Coronavirus: Ab jetzt wird in Österreich mehr getestet

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Coronavirus: Ab jetzt wird in Österreich mehr getestet

Die aktuellen Zahlen: 14.080 Infizierte, 368 Tote & 7.343 Genesene +++ Neuer Testschwerpunkt sollen Alters- und Pflegeheime sein.

Österreich. Das Oster-Wochenende wartet mit einer erschreckenden Bilanz auf: Vom Karfreitag bis zum Ostermontag starben insgesamt 49 Personen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung. Am Karfreitag (10.04.2020) wies das Innenministerium insgesamt 319 Coronavirus-Todesfälle aus. Am Ostermontag (13.04.2020) stieg die Zahl um 49 auf insgesamt 368 verstorbene Personen.

Bisher gab es in Österreich 14.080 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 368 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 7.343 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 981 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 239 der Erkrankten auf Intensivstationen. (Quelle: Innenministerium, Stand: 13.04.2020, 09.30 Uhr)

Schwerpunkt Alters- & Pflegeheime: Jetzt wird in Österreich mehr getestet

Mit der vorsichtigen, schrittweisen Öffnung mancher Geschäfte in Österreich werden nach den Osterfeiertagen auch die Testkapazitäten auf das Coronavirus erhöht. "Wir haben nun immer mehr Kapazitäten und konnten die Logistikkette entscheidend verbessern", kündigte Rudolf Anschober (Grüne) am Wochenende an.

Einen Schwerpunkt bilden dabei Tests in Alters- und Pflegeheimen, wo Hochrisikopatienten leben. Dort sollen Bewohner und Personal untersucht werden, ob sie möglicherweise mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Derzeit liegt die Gesamtzahl der Tests bei annähernd 150.000, durchschnittlich sind es rund 5.000 Tests pro Tag. Die Laborkapazitäten in Österreich würden laut Anschober mittlerweile für die Abwicklung von 20.000 Testungen pro Tag ausreichen, jedoch waren in der vergangenen Woche noch die dafür benötigten Reagenzien knapp. Der Minister hatte Nachschub versprochen.

Neuinfektionen unter einem Prozent in Salzburg
 

In ganz Salzburg ist das Tageswachstum der Corona-Neuinfektionen bei unter einem Prozent angekommen, deswegen wird in acht Gemeinden die Quarantäne Montag Mitternacht auslaufen - nur in Altenmarkt, wo es in der vergangenen Woche 16 Neuinfektionen gab, wird sie um zwei Tage verlängert. Elf der neu Erkrankten stehen in Verbindung mit dem Seniorenheim.

Es geht darum, herauszufinden ob die Infektionen nur das Seniorenheim betreffen oder über die ganze Gemeinde verstreut sind, betonte Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz in einer Video-Konferenz am Montag. Deshalb werden am Dienstag alle 70 Bewohner und 36 Mitarbeiter getestet, auch jene, die vor ein paar Tagen schon überprüft wurden, denn ein Test sei nur eine Momentaufnahme.
 

Kennzahlen des Gesundheitsministeriums

Laut Gesundheitsministerium wurden bis dato 14.029 Coronavirus-Fälle bestätigt. (Stand: 13.04.2020, 18.00 Uhr)

Als Genesen gelten derzeit 6.987 Personen (Quelle: Gesundheitsministerium, Stand: 12.04.2020, 09.30 Uhr).

Am Ostersonntag wies das Gesundheitsministerium insgesamt 350 Todesfälle aus (Stand: 12.04.2020, 09.30 Uhr) – Die Todesfälle teilen sich wie folgt auf die Bundesländer auf: Burgenland (6), Kärnten (5), Niederösterreich (62), Oberösterreich (30), Salzburg (24), Steiermark (76), Tirol (66), Vorarlberg (7), Wien (74).

Im Laufe des Sonntags wurden jedoch wieder neue Todesfälle in Tirol und der Steiermark vermeldet, weshalb diese Kennzahl wohl in Kürze aktualisiert wird.

+++ Der LIVE-Ticker zum Nachlesen weiter unten +++

 

Weiter Rückgang bei "aktiven" Erkrankten in Österreich

 
Auch am Ostermontag hat sich der Rückgang der "aktiven" Coronavirus-Erkrankten in Österreich fortgesetzt. Dieser wichtige Faktor (bestätigte Infektionen abzüglich Genesener und Toter) sank im 24-Stunden-Vergleich um 239 Personen bzw. 3,6 Prozent auf 6.369 Personen (Stand: 9.30 Uhr).
 
14.080 Personen wurden bisher in Österreich positiv auf das Virus getestet, 7.343 sind bereits wieder genesen, 368 Erkrankte starben. 981 Personen befinden sich aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 239 auf Intensivstationen, berichtete das Gesundheitsministerium.
 
18 weiteren Patienten, die mit oder an der SARS-CoV-2-Infektion gestorben sind, bedeuten einen Anstieg von rund fünf Prozent im 24-Stunden-Vergleich. Die meisten Todesfälle gab es bisher in der Steiermark mit 80, gefolgt von Wien (75), Tirol (68) und Niederösterreich (66).
 
 

 

Warum sich Zahlen von Gesundheits- & Innenministerium unterscheiden

Das Dashboard des Gesundheitsministeriums ( info.gesundheitsministerium.gv.at ) ist ein dynamisches System und bezieht seine Daten aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS). EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird. Insbesondere morgens kann es hier zu Verzögerungen bei den Eintragungen kommen. Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) über eine Videokonferenz, diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.

 00:42

Ende - Gute Nacht!

Damit beenden wir den Live-Ticker. Danke für's Mitlesen. Schlafen Sie gut und bleiben Sie gesund.

 21:26

Vier weitere Todesfälle in Tirol

Tirol hat am Ostermontag vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekanntgegeben. Im Bezirk Kufstein sind drei Frauen im Alter von 98, 84 und 76 Jahren sowie ein 90-jähriger Mann, die alle an Vorerkrankungen litten, mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit stieg die Anzahl der Todesfälle in Tirol auf 72, teilte das Land in einer Aussendung mit.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden gab es indes lediglich zwölf Neuerkrankungen. Umgekehrt sind 84 Personen in den vergangenen 24 Stunden genesen. Somit wurde mit Stand Montagabend die Marke von 2.000 Genesenen - 2.073 Personen - übertroffen. 1.203 waren aktuell infiziert.

In Tirol wurden bisher 35.572 Tests durchgeführt. Für 33.052 davon lag bereits ein Ergebnis vor, weitere 2.520 waren noch in Auswertung.

 20:34

Ausgangssperren in Frankreich bis zum 11. Mai verlängert

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie wird Frankreich die seit vier Wochen geltende Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängern. Das gab Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache bekannt. Für die Franzosen besteht bereits seit Mitte März eine strikte Ausgangssperre.

 20:31

Sieben weitere Todesfälle in der Steiermark - jetzt insgesamt 87 Tote

In der Steiermark sind sieben weitere Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, gestorben. Wie die Landessanitätsdirektion Steiermark am Ostermontagabend mitteilte, sind damit in der Steiermark bisher insgesamt 87 Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben.

