Coronavirus: 37-Jähriger schwer erkrankt gestorben

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Coronavirus: 37-Jähriger schwer erkrankt gestorben

Die aktuellen Zahlen: 14.335 Erkrankte und 393 Tote in Österreich.

Hollabrunn/Waidhofen a.d. Thaya. Im Landesklinikum Hollabrunn ist ein mit dem Coronavirus infizierter 37-Jähriger gestorben. Der Mann hatte an einer "massiven Grunderkrankung" gelitten, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding am Mittwoch mit. Es handelte sich um den bisher altersmäßig jüngsten Toten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit in einem niederösterreichischen Spital.

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Auch im Krankenhaus Waidhofen a. d. Thaya wurde am Mittwoch ein Covid-19-Todesfall beklagt. Betroffen war ein 87-Jähriger, der Vorerkrankungen aufgewiesen hatte. Die Zahl der mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben Personen in Spitälern im Bundesland stieg damit auf 65.

Rückgang der "aktiven" Coronavirus-Erkrankten

Auch nach Ostern hat sich der Rückgang der "aktiven" Coronavirus-Erkrankten in Österreich fortgesetzt. Dieser Faktor (bestätigte Infektionen abzüglich Genesener und Toter) sank im 24-Stunden-Vergleich um 324 Personen bzw. 5,3 Prozent auf 5.844 Personen (Stand: 9.30 Uhr).

14.335 Personen wurden bisher in Österreich positiv auf das Virus getestet, 8.098 (rund sechs Prozent plus) sind bereits wieder genesen, 393 Erkrankte starben. 1.001 Personen befinden sich aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 232 auf Intensivstationen, berichtete das Gesundheitsministerium.

Neun weitere Patienten, die mit oder an der SARS-CoV-2-Infektion gestorben sind, bedeuten einen Anstieg von rund 2,3 Prozent im 24-Stunden-Vergleich auf 393 Opfer. Die meisten Todesfälle gab es bisher in der Steiermark mit 90, gefolgt von Wien (81), Tirol (72) und Niederösterreich (71).

Am meisten aktive Fälle in Wien, drei weitere Tote

Die meisten aktuellen Fälle gibt es dabei mit 1.427 in Wien. Dahinter folgen Tirol (1.211) und Niederösterreich (1.120). Ein Grund dafür ist, dass es in den westlichen Bundesländers bereits deutlich mehr Genesene Fälle gibt. Die Zahl der jemals an Corona erkrankten Personen ist weiterhin in Tirol am höchsten.

Die weiteren Daten aus der Bundeshauptstadt (Stand 10.20 Uhr): In der Nacht auf Mittwoch sind weitere drei Patienten verstorben, es waren drei Frauen im Alter zwischen 73 und 81 Jahren, alle hatten Vorerkrankungen. Die Zahl der Todesopfer stieg in Wien somit auf 81, ebenso viele wie in der Steiermark.

In Wien wurden in den vergangenen 24 Stunden 56 neue Infektionen registriert, 130 Patienten liegen im Spital, 32 Erkrankte auf der Intensivstation.

Konkret sind in Wien bisher nur 28% der Erkrankten bereits wieder genesen, das ist der niedrigste Wert in ganz Österreich. Mit der Steiermark gibt nur ein zweites Bundesland, in der die Zahl der aktuell Erkrankten derzeit noch höher ist als jene der Genesenen. Am meisten Geheilte gibt es (prozentuell) in Vorarlberg (75 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (73%), Salzburg (65%), Kärnten (64%) und Tirol (63%). 

 18:13

New Yorks Gouverneur kündigt Maskenpflicht an

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll im US-Bundesstaat New York eine Maskenpflicht verhängt werden. Menschen müssten künftig in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, wenn sie nicht knapp zwei Meter Sicherheitsabstand zu anderen einhalten könnten, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch.

Wer allein auf einem leeren Gehsteig laufe, müsse keinen Gesichtsschutz tragen - an einer belebten Kreuzung oder in öffentlichen Verkehrsmitteln werde dies aber Pflicht.

 18:10

Man muss Infektionsketten verfolgen können

Besonders, wenn man das öffentliche Leben schrittweise langsam wieder hochfährt, müsse man die Infektionsketten schnell verfolgen können. Dahingehend arbeitet man auch an einer App. Außerdem wird auch in Deutschland das Tragen einer Maske in Geschäften, Öffis & Co. empfohlen.

 18:08

"Es ist ein zerbrechlicher Erfolg. Es darf kein falsches Vorpreschen geben"

"Wir müssen verstehen, dass wir so lange mit dem Virus leben müssen bis es ein Medikament und einen Impfstoff gibt", betont Merkel. Man habe sich geeinigt, dass die bisherigen Maßnahmen wie Mindestabstand und Ausgangsbeschränkungen beibehalten werden.

 18:07

Merkel: "Wir haben etwas erreicht, was keineswegs von Anfang an sicher war"

Das Krankenhauspersonal leiste Enormes, aber das Gesundheitssystem konnte am Laufen gehalten werden, sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Nachmittag in einer Pressekonferenz. Sie bedankte sich bei Ärzten, Pflegern & Co.

