Chaos um Intensiv-Patienten

Sprunghafter Anstieg

Chaos um Intensiv-Patienten

Die Zahl der Erkrankten stieg um 15,1 Prozent. 49 Personen sind verstorben, 112 genesen.

Wien. 6.703 Personen haben sich mit dem Coronavirus angesteckt, gab Gesundheits­minister Rudolf Anschober in der Früh bekannt. Das ist ein Anstieg von mehr als 15 Prozent. Diesen Anstieg einstellig zu halten, ist bislang nicht gelungen, trotz aller Maßnahmen.

49 Personen sind gestorben, 112 gelten als wieder gesund. Anschober betonte erneut, dass es eine „Stärke der österreichischen Strategie“ sei, dass sehr viele Patienten zu Hause bleiben und nicht ins Spital kommen.

Intensivbetten: Ab 30.000 Erkrankten wird es knapp

Um genau diese Zahlen gab es jetzt aber Verwirrung. Am Mittwoch hieß es noch, nur 3,5 % der Patienten seien im Spital. Diese Zahl wurde dann nach oben korrigiert: Jetzt sind es rund 9 %, die mit Corona im Krankenhaus liegen. Anschober stellte im Interview mit oe24.TV klar, dass dabei nichts vertuscht wurde, sondern die Zeitverzögerung der beiden Meldesysteme daran Schuld trägt.

Das Spitalswesen rüstet sich jedenfalls derzeit für Schlimmeres. Noch gibt es genug Intensivbetten, nämlich 1.000 Stück. 1,6 % aller Fälle müssen intensivmedizinisch betreut werden (derzeit fast 100). Steigt die Anzahl der Erkrankten auf 30.000, stößt das System an seine Grenzen.

Die Zahlen werden noch einmal stark steigen – dann nämlich, wenn 15.000 Tests pro Tag durchgeführt werden, wie es sich Kanzler Sebastian Kurz wünscht. D. Knob

Debora Knob

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