Coronazahlen: ''Nur'' mehr 2.786 aktuell Erkrankte

Insgesamt drei neue Corona-Tote in Oberösterreich

Coronazahlen: ''Nur'' mehr 2.786 aktuell Erkrankte

Die aktuellen Zahlen:15.002 Erkrankte, 522 verstorben und 11.694 wieder genesen. 677 Erkrankte hospitalisiert, davon 169 auf Intensivstation.

Die Zahl der aktiv Erkrankten ist auf 2.786 Infizierte gesunken. Ein Wert, der zuletzt im März noch über eine Woche vor den Ausgangsbeschränkungen gemessen wurde.

Bisher gab es in Österreich 15.002 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 522 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 11.694 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 677 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 169 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Der Zehn-Tages-Durchschnitt liegt bei 0,72 Prozent. Zum Vergleich: Der Wert liegt in Großbritannien bei fünf, in Schweden bei 4,2, in der Schweiz bei 1,12 und in Deutschland bei 1,7 Prozent.

 20:01

Sechs weitere Infizierte in Tirol, insgesamt 101 Tote

In Tirol sind von Mittwochabend bis Donnerstagabend nur sechs weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, 38 Personen im selben Zeitraum wieder genesen. 408 Menschen waren insgesamt noch infiziert, 2.943 bereits wieder genesen. Indes starben drei weitere Menschen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der Toten stieg damit auf 101 Personen.

Dabei handelte es sich laut Land Tirol um einen 54-Jährigen und einen 68-Jährigen aus dem Bezirk Kufstein. Beide hatten Vorerkrankungen. Zudem verstarb auch eine 86-Jährige aus demselben Bezirk. Bei der Frau muss noch eine ärztliche Abklärung vorgenommen werden.

In Tirol wurden bisher 47.169 Tests durchgeführt. Für 44.697 lag ein Ergebnis vor. Die meisten Infizierten gab es vorerst weiterhin im Bezirk Landeck mit 94 - bei gleichzeitig bereits 873 Genesenen. Am zweitstärksten betroffen war weiter der Bezirk Kufstein mit 71 Erkrankten. 401 Personen galten hier als geheilt.

 19:45

Morgige Pressekonferenz der Bundesregierung im Bundeskanzleramt

Morgen, Freitag, den 24. April 2020, um 10.00 Uhr informieren Bildungsminister Heinz Faßmann und Christiane Spiel, Professorin für Bildungspsychologie an der Universität Wien, zum Thema „Etappenplan für die Schulöffnung“.

 19:18

Vier weitere Todesfälle in der Steiermark

In der Steiermark sind vier ältere Frauen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, verstorben. Mit Stand Donnerstag, 18.00 Uhr, sind in der Steiermark insgesamt 119 Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben, informierte die Landessanitätsdirektion Steiermark.

 19:04

Twitter will gegen Falschnachrichten zu 5G-Masten und Corona vorgehen

Der Kurzbotschaftendienst Twitter will gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien vorgehen, wonach die Coronavirus-Pandemie mit 5G-Sendemasten zusammenhängt. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch (Ortszeit) an, Kommentare zu löschen, die zu "schädlichem Verhalten" aufrufen und zur "Zerstörung oder Beschädigung von wichtiger 5G-Infrastruktur" führen könnten.

Vorgehen will Twitter auch gegen Kommentare, die während der Pandemie "weitverbreitete Panik, soziale Unruhe oder umfassendes Chaos" auslösen könnten. Als Beispiel nannte der Kurzbotschaftendienst falsche Behauptungen über eine drohende Lebensmittelknappheit.

In mehreren Ländern waren zuletzt 5G-Sendemasten in Brand gesetzt worden, nachdem Verschwörungstheorien die Runde gemacht hatten, diese stünden hinter der Pandemie. Online-Netzwerke wie Twitter und Facebook haben große Mühe, gegen die Verbreitung von Falschnachrichten in der Coronavirus-Krise vorzugehen.

 18:33

Acht von 14 Vorarlberger Todesopfern in Pflegeheimen

Acht der bisher 14 in Vorarlberg verstorbenen Covid-19-Patienten waren Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen. Das hat Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) am Donnerstagabend in einer Video-Pressekonferenz bekannt gegeben. Die Durchtestung der Heime sei bereits voll im Gange und soll in sechs bis acht Wochen abgeschlossen sein, sagte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP).

Nach Angaben von Wiesflecker gab es bei den Bewohnern der Vorarlberger Senioren- und Pflegeheimen bisher 27 bestätigte Coronavirus-Fälle. Acht dieser Personen sind verstorben, vier sind in Krankenhausbehandlung. Beim Personal gab es 21 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus, einer dieser erkrankten Mitarbeiter wird ebenfalls im Spital versorgt. Aktuell sind laut Rüscher 16 Vorarlberger Covid-19-Patienten im Krankenhaus, davon sechs auf der Intensivstation.

Bestätigte Infektionsfälle sind bisher in vier Vorarlberger Heimen aufgetreten, in diesen wurden auch mit der Durchtestung begonnen. In diesen vier Institutionen wurden seit 17. April 476 Testungen vorgenommen, dabei fielen zwei der Tests positiv aus. Laut Rüscher stehen in den nächsten sechs bis acht Wochen 6.000 Tests an, die gemeinsam mit der AGES in Wien durchgeführt werden. "Spitäler und Heime müssen sehr intensiv und genau beobachtet werden", betonte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Demgemäß gibt es auch in den Vorarlberger Spitälern Testungen der Mitarbeiter der Covid-19-Stationen, der Intensivstationen, der Triageambulanzen und im Krankentransport. "Wir haben aktuell vier positiv getestete Spitalsmitarbeiter, das stimmt uns sehr zuversichtlich, es waren schon deutlich mehr", so Rüscher.

Zur Situation in der 24-Stunden-Pflege stellte Wiesflecker fest, dass es in fast allen Familien gelungen sei, die Turnusse der Pflegerinnen zu verlängern. Das sei etwa bei 500 Familien der Fall gewesen. In weiteren 50 Familien habe die Pflege über Angehörige oder ambulante Dienste abgedeckt werden können. Lediglich in zehn Fällen sei es notwendig gewesen, auf Pflege angewiesene Personen stationär aufzunehmen. "Die Ersatzquartiere haben wir nicht gebraucht", sagte Wiesflecker. Über die Schaffung von Korridorzügen von Rumänien nach Österreich zeigte sich die Landesrätin sehr erfreut, da mehr als die Hälfte der in Vorarlberg tätigen 24-Stunden-Pflegerinnen aus Rumänien stammen. Diese könnten in den Ersatzquartieren in Kurz-Quarantäne genommen und getestet werden und wären so nach etwa fünf Tagen einsatzbereit, sagte Wiesflecker.