 17:01

Schutzmasken für Salzburg aus der Türkei kommen nicht

Über einen Monat lang ist in der Türkei eine Sendung mit 20.000 Schutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3 für Salzburger Spitäler festgesessen. Nun steht fest: Die Ware wird nicht mehr geliefert. Wie der Medizinprodukte-Händler Friedrich Strubreiter am Mittwoch zur APA sagte, habe er das Geld für die Bestellung zurückerhalten. "Ich habe mit der Sache abgeschlossen", erklärte er frustriert.

"Die Ware war bereits bezahlt und versandbereit, als die Türkei einen Ausfuhrstopp verhängt hat", berichtete Strubreiter. Seit Mitte März habe er sich intensiv darum bemüht, die Bestellung dennoch zu erhalten. "Leider umsonst." Er sei nun informiert worden, dass den Export von Medizingütern aus der Türkei nur mehr die staatliche Agentur des Gesundheitsministerium (USHAS) übernehmen darf. "Und die beliefert nur mehr öffentliche Organisationen, keine Firmen mehr." Private Unternehmen hätten damit keine Chance auf eine Ausfuhrgenehmigung mehr.

Die Türkei hatte im März ein Exportverbot für medizinische Schutzausrüstung eingeführt, weil das Land zur Behandlung von Corona-Patienten selbst dringend Masken benötigt.

 16:54

Deutschland will Schutzmasken "dringend" empfehlen

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder in Deutschland das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfehlen. Eine generelle deutschlandweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin erfuhr.

Alltagsmasken dienen laut Gesundheitsministerium dazu, andere vor einer Infektion zu schützen. Spezialmasken, die auch den Träger selbst schützen, sollten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. Die deutsche Regierung hatte bereits einen Bedarf an Milliarden von Schutzmasken festgestellt - Nachschub vor allem an hochwertigen Masken ist allerdings wegen einer weltweit hohen Nachfrage schwer zu besorgen.

 16:47

Papst richtete Taskforce für "Phase 2" ein

Der Papst hat eine Taskforce eingerichtet, die die "Phase 2" nach Ende der akuten Phase der Coronavirus-Epidemie organisieren soll. Die Kommission besteht aus Mitgliedern mehrerer Dikasterien der Kurie, teilte der Vatikan am Mittwoch mit.

Die Taskforce soll die "sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Herausforderungen" prüfen, mit denen die Menschen nach Ende der akuten Phase der Pandemie konfrontiert sein werden.

 16:17

Kurzarbeit - bisherige Anträge könnten 4,8 Mrd. Euro kosten

Bisher gibt es von fast 43.000 Unternehmen Anträge auf Kurzarbeit, von denen fast 24.000 genehmigt wurden. Sollten alle vorliegenden Anträge, auch die noch nicht genehmigten, zur Gänze ausgeschöpft werden, würde sich das gesamte Fördervolumen für drei Monate auf rund 4,86 Milliarden Euro belaufen, geht aus Berechnungen der Agenda Austria hervor.

Sollten die noch offenen Anträge genehmigt werden, würden sich österreichweit knapp 17,8 Prozent der Arbeitnehmer in Kurzarbeit befinden. In Vorarlberg wären es 31,2 Prozent der Arbeitnehmer, in Niederösterreich 22,8 Prozent, in Wien und der Steiermark 19,8 Prozent.

 16:15

Tirol rät weiter strikt von Risikosportarten ab

Das Land Tirol hat am Mittwoch nicht nur - wie der Bund - zu Zurückhaltung und Vorsicht bei Risikosportarten wie Skifahren und Segelfliegen geraten, sondern von diesen weiter strikt abgeraten. Segel- oder Drachenfliegen sei weiterhin "nicht zielführend", man solle "am Boden bleiben", appellierte Sportlandesrat Josef Geisler (ÖVP) in einer Videopressekonferenz.

Bei Skitouren liege in Tirol wiederum eine andere Situation als in anderen Bundesländern vor, argumentierte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Denn rufe eines der Lieblingshobbys vieler Tiroler erst einmal, dann "ist bei uns was los am Berg", strich Platter den Unterschied heraus. "Es gibt daher eine eindeutige Botschaft, nämlich weiter keine Skitouren zu unternehmen", betonte der Landeshauptmann. Entsprechende Appelle hatte Platter seit Beendigung der Vollquarantäne in Tirol schon mehrmals abgegeben.

 16:08

IWF warnt vor sozialen Unruhen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor sozialen Unruhen wegen der Coronavirus-Pandemie gewarnt. In einigen Ländern könne es "neue Proteste" geben, wenn Maßnahmen zur Abfederung der Covid-19-Krise als unzureichend empfunden würden, schreibt der IWF in einem am Mittwoch vorgelegten Bericht.

Zu Unruhen könne es auch kommen, wenn der Eindruck entstehe, die Hilfen kämen "auf unfaire Weise" eher großen Unternehmen zu Gute als der Bevölkerung.