Die neu gemeldeten Todesfälle waren demnach ein Mann (Jahrgang 1926) und zwei Frauen (Jahrgänge 1928 und 1948) aus dem Bezirk Graz-Umgebung, eine Frau (Jahrgang 1927) und ein Mann (Jahrgang 1942) aus der Landeshauptstadt Graz sowie zwei Frauen (Jahrgänge 1926 und 1935) aus dem Bezirk Weiz. Die am stärksten betroffenen steirischen Bezirke sind bisher Hartberg-Fürstenfeld mit insgesamt 25 Todesfällen, gefolgt vom Bezirk Graz-Umgebung mit 22 Todesfällen und der Stadt Graz mit 17 Todesfällen.

 18:49

268 bestätigte Coronavirus-Fälle im Burgenland

Die Zahl der nachweislich an Covid-19 Erkrankten ist im Burgenland am Ostermontag um acht auf 268 gestiegen. Nach Angaben des Koordinationsstabs Coronavirus sind 135 Personen genesen, 24 Stunden davor waren es 133 gewesen. Unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne standen 411 Menschen.

Sieben Infizierte wurden im für die isolierte Therapie von Covid-19-Patienten eingerichteten Bereich des Krankenhauses Oberpullendorf behandelt, zwei davon intensivmedizinisch. Zwei positiv Getestete befanden sich abgesondert im Krankenhaus Oberwart und zwei weitere im Krankenhaus Güssing, wo eine Person intensivmedizinisch betreut wurde.

 17:33

Gute Nachrichten: Immer weniger Infizierte im Krankenhaus und auf Intensivstation

 16:33

Appell an gefährdete Personen im Burgenland

Im Vorfeld der Lockerung der Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und der damit verbundenen teilweisen Geschäftsöffnung am (morgigen) Dienstag hat der burgenländische Landesrat Christian Illedits (SPÖ) einen Appell an besonders durch Covid-19 gefährdete Personen gestartet. Vor allem ältere Menschen sollten Einkäufe aufschieben, "bis sich der erste Ansturm auf die Geschäfte gelegt hat".

Dass der "Handel schrittweise hinaufgefahren wird" und daher "die Wirtschaft ein wenig aufatmen kann", sei erfreulich, betonte Illedits am Ostermontag in einer Aussendung. "Die Gesundheit und deren Schutz stehen dennoch nach wie vor an oberster Stelle."

 15:54

Lediglich fünf neue Infektionen in Vorarlberg

In Vorarlberg sind innerhalb von 24 Stunden lediglich fünf neue Infektionen mit dem Coronavirus dazugekommen. Am Montagvormittag (11.00 Uhr) lag die Zahl der in Vorarlberg festgestellten Fälle bei 857 nach 852 positiven Tests am Sonntagvormittag. Die Steigerungsrate lag damit bei knapp 0,6 Prozent, informierte die Landessanitätsdirektion.

Durchgeführt wurden in Vorarlberg bisher 6.531 Testungen, davon brachten 5.674 ein negatives Ergebnis. 32 Covid-19-Patienten wurden aktuell im Krankenhaus behandelt, um fünf weniger als am Sonntag. Die Anzahl der Intensivpatienten (zehn) sowie der Todesopfer (sieben) blieb unverändert. Laut Sozialministerium galten in Vorarlberg 619 Personen als wieder genesen.

 15:54

Appell an gefährdete Personen im Burgenland

Im Vorfeld der Lockerung der Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und der damit verbundenen teilweisen Geschäftsöffnung am (morgigen) Dienstag hat der burgenländische Landesrat Christian Illedits (SPÖ) einen Appell an besonders durch Covid-19 gefährdete Personen gestartet. Vor allem ältere Menschen sollten Einkäufe aufschieben, "bis sich der erste Ansturm auf die Geschäfte gelegt hat".

Dass der "Handel schrittweise hinaufgefahren wird" und daher "die Wirtschaft ein wenig aufatmen kann", sei erfreulich, betonte Illedits am Ostermontag in einer Aussendung. "Die Gesundheit und deren Schutz stehen dennoch nach wie vor an oberster Stelle."

 15:53

Neuinfektionen unter einem Prozent in Salzburg

In ganz Salzburg ist das Tageswachstum der Corona-Neuinfektionen bei unter einem Prozent angekommen, deswegen wird in acht Gemeinden die Quarantäne Montag Mitternacht auslaufen - nur in Altenmarkt, wo es in der vergangenen Woche 16 Neuinfektionen gab, wird sie um zwei Tage verlängert. Elf der neu Erkrankten stehen in Verbindung mit dem Seniorenheim.

Es geht darum, herauszufinden ob die Infektionen nur das Seniorenheim betreffen oder über die ganze Gemeinde verstreut sind, betonte Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz in einer Video-Konferenz am Montag. Deshalb werden am Dienstag alle 70 Bewohner und 36 Mitarbeiter getestet, auch jene, die vor ein paar Tagen schon überprüft wurden, denn ein Test sei nur eine Momentaufnahme.

"Wir wollen uns das gut anschauen", meinte Juhasz, denn wenn das Problem nur in der Einrichtung bestehe, könne man die Quarantäne aufheben und nur dort Maßnahmen setzen. Bürgermeister Rupert Winter (ÖVP) steht hinter der Entscheidung, denn die Durchtestung unterbinde die Ausbreitung des Virus in seiner Gemeinde. Bis Ende der Woche soll eine Liste der zu testenden Seniorenheime im Land erstellt werden, Priorität hätten jene mit bestätigten Fällen, so Juhasz.

Die Bürgermeister der restlichen von der Quarantäne betroffenen Gemeinden waren froh über das Auslaufen nach rund einem Monat, appellierten aber an die Menschen, die überall geltenden Regeln wie Ausgangsbeschränkungen, Mindestabstand und Tragen von Mund-Nasen-Schutz weiterhin einzuhalten. Das strich auch Landesstatistiker Gernot Filipp heraus: "Die Maßnahmen haben punktgenau gewirkt, sobald die Regeln nicht mehr eingehalten werden, ist klar, dass die Zahlen wieder steigen. Umso wichtiger ist, dass sich alle daran halten." Durch die ab Dienstag geltenden Erweiterungen der Einkaufsmöglichkeiten sei mit mehr Kontakten und einem Ansteigen der Fälle zu rechnen, befürchtete er.

Mit Stand Montag, 13.00 Uhr, habe es in Salzburg 1.192 Infektionen, 754 Genesene - diese Zahl liege über jener der Neuinfektionen - und 26 an und mit Covid-19 Verstorbene gegeben. Von den 412 aktiv Infizierten sei mit 101 rund ein Viertel in stationärer Behandlung. Die Erkrankten verteilten sich auf Stadt Salzburg mit 45, Flachgau (74), Tennengau (29), Pongau (156), Lungau (7) und Pinzgau (101). Seit Beginn der Krise seien rund 12.500 Tests durchgeführt worden.

 15:47

Drei Häftlinge in Türkei an Infektion gestorben

In der Türkei sind drei Gefängnisinsassen an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Insgesamt hätten sich 17 Freigänger aus fünf Gefängnissen mit dem neuartigen Virus angesteckt, sagte Justizminister Abdülhamit Gül am Montag vor Reportern in Ankara. "Drei von ihnen starben leider während ihrer Behandlung im Krankenhaus."

13 der Erkrankten aus besonderen Haftanstalten für Freigänger befinden sich Gül zufolge in einem guten Zustand im Krankenhaus. Ein Gefangener mit chronischen Vorerkrankungen werde allerdings auf der Intensivstation behandelt. Gül betonte, dass in jedem Gefängnis notwendige Vorkehrungen vor weiteren Ansteckungen getroffen worden seien. Es gebe keine positiven Fälle in geschlossenen Haftanstalten, fügte der Minister hinzu.