Wallner bedankte sich angesichts der beinahe konstanten Zahl an Infizierten - am Donnerstag kam lediglich ein Fall hinzu - bei der Bevölkerung. Diese halte sich vorbildlich an die Schutzvorschriften. Das sei aber auch notwendig und dürfe nicht nachlassen, damit weitere Öffnungsschritte in Wirtschaft und Gesellschaft möglich werden. Die genaue Entwicklung könne jederzeit im Internet unter http://www.vorarlberg.at/coronadashboard eingesehen werden.

 18:15

Weniger als 200 Erkrankte in Oberösterreich

191 an Covid-19 Erkrankte hat das Land Oberösterreich am Donnerstag um 17.00 Uhr vermeldet. Damit ist die Zahl unter 200 gesunken. 60 der Kranken werden im Spital betreut, 18 auf einer Intensivstation, 1.440 Menschen waren in Quarantäne, 48 sind bisher mit und an Covid-19 gestorben. Getestet wird verstärkt in Alters- und Pflegeheimen.

In Oberösterreich werden bis Ende des Monats 2.680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 23 Heimen in 13 Bezirken getestet, seit Beginn der Coronakrise seien bereits 3.500 Überprüfungen in 30 Alters- und Pflegeheimen im Land durchgeführt worden. Derzeit sind 28 Bewohner und 39 Mitarbeiter in 29 Heimen von Covid-19 betroffen.

 18:15

Großbritannien meldete 616 Tote binnen 24 Stunden

Großbritannien hat 616 weitere Corona-Tote innerhalb eines Tages gemeldet. Wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt gab, stieg damit die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Menschen auf insgesamt 18.739. Am Vortag hatten die Behörden noch 759 Tote gemeldet.

Die Zahl der Infizierten stieg auf rund 138.000 Menschen. Zuletzt sprach die Regierung davon, dass "die Spitze" bei den Corona-Erkrankungen erreicht sei, was eine Diskussion über Lockerungen der Maßnahmen zur Folge hatte. Die von den Behörden gemeldeten Zahlen umfassen jedoch nur die im Krankenhaus positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getesteten Menschen und nicht die Corona-Todesfälle in Altenheimen oder zu Hause.

Großbritannien gehört zusammen mit Italien und Spanien zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Am Dienstag begann die Universität Oxford mit einer klinischen Studie eines möglichen Corona-Impfstoffes, der bei Erfolg bereits Ende des Jahres zur Verfügung stehen könnte.

 17:52

Tragbares Beatmungsgerät in Italien entworfen

In Italien ist ein tragbares und kompaktes Lungenbeatmungsgerät entwickelt worden, das auch für den Heimgebrauch geeignet ist. "Respira" (Atme auf Italienisch) heißt das mit einem Touchscreen ausgestattete Gerät, das von einem im toskanischen Arezzo ansässigen Unternehmen, Seco, entwickelt wurde, das seit 40 Jahren Mikrocomputer herstellt.

Am Projekt beteiligte sich auch die Firma Ibd, ein Kleinunternehmen im biomedizinischen Sektor. Neben der Beatmung von Coronavirus-Patienten ohne Intubation kann "Respira" bei Personen eingesetzt werden, die vor und nach der Intensivstation eine Sauerstoffversorgung benötigen. Die Lieferung der neuen Lungenbeatmungsgeräte wird zwischen Ende Mai und Anfang Juni erfolgen.

"Es ist für mich ein großer Stolz, dass zwei italienische Unternehmen wie Seco und Ibd ihr technologisches Knowhow zusammen geschlossen haben, um das Gesundheitssystem in dieser schwierigen Situation konkret zu unterstützen", so Corrado Ghidini, Sprecher von Ibd. "Respira" sei eine innovative, nicht-invasive Lungenbeatmungslösung, die im Kampf gegen das Covid-19 effizient eingesetzt werden könne.

 17:29

Russische Fußball-Stadien bald als Krankenstationen

Die russischen Fußball-Clubs Spartak Moskau und Zenit St. Petersburg haben ihre Stadien samt Infrastruktur für die Einrichtung von Not-Krankenlagern im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie angeboten. Wegen der Lage und guten Anbindung an die Straßen und den Moskauer Personennahverkehr biete sich das Heimstadion Otkrytje an. Das sagte Spartak-Generaldirektor Thomas Zorn am Donnerstag.

Die Arena eigne sich für die Arbeit der Ärzte, meinte der Deutsche. Zuvor hatte Zenit-Generaldirektor Alexander Medwedew die Gazprom-Arena in St. Petersburg als Ort für ein mögliches Krankenlager ins Gespräch gebracht. Der Spielbetrieb ruht in Russland wegen der Coronakrise.

In Russland wird befürchtet, dass viele Krankenhäuser angesichts der rapide wachsenden Zahlen von Infizierten bald an ihre Grenzen kommen. Es werden neue Krankenhäuser gebaut. In der russischen Hauptstadt wurde gerade eine neue Anlage zur Behandlung von Covid-19-Patienten eröffnet. Das russische Militär richtet ebenfalls in vielen Teilen des Landes Krankenstationen her. Die Zahl der Infizierten in Russland stieg am Donnerstag auf 62.773 Fälle. Bisher starben 555 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2.

 14:03

Schule - Knapp zwei Prozent derzeit in Betreuung

Nach wie vor werden nur wenige Kinder an den Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen betreut. Laut Bildungsministerium waren es zuletzt 13.000 Schüler bzw. 1,9 Prozent der Gesamtschülerzahl an diesen Einrichtungen. Deren Anzahl hat sich aber seit der Zeit vor Ostern versechsfacht.

 13:02

Papst spendet Atemschutzgeräte an drei Krankenhäuser

Papst Franziskus, der mit bürgerlichem Namen Jorge heißt, hat am Donnerstag seinen Namenstag gefeiert und seine Gewohnheit fortgesetzt, am Georgsfest Menschen zu beschenken. So spendete Jorge Bergoglio Atemschutzmasken und medizinisches Material wie Schutzbrillen für Ärzte und Krankenschwestern sowie Anzüge für die Intensivpflege.

Von der Spende profitieren drei Krankenhäuser, darunter jenes der Stadt Suceava in Rumänien, in dem fünf Atemschutzgeräte der neuesten Generation erwartet werden. Zwei weitere Atemschutzgeräte werden ins Krankenhaus von Lecce in Süditalien und drei nach Madrid geliefert, wie der Vatikan mitteilte.

 13:02

EU: Russische Staatsmedien verbreiten Fake News

Russische Medien machen in der Corona-Krise nach Einschätzung der EU weiter mit Desinformation Stimmung gegen die Staatengemeinschaft. Allein in der vergangenen Woche seien 45 Fälle Kreml-freundlicher Falschnachrichten hinzugekommen, 30 von ihnen in Verbindung mit dem Coronavirus, teilte die EU-Kampagne "EU vs. Disinfo" am Donnerstag mit.