Besonders groß sei das Risiko in Ländern, in denen es bereits "weitverbreitete Korruption", einen Mangel an Transparenz bei staatlichen Maßnahmen sowie schlechte öffentliche Dienstleistungen gebe, warnte der IWF. Der Bericht verweist auf soziale Unruhen in den vergangenen Jahren, die aus Unmut über wirtschaftspolitische Maßnahmen entstanden, etwa in Ecuador, Chile, Haiti, im Iran und in Frankreich mit der "Gelbwesten"-Bewegung.

 16:00

OÖ erwartet heuer Einnahmen-Entgang von 500 Mio. Euro

Finanzreferent Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) rechnet heuer mit einem Einnahmen-Entgang von bis zu 500 Millionen Euro für das Land Oberösterreich. Vor der Corona-Krise habe der Haushaltsplan noch eine Schuldenrückzahlung von rund 95 Mio. Euro vorgesehen, aber "die finanzpolitische Ausgangssituation wurde innerhalb weniger Tage und Wochen auf den Kopf gestellt".

Auf Basis der Einschätzung des österreichischen Fiskalrates müsse man mit bis zu 410 Millionen Euro weniger Einnahmen bei den Ertragsanteilen des Bundes kalkulieren, rechnete Stelzer vor. Die Prognose des Internationalen Währungsfonds - sieben Prozent BIP-Rückgang in Österreich - "könnte die Situation nochmals verschärfen und einen Einnahmen-Entfall von rund 500 Millionen Euro bedeuten".

 15:57

Zoo Salzburg zittert um "Einreise" von Pinguinen

Die Pinguin-Anlage hätte im Mai eine neue Attraktion im Salzburger Zoo werden sollen. Doch nun verzögert die Coronakrise die Eröffnung. Dabei wäre der Bau so gut wie fertig - und bald könnten dank Sicherheitsmaßnahmen auch wieder Besucher in den Tierpark kommen. Doch es gibt ein weiteres Problem: Laut Zoo ist es derzeit nicht abschätzbar, wann die schwarz-weiß gefärbten Tiere einreisen können.

"Wir bekommen zehn Zuchtpaare an Brillenpinguinen aus England, das wurde vom Zuchtbuchkoordinator so organisiert", sagte Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner zur APA. "Wir wissen aber nicht, wie das an den Grenzen in Corona-Zeiten gehen wird. Die Herausforderung ist der Transport quer durch alle Länder." Für den Export der Tiere müsse der Partner in England die notwendigen Papiere beisammen haben. "Wann das so weit ist? Dafür wurde uns noch kein Zeithorizont mitgeteilt."

 15:26

Dutzende neue Fälle auf den Galápagos-Inseln

Auf den Galápagos-Inseln im Ostpazifik sind Dutzende neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert worden. 48 Besatzungsmitglieder eines Schiffes auf der Insel Baltra seien positiv getestet worden, teilte die Provinzverwaltung in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Patienten bleiben demnach bis auf weiteres auf der "Flora" in Quarantäne.

Die Galápagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen rund 1.000 Kilometer westlich der Küste des südamerikanischen Landes. Das Archipel im Pazifik zählt wegen seiner besonderen Flora und Fauna seit 1978 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Zu den nur dort vorkommenden Arten zählen Meerechsen, Landleguane und Galápagosfinken. 1835 besuchte Charles Darwin die Inseln. Seine Theorie von der Entstehung der Arten erhielt dort viele Denkanstöße.

 15:06

Quarantäne für Altenmarkt im Pongau fällt

In Salzburg läuft mit Mitternacht die Quarantäne in der letzten noch isolierten Gemeinde Altenmarkt im Pongau aus. Wie das Land am Mittwoch informierte, folge man damit einer Empfehlung der Gesundheitsbehörden. Während in den anderen acht betroffenen Gemeinden im Bundesland die Quarantäne bereits am Montag endete, waren im Seniorenheim des Ortes noch Bewohner und Mitarbeiter getestet worden.

 15:06

Corona-Gesetze werden evaluiert

Die türkis-grüne Regierung lässt die von vielen Juristen als problematisch eingestuften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nun doch evaluieren. Eine entsprechende Expertengruppe hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) angekündigt. An Bord ist u.a. der frühere VwGH-Präsident Clemens Jabloner. Er hält die Maßnahmen für "grosso modo verhältnismäßig", sieht aber Verbesserungsbedarf.

Juristen hatten in den Krisenverordnungen der Regierung eine ganze Reihe an problematischen Punkten identifiziert. Allen voran, dass zu Beginn des "Shutdown" weder der Polizei noch den Bürgerinnen und Bürgern genau klar war, was genau mit den Ausgangsbeschränkungen noch erlaubt war und was nicht. So hatte die Regierung gemeint, auch private Osterfeiern untersagen zu können, was Juristen als unzulässigen Eingriff in das Hausrecht werteten.

