßnahmen beenden. Wenn dann wieder die Steigerungsraten nach oben gehen, wäre alles vorher umsonst gewesen."

 06:31

73 Prozent aller Verkaufsflächen in Österreich ungenutzt

Der Standortberater RegioPlan hat sich die Auswirkungen der Schließungen im Einzelhandel sowie der Gastronomie wegen der Corona-Pandemie genauer angeschaut. Aktuell werden etwa rund 73 Prozent aller Verkaufsflächen in Österreich nicht genutzt. Der stationäre Einzelhandel verliert 140 Millionen, die Gastronomie rund 63 Millionen Euro täglich, beides inklusive Tourismus.

So stehen von aktuell 14,2 Mio. Quadratmetern Verkaufsfläche in Österreich demnach etwa 10,3 Mio. still, weil sie nicht betreten werden dürfen. Die 130 Mio. Euro brutto ermittelte die Consultingfirma ausgehend von den Konsumausgaben privater Haushalte von rund 73 Milliarden brutto jährlich. Dies ergebe 167 Millionen Euro täglich (allerdings inklusive Online-Verkäufen). Wenn man davon den "normalen" branchenspezifischen Onlineanteil von etwa 37 Mio. abzieht, verbleibt ein stationärer Umsatzentgang von täglich 130 Mio. Euro (brutto).

Hinzukommen Umsatzrückgänge durch den völlig ausbleibenden Tourismus in Höhe von 9,5 Mio. Euro täglich für den Handel.

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