Sie seien auf Twitter, Facebook, Pinterest und Reddit rund 36 500 mal geteilt, kommentiert und mit einem Like versehen worden.Am erfolgreichsten war den Angaben zufolge ein Artikel der arabischen Ausgabe des russischen Staatsfernsehsenders RT (Russia Today), der fälschlicherweise behaupte, die EU habe ihren Partnern im Kampf gegen das Coronavirus nicht geholfen und stattdessen seien China und Russland zur Hilfe geeilt.

 13:00

Studie mit Antikörpertests in Österreich gestartet

540 Personen aus Gemeinden mit hohem Anteil positiver Corona-Tests werden mit drei Testverfahren untersucht.

 11:27

China weist Vertuschungsvorwürfe zurück

Der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Ken, hat Vorwürfe der Vertuschung in der Corona-Pandemie durch sein Land zurückgewiesen. Den USA warf er am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin" vor, zuletzt "eine Reihe von Verschwörungstheorien" gegen China gestartet zu haben. Dabei handle es sich "um ein Ablenkungsmanöver, um eigene Verantwortung wegzuschieben".

 11:27

Ausgangsbeschränkungen in Ungarn verlängert

Die am Samstag ablaufenden Ausgangsbeschränkungen in Ungarn werden bis 3. Mai verlängert. Das gab Kanzleiminister Gergely Gulyas am Donnerstag bekannt. Die Ungarn dürfen nach wie vor ihre Wohnungen nur mit dem Ziel verlassen, zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen oder Gegenstände des täglichen Bedarfs zu kaufen.

Erlaubt sind Spaziergänge im Freien bei Einhaltung des gebotenen Abstands. In Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Apotheken dürfen in der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr weiter nur Menschen über 65 Jahren einkaufen. Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung werden mit Geldstrafen geahndet.

Am 43. Tag des Notstandes wurden in Ungarn 2.284 Infizierte und 239 Todesopfer registriert. 390 Personen galten als geheilt.

 10:28

Wirtschaft bricht heuer um 5,25 bis 7,5% ein - Mega-Budgetdefizit

Die Coronavirus-Pandemie bringt Österreich einen historischen Einbruch der Wirtschaft, ein ebenso historisch hohes Budgetdefizit und auch historisch hohe Arbeitslosenzahlen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) prognostiziert für heuer einen Einbruch der Wirtschaft von 5,25 Prozent bis 7,5 Prozent. Das Budgetdefizit wird sich demnach auf 7,5 bis 10 Prozent belaufen.

Die Arbeitslosenquote soll auf 8,75 bis 9,1 Prozent steigen. Die Zahl der Beschäftigten geht 2020 um 1,75 bis 2,5 Prozent zurück.

 10:10

Ministerin Raab: "Gottesdienste werden anders sein als bisher"

Ab 15. Mai werden die Gottesdienste wieder stattfinden - allerdings im kleinen Kreis (eine Person pro 20 Quadratmeter). Jeder Teilnehmer soll Mundschutz tragen. Außerdem sollen häufig berührte Stellen regelmäßig desinfiziert werden.

 10:03

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Stand Donnerstag, 23. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 2.307 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 105. Eine Frau (77 Jahre) ist im Krankenhaus verstorben.

1.699 Personen sind genesen.

 09:10

+++ Aktuelle Zahlen +++

"Nur" mehr 2.786 aktuell Erkrankte, 14.938 Fälle, 494 Tote und 11.694 Genesene

 22:33

Baltenstaaten beraten Pandemie und Grenzöffnung

Die Ministerpräsidenten der drei baltischen Staaten haben am Mittwoch in einer Videokonferenz über die Corona-Pandemie beraten. Die Regierungschefs Jüri Ratas (Estland), Krisjanis Karins (Lettland) und Saulius Skvernelis (Litauen) tauschten sich dabei über die Maßnahmen der Nachbarländer im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus aus.

Dabei vereinbarten sie ein gemeinsames Vorgehen bei der Öffnung der gegenwärtig geschlossenen Grenzen zwischen den drei EU-Staaten im Nordosten Europas, wie die Staatskanzleien in Tallinn, Riga und Vilnius mitteilten.

Die baltischen Staaten stehen im internationalen Vergleich in der Coronakrise durchaus gut da - die Infektionszahlen sind eher niedrig. Estland, Lettland und Litauen hatten besonders früh mit strikten Maßnahmen auf die ersten bestätigten Infektionsfälle reagiert. Alle drei Länder haben den Notstand ausgerufen und ihre Grenzen geschlossen.

 22:01

Notstand in Spanien bis 9. Mai verlängert

Der Regierungschef des von der Corona-Krise besonders schwer getroffenen Spaniens, Pedro Sánchez, hat eine "langsame und schrittweise" Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen ab Mitte Mai in Aussicht gestellt. Das spanische Parlament stimmte am Mittwochabend dem von Sánchez vorgelegten Plan zur dritten Verlängerung des Notstandes zur Bekämpfung der Corona-Krise bis einschließlich 9. Mai zu.

Allerdings votierten die rechtspopulistische Vox-Partei sowie katalanische Separatisten gegen die Vorlage. Bei der vorangegangenen Parlamentsdebatte hatte der Sozialdemokrat am Mittwoch betont, das Land müsse sozusagen auf Sicht aus der Krise zu einer "neuen Normalität" gesteuert werden. Niemand solle auf "endgültige Entscheidungen" hoffen, es werde "Fortschritte und Rückschläge" geben.

 21:49

Italien denkt an Lockerung des Reiseverbots

Die italienische Regierung will nach Ende des Lockdowns am 3. Mai das seit dem 11. März geltende Reiseverbot teilweise lockern. So werden die Italiener künftig zwar ihre Wohngemeinde verlassen dürfen, aber nicht ihre Region, geht aus Medienberichten am Mittwochabend hervor.

Ab Mitte Mai sollte der Detailhandel wieder öffnen, danach Restaurants und Lokale. Die Maßnahmen, die Premier Giuseppe Conte vorstellen wird, werden jedoch von der weiteren Entwicklung der Epidemiekurve abhängen. Conte führt intensive Beratungen in Hinblick auf die "Phase 2" mit einer Lockerung der Ausgangssperre und des Produktionsstopps. Die neuen Vorschriften sollen spätestens bis Samstag vorgestellt werden, hieß es in Rom.

 21:35

Erstmals in Haustieren in USA nachgewiesen

In den USA ist erstmals in Haustieren das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Zwei Hauskatzen im Bundesstaat New York seien positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Beide Tiere, die an verschiedenen Orten in dem Bundesstaat lebten, hätten Atemwegsbeschwerden aufgewiesen.

In einem Fall sei der Besitzer der Katze zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Im anderen Fall sei keine Infektion in dem betroffenen Haushalt bekannt.