Die Meldung über die Todesfälle erfolgte kurz bevor das türkische Parlament am Montag einen Gesetzentwurf zur Freilassung von 90.000 Insassen aus überfüllten Gefängnissen debattieren wollte. Menschenrechtsgruppen kritisieren den Vorschlag, weil er politische Gefangene, die nach den umstrittenen Antiterrorgesetzen der Türkei angeklagt sind, nicht einschließt.

In der Türkei gibt es fast 57.000 Corona-Infizierte. Etwa 1.200 Menschen im Land sind bisher an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

 14:20

69-Jährige im Landesklinikum Melk gestorben

Die Zahl der Covid-19-Toten in Spitälern in Niederösterreich ist am Ostermontag auf 59 gestiegen. Im Landesklinikum Melk starb eine mit dem Coronavirus infizierte 69-Jährige, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding mit.

 13:56

Bisher staatliche Corona-Hilfen im Wert von 5,7 Milliarden abgerufen

Mitte März ist das erste Milliardenpaket in der Corona-Krise präsentiert worden. Rasch zeigte sich, dass die damals vorgesehenen 4 Mrd. Euro nicht reichen - und das nächste mit 38 Milliarden vielfach schwerere Paket wurde vorgestellt. Bereitgestellt wurden nun bisher Hilfen und Liquidität im Ausmaß von 5,7 Mrd. Euro. Zählt man die Kurzarbeit dazu, kommt man auf 8,7 Mrd. Euro.

"Wir haben einen Schutzschirm in Höhe von 38 Milliarden Euro über die Wirtschaft gespannt, um Gesundheit, Arbeitsplätze und Unternehmen zu schützen", sagte Finanzminister Gernot Blümel gegenüber der APA. "Die ersten Maßnahmen wurden innerhalb kürzester Zeit aufgesetzt, um möglichst rasch und unkompliziert zu helfen. Gleichzeitig haben wir auch langfristige Instrumente etabliert, damit der gesamte Standort Österreich gut durch die Krise kommt."

Als Soforthilfen flossen bisher rund 800 Mio. Euro. Gut die Hälfte davon entfiel auf medizinische Produkte, ein Achtel auf Zweckzuschüsse für die Pflege. In Forschung und Studien wurden 22 Mio. Euro gesteckt, 30 Mio. Euro in den Familienhärtefonds.

Aus dem mit zwei Milliarden Euro gefüllten Härtefallfonds sind bisher 110 Mio. Euro geflossen - etwa damit Kleinstunternehmen laufende Kosten decken können. Summen aus dem mit 15 Mrd. Euro Corona-Hilfsfonds gibt es vorerst noch nicht, der startet jetzt.

An Garantien und Haftungen wurden bisher 1,57 Mrd. Euro genehmigt. Bei der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) wurden 807 Anträge erledigt, die gut 132 Mio. Euro schwer sind. Bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) waren es 64, die sich auf 545 Mio. Euro belaufen und beim Austria Wirtschaftsservice (aws; Förder- und Finanzierungsbank der Republik) 4.692 Anträge im Gesamtwert von 890 Mio. Euro.

Anträge auf Steuerstundungen trudelten bisher 118.075 Mal beim Finanzministerium ein. Positiv erledigt wurden bisher 115.336 Anträge. "Damit bleiben den Unternehmen mehr als 3,17 Milliarden Euro an Liquidität", so Blümel.

Zum Erhalt von Arbeitsplätzen wurde auch die Corona-Kurzarbeit eingeführt. Sie wird auch aus den 38 Mrd. Euro finanziert und ist mit 3 Mrd. Euro dotiert worden, nachdem sich zeigte, dass die ursprünglich vorgesehene Summe von 400 Mio. Euro nicht reichen wird.

"Wir haben, auch im internationalen Vergleich, sehr schnell reagiert und vor allem rasch mit der Auszahlung für unmittelbare Härtefälle und dringend notwendige Anschaffungen gestartet", ist Blümel überzeugt. "Nach der ersten Phase sehen wir, dass unser Hilfspaket bereits zu wirken beginnt. Wir tun, was notwendig ist. Wenn es mehr Geld braucht, wird es zusätzliche Mittel geben."

Stichtag für die Berechnungen des Finanzministeriums war Freitag, der 10. April.

 13:41

In Tirol wurden bisher 608.000 Schutzmasken ausgegeben

Im Bundesland Tirol sind bisher rund 1,35 Millionen Schutzmasken und Schutzanzüge etwa an niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser ausgegeben worden. Dazu kommen rund 1,5 Millionen Schutzhandschuhe sowie knapp 30.000 Behälter Desinfektionsmittel, informierte am Montag das Land. Im Lauf der nächsten zwei Wochen werden 700.000 FFP2-Masken in Tirol erwartet, so Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

608.000 Schutzmasken gingen an die niedergelassenen Ärzte, 285.000 an Krankenhäuser, 158.000 an Pflegeeinrichtungen, 40.000 an die Blaulichtorganisationen und das Bundesheer, 53.000 an Sozialeinrichtungen sowie 44.000 an sonstige öffentliche Einrichtungen. Weiters verteilt wurden 160.000 Schutzanzüge. "Wir arbeiten rund um die Uhr daran, das vorhandene Schutzmaterial schnellstmöglich allen betroffenen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen", betonte Platter. Insbesondere für das Strukturpersonal müsse bestmöglicher Schutz gewährleistet werden. Aufgrund der Nachfrage und des Mangels an Ausrüstung versorge das Land Tirol - obwohl dafür an und für sich nicht zuständig - auch die niedergelassenen Ärzte und Apotheken.

In den vergangenen Tagen sind laut Platter weitere 200.000 Mund-Nasen-Schutz-Masken eingetroffen, im Laufe der kommenden zwei Wochen werden 700.000 FFP 2-Masken erwartet. Tirol habe als eines der ersten Bundesländer selbst Bestellungen aufgegeben, um damit bestmöglich gegen das Virus ankämpfen zu können, unterstrich der Landeshauptmann. So sei es Tirol im Gegensatz zu anderen Regionen derzeit möglich, entsprechendes Schutzmaterial gemeinsam mit den Tirol Kliniken für die Systempartner im Land zu beschaffen und auch zu verteilen.

Nach Angaben von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg wurde bereits im März eine eigene Materialstelle zur Koordination und Abwicklung der Beschaffung und Verteilung von medizinsicher Schutzausrüstung für alle gesundheitsrelevanten Einrichtungen Tirols installiert. Auch die Aufstockung des Schutzmaterials werde weiterhin forciert. "Die Beschaffung ist aufgrund der weltweit hohen Nachfrage nach Schutzmaterialien auch weiterhin herausfordernd", sagte er.

 13:25

Kärntner LH Kaiser überlegt differenziertes Hochfahren

Der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) will mit den anderen Landes-Chefs ein mögliches differenziertes Hochfahren zum gewohnten Betrieb diskutieren. Konkret könnte in Ländern, Bezirken oder Städten mit wenigen Infizierten früher wieder so etwas wie Normalbetrieb gestartet werden, um dann die Erfahrungen für andere Regionen mitzunehmen. Kärnten könnte dabei ein Vorreiter werden.