 14:05

SPÖ OÖ will 254-Mio.-Hilfspaket "für Menschen"

Die SPÖ OÖ fordert über das 580-Mio.-Euro-Paket des Landes hinaus ein Hilfspaket, das "direkt bei den Menschen ankommt" mit einem Volumen von 254 Mio. Euro. Die Vorschläge reichen von Maßnahmen für Arbeitslose, Geringverdiener und Alleinerziehende über ein Beteiligungsmodell für Firmen bis hin zu bekannten Punkten wie Gratis-Kinderbetreuung und der vorübergehenden Abschaffung der Gemeindeumlage.

Das Land hat kürzlich sein Maßnahmenpaket vorgestellt. Die SPÖ sieht darin aber eine "Mogelpackung", weil "von den 580 Millionen nur sehr wenig übrig bleibt, das bei den Menschen ankommt", so Landesparteivorsitzende Birgit Gerstorfer. So seien darin u.a. 400 Millionen Euro an Bürgschaften und 80 Millionen für Schutzausrüstung, "die vom Bund refundiert werden", enthalten. Ob die SPÖ dem dafür nötigen Nachtragshaushalt und dem Covid-19-Begleitgesetz zustimmen wird, ließ sie offen.

 14:04

Ordinationsbetrieb soll wieder hochgefahren werden

Der Betrieb in den heimischen Ordinationen soll in den kommenden Tagen wieder hochgefahren werden. Nachdem Arztpraxen zuletzt wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nur in Notfällen aufgesucht werden durften, sollen etwa Kontroll- und Routineuntersuchungen nachgeholt werden, teilte die Ärztekammer (ÖÄK) am Mittwoch auf Nachfrage der APA mit. Details werden am Donnerstag bekanntgegeben.

Noch am Mittwochnachmittag sollte ein Positionspapier mit "Maßnahmen und Empfehlungen" an die Landesärztekammern geschickt werden, hieß es seitens der ÖÄK. Sicherheitsregeln, wie zumindest einen Meter Abstand zu anderen Personen zu halten, müssten beim Arztbesuch weiterhin eingehalten werden. Wo es möglich sei, sollten Termine vergeben werden und die Patienten diese pünktlich einhalten.

 13:46

IGGÖ hält Moscheen zumindest bis Ende April geschlossen

Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) setzt die Regierungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie weiterhin um und lässt die Moscheen zumindest bis Ende des Monats geschlossen. Die Beschränkungen fallen somit in den bevorstehenden Fastenmonat Ramadan, der am 23. April beginnt. IGGÖ-Präsident Ümit Vural forderte am Mittwoch via Aussendung die Muslime auf: "Machen wir unser Zuhause zu Moscheen!"

Für die Islamische Glaubensgemeinschaft bedeuten sowohl die Aussetzung der gemeinschaftlichen Gebete, als auch die Beschränkung des Fastenbrechens auf den Kreis der Kernfamilie eine "massive Änderung" ihrer gewohnten Rituale während des Fastenmonats. "Der Islam wird in der Gemeinschaft gelebt. In der jetzigen Situation aber gilt es, unsere Häuser mit Gebeten und Rezitationen zu erhellen und sie zu Moscheen zu machen", so Präsident Vural.

 13:08

Deutschland verlängert Grenzkontrollen bis zum 4. Mai

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen werden um weitere 20 Tage verlängert. Das teilte ein Sprecher des deutschen Innenministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Über Einzelheiten werde Innenminister Horst Seehofer (CSU) noch mit den Ministerpräsidenten der von den Kontrollen betroffenen Bundesländer sprechen.

Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz überwacht. An den Übergängen nach Belgien und in die Niederlande wird hingegen nicht kontrolliert. Allerdings wurde auch in diesen Abschnitten die Überwachung im 30-Kilometer-Grenzraum intensiviert.

 13:08

Freibäder bleiben laut Kogler auch ab 1. Mai noch zu

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) hat am Mittwoch in einer dem Sport gewidmeten Pressekonferenz auch das Schwimmen und die Freibäder angesprochen. Während es in gewissen Sportarten ab 1. Mai Lockerungen geben wird, bleiben die meisten Freibäder noch zu. "Es ist nicht vorstellbar, dass mit 1. Mai die Bäder aufsperren wie wir sie kennen", so Kogler.

"Gar nicht einmal, weil man zu wenig wissen würde, über die möglichen Ansteckungsprobleme beim Schwimmen oder weil wir immer danach trachten müssen, was ist der Abstand auf der Liegewiese, das geht vielleicht auch noch", erklärte Kogler. Das Problem liege eher beim Ein- und Ausgang der nicht frei zugänglichen und mit Kosten verbundenen Freibäder. "Wie bei vielen solchen Institutionen spielt das Ein- und Auslass-Management eine Rolle. Beim Baden sind auch viele Kinder betroffen, wenn man sich das so überlegt: Dann strömen bei Badeschluss alle zum Ausgang: ich beglückwünsche all jene, die sich jetzt sagen trauen, wie sie das regeln, dass die nicht alle auf engstem Kontakt zusammenlaufen."