Die Behörde teilte mit, es gebe derzeit keine Beweise dafür, dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten. Es gebe daher keinen Grund für Maßnahmen gegen Haustiere. Die Gesundheitsbehörde riet dazu, Haustiere außerhalb des eigenen Haushalts möglichst nicht mit anderen Tieren oder Personen in Kontakt kommen zu lassen. Erkrankte Personen sollten sich von ihren Haustieren und von anderen Tieren fernhalten.

 21:35

Beginn des Ramadan von Coronakrise überschattet

- Überschattet von der Corona-Pandemie beginnt Donnerstagabend oder in der Nacht auf Freitag für Muslime der Fastenmonat Ramadan - sobald die Neumondsichel gesichtet wird. Während des nach dem Mondjahr berechneten Fastenmonats sind tagsüber Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr untersagt. In der Nacht darf ausgiebig gespeist werden, es werden aber auch religiöse Übungen abgehalten.

Vor allem Letzteres ist durch die aufgrund des Coronavirus geltenden Einschränkungen, die von den Regierungen, aber auch religiösen Autoritäten, in von Muslimen bewohnten Ländern erlassen wurden, nur sehr begrenzt - in der Regel über das Internet - möglich. Für Familien sowie deren Freunde und Bekannte fällt das übliche abendliche Fastenbrechen (Iftar) ganz anders als gewohnt aus.

 21:35

Tiroler Quarantänegebiete wieder frei

Seit Mitternacht gehört die Quarantäne, die über das Tiroler Paznauntal sowie über die Gemeinden St. Anton am Arlberg und Sölden verhängt worden war, der Vergangenheit an. Die Isolation der Gemeinden war erst zuletzt verlängert worden und hätte ursprünglich bis zum 26. April andauern sollen. Grundlage für die Entscheidung war die geringe Zahl an Neuinfektionen in den vergangenen Tagen.

Die Gemeinden des Paznauntals wie etwa Ischgl, St. Anton und Sölden waren die letzten Orte in Österreich, die aufgrund des Coronavirus unter Quarantäne standen. Das Paznauntal und der Ort St. Anton waren seit 13. März unter Quarantäne. Wenige Tage später, am 17. März, waren dann auch der Skiort Sölden im Ötztal und der Ort St. Christoph, der zur Gemeinde St. Anton gehört, isoliert worden.

 20:30

Weiter weniger Patienten in Frankreich im Krankenhaus

In Frankreich lässt der Druck auf die Krankenhäuser in der Corona-Krise weiter langsam nach. Die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist seit rund zwei Wochen rückläufig, wie Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Mittwochabend sagte.

Derzeit würden dort 5.218 Patientinnen und Patienten behandelt. Das sind fast 2.000 weniger als noch vor zwei Wochen. Auch die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden, gehe weiterhin zurück. Es sind derzeit mehr als 29.700.

Insgesamt zählt Frankreich am Mittwochabend 21.340 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 - davon 13.236 in Krankenhäusern und 8104 in Altersheimen. Innerhalb von 24 Stunden sind in beiden Einrichtungen insgesamt 544 neue Todesfälle gemeldet worden.

 20:05

Fünf weitere Todesfälle in der Steiermark

Die Landessanitätsdirektion Steiermark hat am Mittwochabend fünf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen verzeichnet. Damit sind in dem Bundesland mit Stand 19.00 Uhr 115 Menschen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

Die neu dazugekommenen Todesfälle betrafen drei Frauen aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, 1920, 1929 und 1932 geboren, eine 1953 geborene Frau aus dem Bezirk Graz-Umgebung und eine Frau, Jahrgang 1955, aus dem Bezirk Bruck-Mürzzuschlag.

 19:57

Nur sieben Neuinfektionen in Tirol in 24 Stunden

In Tirol sind in den vergangenen 24 Stunden nur sieben Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Im selben Zeitraum sind 36 Personen wieder genesen, teilte das Land am Mittwochabend in einer Aussendung mit. Die Zahl der Genesenen stieg somit auf 2.905 an, jene der aktuell Infizierten sank auf 445. Im Laufe des Mittwoch gab es drei Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Im Bezirk Landeck starben ein 64-Jähriger mit Vorerkrankungen und eine 77-Jährige, bei der vorerst noch die ärztliche Abklärung vorgenommen wurde, mit oder an dem Coronavirus. Im Bezirk Kufstein verstarb eine 89-Jährige mit Vorerkrankungen. Die Anzahl der Todesfälle von Personen, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, stieg somit auf 98.

In Tirol wurden bisher 46.248 Tests durchgeführt. Für 43.357 lag bereits ein Ergebnis vor, weitere 2.891 waren noch in Auswertung. Am stärksten betroffen war nach wie vor der Bezirk Landeck, obwohl auch hier die Zahl der aktuell Infizierten in den vergangenen Tagen stark abgenommen hatte. Mit Stand Mittwochabend waren im Bezirk Landeck noch 97 Personen aktuell erkrankt und weitere 869 Personen bereits wieder genesen. Dahinter reihte sich der Bezirk Kufstein mit 80 aktuell Infizierten und 393 Genesenen ein.

 18:56

New Yorks Gouverneur plant "Aufspür-Armee"

Für die Wiedereröffnung von Wirtschaft und Gesellschaft will der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo mit Tausenden Helfern die Corona-Epidemie unter Kontrolle halten. Der Bundesstaat und seine Nachbarn würden eine "Aufspür-Armee" zusammenstellen, die alle Menschen finden sollen, die mit Neuinfizierten in Kontakt standen, um diese dann isolieren zu können.

Eine zentrale Rolle soll dabei der ehemalige New Yorker Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg einnehmen: "Michael Bloomberg wird das Programm entwerfen, er wird das Training entwerfen", sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Mittwoch.

Mögliche "Ermittler" könnten aus dem Pool von 35.000 Medizinstudenten der staatlichen und städtischen New Yorker Universitäten rekrutiert werden. Dieses "monumentale Unterfangen" müsse innerhalb von Wochen laufen, sagte Cuomo. Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat sind die Zahlen der neu Infizierten und ins Krankenhaus Eingelieferten zuletzt deutlich zurückgegangen.

 18:40

Drittes Mal in Folge keine Neuinfektionen in Salzburg

In Salzburg sind am Mittwoch zum dritten Mal in Folge keine Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 registriert worden. Die Zahl der bisher positiv getestete Personen stagniert damit weiter bei 1.222 (Stand 17.00 Uhr). Als aktiv erkrankt wurden im Bundesland 188 Menschen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 erhöhte sich unterdessen auf 33.

Im Uniklinikum Salzburg starben zuletzt zwei 86-jährige Frauen und ein 85-jähriger Mann. 92 Personen befanden sich im Krankenhaus, davon 14 auf der Intensivstation. Weiterhin sind rund 2.300 Menschen in Salzburg in behördlich verhängter Quarantäne oder gelten als verkehrsbeschränkt, die Zahl der Testungen stieg auf über 15.700.