"Es ist erst einmal ein Ansatz, der noch mit den anderen Landeshauptleuten zu diskutieren ist", sagte Kaiser in einer Videokonferenz am Ostermontag gegenüber Medien. "Solo" wolle Kärnten keinesfalls vorgehen - er wolle den Vorschlag aber besprechen. Wichtig sei jedenfalls auch, dass es in Sachen Fallzahlen überall - auch im Ausland - noch besser werden müsse.

Kaiser informierte weiter, dass in jener Asylunterkunft, aus der vergangene Woche ein Covid-19-Patient ins Krankenhaus gebracht wurde, weitere Tests vorgenommen wurden. Bei einer ersten Untersuchung fielen die Tests bei den anderen Bewohnern alle negativ aus. Zweite Proben wurden nun bei allen entnommen. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Tagen vorliegen.

Bei den Fallzahlen nach Ostern bat er, sich nicht täuschen zu lassen: "Es hat über Ostern etwas weniger Tests gegeben." Das werde sich auch auf die Zahlen auswirken. Kaiser sagte, dass mit Ostermontag 385 bestätigte Coronavirus-Fälle in Kärnten vorliegen. 227 Patienten waren schon wieder genesen.

In der Nacht auf Montag starb ein 78-jähriger Kärntner mit schwerwiegenden Vorerkrankungen und einer Covid-19-Infektion. Er war bereits davor 14 Tage intensivmedizinisch betreut worden. Damit hat sich die Zahl der in Kärnten registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf acht erhöht.

 13:14

Quarantäne für Altenmarkt im Pongau zwei Tage verlängert

Näheres in Kürze...

 13:12

Quarantäne für acht Salzburger Gemeinden läuft aus

In Salzburg ist am Montag entschieden worden, dass die Quarantäne für die acht Salzburger Gemeinden Großarl, Hüttschlag, Dorfgastein, Bad Hofgastein, Bad Gastein und Flachau im Pongau sowie Zell am See und Saalbach-Hinterglemm im Pinzgau heute um Mitternacht aufgehoben wird. Die bisherige Quarantäne über die Gemeinde Altenmarkt im Pongau wird vorerst um zwei Tage verlängert.

 13:00

Siebentägige Quarantäne für Einreisende in Slowenien

In Slowenien gelten seit Sonntag neue Regeln für die Einreise ins Land. Alle Einreisenden bis auf einige Ausnahmen müssen nunmehr für sieben Tage in Quarantäne und werden am letzten Tag auf Covid-19 getestet. Bei negativem Ergebnis wird die Quarantäne nach dieser Periode beendet, heißt es in dem Regierungserlass. Bisher galt bei der Einreise eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne.

Wenn am siebenten Tag der Quarantäne kein Covid-Test durchgeführt werden kann oder dieser abgelehnt wird, verlängert sich die Quarantänezeit für weitere sieben Tage. Die Quarantäne findet an der Heimadresse oder auf einem mit dem Zivilschutz vereinbarten Ort statt. Wer keine Adresse vorweisen kann, wo er diese Zeit verbringen kann, wird nicht ins Land gelassen. Die Einreise wird auch jenen Ausländern verweigert, die keinen Wohnsitz in Slowenien haben und Krankheitssymptome zeigen.

Ausnahmen für die verpflichtende Quarantäne gelten für Tagespendler, Wochenpendler von und nach Österreich, Güterverkehr, Diplomatenpassinhaber und Landwirte mit landwirtschaftlichen Grund auf jeweils anderer Seite der Grenze. Ausgenommen ist außerdem die Teilnahme an der Beerdigung eines nahen Verwandten, wenn die Ein-und Ausreise am selben Tag erfolgt. Die Ausnahme gilt auch für den Transitverkehr, wenn die Ausreise noch am selben Tag gesichert ist.

Slowenien, das an Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien grenzt, hat aktuell 1.212 Coronavirus-Fälle und 55 Verstorbene bestätigt. In dem Land gilt eine Gemeinde-Quarantäne, in Geschäften und anderen geschlossenen öffentlichen Räumen gilt zudem eine Pflicht zum Tragen von Masken und Handschuhen. Laut Ankündigungen aus der Regierung soll die Handschuhpflicht abgeschafft und mit verpflichtendem Desinfizieren von Händen ersetzt werden.

In Tschechien treten ab Dienstag zusätzliche Bestimmungen für Berufspendler in Kraft. Wer im Gesundheits- und Rettungswesen, in sozialen Einrichtungen oder im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet, kann weiter täglich pendeln. Neu ist, dass die Regierung in Prag wegen der Coronavirus-Pandemie für diese Gruppe die Einhaltung strenger Hygienevorschriften einfordert.

 12:36

Papst würdigte am Ostermontag Einsatz der Frauen gegen Epidemie

Der Papst hat beim Gebet am Ostermontag den Einsatz der Frauen im Kampf gegen die Epidemie und im Alltag gewürdigt. Ausdrücklich nannte der Papst beim "Regina Coeli"-Gebet den Einsatz von Ärztinnen und Krankenpflegerinnen, aber auch den der vielen Müttern und Schwestern, die sich für ihre Familien und für die Nächsten einsetzen. "Gott gebe uns die Kraft der Frauen", sagte der Papst.

Franziskus telefonierte auch persönlich mit einer Klosterfrau und Ärztin, die in der lombardischen Stadt Bergamo im Kampf gegen den Covid-19 engagiert ist. Die kongolesische Ordensschwester Angela Bipendu war am Karsamstag im Dienst, als sie den Anruf von Papst Franziskus erhielt. Die 47-jährige dachte anfangs an einen Notanruf. Sie brauchte eine Zeit lang, bis sie sich davon überzeugen konnte, dass der Papst am Telefon war, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

"Der Papst hat sich nicht nur bei mir, sondern bei allen Ärzten bedankt", erklärte die Ordensschwestern, die eine Einladung zu einem Treffen mit dem Papst nach Ende der Pandemie erhalten hat. Angela Bipendu hat bereits Erfahrung mit Epidemien. So entkam sie der Ebola-Epidemie, die 2018 im Nordosten ihrer Heimat Kongo ausgebrochen war.

Zum "Regina Coeli", das in der Osterzeit das Angelus-Gebet ersetzt, drückte Franziskus auch jenen Frauen seine Nähe aus, die wegen der Quarantäne gewalttätigen Beziehungen ausgeliefert sind. Er bat Gott, diesen Frauen Kraft zu geben. Das "Regina Coeli"-Gebet sprach er nicht wie üblich am Fenster seines Apostolischen Palasts, sondern im Stehen aus dem Papstpalast. Gläubige weltweit verfolgten das Gebet über TV-Sender, Radiostationen und Livestreams.

Mit dem "Regina Coeli" gehen die Osterfeierlichkeiten zu Ende. Franziskus hatte am Ostersonntag im halb leeren Petersdom die Ostermesse gefeiert und den Segen "Urbi et Orbi" ("der Stadt und dem Erdkreis") gespendet. In Gedanken sei er bei den Coronavirus-Kranken, den Verstorbenen und den Familien, die um ihre Angehörigen trauern, sagte der Papst.