Die verschiedenen Ressorts würden allerdings auch darüber nachdenken. "Bei größeren Wasserflächen ist es noch einmal anders, die vielleicht auch frei zugänglich sind." Er wolle nicht zu viel vorwegnehmen, aber: "ich denke, dass da andere Lösungen möglich wären". "Wenn die allgemeinen Abstandsregeln eingehalten werden, wüsste ich nichts von einem Betretungsverbot in einen See hinein. Was Freibäder mit Eintritt betrifft, entsprechenden Kassen und Ein-und Ausgängen, muss ich leider festhalten, dass das mit 1. Mai mit Sicherheit nicht erlaubt werden wird."

Der Bade-Sommer sei aber noch nicht aufgegeben. "Wir arbeiten daran, dass das später noch geht und quasi dieser Bade-Sommer nicht verloren gegeben werden muss."

 12:53

Familienhärtefonds: Anträge ab sofort möglich

Anträge für den wegen der Corona-Krise von der Regierung aufgestockten Familienhärtefonds sind seit heute, Mittwoch, möglich. Wie Familienministerin Christine Aschbacher (ÖVP) in einer Aussendung mitteilte, stehen auf der Webseite des Familienministeriums (www.bmafj.gv.at) ein Informationsblatt und das Antragsformular zur Verfügung. Maximal erhalten Familien 1.200 Euro pro Monat.

Voraussetzungen sind, dass der Hauptwohnsitz in Österreich liegt und zum Stichtag (28. Februar) für mindestens ein Kind Familienbeihilfe bezogen wurde sowie mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil wegen der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren hat oder zur Kurzarbeit gemeldet wurde.

Für selbstständig Erwerbstätige gilt, dass mindestens ein Elternteil wegen der Krise in finanzielle Notsituation geraten ist und zum förderfähigen Kreis aus dem Härtefallfonds der WKÖ zählt. Zudem darf das aktuelle Einkommen der Familie eine bestimmte Grenze - gestaffelt nach Haushaltsgröße - nicht überschreiten.

Da die Obergrenze pro Familie und Monat 1.200 Euro beträgt und die Zuwendung für bis zu drei Monate möglich ist, bekommt eine Familie maximal 3.600 Euro. Die Höhe werde im Einzelfall geprüft und hängt von der Anzahl der Personen im gemeinsamen Haushalt und dem Alter der Kinder ab. Ziel sei eine "unbürokratische Abwicklung", so Aschbacher.

Der Antrag kann per E-Mail an (mailto:corona-hilfe@bmafj.gv.at) eingebracht werden. Erste Auszahlungen sollen Anfang Mai fließen.

 12:25

Daten in Spanien weiter relativ stabil

Im heftig von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien liegt die Zahl täglich erfasster Todesopfer in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung weiter bei mehr als 500. Innerhalb von 24 Stunden seien 523 gestorbene Patienten registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Am Vortag waren es 567. Insgesamt stieg die Zahl auf 18.579. Die Zahl erfasster Infektionen lag am Mittwoch bei 177.600. Die tägliche Zuwachsrate bleibt weiter vergleichsweise niedrig. Die Zahl der Corona-Patienten, die als genesen gelten, stieg um mehr als 3.300 auf rund 71.000.

Die Zuwachsraten sind seit Tagen relativ stabil. Im ganzen Land gilt für die knapp 47 Millionen Einwohner seit Mitte März eine strenge Ausgangssperre. Diese soll mindestens bis Mitternacht des 25. April andauern. Ob es danach schrittweise Lockerungen geben wird, muss die Regierung noch entscheiden.

 12:24

Kindergarten: Zahl der betreuten Kinder steigt, bleibt aber gering

Mit der Öffnung weiterer Geschäfte am gestrigen Dienstag ist auch der Bedarf an Kinderbetreuung gestiegen. Die Kindergärten werden wieder von deutlich mehr Kindern besucht als in den vergangenen Wochen, zeigt ein APA-Rundruf. In Vorarlberg, Tirol und Wien hat sich der Anteil der Kinder, die in die Einrichtungen kommen, dadurch verdoppelt. Er bleibt aber weiter im niedrigen einstelligen Bereich.

In Tirol kamen am Dienstag 721 Kinder in die Kindergärten und sonstigen Kinderbetreuungseinrichtungen. Dabei handelte es sich um 2,51 Prozent aller Kinder. Somit habe man fast eine Verdoppelung gegenüber den Tagen vor Ostern verzeichnet, an denen für rund 1,3 Prozent der Kinder eine Betreuung in den Einrichtungen notwendig war.

Auch in Wien ist in den städtischen Kindergärten wieder mehr los als in den vergangenen Wochen. Rund 600 Kinder wurden dort am Dienstag gezählt. Laut dem Büro des zuständigen Stadtrats Jürgen Czernohorszky (SPÖ) ist dies nahezu eine Verdoppelung im Vergleich zu bisher. Vom Normalzustand ist man aber noch sehr weit entfernt. In den städtischen Einrichtungen werden üblicherweise rund 33.400 Kinder betreut. Aktuell sind somit nur rund 1,8 Prozent davon tatsächlich anwesend.