Die Landeshauptstadt griff am Mittwoch in einer Aussendung das bundeskanzlerische Vokabular auf und stellte für den Wochenmarkt Schranne ein "Wiederauferstehen" mit 30. April in Aussicht. Die Spielplätze dürfen höchstwahrscheinlich ab 1. Mai wieder benutzt werden. Die Öffnung von Zoo und Wasserspielen in Hellbrunn sei aktuell noch nicht fixiert.

 18:25

US-Experten warnen vor Medikamentenmix

US-Experten haben von einer Behandlung von Covid-19-Patienten mit einem Medikamentenmix aus dem Malaria-Mittel Hydroxychloroquin und dem Antibiotikum Azythromicin abgeraten. Außerhalb klinischer Versuche sollte der Medikamentencocktail wegen möglicher Gesundheitsrisiken nicht verschrieben werden, heißt es in den neuen medizinischen US-Leitlinien.

Zu Hydroxychloroquin oder dem verwandten Wirkstoff Chloroquin allein erklärten die US-Experten, es gebe derzeit nicht ausreichend Daten, um einen Einsatz zu empfehlen oder davon abzuraten. Bei einer Verabreichung müsse aber auf mögliche Nebenwirkungen geachtet werden, insbesondere auf Herzrhythmusstörungen.

Der Mix aus Hydroxychloroquin und Azythromicin wird von zahlreichen Krankenhäusern weltweit im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt. US-Präsident Donald Trump erklärte im März sogar, die Kombination der beiden Medikamente könnte eine der "bahnbrechendsten" Entwicklungen "der Geschichte der Medizin" werden.

 18:14

Neunter Todesfall im Burgenland

Im Burgenland ist am Mittwoch der neunte Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekanntgeworden. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 72-jährigen Mann mit Vorerkrankungen aus dem Bezirk Oberwart, hieß es vonseiten des Koordinationsstabs Coronavirus. Er war im Spital in Oberwart behandelt worden.

 17:35

Weiterer Todesfall in Krankenhaus in Niederösterreich

In Niederösterreichs Spitälern ist die Zahl der Covid-19-Toten am Mittwochnachmittag auf 78 gestiegen. Im Universitätsklinikum St. Pölten starb ein mit dem Coronavirus infizierter 61-Jähriger. Wie Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding mitteilte, hatte der Mann eine Grunderkrankung aufgewiesen.

 17:13

Härtefallfonds: Nochmals Erleichterungen geplant

Seit Anfang der Woche läuft die Antragsfrist für Zuschüsse aus der zweiten Tranche des Corona-Härtefallfonds für Kleinstunternehmer. Mit dem Geld - bis zu 6.000 Euro auf drei Monate - sollen Einkommensverluste abgefangen werden. Der Kreis der Anspruchsberechtigten könnte nun nochmals erweitert, das System weniger kompliziert werden. Verhandlungen sind angelaufen.

In der Wirtschaftskammer wurde am Mittwoch auf APA-Anfrage bestätigt, dass eines der Themen eine flexiblere Handhabung beim so genannten Betrachtungszeitraum sein kann.

Damit wäre Einpersonenunternehmen geholfen, die beispielsweise im März und April noch Einkommen hatten, aber wüssten, dass wegen der Coronakrise in den Monaten darauf die Einkünfte ausbleiben. Wer nämlich zum Krisenbeginn März/April noch Einkünfte hatte, gilt jetzt nicht als förderberechtigt.

Als Härtefall gilt, wenn durch die Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 die laufenden Kosten nicht mehr gestemmt werden können, ein (überwiegendes) behördliches Betretungsverbot bestand oder im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mindestens 50 Prozent des Umsatzes weg sind.

 15:33

99-Jährige starb im Landesklinikum Neunkirchen

Im Landesklinikum Neunkirchen ist am Mittwoch eine mit dem Coronavirus infizierte 99-Jährige gestorben. Die Frau hatte an einer Grunderkrankung gelitten, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding mit. Die Zahl der Covid-19-Toten in Niederösterreichs Spitälern stieg damit auf 77 an.

 15:33

Deutsche Flughäfen: Passagiereinbruch von 98 Prozent

Der fast brachliegende Flugverkehr drückt die deutschen Airports tief in die Krise. "Im Passagierverkehr liegt der Rückgang bei 98 Prozent", sagte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel vom Branchenverband ADV in einem am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Interview und sprach von einem "historischen Einbruch".

 15:31

Klagenfurter Wörthersee-Bäder ab Mitte Mai mit Sonderregeln geöffnet

In Klagenfurt öffnen ab Mitte Mai die drei Wörthersee-Bäder. Wie die Landeshauptstadt und die Klagenfurter Stadtwerke am Mittwoch in einer Aussendung mitteilten, gelten wegen des Coronavirus aber besondere Regeln, wie etwa eine Tragepflicht von Nasen- und Mundschutz bei den Eingängen und am Weg zu den Sanitärbereichen, zur Gastronomie und zu den Kabinen.

Schon ab 1. Mai kann man für eine kurze Abkühlung in den Wörthersee hüpfen, das Lorettobad ist bei freiem Eintritt geöffnet. Allerdings ist das Liegen, egal ob auf der Wiese oder im Sand, nicht erlaubt. Im Eingangsbereich ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, außerdem sind die Abstandsregeln einzuhalten, teilte die Stadt mit.

Ausgedehnteres Badevergnügen ist dann ab 18. Mai möglich. Dann öffnen neben dem Loretto auch das Strandbad und das Maierniggbad. Allerdings bleibt der Zugang beschränkt - pro zehn Quadratmetern Fläche wird nur Badegast eingelassen. Tageskarten für die drei Bäder können jeweils am Vortag online gekauft werden. Personen, die keinen Internetzugang haben, können diese am Vortag im Servicecenter der Stadtwerke oder vor Ort an der Tageskasse besorgen.

 13:22

Mehr als 70 Priester in Spanien gestorben

Allein in Spanien sind laut der katholischen Bischofskonferenz zufolge seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits rund 70 Priester im aktiven Seelsorgsdienst an Patienten mit Covid-19 gestorben. Das teilte der Generalsekretär der Spanischen Bischofskonferenz, Weihbischof Luis Argüello, laut Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur kath.ch (Mittwoch) mit, wie Kathpress berichtete.

Unter Berufung auf derzeit aus den einzelnen Diözesen des Landes vorliegende Informationen, sagte Argüello bei einer Pressekonferenz in Madrid, die Zahl umfasse verstorbene Diözesan- und Ordenspriester, die "während der normalen Ausübung ihres Amtes" erkrankten,. Die später Verstorbenen hatten demnach in ihrem Wohn-und Arbeitsumfeld Kontakt zu infizierten Menschen, bevor diese in Isolation gebracht wurden oder waren als Seelsorger an Orten mit großer Ansteckungsgefahr tätig.