 12:34

Wien am Osterwochenende mit kaum weniger Stromverbrauch

Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus beinhaltet auch die Bitte, über die Feiertage zu Hause zu bleiben. Für die Wien Energie ist dabei der Stromverbrauch ein Gradmesser, ob dies von dem Menschen auch beherzigt wurde. Dieser sei am Osterwochenende im Vergleich zum Vorjahr in der Bundeshauptstadt kaum gesunken - trotz geschlossener Hotels und Lokale.

"Üblicherweise geht der Stromverbrauch an den Feiertagen im Vergleich zu Werktagen um bis zu 25 Prozent zurück beginnend ab Karfreitag. Dieses Jahr bleibt der Verbrauch in der gesamten Karwoche in etwa auf einer Höhe und sinkt auch am Wochenende nur rund 10 Prozent ab", hieß es am Montag in einer Aussendung.

Trotz geschlossener Restaurants und Hotels sei in Wien am gestrigen Ostersonntag mit 22.200 Megawattstunden genauso viel Strom benötigt worden, wie am Ostersonntag 2019 bei ähnlichen Frühlingstemperaturen. Daher lautet die Schlussfolgerung der Wien Energie: "Der Großteil der Wienerinnen und Wiener dürfte also zuhause geblieben sein und auf den Familienausflug verzichtet haben."

In Summe verzeichnete die Wien Energie seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen Mitte März in der Bundeshauptstadt an Wochentagen um bis zu 20 Prozent weniger Energieverbrauch. Im 24-Stunden-Vergleich sei der Bedarf um rund 10 bis 15 Prozent gesunken. Grund dafür seien beispielsweise der reduzierte Betrieb in Büros oder Schulen oder geschlossene Geschäfte. Vor allem die Gastronomie - Lokale müssen derzeit bis auf Essenszustellungen ebenfalls noch geschlossen halten - habe üblicherweise einen hohen Stromverbrauch durch Küchengroßgeräte, Lüftung und Kühlung.

Wenig überraschend gestiegen ist hingegen der Stromverbrauch in privaten Haushalten. Durch Home-Office, Unterhaltungselektronik und Küche könne sich dieser gar um ein Drittel erhöhen, hieß es.

 12:24

Patientin im Tauernklinikum positiv - Betrieb gesichert

Eine 74-Jährige ist am Sonntag im Tauernklinikum in Zell am See positiv auf Covid-19 getestet worden. Sie wurde am Nachmittag ins Covid-Haus nach Salzburg überstellt, sieben Mitarbeiter des Tauernklinikums und ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter sind in Quarantäne. Der Betrieb des Spitals ist sichergestellt, teilte das Land Salzburg in einer Presseaussendung am Montag mit.

Die Frau war bereits am Donnerstag nach einem Sturz im Tauernklinikum behandelt worden, zeigte keine Covid-19-Symptome und wurde am Freitag entlassen. Auch als sie am Sonntag aus anderen medizinischen Gründen wieder ins Spital kam, wies sie keine typischen Anzeichen auf und hatte kein Fieber. Als aber ein vorsorglicher Testabstrich positiv war, wurde sie in die Covid-Station der Salzburger Landeskliniken in Salzburg überstellt.

Bis Montag, 10.00 Uhr, waren 1.192 Personen in Salzburg an Covid-19 erkrankt, 101 lagen im Krankenhaus, 20 auf einer Intensivstation, 735 waren bereits genesen.

Indes sorgen sich die Gemeinden Salzburgs um ihre Budgets. Um die Folgen der Coronakrise abzuwenden, fordern sie mehr Mittel aus dem Finanzausgleich vom Bund, berichtete der ORF Salzburg am Montag. "Ich will nicht schwarz malen. Aber es ist zu befürchten, dass etliche Gemeinden hart an der Insolvenz vorbeischrammen. Wir müssen unbedingt liquide bleiben. Wenn wir das schaffen, dann können wir auch investieren", wurde Günther Mitter (ÖVP), Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes und Bürgermeister von St. Johann, zitiert.

 12:14

Zahl der Todesfälle in Südtirol auf 215 gestiegen

Die Zahl der Personen, die in Südtirol mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, ist am Ostermontag auf 215 angestiegen. Bis Sonntag waren 204 Covid-19-Todesopfer zu beklagen gewesen. 2.145 Personen (plus 51) wurden in der autonomen Provinz bisher positiv auf das Coronavirus getestet. 537 Personen (Sonntag: 489) galten wieder als geheilt, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit.

Alleine in den Südtiroler Seniorenheimen sind bisher 80 Bewohner verstorben. 215 Erkrankte (Sonntag: 208) mussten in den sieben Krankenhäusern des Südtiroler Sanitätsbetriebs, in den Privatkliniken sowie in der Einrichtung in Gossensaß betreut werden, davon lagen 30 Patienten (Sonntag: 34) auf den Intensivstationen. Weitere acht Intensivpatienten waren in österreichischen und deutschen Krankenhäusern untergebracht.

Mit Stand Montagmittag befanden sich in Südtirol 3.125 Personen (Sonntag: 3.236) in amtlich verordneter Quarantäne oder Isolation, weitere 4.785 (Sonntag: 4.587) hatten diese bereits hinter sich. 213 (Sonntag: 211) Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebs, sowie 13 Basis- und Kinderbasisärzte haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

 12:10

Elektronischer Passierschein zur Überwachung in Moskau

Moskaus Behörden haben einen elektronischen Passierschein eingeführt, um die Bewegungen der Menschen während der Corona-Krise zu überwachen. Eine entsprechende Website zur Beantragung der Pässe wurde am Montag freigeschaltet. Das System soll dann ab Mittwoch einsatzbereit sein, wie die russischen Behörden mitteilten.

Einen Passierschein brauchen alle Bürger, die mit dem Auto oder dem Nahverkehr während der verhängten Ausgangsbeschränkungen unterwegs sind. Das System kann nach Angaben der Behörden bei Bedarf auch ausgeweitet werden, unter anderem, um auch die Wege der Menschen in ihren Nachbarschaften zu kontrollieren.

Ursprünglich war geplant, den Hauptstadt-Bewohnern scanbare Barcodes zuzuweisen, um zu überprüfen, ob sie sich an die strengen Eindämmungsmaßnahmen halten. Demnach hätten die Menschen für jeden Gang nach draußen online einen neuen Code beantragen müssen, was auf heftige Kritik stieß. Der Plan wurde schließlich zugunsten der elektronischen Passierscheine fallen gelassen.

Die Bewohner von Moskau dürfen ihre Häuser seit dem 30. März nur verlassen, um mit ihren Hunden Gassi zu gehen, den Müll hinauszubringen und das nächste Lebensmittelgeschäft oder die nächste Apotheke aufzusuchen. Trotz der Eindämmungsmaßnahmen hat sich die dicht besiedelte russische Hauptstadt mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern zum Epizentrum der Coronavirus-Epidemie in Russland entwickelt. Die Behörden meldeten 10.158 Infektions- und 72 Todesfälle. Die Krankenhäuser stoßen an ihre Belastungsgrenzen.

Insgesamt haben sich in Russland nach offiziellen Angaben bisher 15.770 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, 130 Todesfälle wurden gemeldet. Experten vermuten jedoch, dass die tatsächlichen Zahlen weitaus höher liegen.