 11:59

Corona-Gesetze: Jabloner sieht Verbesserungsbedarf

Der frühere Präsident des Verwaltungsgerichtshofs, Clemens Jabloner, hält die von der Regierung erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie für "grosso modo verhältnismäßig, aber nicht genügend genau formuliert". Das sagt Jabloner in der "Wiener Zeitung". Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat den Juristen in eine Arbeitsgruppe zur Evaluierung der Maßnahmen berufen.

Jabloner sieht grundsätzlich Verbesserungsbedarf bei den Maßnahmen. "Das alles verlangt großen Interpretationsaufwand. Das ist ein Missstand", kritisiert der Jurist. Das Hauptproblem liegt aus seiner Sicht darin, dass nicht ganz klar sei, was tatsächlich angeordnet wurde: "Es muss allen Menschen klar sein, was sie tun dürfen und was ihnen verboten ist."

Der Arbeitsgruppe gehören neben Jabloner auch der frühere Innenminister Wolfgang Peschorn sowie Juristen von Universitäten und Ministerien an. Eine weitere Sitzung ist demnach für Donnerstag geplant.

 11:53

Schallenberg kommentiert Trumps WHO-Stopp nicht

Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO am Mittwoch nicht kommentiert. Es gebe dazu keine Stellungnahme, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Außenministerium.

Am vergangenen Sonntag hatte die türkis-grüne Bundesregierung mitgeteilt, dass mit Geldern aus dem Auslandskatastrophenfonds anderem Gelder zur Verfügung gestellt würden, die unter anderem der WHO zur Bekämpfung von Covid-19 zugutekommen sollen.

 11:49

Vier weitere Tote in Südtirol, insgesamt 221

In Südtirol ist die Anzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus am Dienstag auf 221 gestiegen - um vier mehr als am Vortag. Insgesamt gab es in der autonomen Provinz vorerst 2.224 positiv Getestete. Als geheilt galten in Südtirol 587 Personen - um 25 mehr als am Dienstag.

204 Personen wurden in den regulären Abteilungen der sieben Krankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbetriebes, den vertragsgebundenen Kliniken sowie in der Einrichtung in Gossensaß betreut. 25 Patienten wurden intensivmedizinisch betreut. Weitere acht Intensivpatienten wurden in Krankenhäusern in Österreich und Deutschland behandelt.

 11:11

In Dänemark öffnen die ersten Schulen wieder

Nach einmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie haben in Dänemark am Mittwoch die ersten Schulen wieder geöffnet. Allerdings nahmen nur rund die Hälfte der Volksschulen des Landes und 35 Prozent der Einrichtungen in der Hauptstadt Kopenhagen den Unterricht wieder auf. Die übrigen hatten um mehr Zeit gebeten, um sich auf die neuen Hygiene-Regeln einzustellen.

Bis kommenden Montag sollen alle Volksschulen des Landes wieder öffnen. Dänemark ist das erste Land in Europa, das seine Volksschulen und Kindergärten wieder öffnet. Diese waren seit dem 12. März geschlossen. Vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Schulbänken, in die Pause dürfen die Schüler nur in kleinen Gruppen.

Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist allerdings nicht unumstritten. Eine Eltern-Petition dagegen sammelte bis Dienstag 18.000 Unterschriften. Viele Eltern fürchten, die Kinder könnten das Virus in die Familien tragen. Der Leiter einer Kopenhagener Schule sagte, er gehe davon aus, dass viele Eltern ihre Kinder einfach zu Hause behalten werden.

Oberschüler und Gymnasiasten in Dänemark werden im Gegensatz zu den Grundschülern vorerst weiter digital unterrichtet. Für sie soll am 10. Mai die Schule wieder losgehen.

 11:10

Kurz dankte katholischer Kirche

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat der Bischofskonferenz für ihr Wirken im Zuge der Corona-Pandemie gedankt. "Ich danke der Katholischen Kirche für die sehr gute Zusammenarbeit in dieser schwierigen Phase und dass die einschränkenden Maßnahmen so vorbildlich mitgetragen werden, auch wenn das gerade zu Ostern besonders schwierig war", schrieb er an Kardinal Christoph Schönborn.

Im Blick auf das Wirken der Kirche hielt Kurz laut "Kathpress" fest: "In der Krise bietet die Kirche vielen Menschen Halt und leistet einen wichtigen Beitrag durch ihr karitatives Engagement. Vielen Dank dafür!" Kirche und Bundeskanzleramt hatten vereinbart, dass ab 16. März alle öffentliche Gottesdienste weitestgehend ausgesetzt und alle kirchliche Veranstaltungen für die kommenden Wochen abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

 11:06

Corona-App: Laut ARGE Daten "nicht praxistauglich"

Die Corona-App des Roten Kreuzes ist für die Organisation ARGE Daten "nicht praxistauglich". Die Matching-Wahrscheinlichkeit - also die Tatsache, dass ein aufgezeichneter Match auch ein tatsächlicher Kontakt innerhalb von zwei Metern ist - liege bei weniger als 1 Promille, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Ein Lotto-Gewinn sei wahrscheinlicher, die App gebe daher "falsche Sicherheit".

Die App könne weder feststellen, ob jemanden die Hand gegeben wurde, noch ob eine kontaminierte Fläche berührt wurde, so die ARGE Daten. Aber auch die technischen Möglichkeiten zur Distanzmessung sind für die Datenschutzorganisation unzureichend, da es an Genauigkeit fehle. Die Wahrscheinlichkeit, dies über Bluetooth festzustellen, liege etwa "optimistisch geschätzt" bei höchsten 25 Prozent.

"Von Exit-Strategie keine Spur, eine ungeeignete Smartphone-App wird als Lösung aller Probleme verkauft", lautet das Attest der ARGE Daten, die daher empfiehlt: "Finger weg von der App, vernünftige Distanz halten, regelmäßig Hände waschen!"

 10:55

56 Neuinfizierte und drei weitere Todesfälle in Wien

In Wien hat die Zahl der Covid-19-Neuinfizierten nach sehr niedrigen zweistelligen Werten zu Ostern nun wieder etwas zugenommen. In den vergangenen 24 Stunden wurden am Mittwoch (Stand 8.00 Uhr) 56 zusätzliche Corona-Erkrankte gemeldet. Aktuell gibt es in der Bundeshauptstadt somit 2.121 bestätigte Fälle, wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informierte.

Die Zahl der Genesenen stieg moderat um zwölf auf inzwischen 572 Menschen an. Gleichzeitig gab es drei weitere Todesfälle zu beklagen. Drei Frauen im Alter von 81, 77 und 73 Jahren sind im Krankenhaus verstorben. Damit zählt Wien nun 81 Verstorbene im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

 10:47

37-Jähriger starb im Landesklinikum Hollabrunn

Im Landesklinikum Hollabrunn ist ein mit dem Coronavirus infizierter 37-Jähriger gestorben. Der Mann hatte an einer "massiven Grunderkrankung" gelitten, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding am Mittwoch mit. Es handelte sich um den bisher altersmäßig jüngsten Toten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit in einem niederösterreichischen Spital.

Auch im Krankenhaus Waidhofen a. d. Thaya wurde am Mittwoch ein Covid-19-Todesfall beklagt. Betroffen war ein 87-Jähriger, der Vorerkrankungen aufgewiesen hatte. Die Zahl der mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben Personen in Spitälern im Bundesland stieg damit auf 65.

 10:46

Oberösterreich arbeitet an Covid-19-Begleitgesetz

Das Land Oberösterreich erarbeitet derzeit sein Covid-19-Begleitgesetz. Die Regierungsvorlage soll am 20. April in der Landesregierung beschlossen und am 23. April dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Ein großer Teil der darin enthaltenen Bestimmungen ist mit 31. Dezember 2020 befristet.

Das Gesetz enthält u.a. Regeln über die Verlängerung bzw. die Hemmung bestimmter Fristen und soll die Handlungsfähigkeit von Kollegialorganen wie Stadtsenaten, Gemeinderäten und ihren Ausschüssen gewährleisten - etwa indem Sitzungen auch als Videokonferenzen abgehalten werden dürfen.

Auch Fördervoraussetzungen für Kinderbetreuungseinrichtungen werden angepasst. Der Landesbeitrag soll durch kleinere Gruppenzahlen oder eine Änderung der Öffnungszeiten, die auf behördliche Corona-Maßnahmen zurückzuführen sind, nicht verringert werden. Zudem werden Teile des 580 Millionen Euro schweren Unterstützungspakets für die Wirtschaft wie z.B. die vorübergehende Befreiung vom Tourismusbeitrag geregelt.

 09:48

1.315 Patienten in Niederösterreich genesen

In Niederösterreich hat sich die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen bis Mittwochfrüh laut Informationsportal des Gesundheitsministeriums im Vergleich zum Vortag um 44 auf 2.398 erhöht. Dem Sanitätsstab des Landes zufolge wurden bisher 16.188 Testungen durchgeführt. 1.315 Patienten sind wieder genesen. 71 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen.

Nach Bezirken gab es die meisten bestätigten positiven Fälle in Amstetten (276), St. Pölten (246), Neunkirchen (171), Melk (157) und Mödling (154). Es folgten Korneuburg (147), Tulln (145), Krems (133), Baden (123), Mistelbach (114), Scheibbs (100), St. Pölten-Stadt (78), Bruck a.d. Leitha (73), Gänserndorf (72), Zwettl (66), Waidhofen a.d. Thaya (65), Wiener Neustadt (62), Lilienfeld (42), Horn (40), die Städte Wiener Neustadt (39) und Krems (33), der Bezirk Hollabrunn (28), Waidhofen a.d. Ybbs-Stadt (22) sowie der Bezirk Gmünd (zwölf).

 09:00

Italien sucht nach Lösung zur Rettung des Strandurlaubs

Die Italiener suchen nach Lösungen, um den Strandurlaub trotz Coronavirus zu retten und zeigen sich erfinderisch. Eine Firma in Modena sorgt für Aufsehen mit dem Vorschlag, Badeanstalten mit Plexiglas-Boxen auszustatten, in denen sich Menschen sonnen können, ohne mit anderen in Kontakt zu treten. Tourismusminister Dario Franceschini kündigte unterdessen Hilfsmaßnahmen an.

Die Boxen aus Plexiglas und Aluminium sind zwei Meter hoch, 4,5 Meter breit und mit einer Eingangstür ausgestattet, berichtete die Firma "Nuova Neon Group 2". Der Raum genüge für zwei Liegestühle und einen Sonnenschirm. Damit sollen die Menschen getrennt entspannen können und Covid-19-Infektionen vermieden werden.

strand1.jpg © screenshot (facebook)

 08:00

Expertin sieht "absolut erfreulichen" Trend

Wie sich die Zahlen in Österreich entwickelt haben, ist absolut erfreulich", sagte die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der Medizin-Uni Wien zur APA. Offenbar habe die Bevölkerung bei der Eindämmung der Corona-Epidemie "ganz massiv mitgemacht". Bei der Rückkehr zu Normalität ,müsse man nun sehr vorsichtig vorgehen, so der Grazer Forscher Ivo Steinmetz.

Bei der am Dienstag begonnenen schrittweisen Lockerung des Lockdowns sei nun das große Thema genau zu analysieren und zu prognostizieren, "welche Maßnahmen wieder mit welchem Anstieg in Verbindung gebracht werden", sagte Puchhammer-Stöckl. Es sei richtig, jetzt auf den Pfad in Richtung eines "normaleren Lebens" zurückzukehren, betonte Steinmetz im APA-Gespräch, immerhin wurde der Bevölkerung so einiges abverlangt und die mittel- und längerfristigen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen seien sehr fraglich. "Man schadet mit dem 'ganz harten Lockdown' auch gerade älteren Patienten, die an sich medizinische Betreuung brauchen, sie jetzt womöglich aber nicht so in Anspruch nehmen", sagte der Leiter des Diagnostik und Forschungszentrum für Molekulare BioMedizin der Medizinischen Universität Graz.

Er hoffe, dass die Bevölkerung in Österreich und Europa jetzt gelernt hat, dass es die Distanzierung braucht, um mit dem neuen Coronavirus umzugehen. Vielleicht könne man daher nun Maßnahmen gezielter einsetzen. Die Diskos für Jugendliche und enge Apres-Ski-Bars sollten zwar weiter geschlossen bleiben, "was spricht aber dagehen, etwa ein Restaurant zu öffnen, in dem die nötigen Distanzen eingehalten werden können?", so Steinmetz. Die Abstände zu wahren und trotzdem "in kleinen Schritten" Stück für Stück in Richtung Normalität zu kommen, "wird die Herausforderung sein".

 07:29

Zweite Dunkelziffer-Studie startet am Donnerstag

Nach der ersten repräsentativen Stichprobenuntersuchung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch das Sozialforschungsinstitut SORA von Anfang April startet morgen, Donnerstag, die zweite Studie zur Abschätzung der Dunkelziffer der Infizierten. Statistik Austria hat dazu eine repräsentative Stichprobe von 2.800 Personen ab 16 Jahren ausgewählt, Ergebnisse sollen Ende April vorliegen.

Ziel der zweiten COVID-19 Prävalenzstudie ist es, Aufschluss über die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der österreichischen Wohnbevölkerung zum Testzeitpunkt zu erhalten. Sie wird im Auftrag des Wissenschaftsministeriums von Statistik Austria in Kooperation mit dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) und der Medizinischen Universität Wien durchgeführt.

Für die Studien wurde in einem Zufallsverfahren eine Stichprobe von 2.800 Personen ab 16 Jahren aus dem Zentralen Melderegister gezogen. Die Teilnahme erfolgt freiwillig, es ist nicht möglich, sich aktiv für die Teilnahme an der Studie zu melden, betont man seitens Statistik Austria.

Teilnehmer erhalten ab Donnerstag postalisch ein Informationsschreiben mit dem Ablauf der Studie. Sie werden gebeten, bis 19. April einen Online-Fragebogen auszufüllen und dabei auch die Bereitschaft zur Teilnahme zu erklären. Personen ohne Internetzugang können diese Bereitschaft auch mittels SMS erklären und die Fragen ab 20. April telefonisch beantworten.

 06:03

Deutschland verzeichnete mehr als 3.000 Todesfälle

In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Zahl der Infektionsfälle um 2.486 auf 125.584 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 285 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internet-Seite mit.

Damit beläuft sich nach RKI-Zählungen die Zahl der mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen in Deutschland auf 3.254. Rund 72.600 Menschen sind demnach genesen.