 13:18

Vorarlberger Grün-Abgeordnete spenden 11.500 Euro

Die Vorarlberger Landtagsabgeordneten der Grünen spenden aus Anlass der Coronakrise 11.500 Euro an Hilfsprojekte im In- und Ausland. Dies geschehe zusätzlich zu rund 14.000 Euro, die die Vorarlberger Grünen jährlich von ihren Gehältern für Projekte im Sozial- und Umweltbereich bereitstellten, so Klubobmann Daniel Zadra in einer Aussendung.

Das werde normalerweise nicht öffentlich kommuniziert, da man es als private Verantwortung sehe, so Zadra - öffentlich setze man sich für einen gut ausgestalteten Sozialstaat und wirksame Armutsprävention ein. Ein Teil der Corona-Spenden gehe an internationale Hilfsorganisationen in griechischen Flüchtlingscamps, da die Krise an Grenzen nicht Halt mache.

 13:00

Türkei untersagt Fastenbrechen in großen Gruppen

Wegen des Coronavirus hat das türkische Innenministerium das gemeinsame Fastenbrechen in großen Gruppen während des Ramadan untersagt. Massenveranstaltungen sowie Zelte, die in der Regel zum gemeinsamen Fastenbrechen (Iftar) aufgestellt werden, würden nicht genehmigt, teilte das Ministerium in Ankara am Mittwoch mit.

Die Behörden behielten sich zudem vor, Straßen abzusperren, in denen sich große Gruppen versammeln könnten. Die Trommler, die traditionell nachts um die Häuser ziehen, um die Gläubigen vor Sonnenaufgang aufzuwecken, dürften keine Spenden mehr an den Haustüren einsammeln, hieß es weiter. Der Besuch von Friedhöfen werde unter Einhaltung der Abstandsregeln koordiniert. Gemeinsame Gebete in Moscheen waren bereits zuvor untersagt.

 12:40

Behinderte verlangen Einbindung

Vertreter der Behindertenverbände wollen bei der Vorbereitung der Krisenmaßnahmen eingebunden werden. Sie kritisieren am Mittwoch, dass Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zwar vielfach zur sogenannten Risikogruppe gehören, ihre Expertise aber in den Krisenstäben fehle.

"Menschen mit Behinderungen werden von weitreichenden und richtungsweisenden Entscheidungen, die auch sie betreffen, ausgeschlossen", kritisierte Christine Steger, Vorsitzende des Monitoringausschusses zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in einer Aussendung. Herbert Pichler, Präsident des Behindertenrates, kritisiert den Rückfall auf eine alte Muster nach dem Motto "warm - satt - sauber - weggesperrt und leise". Lob gab es einzig für das Gesundheitsministerium, das bei der Einbindung der Betroffenen voran gehe - andere müssten nun folgen.

 12:03

Fünf neue Infektionsfälle in Kärnten

In Kärnten sind von Dienstag auf Mittwoch fünf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, womit die Gesamtzahl auf 402 gestiegen ist. Das gab das Land am Vormittag bekannt. Aktuell sind in Kärnten 331 Personen bereits wieder genesen, die Zahl der derzeit Erkrankten liegt bei 59.

Insgesamt 14 Personen sind in stationärer Behandlung, das sind um drei weniger als am Vortag. Davon liegen je sieben auf der Intensiv-bzw. Normalstation. Die Gesamtzahl der Getesteten betrug Mittwoch in der Früh 8.259 Personen.

 11:41

Zivildienst kommt ohne neue Zwangsverlängerungen aus

Der Zusatzbedarf an Zivildienern in der Coronakrise kann ab Mai vollständig mit Freiwilligen gedeckt werden. Es wird daher keine zusätzlichen verpflichtenden Verlängerungen auslaufender Zivildiener geben, gab die zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt. In Summe werden ab Mai rund 4.500 außerordentliche Zivildiener im Einsatz stehen.

Zusätzlich zu den derzeit eingesetzten 3.500 (davon 1.500 zwangsweise Verlängerte) werden im kommenden Monat rund 1.000 weitere Außerordentliche benötigt. Da es 2.500 freiwillige Meldungen für diesen Zeitraum gibt, sei der Bedarf mehr als gedeckt. "Wir werden nicht alle einberufen", sagte Köstinger, vielmehr könne man auf jene mit Sanitätsausbildung bzw. Erfahrung im Pflegebereich fokussieren. Die restlichen Freiwilligen wertete sie als strategische Reserve, "das gibt uns durchaus Sicherheit".

Wessen normaler Zivildienst mit Ende April ausläuft, wird daher nicht zu einer Verlängerung verpflichtet. Die 1.500, die Ende März verlängert wurden, haben noch zwei Monate vor sich. Eine Verkürzung von deren Dienst kommt für Köstinger nicht infrage; diese Zivildiener seien unverzichtbar, weil es derzeit keine Möglichkeit zur Ausbildung der Neuen gebe, sagte sie.

 11:41

Erste Infektion in Flüchtlingslager im Libanon

In einem palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bekannt geworden. Nach Angaben der UNO vom Mittwoch wurde eine Frau aus dem Lager im Osten des Landes in eine Klinik in der libanesischen Hauptstadt Beirut gebracht. Zu ihrem Alter und Gesundheitszustand machte das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge Unrwa keine Angaben.

Die Palästinenserin lebte demnach im Lager von Wavel bei der Stadt Baalbek. Am Mittwoch sollten dort Ärzte weitere Bewohner auf das Virus testen. In dem Lager leben nach einer Zählung von Ende 2017 rund 2000 Menschen. Die Menschen wurden aufgerufen, in ihren Unterkünften zu bleiben.

 11:26

Wiener Linien verwehrt Fahrgästen ohne Masken Mitfahrt

Seit 14. April gilt in allen Öffis die Tragepflicht von Mund-Nasen-Schutz. Die Wiener Linien haben nun einen Schritt gesetzt, Verstöße auch selbst exekutieren zu können. Konkret wurde die Bestimmung in die Beförderungsbedingungen aufgenommen. Hält sich ein Fahrgast nicht daran, kann ihm künftig die Mitfahrt verwehrt werden, sagte Geschäftsführerin Alexandra Reinagl der "Presse" (Mittwochausgabe).

Ein Wiener-Linien-Sprecher bestätigte der APA die Maßnahme. Ist jemand ohne entsprechenden Schutz unterwegs, dann sei das "ein Ausschlussgrund für die Fahrt".