 10:35

In Wien nur 15 Neu-Erkrankungen in 24 Stunden

In Wien hat es in den vergangenen 24 Stunden so wenige neu Coronavirus-Infizierte wie schon länger nicht mehr gegeben: Nur 15 Personen sind seit Sonntagfrüh hinzugekommen. Aktuell gibt es damit 2.044 Erkrankte, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt Wien am Montag in einer Aussendung mit (Stand: 8.00 Uhr). Der Anstieg betrug rund 0,7 Prozent.

Die Zahl jener Menschen, die sich mittlerweile vom Virus wieder erholt haben, ist ebenfalls gestiegen. Sie lag heute bei 551 - im Vergleich zu 533 am Ostersonntag. Das heißt auch, von gestern, Sonntag, auf heute, Montag, gab es etwas mehr Genesene als neu Erkrankte.

Was die Zahl der Todesfälle anbelangt, so haben 75 Menschen die Erkrankung nicht überlebt. Das heißt, seit Sonntagfrüh ist eine weitere Person mit oder an den Folgen von Covid-19 gestorben. Dabei handelt es sich um einen 66 Jahre alten Mann, der im Krankenhaus verstorben ist.

 10:24

Taskforce und mehr Tests in Spitälern und Heimen in OÖ

Eine Taskforce im Krisenstab koordiniert nun die Covid-Testungen in Oberösterreich. Es sollen weiter rund 1.000 pro Tag bleiben. Das Hauptaugenmerk werde auf Personal in Krankenhäusern sowie Alters- und Pflegeheimen gelegt. Leiter der Gruppe ist der medizinische Geschäftsführer im Ordensklinikum Linz, Stefan Meusburger.

Die Teststrategie werde nun der neuen Situation nach Vorgaben des Bundes angepasst, da die allgemeinen Testungen im Abnehmen seien. "Das hat mit der Wirkung der gesetzten Maßnahmen zu tun. Das zeigt auch der Rückgang der Anrufe bei 1450 von mehr als 2.000 auf derzeit rund 600 täglich", so Landeshauptmann Thomas Stelzer und seine Stellvertreterin Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (beide ÖVP) in einer Pressemitteilung am Montag. Die Taskforce solle für einen zielgerichteten Einsatz der Tests sorgen.

Eine Verzögerung der Verbreitung des Virus sei erreicht, nun gelte es, die Versorgungsfähigkeit des Gesundheitssystems sicherzustellen. Bei den Mobilen und Rettungsdiensten würde ebenfalls getestet, wenn Symptome vorhanden seien oder wenn mit Covid-19-Patienten Kontakt bestanden habe, hieß es. Natürlich würden auch andere Personengruppen weiterhin getestet, wenn es notwendig sei.

Mit Stand Montag, 8.00 Uhr, waren in Oberösterreich 608 Personen an Covid-19 erkrankt, 84 lagen im Krankenhaus, davon 32 auf einer Intensivstation. 3.363 Menschen waren in Quarantäne, bisher sind 32 Leute in Oberösterreich mit und an Covid-19 gestorben.

 10:20

Corona verzögert Untersuchung zu Flugzeugabschuss im Iran

Wegen der Coronavirus-Pandemie verzögert sich die Untersuchung zum Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine Anfang Jänner im Iran. Kanada und andere Länder baten Teheran am Sonntag, wegen der Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie mit der Abrufung der Black-Box-Daten zu warten.

Wie die kanadische Verkehrssicherheitsbehörde TSB mitteilte, fragte der Iran in der vergangenen Woche in den von dem Absturz betroffenen Ländern nach, wann sie Experten für das Auslesen der Daten entsenden könnten. TSB-Chefin Kathy Fox zufolge war die einhellige Antwort, dass Reisen wegen der Pandemie derzeit und auf längere Sicht unmöglich seien. Es sollten aber Experten der betroffenen Länder bei der Abrufung anwesend sein, weshalb diese verschoben werden sollte, bis ein sicheres Reisen wieder möglich sei.

Das ukrainische Passagierflugzeug war am 8. Jänner kurz nach dem Start am Flughafen von Teheran abgestürzt. Das iranische Militär räumte später ein, dass die Maschine wegen "menschlichen Versagens" abgeschossen worden sei. Von den 176 Todesopfern waren 57 kanadische Staatsbürger, 29 verfügten über eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Kanada.

Der Iran hatte im März zugestimmt, die Flugschreiber zur Auswertung an die Ukraine oder Frankreich zu übergeben. Kanada und die Ukraine begrüßten dies. Die Flugschreiber dürften Informationen über die letzten Momente an Bord enthalten, bevor die Maschine von einer Rakete getroffen wurde. TSB-Chefin Fox betonte am Sonntag, Kanada gehe davon aus, dass der Iran sich an die Zusage zur Abrufung der Daten halte, sobald die Lage dies wieder zulasse.

 10:02

Mehr als 35.000 Corona-Testungen in Tirol durchgeführt

In Tirol sind bis Ostermontag über 35.000 Coronavirus-Tests durchgeführt worden. Nach Angaben des Landes lag die Zahl der vorgenommenen Testungen Montagfrüh bei 35.004. Nach sieben neu nachgewiesenen Infektionen in der Nacht auf Montag waren aktuell 1.286 Personen mit dem Coronavirus infiziert, knapp 2.000 - nämlich 1.989 - sind mittlerweile wieder genesen.

Für 32.668 Tests lag bereits ein Ergebnis vor, weitere 2.336 befanden sich noch in Auswertung. Zum Vergleich: Österreichweit belief sich die Zahl der durchgeführten Testungen mit Ergebnis bis Sonntagvormittag (für Montag wurden noch keine neuen Daten bezüglich der durchgeführten Tests ausgewiesen) auf 144.877 Fälle. Damit nahmen die Tiroler Testungen einen Anteil von 22,5 Prozent ein. In Tirol sind bisher 68 Personen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

 10:01

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Die Landessanitätsdirektion Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus:

Stand Montag, 13. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 2.044 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 75. Ein Mann (66 Jahre) ist im Krankenhaus verstorben.

551 Personen sind gesundet und genesen.

Die Gesundheitshotline 1450 hat 679 Anrufe entgegengenommen. Informationen für die Bevölkerung erteilt auch die Service-Nummer der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unter 0800 555 621.

 10:00

Flüchtlinge der "Alan Kurdi" werden Quarantäne auf Fähre verbringen

Sizilien hat die Fähre "Azzurra" der italienischen Reederei GNV als Schiff zur Verfügung gestellt, in dem die 156 Migranten des Rettungsschiffes "Alan Kurdi" eine zweiwöchige Quarantäne verbringen sollen. An Bord sei Platz für bis zu 488 Personen.

An Bord der Schiffe könnten auch Covid-19 positiv getestete Patienten in Quarantäne gehalten werden, berichtete der sizilianische Regionalpräsident Nello Musumeci. An Bord der "Azzurra" sollen künftig auch andere Migranten gehen, die auf Sizilien eintreffen. Danach sollen sie auf andere EU-Länder umverteilt werden.

Italien hatte in der vergangenen Woche wegen der Coronavirus-Pandemie alle seine Häfen geschlossen, auch für Schiffe mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen. Migranten sollen nicht mehr in Hotspots auf Sizilien untergebracht werden, nachdem in Pozzallo ein 15-jähriger Ägypter positiv auf Covid-19 getestet wurde.

"Die sizilianische Bevölkerung hat Angst. Wir müssen soziale Spannungen vermeiden. Migranten in Seenot müssen gerettet und unter Quarantäne gestellt werden. Und dies an Bord eines Schiffes", sagte der Präsident Siziliens.

