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Südkorea setzt auf landeseigenen Impfstoff

Zehn Millionen Dosen sollen aus heimischer Produktion kommen - Proteinimpfstoff hofft auf Zulassung noch im ersten Halbjahr 

Die südkoreanische Gesundheitsbehörde KDCA hat zehn Millionen Dosen des ersten landeseigenen Corona-Impfstoffs bestellt. Mit dem südkoreanischen Unternehmen SK bioscience sei eine entsprechende Kaufvereinbarung getroffen worden, sagte ein Sprecher der Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention am Dienstag. Die Auslieferung werde voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Die Vorbestellung hat ein Volumen von 200 Milliarden Won (148,96 Mio. Euro).

Proteinimpfstoff hofft auf rasche Zulassung 

Südkoreas Ziel ist es, sich Zugang zu einheimischen Impfmitteln gegen Covid-19 zu verschaffen, ohne auf Importe angewiesen zu sein. Das Unternehmen hofft, in der ersten Jahreshälfte die Zulassung zur Produktion des "Vakzin-Kandidaten BP510" zu erhalten und das Mittel später auch weltweit vertreiben zu können. Bei BP510 handelt es sich ähnlich dem Novavax-Mittel Nuvaxovid um einen Proteinimpfstoff, der auf einer anderen Technologie als den in Europa zumeist verwendeten mRNA-Präparaten von Pfizer und Moderna beruht.

SK bioscience führt seit dem vergangenen August Phase 3 der klinischen Studie zu seinem Mittel durch. Entwickelt wurde es gemeinsam mit dem Institut für Protein-Design der Universität Washington und mit Hilfe des Arzneimittelherstellers GlaxoSmithKline. Der Anwendungsbereich von GBP510 solle durch zusätzliche klinische Studien erweitert werden, hieß es.