Und auch Reinagl argumentierte im "Presse"-Interview: "Dann können wir nicht-kooperative Gäste auch von der Fahrt ausschließen." Derzeit müsste man in so einem Fall warten, bis die Polizei komme. Wobei sie auch hinzufügte, dass die Erfahrungen, was das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes unter den Mitfahrenden anbelangt, bis dato gut seien: "Die Fahrgäste halten sich bis auf ganz wenige Ausnahmen daran."

 11:24

Tote in USA schon Wochen vor erstem bekannten Fall

In den USA sind schon Wochen vor der offiziellen Registrierung des landesweit ersten Corona-Toten Menschen an Covid-19 gestorben. Bei der Autopsie von zwei am 6. und am 17. Februar verstorbenen Menschen seien durch das Virus hervorgerufene Erkrankungen nachgewiesen worden, teilte die Rechtsmedizin des kalifornischen Bezirks Santa Clara nach einer Bestätigung durch die Gesundheitsbehörde CDC mit.

Auch ein Todesfall in Santa Clara vom 6. März ist demnach auf das neuartige Coronavirus zurückzuführen. "Diese drei Menschen starben zu Hause zu einer Zeit, als die sehr begrenzten Tests nur über die CDC zu bekommen waren", hob die Gerichtsmedizin am Dienstag hervor. Die CDC habe Corona-Tests damals nur für Menschen vorgesehen, die unmittelbar zuvor auf Reisen waren und wegen Covid-19-Symptomen einen Arzt aufsuchten.

 11:24

Wien mit 18 Neu-Erkrankten und fünf weiteren Todesfällen

Aktuell gibt es in Wien 2.278 Menschen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt Wien am Mittwoch in einer Aussendung mit (Stand: 8.00 Uhr). Das bedeutet eine Zunahme von 18 Erkrankten bzw. 0,8 Prozent seit Dienstagfrüh. Derzeit tatsächlich an einer Erkrankung laborieren 497 Personen.

Gleichzeitig sind fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. Drei Frauen im Alter von 79, 89 und 94 Jahren verstarben im Krankenhaus. Auch zwei Männer, ein 51-Jähriger und ein 82-Jähriger, überlebten die Krankheit nicht. Damit stieg die Gesamtzahl der Verstorbenen auf 104.

Bisher gibt es in Wien auch 1.677 Menschen, die wieder genesen sind. Das sind 21 mehr als Dienstagfrüh.

 11:02

Lehrervertreter warnt vor "weiterem Ischgl" durch Öffnung

Die Unabhängigen Lehrergewerkschafter (ÖLI-UG) an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) haben die Bundesregierung aufgefordert, die angekündigte schrittweise Öffnung der Schulen ab 15. Mai noch einmal zu überdenken. "Jeder größere Schulstandort droht so zu einem weiteren 'Ischgl' zu werden (mit Lehrpersonen als Superspreader)", warnen sie in einem offenen Brief.

Wie sich die Lockerung der Regeln zur Eindämmung des Coronavirus nach Ostern auf die Infektionszahlen auswirken und ob es zu einer zweiten Infektionswelle kommen wird, werde man erst mit einer drei-bis vierwöchigen Verspätung erkennen, betonen die Lehrervertreter. Eine Öffnung der Schulen am 15. Mai halten sie deshalb für verfrüht.

 10:45

Matura-Hygienevorgaben als Role Model

Für den ab 4. Mai gestaffelt beginnenden Schulbetrieb wird es detaillierte Hygienevorgaben geben. Als eine Art Role Model auch für die restlichen Klassen dürfte dabei eine vom Bildungsministerium erstellte Checkliste für die ab Ende Mai stattfindenden schriftlichen und die im Juni am Programm stehenden (freiwilligen) mündlichen Maturaprüfungen gelten.

Laut der Liste müssen die Maturanten in einem von der Schule vorgegebenen Zeitfenster gestaffelt in die Schulen kommen. Im Schulgebäude muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - nicht allerdings, wenn sich die Schüler auf ihrem Platz befinden. Die Tische müssen nämlich so aufgestellt werden, dass mindestens ein Meter Abstand zum nächsten Schüler eingehalten wird.

Verpflichtend ist auch das Händewaschen nach der Ankunft in der Schule. Die Räume sind stündlich zu lüften. Außerdem sind Händedesinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen und Sanitäranlagen mit ausreichend Seife und Papierhandtüchern auszustatten.

 10:25

Vorarlberger FPÖ-Landtagsabgeordnete spenden 8.000 Euro

Die Landtagsabgeordneten der Vorarlberger Freiheitlichen spenden im Zuge der Coronakrise 8.000 Euro an hilfsbedürftige Vorarlberger. Man wolle damit ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität setzen, sagte Klubobmann Christof Bitschi. Viele Menschen befänden sich aktuell in einer finanziellen Notlage, die FPÖ setze sich dafür ein, dass die Betroffenen Hilfe und Unterstützung erhalten.

 10:05

Fünf Todesopfer in Wien

Stand Mittwoch, 22. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 2.278 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 104. Drei Frauen (79, 89 bzw. 94 Jahre) und zwei Männer (51 bzw. 82 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben.

1.677 Personen sind genesen.

 09:52

Experte: 38 Milliarden Euro reichen nicht

Das 38 Milliarden teure Hilfspaket der Regierung "war richtig, aber es wird nicht reichen", sagte Teodoro Cocca, Wirtschaftsprofessor an der Linzer Johannes Kepler Universität, im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten". Denn nach dem Lockdown (Stillstand, Anm.) der Wirtschaft werde wohl auch ein Konjunkturprogramm folgen müssen.

"Die Folgekosten des Lockdowns werden so hoch sein, dass sich im Nachhinein die Frage stellt, ob die Verhältnismäßigkeit gewahrt wurde", übt Cocca leise Zweifel an den Maßnahmen. Auch die Aussage der Regierung, man werde Unterstützung leisten, "koste es, was es wolle", sei "fahrlässig und falsch, weil die Folgekosten nicht berücksichtigt werden. Es ist nicht unlimitiert, was sich etwa Österreich leisten kann."

Allerdings geht Cocca davon aus, dass nach jetziger Schätzung die Verschuldung Österreichs auf 80 bis 84 Prozent des BIP steigen wird, bis zu 100 Prozent Verschuldungsquote wären aber "auch im Hinblick auf die Generationengerechtigkeit verkraftbar".

 09:42

Nur zwei weitere Coronavirus-Infizierte in Tirol

In Tirol setzt sich die positive Corona-Entwicklung weiter fort: Von Dienstagabend bis Mittwochfrüh kamen nur zwei weitere positive Testergebnisse hinzu. Damit waren nur mehr 479 Personen (exklusive der Genesenen) mit dem Virus infiziert. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor waren es mit 1.053 Menschen noch fast 600 mehr.

95 Personen starben bisher mit oder an einer Covid-19-Erkrankung. 2.869 waren laut Land wieder genesen. Knapp 45.000 Testungen wurden bisher im Bundesland durchgeführt.