Die von der deutschen NGO "Sea Eye" betriebene "Alan Kurdi" befindet sich vor der westlichen Küste Siziliens und wartet darauf, dass die Migranten an Bord der "Azzurra" gehen können. Die "Alan Kurdi" ist das einzige Rettungsschiff, dass noch im zentralen Mittelmeer unterwegs ist. Die sogenannte Malta-Vereinbarung ist aktuell wegen der Krise ausgesetzt. Darin hatten sich Länder wie Deutschland bereit erklärt, einen Teil der Migranten von Rettungsschiffen aufzunehmen, die zum Beispiel in Italien ankommen. Italien hat in der Corona-Krise bisher mehr als 19.000 Tote verzeichnet, im gesamten Land gelten seit Wochen strenge Ausgangssperren.

 10:00

AK erinnert angesichts der Corona-Krise an Personalknappheit

Die Arbeiterkammer hat am Montag angesichts der Corona-Krise an die Personalknappheit in den Gesundheitsberufen erinnert. "Die Krankheit Covid-19 zeigt, wie schnell die Systeme für Krankenbehandlung und Langzeitpflege überfordert sein können", erklärte AK-Präsidentin Renate Anderl am Ostermontag in einer Aussendung. Daher sei der Mangel an Schutzbekleidung in der jetzigen Situation "unannehmbar".

Denn wer pflege die vielen Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich, wenn sie krank werden, fragte Anderl und beklagte die wachsende Personalknappheit. Diese werde die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheits- und Pflegesystems auch nach der Corona-Krise weiter schwächen. Daher müsse jetzt gegengesteuert werden, indem die Personalausstattung sichergestellt wird, argumentierte Anderl. Dazu brauche es attraktive Ausbildungswege, angemessene Einkommen und gute Arbeitsbedingungen.

Die AK forderte daher einmal mehr kostenfreie Ausbildungen und tragfähige Stipendiensysteme sowie einen Stufenplan für plus 20 Prozent mehr Personal österreichweit in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Zudem brauche es bessere Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, bessere Kooperation von Gesundheits- und Pflegesystem beispielsweise durch gemeinsame Finanzierung von Hauskrankenpflege und Community Nurses, bessere medizinische Versorgung in der Langzeitpflege durch Konsiliardienste aus den Krankenhäusern, Angebot von Fachärzten in Langzeitpflege-Einrichtungen oder eine Vernetzung von Primärversorgung und Hauskrankenpflege.

 10:00

Helpline für psychologische Notfälle verstärkt

Die Corona-Pandemie lässt laut Experten den Bedarf an psychologischer Hilfe stark steigen. Das Angebot der Helpline des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen (BÖP) wurde deswegen ausgebaut: Ab sofort sind die Psychologinnen und Psychologen von Montag bis Sonntag von 9.00 bis 20.00 Uhr telefonisch (01/504 8000) oder per Mail (helpline@psychologiehilft.at) erreichbar.

Das Service ist bis 12. Juli anberaumt, anonym und kostenlos. Alle Krankenversicherungsträger hätten rasch und unbürokratisch den vorgesehenen Kostenanteil übernommen, berichtete der BÖP am Ostermontag: Der Berufsverband sowie die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), die Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS) und die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) arbeiten Hand in Hand, um diese Helpline für Notfälle zu verstärken.

 09:41

Mehr als 2.300 bestätigte Coronavirus-Fälle in NÖ

In Niederösterreich sind am Montag 2.324 bestätigte Coronavirus-Fälle gezählt worden. Das entsprach im Vergleich zum Vortag einem Anstieg von 40 nachweislich Infizierten. Wie der Sanitätsstab mitteilte, wurden aber auch 78 Neugenesene verzeichnet, insgesamt hatten 1.088 Menschen die Krankheit überwunden. Bisher starben 66 Personen im Zusammenhang mit Covid-19, 15.483 Tests wurden durchgeführt.

Wenig Veränderung gab es bei den am stärksten betroffenen Bezirken. Der Bezirk Amstetten lag mit 267 weiter vor dem Bezirk St. Pölten (245) sowie dem Bezirk Neunkirchen (168). Dahinter folgten die Bezirke Melk (153), Mödling (150), Korneuburg (144), Tulln (140), Krems (132), Baden (118), Mistelbach (114), Scheibbs (99), St. Pölten-Stadt (77), Gänserndorf (71), Bruck a. d. Leitha (68), Zwettl (63), Wiener Neustadt (57), Waidhofen a. d. Thaya (52), Lilienfeld (40), Horn (38), Wiener Neustadt-Stadt (36), Krems-Stadt (32), Hollabrunn (28), Waidhofen a. d. Ybbs-Stadt (22) und Gmünd (zehn).

 09:14

Papst ruft zum Nachdenken über die Zeit nach der Pandemie auf

Bei der Morgenmesse am Ostermontag im Gästehaus Santa Marta ist Papst Franziskus auf die Entscheidungen eingegangen, die man treffen muss, sobald die Coronavirus-Krise überwunden sein wird. Er rief zu Gebeten für Regierende, Wissenschafter und Politiker auf, die beginnen, über die Zeit nach der Pandemie nachzudenken.

Es sei wichtig, dass Regierende "den richtigen Weg finden, und zwar immer zugunsten der Menschen und des Volkes", sagte der Heilige Vater.

Der Papst fügte hinzu, dass es noch vor dem Ende der Pandemie zu hoffen sei, dass alle Regierenden auf das Leben und die Auferstehung des Volkes setzen würden, statt auf die Rückkehr zum Gott des Geldes. Ansonsten würde wieder der Menschenhandel, Waffenfabriken und die Kinder ohne Bildung den Alltag prägen und das sei die Nostalgie des Grabes. "Wir müssen uns aber für das Wohl des Volkes und die Verkündung der Frohen Botschaft entscheiden und dürfen nicht in das leere Grab des Gottesgeldes fallen", schloss der Papst seine Predigt.

 08:17

Universität: Mehr als 22.000 Tote in den USA

In den USA sind bereits mehr als 22.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete bis zum Sonntagabend 22.073 Todesfälle. Damit haben die Vereinigten Staaten weiter die höchste absolute Zahl von Todesopfern infolge der Corona-Pandemie weltweit. An zweiter Stelle steht Italien mit zuletzt 19.899 Todesfällen.

Die Zahl der Todesfälle innerhalb eines Tages in den USA sank mit 1.557 unterdessen auf den niedrigsten Stand seit vergangenem Montag. In den 24 Stunden zwischen Donnerstag- und Freitagabend (Ortszeit) hatte die Zahl der Todesfälle bisher einmalig die 2.000er-Marke überstiegen. Knapp 560.000 Infektionen mit dem Coronavirus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, wurden der Universität zufolge bisher in den Vereinigten Staaten nachgewiesen.

Weltweit sind nach Daten der Forscher in Baltimore mittlerweile rund 1,85 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 114.000 Menschen starben. Die Webseite der Universität wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

 08:16

Rund 2.500 Neuinfektionen und 126 Tote in Deutschland

In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Zahl der Infektionsfälle um 2.537 auf 123.016 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 126 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internet-Seite mit. 64.300 Menschen sind demnach genesen. Einen Tag zuvor lag diese Zahl bei 60.200.

 08:16

Nicaragua: Tausende kommen trotz Pandemie zusammen

Tausende Nicaraguaner haben die Abstandsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) missachtet und sind zu Ostern in Badeorte gereist oder haben an Festivals teilgenommen. Gut besucht war etwa das "Summer Music Fest 2020" am Sonntag in einem Badeort nahe der Hauptstadt Managua, wie das regierungsnahe Portal "El19Digital" berichtete.

Während die Bischöfe in dem katholischen Land wegen der Coronavirus-Pandemie Prozessionen ohne Publikum abhielten und zum Daheimbleiben aufriefen, hatte die linke Regierung von Präsident Daniel Ortega Dutzende Veranstaltungen während der Karwoche organisiert und den Tourismus angekurbelt.

Das kleine Land zwischen Pazifik und Atlantik geht innerhalb Lateinamerikas einen gefährlichen Sonderweg in der Corona-Krise. Weder schließt es Schulen, noch schränkt es das öffentliche Leben wesentlich ein. Begründet wird dies damit, dass es in Nicaragua nur neun Corona-Infizierte und keine lokale Übertragung gebe. Die Initiative "Observatorio Ciudadano COVID-19 en Nicaragua" hatte indes am Donnerstag von 184 Betroffenen berichtet. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warf Nicaragua am Freitag vor, mit seinem Verhalten die Gesundheit und das Leben von Menschen in Gefahr zu bringen.

Präsident Ortega selbst ist seit Beginn der Corona-Krise abgetaucht und hat damit Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Zuletzt war er vor rund einem Monat bei einer Videokonferenz mit anderen zentralamerikanischen Präsidenten gesehen worden.

 08:15

Rekordbeteiligung bei Parlaments-Vorauswahl in Südkorea

Vor den Parlamentswahlen in Südkorea in dieser Woche haben so viele Bürger wie noch nie wegen der Coronavirus-Pandemie die Möglichkeit zur frühzeitigen Stimmabgabe genutzt. An der Vorauswahl am Freitag und Samstag hätten sich 26,7 Prozent der etwa 44 Millionen Wahlberechtigten beteiligt, teilte die nationale Wahlkommission auf ihrer Website mit.

Das seien 0,6 Prozent mehr als bei der Präsidentenwahl 2017 und die bisher höchste Quote bei einer Vorauswahl gewesen, hieß es weiter. Die hohe Beteiligung führten die südkoreanischen Medien auch auf die grassierende Lungenkrankheit Covid-19 zurück. Viele wollten demnach größere Menschenmengen am eigentlichen Wahltag am Mittwoch vermeiden. Die Wähler trugen bei der Stimmabgabe einen Mund- und Nasenschutz sowie Einmal-Schutzhandschuhe.

In Südkorea hatte sich im März ein deutlicher Abwärtstrend bei den täglich erfassten Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 eingestellt. Am Sonntag seien 25 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Das war das zweite Mal in diesem Monat, dass die Zahl unter 30 blieb. Die Gesamtzahl stieg auf 10.537. Südkorea gilt mittlerweile wegen seines rigiden Virustestprogramms als Vorbild für den Kampf gegen die Ausbreitung des Krankheitserregers.

 07:55

Opposition will Milliardenhilfen in Covid-Ausschuss kontrollieren

Die Opposition beschickt aus Protest den Beirat der COFAG - Covid-19 Finanzierungsagentur nicht, weil dieser zahnlos sei, da er übergangen werden kann. Nun wollen SPÖ, FPÖ und NEOS einen gemeinsamen Antrag im Nationalrat auf die Einrichtung eines "Covid19-Ausschusses" einbringen. Der Covid-Ausschuss soll demnach als Unterausschuss des Budgetausschusses eingerichtet werden.

Eine verfassungsrechtliche Deckung, also eine Zweidrittel-Mehrheit ist für die Installierung nötig. Eine Zustimmung der Regierung ist allerdings unwahrscheinlich, da die Koalition aus ÖVP und Grünen ja den Beirat vorsieht. Den drei Oppositionsparteien geht es ihren Ausführungen gegenüber der APA jedenfalls um "die Herstellung von Transparenz der in der Covid-Krise Vergabe von bis zu 38 Milliarden Euro".

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner forderte gegenüber der APA "Transparenz im Sinne der Bevölkerung. Noch nie hatte ein Finanzminister derartige Befugnisse, um 38 Milliarden Euro Steuergeld zu vergeben. Umso wichtiger ist parlamentarische Kontrolle darüber, wem diese Krisenmittel zugutekommen." Jedenfalls mache es die Corona-Krise notwendig, umfangreiche Finanzhilfen für die Bevölkerung und heimische Betriebe zur Verfügung zu stellen: "Um die sozialen Folgen abzufedern und Arbeitsplätze zu retten."

Die Regierung wolle "Milliarden aus dem schwarz-grünen Hinterzimmer verteilen", kritisierte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl gegenüber der APA. "Noch bevor der erste Euro bei einem geschädigten Unternehmer angekommen ist, ist schon diese Gesellschaft gegründet und mit Parteigängern besetzt worden", so der Freiheitliche. "Die Verwaltung einer derartigen Summe lagert man nicht (in den Beirat, Anm.) aus." Die von der Opposition jetzt geforderte parlamentarische Kontrolle durch einen Unterausschuss sei "das absolute Minimum an Transparenz".

"Der Schulterschluss in der Krise kann keine Einbahnstraße sein und muss auf Augenhöhe erfolgen", richtete NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger der Regierung aus. Die Koalition habe viel Pouvoir bekommen - "aber sicher keinen Blanko Scheck über Milliarden an Steuergeldern", betonte sie gegenüber der APA. ÖVP und Grüne müssten sorgsam mit ihrer Verantwortung umgehen, für rechtliche Klarheit, Nachvollziehbarkeit und Rechtsstaatlichkeit bei der Hilfe für Unternehmen sorgen. "Die vorgelegte Konstruktion eines 'blinden und stummen' Beirats trägt genau nichts zu alledem bei und lässt damit die nötige Transparenz und vor allem ehrliche Kontrolle vermissen." Im Sinne der Demokratie solle die Bundesregierung den Vorschlag der Opposition mittragen.

Der Ausschuss soll der begleitenden parlamentarischen Kontrolle der budgetrelevanten Maßnahmen in der Corona-Krise dienen. Als budgetrelevante Maßnahmen werden im Antragsentwurf, der der APA vorliegt, die Ermächtigungen an den Finanzminister, Garantien zu übernehmen, der Härtefallfonds und die Maßnahmen der ABBAG/COFAG für Großunternehmen bezeichnet.

Der Ausschuss soll besondere Kontroll-, jedoch keine Vetorechte erhalten. Er soll von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und zuständigen Organen Auskünfte verlangen können, in Dokumente einsehen dürfen sowie Empfehlungen (wie Entschließungen) aussprechen.

Vor allem soll der Ausschuss medienöffentlich tagen, gegebenenfalls aber aus Datenschutzgründen doch nicht medienöffentlich sein. Aus dem Finanzministerium wurde zuletzt zu den Hilfsvergaben aufs Bankgeheimnis verwiesen.

Enden soll der Ausschuss per Ende 2022, bis dann sollten alle Maßnahmen abgewickelt sein. Da auch die NR-Geschäftsordnung geändert wird, braucht der Antrag eine erste Lesung.