Die meisten Infizierten gibt es mit 103 im Bezirk Landeck, gefolgt vom Bezirk Kufstein mit noch 91. Die zu Beginn der Coronakrise stark betroffene Landeshauptstadt Innsbruck weist nur mehr 41 Erkrankte auf.

 09:37

Peking verschärft Quarantänemaßnahmen

Die chinesische Hauptstadt Peking verschärft ihre Maßnahmen erneut. Einreisende müssen sich nach einer zweiwöchigen Quarantäne nun zusätzlich eine Woche in "häusliche Beobachtung" begeben. Damit dürfen Personen, die in die Stadt kommen, für insgesamt drei Wochen nicht am öffentlichen Leben teilnehmen.

 09:10

UniCredit-Chef Mustier kürzt sich Gehalt

UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier kürzt sich infolge der Coronaviruskrise sein Jahresgehalt. So verzichtet der Franzose 2020 ganz auf den variablen Teil seines Jahresbetrags im Umfang von maximal 2,4 Mio. Euro, teilte UniCredit in einer Presseaussendung am Mittwoch mit. Mustier verzichtet außerdem auf 25 Prozent seines fixen Jahresgehalts, was 300.000 Euro entspricht.

Der Aufsichtsrat der Bank Austria-Mutter wird den Anteil von Mustiers Gehalt der UniCredit-Stiftung zukommen lassen. Die Stiftung bemüht sich um die Verringerung der negativen Auswirkungen der Coronavirusepidemie auf die lokalen Gemeinschaften und liefert Ressourcen für die Gesundheitsdienste. Das Topmanagement der Bank-Austria-Mutter hatte bereits Ende März beschlossen, auf die gesamten Bonuszahlungen für das Jahr 2020 zu verzichten.

Das größte italienische Geldhaus stockt wegen drohender Kreditausfälle durch die Coronaviruspandemie seine Risikovorsorge deutlich auf. Im ersten Quartal werde die Bank zusätzlich rund 900 Mio. Euro zurücklegen für mögliche Kreditausfälle, teilte UniCredit am Mittwoch mit. Im ersten Quartal 2019 belief sich die Risikovorsorge auf 468 Mio. Euro.

 08:44

US-Bundesstaat verklagt China wegen Vertuschung

Der US-Bundesstaat Missouri verklagt wegen der Coronavirus-Pandemie die chinesische Regierung. Missouris Generalstaatsanwalt Eric Schmitt warf Peking am Dienstag vor, die Welt über die Lungenerkrankung Covid-19 "belogen" und zu wenig zur Eindämmung des Virus unternommen zu haben. Dies habe zu Erkrankungen, Todesfällen und wirtschaftlichen Schäden weltweit und auch in Missouri geführt.

Die chinesische Regierung habe sich eines gefährlichen Verhaltens und der Pflichtverletzung schuldig gemacht, erklärte Schmitt weiter. Sie müsse für "ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden". Das Verfahren könnte zu Schadenersatzforderungen gegen China führen.

Covid-19 habe weltweit "irreparable Schäden" verursacht, führte der Generalstaatsanwalt aus: Krankheit, Tod, wirtschaftliche Schäden und menschliches Leid. "In Missouri sind die Auswirkungen des Virus sehr real - Tausende haben sich angesteckt und viele sind gestorben." Außerdem müssten kleine Unternehmen dichtmachen, viele Menschen hätten große Schwierigkeiten, "Essen auf den Tisch" zu bekommen.

 08:12

Wienerberger-Chef warnt vor 1 Million Arbeitslosen in Österreich

Das Stilllegen der Wirtschaft im Zuge der Coronakrise wird noch weitreichende Folgen haben. "Der Schaden ist ja schon angerichtet", sagte der Chef des weltgrößten Ziegelkonzerns Wienerberger, Heimo Scheuch, im Gespräch mit der APA und verwies dabei auf Liquiditätsengpässe, Konkurse und steigende Arbeitslosenzahlen. "Passt auf, dass wir nicht eine Million Arbeitslose bekommen", warnte der CEO.

Österreich sei exportorientiert und abhängig von Touristen. "Wir müssen uns der Herausforderung stellen, dass wir uns nicht abschotten", meinte Scheuch mit Blick auf die derzeitigen Grenzschließungen. Die Wirtschaft sei von der Krise "leider ja am meisten betroffen". "Und es ist jetzt unsere gemeinsame Verantwortung, das wieder herauszuheben", so der Konzernchef.

"Eines muss man klar heute sagen: die gewählten Maßnahmen haben sehr starke Auswirkungen", betonte Scheuch. Die vielen GmbH in Österreich, die oft Kleinstunternehmungen sind, aber auch die mittleren Unternehmen, die massiv im Export tätig sind, "werden sehr stark leiden", ebenso der Tourismus, der in Österreich deutlich verankert ist.

 06:11

Jobverlust trifft bei Frauen eher höherqualifizierte

Im Zuge der vom Virus Covid-19 ausgelösten Pandemie haben zwar bisher mehr Männer als Frauen den Job verloren, aber der Beschäftigungsrückgang konzentriert sich auf typische Frauenberufe - und Frauen tragen mehr von der Belastung durch zusätzliche Betreuungspflichten, heißt es in einer aktuellen Wifo-Studie. Bei Frauen waren eher höher Qualifizierte betroffen, bei Männern eher Geringqualifizierte.

Während die Krise 2008/09 vor allem den stark männerdominierten Produktionssektor betraf, gibt es aktuell am Arbeitsmarkt in fast allen Wirtschaftsbereichen negative Auswirkungen. "Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus trafen insbesondere die frauendominierten Dienstleistungsbranchen hart" schreiben die Wifo-Ökonominnen Julia Bock-Schappelwein, Christine Mayrhuber und Ulrike Famira-Mühlberger in dem am Mittwoch veröffentlichten WIFO Research Brief "COVID-19: Ökonomische Effekte auf Frauen".

 06:11

33 Infizierte auf Kreuzfahrtschiff vor Japan

Die japanische Präfektur Nagasaki bestätigt 33 Fälle einer Coronavirus-Infektion auf einem italienischen Kreuzfahrtschiff. Die "Costa Atlantica" der Reederei CSSC Carnival Cruise Shipping Limited hatte für Reparaturen angedockt. Es befänden sich 623 Besatzungsmitglieder und keine Passagiere an Board, berichten lokale Medien.

Diejenigen, die zwar positiv testen aber keinerlei Symptome zeigten, würden zur Überwachung an Bord bleiben, Crew-Mitglieder mit Symptomen würden in Krankenhäusern behandelt, sagt der Gouverneur der Präfektur, Hodo Nakamura, auf einer Pressekonferenz. Diejenigen, die Negativ testen, würden in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden.