KAISER-FRANZ-JOSEF-SPITAL Corona in Wien

LIVE-Ticker

Die aktuellen Corona-Zahlen: 10.122 Fälle (+715), 129 Tote

Kurz warnte: ''Ruhe vor dem Sturm'' - Laut Gesundheitsministerium sind bisher (Stand: 20.00 Uhr) 10.122 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 

Wien. Die Zahl der Personen, die sich in Österreich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist am Dienstag erstmals auf über 10.000 gestiegen. Laut Gesundheitsministerium sind bisher (Stand: 20.00 Uhr) 10.122 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Das Tragen von Mund-Nasen-Masken in Supermärkten und Drogerien wird spätestens am Montag (6. April) verpflichtend sein.
 
Die meisten Fälle gab es in Tirol mit 2.358, gefolgt von Niederösterreich (1.632) und Oberösterreich (1.616). In Wien galten 1.409 Personen offiziell als infiziert. Die Zahl von Personen, deren Ableben mit dem Coronavirus in Verbindung steht, wurde (Stand 9.30 Uhr) mit 128 beziffert. Im Spital behandelt wurden (Stand 9.30 Uhr) 1.110 Personen, intensivmedizinisch betreut wurden 198 Patienten.
 

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Das Coronavirus wird bald den Alltag der Österreicher noch weiter verändern, denn das Tragen von Mund-Nasen-Masken in Supermärkten, Drogerien und Drogeriemärkten steht vor der Türe: Spätestens mit Beginn der kommenden Woche wird die Schutzmaßnahme einem Erlass des Gesundheitsministeriums zufolge für Alle Pflicht. Geschäfte, deren Kundenbereich kleiner als 400 Quadratmeter ist, sind davon allerdings ausgenommen. Außerdem müssen die Kunden per Aushang/Piktogramm darauf hingewiesen werden, "dass bei Vorhandensein von (nicht näher definierten, Anm.) Symptomen die Geschäftsräumlichkeiten nicht betreten werden dürfen".
 
Das Land Salzburg verschärfte indes schon am Dienstag den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weiter: Nach dem Gasteiner- und dem Großarltal sowie der Gemeinde Flachau sollten ab Mitternacht auch Altenmarkt, Zell am See und Saalbach unter Quarantäne gestellt werden. Zudem wird in Flachau die Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt. Diese Sperren gelten vorerst bis Ostermontag.
 
Keine Entspannung gibt es auch in der Bildung: Die Schulen und Hochschulen bleiben aufgrund der Corona-Pandemie wohl noch bis mindestens Ende April im derzeitigen Notbetrieb. Eine mögliche Öffnung soll dann schrittweise erfolgen - zunächst für Maturanten und andere Abschlussklassen bzw. für Prüfungen. Ein konkretes Datum nannte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) allerdings nicht. An den Hochschulen soll das derzeit laufende Sommersemester als "neutrales Semester" bewertet werden. Damit können etwa Beihilfen länger bezogen werden.
 
 
 
 
 
 

Weltweit über 800.000 Fälle

 
Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800.000 bestätigte Infektionen sowie fast 40.000 Todesfälle. Von den bis Dienstagvormittag nachgewiesenen 777.798 Fällen gehen 386.282 - also knapp die Hälfte - auf Europa zurück, wie das Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte.
 
In Italien, einem der Hotspots in Europa, gab es einen ersten Hoffnungsschimmer. Laut Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS) stabilisiert sich die Epidemiekurve. Die Zahl der Neuinfizierten sei seit einigen Tagen stabil, was bezeuge, dass die Eingrenzungsmaßnahmen greifen, berichteten die Experten am Dienstag. "Die Epidemiekurve zeigt uns, dass wir eine stabile Phase erreicht haben", sagte ISS-Präsident Silvio Brusaferro. Seiner Ansicht nach können die produktiven Aktivitäten jedoch nur schrittweise wieder aufgenommen werden. Die Regierung prüft eine Auflockerung der Ausgangssperre und des Produktionsstopps auch erst nach dem 4. Mai.
 
Spanien hat indes weiterhin seit Tagen knapp alle zwei Minuten einen Corona-Toten zu beklagen. Am Dienstag wurde mit 849 neuen Fällen binnen 24 Stunden ein trauriger Rekord gemeldet. Nirgendwo auf der Welt gibt es derzeit so viele neue Todesopfer. Den Intensivstationen droht der Kollaps. Um die Eindämmung der Krise zu beschleunigen, beschloss die linke Regierung eine ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung des Ausgangsverbots, die am Dienstag in Kraft trat. Sehr zum Ärger vieler Politiker und fast aller Unternehmer.
 
Angespannt blieb die Lage auch auf der britischen Insel. Premierminister Boris Johnson gerät wegen erheblicher Mängel bei der Bekämpfung der Pandemie immer stärker unter Druck. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft British Medical Association fehlt es in Kliniken und bei Hausärzten an Ausrüstungen. Krankenschwestern hatten berichtet, dass sie ohne Schutz Patienten versorgen mussten. Wie die Ärzteorganisation Royal College of Physicians mitteilte, ist jeder vierte Mediziner des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS inzwischen "krank oder in Isolation".
 
Hochgefahren wurden die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nun auch in Russland. Dort drohen bei Verstößen gegen die Quarantäne bis zu sieben Jahre Haft. Das Unterhaus des russischen Parlaments verabschiedete am Dienstag im Eilverfahren ein entsprechendes Gesetz. Zudem wurden die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie ausgeweitet. In mehr als 40 der 85 Regionen Russlands ist das öffentliche Leben damit weitgehend lahmgelegt.
 
Die USA sind, gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen, inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Nachgewiesen sind bereits mehr als doppelt so viele Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 wie in China, wo die Lungenerkrankung Covid-19 erstmals nachgewiesen wurde: Am Dienstag verzeichnete die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 164.700 Fälle. In China liegt die Zahl bei mehr als 82.270
 
Mit ausgeweiteten Schutzmaßnahmen wollen die USA in der sich verschärfenden Krise das Schlimmste verhindern. Die Versuche der Regierung in Washington, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, werden auch Konsequenzen für Reisende aus Europa haben. Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden.
 
In Asien ist die erste Welle hingegen vorüber. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt jedoch davor, in der Region von einer Entspannung auszugehen. Die Epidemie dort sei "noch längst nicht vorbei", sagte der WHO-Vertreter Takeshi Kasai. Die aktuellen Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung würden den Ländern lediglich Zeit bringen, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten. "Das wird ein langer Kampf und wir können den Schutz nicht herunterfahren", so Kasai. Das gelte auch für Länder mit sinkenden Zahlen bei Neuinfektionen. Das Virus könne zurückkommen, kein Land sei davor sicher.
 23:54

++++ Hier endet der Live-Ticker ++++

Die oe24-Redaktion ist auch am Mittwoch wieder für Sie da und hält Sie über alle Entwicklungen in der Coronavirus-Krise auf dem Laufenden.

 23:18

Ehemaliger Präsident von Olympique Marseille gestorben

Pape Diouf, der frühere Präsident von Olympique Marseille, ist im Alter von 68 Jahren an den Folgen des Coronavirus verstorben. Dies vermeldeten das senegalesische Fernsehen und die französische Nachrichtenagentur übereinstimmend.

Pape Diouf, der Marseille von 2005 bis 2009 vorgestanden war, hätte aufgrund seines Gesundheitszustandes mit einem Flugzeug von Dakar in ein Spital nach Nizza transportiert werden sollen. Da sich der Zustand des ehemaligen Journalisten und Spieleragenten jedoch weiter verschlechtert hatte, konnte das Flugzeug nicht starten. Wenig später verstarb Diouf auf senegalesischem Boden.

 22:02

Zahl der Toten in Südtirol stieg auf 110

Die Zahl der Toten in Südtirol, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, ist Dienstagabend auf 110 gestiegen. Zu Mittag waren es noch 77 Verstorbene - ein Datenabgleich zwischen Sanitätsbetrieb und Seniorenwohnheimen ließ die Zahl aber nach oben schnellen. In den Südtiroler Krankenhäusern waren bis zum Abend 78 Menschen mit dem Virus gestorben, teilte das Land Südtirol mit.

Seit einigen Tagen werde die Anzahl der Corona-Toten in Seniorenheimen erhoben, der vom Krisenstab Seniorenheime koordiniert werde. Mit Stand Dienstagvormittag waren 36 Menschen in den Heimen gestorben, vier davon im Krankenhaus. Deshalb scheinen diese in der Liste der Krankenhäuser auf. Die restlichen 32 wurden nun zu den Menschen dazugezählt, die in den Krankenhäuser starben. Dadurch erhöhe sich die Gesamtzahl der Toten auf 110, erklärte das Land.

 21:09

Tirol: 1.943 Menschen infiziert, 24 Tote

In Tirol waren Dienstagabend rund 1.943 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Menschen, die in Zusammenhang mit dem Virus starben, kletterte indes auf 24, teilte das Land mit. Die gute Nachricht war dagegen, dass insgesamt 471 Menschen die Infektion überstanden haben und wieder als gesund erklärt werden konnten - alleine im Laufe des Dienstags betraf dies 84 Personen.

Mit 1.914 Infizierten war Dienstagvormittag im Vergleich zum Vortag die Zahl der Neuinfektionen erstmals rückläufig, die aktuellen Zahlen zeigten jedoch wieder einen Anstieg. 2.502 Testergebnisse waren noch ausständig. Außerdem verstarben zwei weitere Personen: Eine 80-jährige Frau im Bezirk Innsbruck-Land sowie im Bezirk Kitzbühel eine 59-jährige Frau. Beide hatten Vorerkrankungen.

Der Bezirk Landeck war mit 386 Infizierten in Tirol noch der am stärksten vom Virus betroffene Bezirk. An zweiter Stelle lag die Stadt Innsbruck mit 313 Infektionen.

Das Land wies darauf hin, dass die Zahlen des Dashboards des Gesundheitsministeriums noch nicht vollständig aktualisiert seien. Die vom Land mitgeteilten Zahlen stammen aus der Landeswarnzentrale, hieß es. Außerdem führe das Gesundheitsministerium - im Gegensatz zum Land - die Zahl aller jemals positiv getesteten Personen an, ohne die wieder Genesenen abzuziehen. Daraus ergäbe sich ein zahlenmäßiger Unterschied.

 21:01

Mehr als 67.000 Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag mehr als 67.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor. Mindestens 700 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher bundesweit gestorben.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 15.500 nachgewiesenen Fällen und 191 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 15.250 Fällen und 148 Toten und Baden-Württemberg mit mehr als 13.300 Fällen und 196 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 80,6.

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

 20:45

Fast 400 auf Schiff in Griechenland unter Quarantäne

In Griechenland steht ein Passagierschiff mit mehr als 380 Menschen an Bord unter Quarantäne, weil es mehrere Coronavirus-Fälle an Bord gibt. Das Schiff, das von der Türkei auf dem Weg nach Spanien war, wurde im Hafen von Piräus bei Athen unter Quarantäne gestellt, wie die Hafenpolizei am Dienstag mitteilte. Rund 20 Passagiere waren demnach positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Die "Eleftherios Venizelos", die einer griechischen Reederei gehört, hatte bereits am 22. März in Piräus angelegt. Wie ein Sprecher der Hafenpolizei sagte, konnte das Schiff aber nicht nach Spanien weiterfahren, weil das Land besonders "schwer" von der Coronavirus-Pandemie betroffen sei. Weil rund 20 Passagiere mit dem Coronavirus infiziert seien, müsse das Schiff nun vorerst in Piräus bleiben.

Unter den 383 Passagieren und Besatzungsmitgliedern sind nach Angaben der griechischen Küstenwache 33 Griechen. Zur Staatsangehörigkeit der anderen Passagiere machte sie zunächst keine Angaben. In Griechenland sind bisher 1.212 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. 47 Menschen starben.

 20:44

Barcelona spart durch Gehaltskürzungen 16 Mio. Euro im Monat

Durch die vorübergehende Gehaltskürzung von 70 Prozent bei den Fußball-Profis wegen der Corona-Krise wird der FC Barcelona 14 Millionen Euro im Monat sparen. Das verriet Clubpräsident Josep Bartomeu am Dienstag im Interview des Radiosenders "Catalunya Radio".

Da auch alle anderen Sportler des Vereins 70 Prozent, darunter die Spieler der Basketball- und Handball-Teams, weniger Geld bekommen würden, werde man die Ausgaben um insgesamt 16 Millionen Euro reduzieren.

"Wenn der Alarmzustand (in Spanien) einen Monat dauert, würde das in der Praxis eine Kürzung der Jahresgehälter um 5,75 Prozent bedeuten", sagte der Clubboss. Bartomeu erklärte, man rechne damit, dass der seit dem 15. März geltende Alarmzustand "höchstens zwei Monate" anhalten werde. In dem Fall würden alle Sportler des Clubs auf 11,5 Prozent des Jahresgehalts verzichten müssen. "Die Situation ist schwierig. Man musste Maßnahmen ergreifen."

Die Spieler des Titelverteidigers werden laut Bartomeu auf zusätzliche zwei Prozent des Gehalts verzichten, damit die Clubmitarbeiter, die von der vom katalanischen Verein verkündeten Kurzarbeit betroffen sind, weiter ihr komplettes Gehalt erhalten.

In einem am Montag auf Instagram geposteten Statement hatte Barca-Topstar Lionel Messi Medienberichte bestritten, wonach sich die Profis der Kürzung lange widersetzt hätten. "Wir sind uns alle völlig darüber im Klaren, dass es sich um eine außergewöhnliche Situation handelt", betonte der Argentinier. Gegenüber "Catalunya Radio" beteuerte auch Bartomeu, dass die Spieler "sich niemals geweigert haben, eine Gehaltskürzung zu akzeptieren."

 20:31

Red-Bull-Teamchef Horner relativierte Markos Corona-Pläne

Christian Horner, Teamchef des Formel-1-Teams von Red Bull, hat die "Coronavirus-Pläne" von Motorsportberater Helmut Marko relativiert. Der Steirer hatte vorgeschlagen, die Piloten von Red Bull und Alpha Tauri sowie die zehn Junioren absichtlich mit dem Coronavirus zu infizieren, damit sie zu Saisonbeginn wieder fit und immun seien.

"Wie Helmut bereits hervorgehoben hat: Als er den Vorschlag gemacht hat, gab es dafür keine Unterstützung. Das war von ihm in mehrerer Hinsicht eine unbedachte Äußerung, die getätigt wurde, bevor man das wahre Ausmaß dieser Pandemie verstanden hat", erklärte Horner in einem BBC-Interview. Markos Ansinnen sei nie ernsthaft diskutiert worden.

Weiters betonte der Brite, er würde sich eine Verschiebung der Regeländerungen in der Formel 1 auf 2023 und nicht wie zuletzt auf 2022 wünschen, um Kosten zu sparen.

 20:30

Salzburg nimmt Intensivpatienten aus Frankreich auf

Österreich wird dem schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Frankreich bei der Behandlung von Infizierten unter die Arme greifen. Drei schwer an Covid-19 erkrankte Personen werden zur Behandlung in das Bundesland Salzburg gebracht. "Frankreich hat Österreich um Aufnahme von einigen Corona-Intensivpatienten ersucht", teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstagabend mit.

"Wir helfen Frankreich natürlich in dieser schwierigen Situation, um Menschenleben zu retten und nehmen in Salzburg drei Intensivpatienten auf, wofür ich dem Land Salzburg danke. Angesichts der großen Dramatik der Situation ist dies nur ein kleiner Beitrag, aber es ist symbolisch wichtig, dass wir uns in Europa unterstützen", hieß es in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Das Land Tirol hatte bereits fünf Intensivpatienten aus Südtirol aufgenommen.

 20:29

Fast 500 Tote binnen 24 Stunden in Frankreich

In Frankreich sind binnen 24 Stunden 499 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mit diesem neuen Höchstwert stieg die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 3.523, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Dienstag mitteilte. Fast 22.800 Corona-Kranke werden demnach derzeit in den Krankenhäusern des Landes behandelt, mehr als 5.560 von ihnen auf der Intensivstation.

Frankreich ist in der EU eines der Länder, das am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Seit dem 17. März gilt eine strenge Ausgangssperre, die mittlerweile bis zum 15. April verlängert wurde.

Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Produktion von Schutzmasken werde in Frankreich nun hochgefahren. Bis Ende April sollen nach seinen Worten "mehr als zehn Millionen" Stück pro Woche produziert werden, dreimal so viele wie vor der Corona-Krise.

 19:58

Italien lockert Ausgangssperre für Kinder

Unter wachsendem Druck der Öffentlichkeit hat die italienische Regierung eine Auflockerung der Ausgangssperre für Kinder beschlossen. Nach Appellen von Eltern, Lehrern und Kinderärzten beschloss das Innenministerium, dass Spaziergänge von Kindern in Begleitung eines Elternteils möglich sind, sofern sie nahe der eigenen Wohnung stattfinden. Sportliche Aktivitäten sind nicht erlaubt.

Seit dem 5. März gehen die Kinder in Italien nicht mehr in die Schule. Eine Wiederaufnahme des Unterrichts ist vorerst nicht in Sicht. Die Regierung will die bis zum kommenden Freitag (3. April) angeordnete Schließung der Schulen verlängern.

Die italienische Regierung überlegt inzwischen eine Verlängerung des Lockdowns. Die Maßnahmen könnten per Verordnung bis 4. Mai verlängert werden, hieß es in Regierungskreisen.

In Italien ist am Dienstag die Zahl der Coronavirus-Todesopfer erneut gestiegen. Jene der Neuinfizierten blieb stabil, was Experten optimistisch stimmt. Die Zahl der Coronavirus-Toten kletterte innerhalb von 24 Stunden um 837 auf insgesamt 12.428 Opfer. Dieses Plus lag über dem Zuwachs der vergangenen drei Tage, teilte der Zivilschutz mit.

 19:53

185 Erkrankte im Burgenland

Im Burgenland gibt es derzeit 185 an Covid-19 erkrankte Personen, teilte der Koordinationsstab Coronavirus des Landes am Dienstagabend unter Berufung auf das Gesundheitsministerium mit (Stand: 19.00 Uhr). Die Zahl der bereits Genesenen ist auf 18 gestiegen, das sind acht mehr als am Montag.

Im Bezirk Oberwart gibt es mit 62 Personen derzeit die meisten Erkrankten. Jennersdorf weist mit sieben Infizierten derzeit die geringste Fallzahl auf Bezirksebene aus. In der Landeshauptstadt Eisenstadt sind elf Menschen an Covid-19 erkrankt.

787 Personen stehen im Burgenland derzeit unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Zwölf Erkrankte befinden sich im für die isolierte Behandlung von Covid-19-Patienten eingerichteten Bereich des Krankenhauses Oberpullendorf, davon werden vier intensivmedizinisch betreut. Im Burgenland gibt es bisher drei Todesfälle.

 19:05

Londons Bürgermeister bat Premier-League-Clubs um Hilfe

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan die Fußballclubs aus der britischen Hauptstadt um Hilfe gebeten. Wie ein Sprecher auf dpa-Anfrage bestätigte, schrieb Khan einen Brief an mehrere Premier-League-Clubs, darunter Chelsea und Arsenal, sowie an einige Vereine der zweithöchsten Liga.

In dem Brief bat der Bürgermeister darum, dass die Vereine dem nationalen Gesundheitsdienst NHS ihre Teamärzte und ihr medizinisches Personal zur Verfügung stellen. Weiter bat Khan darum, dass der NHS die Stadien, Trainingsanlagen und Parkplätze für die Einrichtung voraussichtlich notwendiger Feldkrankenhäuser nutzen darf. Zudem bat er um Unterbringungsmöglichkeiten für NHS-Mitarbeiter.

"Bei der Zusammenarbeit im Kampf gegen die Coronavirus-Bedrohung hat sich der Gemeinschaftssinn der Londoner Fußballclubs gezeigt", sagte Khan dazu. Zuvor hatte unter anderem schon Chelsea seine Hilfe angeboten. Der Club lässt NHS-Mitarbeiter kostenlos in einem Hotel direkt neben dem Stadion Stamford Bridge wohnen. Das Stadion von Tottenham Hotspur wird bereits umfangreich genutzt. Weil sich der Club schon länger im Austausch mit Rathaus-Mitarbeitern befindet, bekamen die "Spurs" keinen Brief.

 18:39

Wein- und Bier-Limit beim Einkaufen in Australien

Nach Panikkäufen von Alkohol in der Corona-Krise hat der australische Einzelhandel am Dienstag Höchstmengen für den täglichen Einkauf festgelegt. Demnach dürfen die Australier vorerst "nur noch" zwölf Flaschen Wein und zwei Kisten Bier pro Tag kaufen.

Die großen Alkohol-Händler verständigten sich auf die neue Regelung, nachdem viele Australier wegen der Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf große Einkaufstour gegangen waren. "Es war klar, dass die Ungewissheit über die Auswirkungen auf das Angebot einige Leute dazu veranlasste, anders einzukaufen", erklärte Branchenvertreterin Julie Ryan.

In Australien wurden wegen der Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte geschlossen, darunter Bars und Gaststätten. Daraufhin wurden die Onlinedienste in Australien mit Videos und Bildern von Käufern überflutet, die ihre Einkaufswagen angesichts der womöglich wochenlangen Ausgangssperre mit Unmengen an Alkohol beluden. In der vergangenen Woche stiegen die Ausgaben in den Alkohol verkaufenden "Bottle Shops" nach Angaben der Commonwealth Bank um 86 Prozent.

"Wir wollen jetzt eine klare Botschaft senden: Bottle Shops bleiben geöffnet, und es gibt keine Versorgungsengpässe", erklärte Ryan. Die nun erlassenen Restriktionen sollten sicherstellen, "dass alle Verbraucher weiterhin Zugang zu ihren Lieblingsgetränken haben, wenn sie sich für einen Kauf entscheiden".

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation konsumieren Australier ab dem Alter von 15 Jahren durchschnittlich 12,6 Liter Alkohol pro Jahr. Damit liegen sie weltweit auf dem zweiten Platz hinter Tschechien.

 18:36

4,3 Prozent Zuwachsrate in Vorarlberg

Von Montag auf Dienstag ist die Zahl der Infizierten in Vorarlberg um 4,3 Prozent auf 657 Personen angewachsen. Damit lag Vorarlberg aber erneut unter der Marke von sieben Prozent, die - wird sie überschritten - für eine exponentielle Ausbreitung des Virus sorgt. Die Steigerungsraten der vergangenen Tage beliefen sich auf 6,4 Prozent, 4,8 Prozent und von Sonntag auf Montag auf 6,8 Prozent.

Bis Dienstagabend wurden in Vorarlberg (Stand: 17.00 Uhr) 3.725 Verdachtsfälle bekannt, 3.068 Tests brachten ein negatives Ergebnis. Von den 657 infizierten Personen wurden 62 im Krankenhaus behandelt, zwölf davon auf der Intensivstation. 80 Personen sind mittlerweile wieder gesund.

 18:27

Neue Fälle in oberösterreichischen Altenheimen

In Oberösterreich sind am Dienstag neue Infektionen in Seniorenheimen bekanntgeworden. Die Zahl der betroffenen Einrichtungen dürfte damit bei mindestens zwölf liegen. Insgesamt ist die Zahl der Neuinfektionen von Montag auf Dienstag im Bundesland etwas zurückgegangen, der Krisenstab des Landes warnte aber eindrücklich davor, von einer Trendumkehr zu sprechen.

Von Montagmittag bis Dienstagmittag kamen oberösterreichweit 59 Infizierte dazu. Die Gesamtzahl lag damit bei 1.562, abzüglich der bereits Genesenen - und der mittlerweile elf Toten - sind damit aktuell 1.303 Oberösterreich infiziert. Rund 5.800 Landsleute sind in Quarantäne.

Neue Zahlen gab es aus einigen Seniorenheimen: In Peuerbach wurden vier Mitarbeiterinnen positiv getestet. Bei allen näheren Kontaktpersonen war der Test negativ. In Unterweißenbach sowie im Altenheim in Eferding wurde je eine Pflegekraft positiv getestet. Die übrigen Mitarbeiter und Bewohner müssen nun zum Abstrich. In einer Einrichtung in Gmunden-Weinberghof gibt es einen Verdachtsfall, das Ergebnis ist noch offen.

Im Seniorenheim Keferfeld/Oed in Linz hat sich laut Stadt ein Bewohner bei einem Krankenhausaufenthalt angesteckt. Der 78-Jährige war neben einem im Nachhinein positiv getesteten Patienten gelegen. Er soll aber nach seiner Rückkehr aus dem Spital ins Heim zu keinen anderen Insassen Kontakt gehabt haben.

Abgeschlossen sind mittlerweile die Tests im Kindergarten Alberndorf: Drei von insgesamt 147 Kindern sowie zwei Pädagoginnen haben sich infiziert.

 18:22

New Yorks Gouverneur: "Haben das Virus unterschätzt"

Der Gouverneur des stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat im Kampf gegen das Virus Versäumnisse eingestanden. "Wir haben das Virus unterschätzt. Es ist stärker und gefährlicher als wir erwartet haben", sagte Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen live im Fernsehen und online übertragenen Pressekonferenz.

"Ich bin müde davon, dem Virus hinterherzurennen. Wir waren vom ersten Tag an hinten dran und mussten aufholen - und so gewinnt man nicht."

Die Zahl der nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen im Bundesstaat New York kletterte unterdessen auf 1.550 von 1.218 am Vortag. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei rund 75.0000, bis zu 10.000 von diesen Patienten liegen im Krankenhaus.

Der US-Ostküstenstaat New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole hat sich zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt - auch weil dort bisher deutlich mehr getestet wird als in den anderen Bundesstaaten. Weil die Kapazitäten der Krankenhäuser dort nicht auf die Ansteckung weiterer Teile der Bevölkerung vorbereitet sind, werden provisorische Kliniken aufgebaut und vorhandene Einrichtungen mit zusätzlichen Betten aufgestockt. Auch ein Lazarettschiff der Marine hat im Hafen von New York angedockt.

Für die Stadt gelten strenge Ausgangsbeschränkungen, alle nicht "lebensnotwendigen" Geschäfte sind geschlossen. Niemand könne derzeit sagen, wann die Beschränkungen wieder aufgehoben würden, sagte Cuomo. "Aber es wird nicht bald sein." Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 165 000 Corona-Fälle nachgewiesen - mehr als in jedem anderen Land.

 18:14

Trump und Erdogan beraten über Corona-Krise

US-Präsident Donald Trump und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan haben sich in der Coronavirus-Krise beraten. Nach Darstellung des Weißen Hauses waren sich die beiden Staatschefs in ihrem Telefonat am Dienstag einig, dass es derzeit für Konfliktländer wichtiger denn je sei, Vereinbarungen über einen Waffenstillstand einzuhalten und an Lösungen für Syrien und Libyen zu arbeiten.

Die Präsidenten wollten eng im Kampf gegen das Virus und bei der Stärkung der Wirtschaft zusammenarbeiten, erklärte Sprecher Judd Deere. Aus dem türkischen Präsidialpalast hieß es, dass Erdogan und Trump über bilaterale und regionale Entwicklungen sowie über den Kampf gegen das neuartige Coronavirus gesprochen hätten. Man wolle Erfahrungen und Daten austauschen.

 18:06

Täglich 250 Schüler in OÖ in Betreuung

Seit den Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie werden in Oberösterreich nur rund 250 der 123.000 Schüler unter 14 Jahren täglich betreut, was einen Anteil von 0,2 Prozent ausmacht. 1.250 Pädagogen sind dafür an den Schulen im Einsatz, zog die Bildungsdirektion am Dienstag eine erste Zwischenbilanz. Für das Betreuungsangebot in der Karwoche werde gerade der Bedarf erhoben.

Bereits mehr als 6.100 Lehrer der insgesamt 17.000 Pädagogen an Pflicht-, AHS und Oberstufenschulen haben sich bereit gemeldet, die Betreuung der Unter-14-Jährigen in den Osterferien zu übernehmen.

 17:56

Arzt drohte in Frankreich mit "Covidhusten": Haftstrafe

In Frankreich ist ein Arzt zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er Polizisten angedroht hatte, sie mit dem Coronavirus anzustecken und wegen Gewalt gegen seine Frau. Der 66-Jährige habe "in einer übertriebenen Weise gehustet" und zu den Polizisten gesagt, sie würden nun auch krank, erklärte die Staatsanwaltschaft in Lille im Norden des Landes am Dienstag.

Der Mann war von den Gendarmen wegen des Vorwurfs häuslicher Gewalt in Gewahrsam genommen worden. Nach Angaben seiner Ehefrau konnte der Arzt nicht zur Arbeit in sein Krankenhaus gehen, da bei ihm der Verdacht auf die Lungenkrankheit Covid-19 bestand. In dem Polizeifahrzeug habe er dann die von den Gendarmen bereitgestellte Schutzmaske abgezogen und auffällig gehustet. Er habe gesagt, "er wisse, dass ihnen dies Angst macht", sagten die Polizisten aus.

Der Arzt musste sich daraufhin vor Gericht sowohl wegen Gewalt gegen seine Frau als auch die Vollzugsbeamten verantworten. Er soll den Polizisten nach dem Urteil auch eine Entschädigung zahlen und darf keinen Kontakt zu seiner Frau aufnehmen.

 17:35

22 Menschen in Tirol verstorben

Die Zahl der Todesfälle in Tirol, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, hat sich am Dienstag auf 22 erhöht. Im Laufe des Tages verstarben drei Personen: Ein 81-jähriger Mann und eine 73-jährige Frau im Bezirk Kufstein, in Osttirol war ein 68-jähriger Mann betroffen. Alle drei litten an Vorerkrankungen, teilte das Land Tirol in einer Aussendung mit.

Bei einer Videopressekonferenz am Nachmittag berichtete Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) von insgesamt 2.395 positiv Getesteten in Tirol. Bei den Neuinfektionen hatte sich aber eine leichte Entspannung abgezeichnet: Die Zahl der genesenen Menschen war in den vergangenen 24 Stunden höher als jene der neu Infizierten. In Tirol überstanden bisher 387 Menschen eine Coronavirus-Infektion. Alleine seit Montag wurden 117 wieder als gesund erklärt. Die Zahl der Neuinfizierten dagegen belief sich nur auf 57.

Im Spital mussten 218 Menschen behandelt werden. 57 benötigten eine intensivmedizinische Betreuung und 53 wurden beatmet.

 17:14

Tusk sorgt sich um das Überleben der EU

Der Präsident der Europäischen Volkspartei (EVP) und frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich pessimistisch zur Lage der EU in der Corona-Krise geäußert. "Seit Beginn meiner politischen Karriere bin ich zum ersten Mal seit 20 Jahren ernsthaft besorgt darüber, ob die EU das überleben wird", sagte Tusk in einem Interview am gestrigen Montag.

Das Interview wurde auf dem Youtube-Kanal des früheren polnischen Außenministers und EVP-Europaabgeordneten Radoslaw Sikorski veröffentlicht. "In dieser schwierigen Zeit, agieren viele Politiker selbst wie Viren, nicht wie Impfstoffe", beklagte der frühere polnische Ministerpräsident. "Wenn sich die Logik des Brexit, von Kaczynski, von Orban, von Trump durchsetzt und sich mit Kräften verbindet, die uns traditionellerweise Schlechtes wollen, dann werden wir sicher nicht überleben."

 17:12

Kirchlicher Kindergartenbetreiber kritisiert Faßmann

Der katholische St. Nikolausstiftung kritisiert die Aussagen von Unterrichtsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zur Hortbetreuung und fordert Klarheit für Kindergärten und Eltern. Der kirchliche Kindergartenbetreiber vermisst insbesondere einheitliche Vorgaben für die Betreuung von Kindern in der Corona-Krise und eine Lösung für den Ersatz der Beiträge analog zur angekündigten Regelung für Bundes-Horte.

"Wir erwarten uns in dieser Krisensituation, dass sich der Krisenstab im Bund auch mit dem Thema Kindergarten auseinandersetzt. Für viele Gewerbe und Gewerke, Baugewerbe, Lebensmittelhandel etc. gibt es österreichweit einheitliche Regelungen - nur für den Kindergarten nicht", heißt es in einer Aussendung am Dienstag.

 17:08

Jeder fünfte deutsche Betrieb mit Kurzarbeit

Als Folge des Coronavirus hat in Deutschland jeder fünfte Betrieb Kurzarbeit angekündigt. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sprach am Dienstag von rund 470.000 Firmen. "Dadurch behalten Millionen von Beschäftigten ihren Job", sagte der deutsche Arbeitsminister Hubertus Heil. Zahlen der Betroffenen nannte er nicht. CDU-Arbeitsmarktexperte Peter Weiß erwartet über vier Millionen Kurzarbeiter.

BA-Chef Detlef Scheele erwartet trotz Kurzarbeit für April bis zu 200.000 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenzahl von gut 2,3 Millionen im März bildet die Krise noch nicht ab: Die Viruskrise verschärfte sich erst nach dem Zähltag der Arbeitslosen am 12. März.

Mit der Anzeige von Kurzarbeit starten die Betriebe das formale Verfahren, damit Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen. Heil sagte bei einer Pressekonferenz mit Scheele in Berlin, sehr viele kämen aus dem Bereich Gastgewerbe und Handel. In klassischen Krisen haben vor allem große Industriebetriebe wie Autobauer Kurzarbeit genutzt, um zeitweisen Auftragsmangel ohne Kündigungen zu überbrücken. Nun sind weitaus mehr Branchen bis hin zum kleinen Geschäft betroffen. Die BA zählt in ihrer Beschäftigtenstatistik insgesamt knapp 2,2 Millionen Betriebe.

"Wir sind dieser Krise ausgesetzt, wir sind ihr aber nicht schutzlos ausgeliefert", sagte Heil. Weite Teile des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft sind durch die Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Virusausbreitung lahmgelegt. Durch eine Lockerung der Kurzarbeiterregeln und der vollen Kostenübernahme für die Betriebe sollen Kündigungen vermieden werden. "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz, der gefährdet ist", versprach Heil.

Wie viele Arbeitnehmer in den Betrieben davon betroffen sein werden, erfasst die BA in ihrer Statistik erst, wenn tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Die deutsche Regierung rechnet bisher mit über zwei Millionen Beschäftigten, die auf Kurzarbeitergeld angewiesen sein werden. "Die Anzeigen von Kurzarbeit steigen so dramatisch, dass wir auf jeden Fall die Rekordzahl vom März 2009 weit übertreffen, möglicherweise verdreifachen werden", sagte CDU-Arbeitsexperte Weiß. Im Frühjahr 2009 bezogen rund 1,4 Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld.

Trotz Kurzarbeit rechnet die BA im April entgegen der für die Jahreszeit üblichen Abnahme der Arbeitslosenzahl um etwa 50.000 nun mit einer höheren Zahl. "Wir gehen zurzeit davon aus, dass die Arbeitslosigkeit um 150.000 bis 200.000 Menschen gestiegen ist", sagte BA-Chef Scheele in Berlin. Die BA hatte zuvor die März-Zahlen bekanntgegeben. Sie bilden die Krise noch nicht ab. Demnach ging die Arbeitslosenzahl um 60.000 auf 2,335 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,1 Prozent. Im März ist ein Rückgang üblich, weil in den Außenberufen mit der Frühjahrsbelebung die Beschäftigung steigt.

Für Kurzarbeitergeld und Erstattung der Sozialbeiträge an die Arbeitgeber plant die BA zunächst außerplanmäßige Ausgaben von 10 Milliarden Euro ein. Sie kann dafür auf ihre Rücklagen von 26 Milliarden Euro zurückgreifen. Daraus wäre auch ein höherer Aufwand zu finanzieren, wenn die Krise tiefer und länger verläuft. Für eine Anhebung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung sieht Heil keinen Anlass: "Es gibt im Moment keinen Grund, über höhere Beiträge zu spekulieren."

Der Minister will aber erneut bei Gewerkschaften und Arbeitgebern darauf drängen, dass Arbeitgeber das von der BA gezahlte Kurzarbeitergeld von 60 Prozent (67 Prozent mit Kindern) des Lohnausfalls aufstocken. "Ich werde die Sozialpartner erneut einladen, um diese Frage fair zu diskutieren", kündigte Heil an. Er wies darauf hin, dass Arbeitgeber 100 Prozent ihrer Sozialabgaben erstattet bekämen.

Die deutsche Regierung plant Insidern zufolge zudem weitere Hilfen für mittelständische Unternehmen. Es gehe konkret um Firmen mit mehr als zehn Mitarbeitern, die aber zu klein für den neuen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) seien, hieß es in Regierungskreisen. "Da müssen wir natürlich noch was tun." Es gebe dazu momentan Gespräche, um die Details zu klären. "Da wird auch noch was kommen."

 16:44

Berlusconi fordert Schutzmaskenpflicht für Italiener

Italiens viermaliger Premier Silvio Berlusconi hat am Dienstag eine Schutzmaskenpflicht für alle Italiener gefordert, die außer Haus gehen. Die Masken sollten zudem kostenlos verteilt werden, forderte der ehemalige italienische Ministerpräsident und Großunternehmer im Interview mit "Radio 105".

"Masken sind ein Schutz für einen selbst und für andere. Es sollte Pflicht sein, sie in der Öffentlichkeit zu tragen. Dies bedeutet, dass sie kostenlos und in angemessener Menge zur Verfügung stehen sollten. Es ist unglaublich, dass sie in vielen Städten unauffindbar sind", sagte Berlusconi.

Der 83-Jährige beklagte, dass die Regierung nicht genug Anreize für Textilfabriken gemacht habe, damit diese ihre Produktion auf die Herstellung von Schutzmasken umstellen. Berlusconi bezeichnete zudem die von der Regierung zur Verfügung gestellten Finanzierungen für Familien in Not als nicht ausreichend. "Außerdem ist es unklar, wie die Finanzierungen verteilt werden", sagte der Expremier.

 16:42

Krise drückt Kauflaune der US-Verbraucher

Die Kauflaune der Amerikaner sinkt in der Viruskrise deutlich. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen im März fiel um 12,6 Punkte auf 120 Zähler, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Dies ist das niedrigste Niveau seit Juli 2017. Experten hatten mit einem noch stärkeren Einbruch auf 110,0 Punkte gerechnet.

Die Verbraucher schätzten ihre Lage etwas ungünstiger ein und blicken zudem wesentlich skeptischer in die Zukunft. Die Konsumenten sind mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Konjunktur, die im Sog der Corona-Pandemie ins Trudeln gerät.

Zuletzt war auch das von der Universität Michigan veröffentlichte Barometer für das Konsumklima im März eingebrochen - auf den tiefsten Stand seit Oktober 2016. Die eingetrübte Stimmung spiegelt auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt wider: Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen unlängst auf knapp 3,3 Millionen. Dieser Rekordwert dürfte bei den am Donnerstag anstehenden Gesuchen für die Woche zum 28. März nach Einschätzung von Experten wohl noch übertroffen werden.

Auch die US-Industrie geht einer Umfrage unter Unternehmen im Mittleren Westen zufolge wegen der Corona-Krise schweren Zeiten entgegen: Das als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung im ganzen Land geltende Chicago Business Barometer fiel im März um 1,2 auf 47,8 Punkte. "Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens werden voraussichtlich auch im April eine Belastung darstellen, so dass der Konjunkturausblick weiter getrübt bleibt", so die Einschätzung von Ökonom Patrick Boldt von der deutschen Helaba.

 16:25

+++ Erlass: Masken im Supermarkt ab 6. April verpflichtend +++

Näheres in Kürze...

 16:22

Länder melden bei Beatmungsgeräten andere Zahlen

Die Länder haben am Dienstag die vom Gesundheitsministerium tags zuvor gemeldeten Zahlen über die zur Verfügung stehenden Beatmungsgeräte in den Spitälern zum Teil korrigiert. Die Angaben nach einem APA-Rundruf wiesen teilweise höhere Kapazitäten aus.

Etwa korrigierte die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) am Dienstag die Zahlen des Ministeriums: "Die Steiermark verfügt über ein deutlich höheres Potenzial an Beatmungsgeräten. Tatsächlich belaufen sich die Kapazitäten in der steirischen Spitalsversorgung auf 511 Stück." 69 Prozent der Maschinen in der Grünen Mark seien noch frei. Am Montag waren es nach Zahlen des Gesundheitsministeriums 437 Beatmungsgeräte in der Steiermark. Bogner-Strauß bezog sich in ihren Angaben auf die Gesamtzahl der Beatmungsgeräte bei der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) und den weiteren öffentlich finanzierten steirischen Krankenanstalten. Von den insgesamt 511 Geräten seien derzeit 159 in Verwendung.

Zuvor hatte bereits Wien die Zahlen des Gesundheitsministeriums (367 Beatmungsgeräte) korrigiert. Laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) verfügt die Bundeshauptstadt über eine Kapazität von 1.058 Beatmungs-Intensivbetten mit Beatmungsgeräten.

Auch in Salzburg wurden mit 265 um 39 mehr gemeldet. Wie Wolfgang Fürweger, Sprecher des landesweiten medizinischen Krisenstabs für Covid-19, auf APA-Anfrage erklärte, sind alle verfügbaren Beatmungsgeräte zusammengezogen worden - aus öffentlichen und privaten Spitälern sowie aus Arztpraxen. Von den derzeit 265 seien für den Covid-Bereich 141 Geräte reserviert. Die zentrale Planung der Geräte obliege dem Medical Leader Board, das vom Leiter des landesweiten medizinischen Einsatzstabes geleitet wird.

Niederösterreich kann auf 550 Respiratoren verschiedener Art zurückgreifen. Die Kriterien für die Anschaffung sind "durch die Größe des Klinikums und durch die Größe der Intensivstationen" definiert, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding der APA mit. Gesteuert wird der Erwerb der Beatmungsgeräte durch die NÖ Landeskliniken-Holding.

398 invasive Beatmungsgeräte aus bestehenden Ressourcen stehen derzeit in Tirol zur Verfügung (inkl. Narkosegeräte u.ä.). 306 davon waren nach Angaben des Landes vorerst noch verfügbar. Zu beachten sei, dass die Kapazität an Beatmungsgeräten stets in Zusammenhang mit den dafür notwendigen Personal- und räumlichen Ressourcen gesehen werden müsse, hieß es. Die Intensivmedizin der Tirol Spitäler sei vernetzt und im ständigen Austausch bezüglich der aktuellen Situation.

In Oberösterreich sind derzeit von 303 Intensivbetten 250 mit Intubationsplätzen ausgestattet, informierte der Krisenstab des Landes. Es werden nur zertifizierte Geräte, die auf dem neuesten technischen Stand sind, verwendet. Künftig managen alle oberösterreichischen Spitalsträger ihre Intensivbetten gemeinsam.

Im Burgenland obliegt die Bestellung von Beatmungsgeräten den Krankenhausträgern, somit der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H.) für ihre vier Spitäler und den Barmherzigen Brüdern für das KH Eisenstadt. "Wir haben derzeit keinen Engpass, wir haben genug Geräte in unseren Krankenanstalten", betonte der Sprecher. Als Backup könnte man zusätzlich auch die Narkosegeräte aus den OPs zum Beatmen verwenden (ohne Narkosemittel, Anm.). Es gebe außerdem auch laufende Abstimmungen zwischen den Krankenhausträgern und dem Land. Für das Burgenland hat das Gesundheitsministerium tags zuvor 44 Geräte ausgewiesen.

 16:19

Mehr als 1.000 Tote in den Niederlanden

Die Zahl erfasster Todesopfer in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist in den Niederlanden auf 1.039 gestiegen. Das sind 175 mehr als am Vortag, wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag meldeten. Die Zahl registrierter Infektionen stieg demnach um 845 auf 12.595.

Die Behörden in dem 17-Millionen-Einwohner-Land gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer bei den Infizierten und Toten aus. In den Niederlanden werden nur ernsthaft Erkrankte auf das Virus getestet.

Auf den Intensivstationen würden nun 1.065 schwerkranke Patienten behandelt, hieß es weiter. Damit ist die Kapazität der verfügbaren Intensiv-Betten fast ausgeschöpft. Die niederländischen Krankenhäuser wollen bis zum Ende der Woche die Kapazität auf 2.500 Intensiv-Betten erhöhen.

 15:55

Erste Coronavirus-Infektion in griechischem Flüchtlingslager

Erstmals ist in Griechenland in einem Flüchtlingslager eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Betroffen ist eine Frau, bei der das Virus nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen festgestellt wurde, wie das griechische Migrationsministerium am Dienstag mitteilte.

Die Menschen, die mit der aus Afrika stammenden Frau in Kontakt gekommen sind, seien isoliert worden. Ähnliche Maßnahmen seien im Camp von Ritsona im Norden Athens getroffen worden. Es werde nun nachgeforscht, wo genau die Frau infiziert wurde.

Im Lager von Ritsona - wo nach Schätzungen der Athener Medien rund 3.000 Menschen leben - ist die Lage bei weitem nicht so schlimm wie in den total überfüllten Camps auf den Inseln im Osten der Ägäis. Weitere Informationen sollte es am frühen Abend in Athen beim täglichen Briefing des Coronavirus-Krisenstabes geben.

 15:37

Rückholflug von Nigeria nach Wien

Am Freitag startet in Nigeria ein weiterer Rückholflug nach Wien. Österreicher, die aus dem afrikanischen Staat heimkehren wollen, sollten sich für den Notflug über http://heimflug.austrian.com anmelden. Die Maschine startet von Abuja aus, twitterte das Außenministerium am Dienstagnachmittag.

 15:35

Die aktuellen Corona-Zahlen: 9.974 Fälle (+567), 129 Tote

 14:50

Coronavirus - 85-Jährige im Krankenhaus Braunau gestorben

Bereits am Montag ist im Krankenhaus Braunau eine 85-jährige Patientin an den Folgen von Covid-19 gestorben, teilte das Spital Dienstagnachmittag mit. Die Frau habe einige Vorerkrankungen gehabt und war am Freitag stationär aufgenommen worden. Damit ist die Zahl der Toten in Oberösterreich auf elf gestiegen.

 13:29

19-Jähriger bedrohte in Wien Männer und hustete sie an

Ein 19 Jahre alter Mann ist Montagnachmittag in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus mit seinem Auto durch eine Tiefgarage gerast. Zwei Zeugen stoppten ihn, woraufhin der Österreicher die beiden Männer mit dem Umbringen bedrohte und sie anhustete. Dabei beschied er ihnen, sie mit dem Coronavirus anzustecken. Der 19-Jährige wurde festgenommen, berichtete die Polizei am Dienstag.

Der Vorfall passierte gegen 15.45 Uhr in einer Tiefgarage in der Gablenzgasse. Dort fuhr der 19-Jährige mit seinem Auto mit weit überhöhter Geschwindigkeit. Die beiden Männer im Alter von 32 und 49 Jahren versuchten unabhängig voneinander den jungen Mann zu stoppen und ihn zur Rede zu stellen. Dabei entbrannte der Streit. Beamte des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus nahmen den Österreicher fest. Er wurde wegen gefährlicher Drohung und schwerer Nötigung angezeigt.

 13:28

Zahl der Todesfälle im Iran stieg auf fast 2.900

Im Iran hat sich die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus offiziellen Angaben zufolge auf fast 2.900 erhöht. 141 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran am Dienstag.

Damit gebe es nun 2.898 Todesfälle. Die Zahl der Infektionsfälle erhöhte sich demnach auf mehr als 44.600.

 13:21

OeNB rechnet in moderatem Szenario mit 3,2% BIP-Minus

Die Nationalbank rechnet wegen der Corona-Krise mit einem drastischen Einbruch der Wirtschaft. Das Wachstum werde dadurch um 4,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen als noch im Dezember angenommen, sagte OeNB-Gouverneuer Robert Holzmann am Dienstag. Statt eines Wachstums um 1,2 Prozent sei daher heuer mit einem Wirtschaftsrückgang um 3,2 Prozent zu rechnen. Und das sei ein moderates Szenario.

Denn die Annahme ist, dass die Wirtschaft ab Mitte April schrittweise wieder hochgefahren wird. Sollte dies erst später geschehen, dann würde auch der Rückgang der Wirtschaftsleistung stärker ausfallen. Im aktuellen Szenario geht die OeNB davon aus, dass die Wirtschaft nach dem V-förmigen Einbruch dem gleichen Wachstumspfad folgt wie vor der Krise und daher 2021 überdurchschnittlich wächst.

Für den Staatshaushalt errechnet die OeNB für heuer ein Defizit von 5,4 Prozent, die Schuldenquote dürfte um fast zehn Punkte auf 77,4 Prozent des BIP steigen. Die Inflation dürfte aber rückläufig sein. Alleine der niedrige Ölpreis senkt die Rate (HVPI) um 0,5 Punkte auf 1,2 Prozent, die Auswirkung der Corona-Krise lässt die OeNB offen. Ein Deflationsrisiko sei nicht auszuschließen, so Holzmann auf Nachfrage, aber das stehe nicht im Zentrum der Überlegungen. Sollte es wegen realwirtschaftlicher Probleme tatsächlich dazu kommen, dann wäre es jedenfalls schwer, das mit Instrumenten der Geldwirtschaft zu beheben.

 12:36

Papst: Schutz von Menschen kommt vor Wirtschaft

Papst Franziskus sieht in der Coronakrise einen Vorrang des Gesundheitsschutzes vor den Interessen der Wirtschaft. Zwar bedeuteten die von den Regierungen verfügten Maßnahmen ein "wirtschaftliches Desaster". "Aber es wäre traurig, wenn man sich für das Gegenteil entscheiden würde - es würde zum Tod sehr vieler Menschen führen, zu einem viralen Genozid", so Franziskus laut Kathpress am Dienstag.

Die Aussagen des Papstes stammen aus einem handschriftlichen Schreiben an einen argentinischen Richter, die von der Nachrichtenagentur Telam und dem Nachrichtenportal "Vatican News" veröffentlicht wurden.

Jene Regierungen, die "exemplarische Maßnahmen" zum Schutz der Bevölkerung verhängt hätten, sähen offenbar "die Menschen" als "Priorität bei ihren Entscheidungen", so der Papst: "Es stimmt, dass diese Maßnahmen lästig sind für alle, die dazu gezwungen sind, sich daran zu halten. Aber das ist immer für das Gemeinwohl, und eine Mehrheit der Menschen akzeptiert sie ja und zeigt eine positive Einstellung."

 12:27

Kurzarbeit bei McDonald's

In den Reigen der Konzerne mit Kurzarbeit reiht sich nun auch McDonalds ein. Betroffen ist ein Großteil der 9.600 Beschäftigten, nicht alle Franchisenehmer sollen mitgezogen haben, ist aus involvierten Kreisen zu hören.

Die Dienstleistungsgewerkschaft vida zeigte sich heute über die Einigung erleichtert. "Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten in die Corona-Kurzarbeit gebracht werden und behalten ihre Jobs. Ich bedanke mich für die sehr sachliche Vorgangsweise aller Beteiligten", so Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus, in einer Aussendung. Man dürfe nicht vergessen, dass es sich bei den Franchisenehmerinnen und -nehmern bei McDonald's "eigentlich um lauter KMUs handelt".

Und auch die Fastfoodkette äußerte sich zufrieden: "Wir freuen uns darauf, dank des Kurzarbeitsmodells bei Wiederaufnahme des Betriebs sehr rasch wieder mit einem hoch motivierten Team durchstarten zu können."

 12:22

Schon 77 Tote in Südtirol

In Südtirol sind bis dato 77 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - um drei mehr als am Montag. Dies teilte der dortige Sanitätsbetrieb mit. Die Zahl der insgesamt mit dem Virus Infizierten stieg von 1.292 Montagvormittag auf nunmehr 1.352 - und damit nicht mehr ganz so signifikant wie zuvor.

Stationär betreut werden in der autonomen Provinz derzeit 233 Covid-19-Patienten. Hinzu kommen noch 77 Verdachtsfälle, die ebenfalls in den Krankenhäusern betreut werden. Auf Intensivstationen befanden sich 51 Personen. Elf weitere werden in Österreich in den Krankenhäusern in Reutte, Lienz, Hall, Innsbruck und Feldkirch sowie im deutschen Chemnitz intensivmedizinisch behandelt.

 12:15

Zweifel an Zahlen aus China

Angesichts von Zweifeln an den offiziellen Daten zu Corona-Infektionen in China haben die Behörden Änderungen zugesagt. Ab dem 1. April sollten auch die Zahlen von Infizierten ohne Krankheitssymptome veröffentlicht werden, sagte ein Mitglied der Nationalen Gesundheitskommission am Dienstag in Peking. Diese würden dann auch zentral für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Zuletzt war wiederholt vermutet worden, dass eine hohe Zahl von Infizierten in der offiziellen Statistik nicht auftaucht und dass Infizierte andere Menschen anstecken, weil sie gar nicht wüssten, dass sie das Virus in sich tragen. In einem Eintrag auf einer Internet-Plattform vom 12. März etwa hatte ein Einwohner aus Yueyang erklärt, es habe mehrere Neu-Infizierte in der Stadt gegeben, auf der offiziellen Liste stehe aber die Zahl null. Die örtliche Regierung hatte daraufhin erklärt, es seien tatsächlich fünf Personen positiv getestet worden. Da sie aber keine Symptome gehabt hätten, seien die Behörden auch nicht verpflichtet gewesen, dies öffentlich mitzuteilen.

Zweifel gibt es zudem in der Stadt Wuhan, in der die Pandemie ihren Ausgang nahm. Dort sagten Bewohner und medizinisches Personal der Nachrichtenagentur Reuters, es habe in einigen Kliniken Probleme mit den Tests gegeben. Das habe bedeutet, dass einige Infizierte nicht registriert und nicht in die Statistik einbezogen worden seien.

 12:03

BMW schickt 20.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

Der deutsche Autobauer BMW meldet aufgrund seiner Produktionsstopps in Deutschland Kurzarbeit für 20.000 Mitarbeiter an. Betroffen seien im wesentlichen Beschäftigte in den Werken in Dingolfing, München, Regensburg und Leipzig, erklärt eine Konzernsprecherin.

BMW hatte Mitte März angekündigt, die Autoproduktion in Europa bis 19. April zu unterbrechen. Auch in den USA ruht die BMW-Produktion, während in China die Fertigung wieder angelaufen ist.

 11:54

Faßmann will Schule schrittweise wieder starten lassen

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will sich noch nicht festlegen, wann die Schulen und Universitäten wieder ihren Betrieb aufnehmen können. Er peilt eine schrittweise Wiederaufnahme an, zunächst unter anderem mit Maturanten. In einer Pressekonferenz Dienstagvormittag versicherte er: "Alle können und werden ihren Abschluss machen."

Ob der zuletzt angepeilte Matura-Termin mit Start 19. Mai hält, konnte Faßmann nicht versprechen. Weiteres dazu wird es erst nach Ostern geben.

An den Bundesschulen werden jedenfalls keine Kosten für Horte und ähnliches mehr anfallen, wenn diese Angebote nicht wahrgenommen werden. Zudem wird ein Härtefallfonds mit fast 13 Millionen dotiert, der für die Stornierung von Veranstaltungen wie Skikursen und Sprachreisen verwendet werden soll.

 11:18

FPÖ will Experten der Regierung im Budgetausschuss hören

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl hat am Dienstag auf die Einberufung eines Sonder-Budgetausschusses gedrängt. Dort sollen jene Experten dem Parlament ihre Einschätzungen präsentieren, auf Basis derer die Bundesregierung ihre Entscheidungen trifft. Der Ausschuss soll - geht es nach Kickl - live im ORF übertragen werden.

Der Budgetausschuss sei das "geeignete Gremium", da er aktuell alle nötigen Gesetzesänderungen zur Beschlussfassung vorbereitet. Neben den wichtigsten Ratgebern der Regierung sollen aber auch von den Oppositionsparteien nominierte Experten zu Wort kommen.

Der schwarz-grünen Regierung diagnostizierte Kickl eine "mangelhafte Diskussionskultur" zum Umgang mit der Corona-Krise. Ihm fehle die "offene Diskussion" über Tauglichkeit oder Untauglichkeit der Strategien und Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und Wirtschaft. Positionen abseits des Regierungskurses würden als "Fake News" abgestempelt, so Kickl.

 11:15

Zehnter Toter in Oberösterreich

Im Linzer Kepler Universitätsklinikum ist am Dienstag ein 69-jähriger Patient am Coronavirus gestorben. Wie das Spital in einer kurzen Aussendung mitteilte, litt der Mann "an schwersten Vorerkrankungen und befand sich stationär im Klinikum". In Oberösterreich sind inzwischen zehn Menschen in Folge einer Infektion gestorben.

 10:49

Salzburg weitet Quarantäne Gebiete aus

Das Land Salzburg weitet die Quarantäne um drei weitere Gemeinden aus. Neben Flachau, dem Großarltal und dem Gasteinertal werden nun auch Altenmarkt im Pongau sowie die Pinzgauer Gemeinden Zell am See und Saalbach unter Isolation gestellt, teilte Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Dienstag in einem Video-Livestream mit.

Für die 2.800-Einwohner-Gemeinde Flachau, in der bis Montag bereits 62 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden sind, wird die Quarantäne noch verschärft. Dort wird künftig auch der Berufsverkehr untersagt, so Haslauer.

Seit 19. März befanden sich Flachau, die Gemeinden Großarl und Hüttschlag im Großarltal und die Kommunen Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein unter Quarantäne, weil sich in diesen drei Bereichen des Salzburger Pongaus die Corona-Erkrankungen aus unterschiedlichen Gründen gehäuft hatten.

 10:24

Zahl der Infizierten in Tirol erstmals rückläufig

In Tirol, dem wohl am stärksten vom Coronavirus betroffenen Bundesland Österreichs, ist die Anzahl der aktuell Infizierten erstmals rückläufig. Während am Montagvormittag noch 1.984 Personen als infiziert galten, waren es 24 Stunden später am Dienstagvormittag nur mehr 1.914, dies geht aus den Zahlen hervor, die das Land veröffentlichte.

Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass die Zahl jener, die pro Tag genesen, mittlerweile die Anzahl an Neuinfektionen übersteigt. Am Montag galten 270 Personen in Tirol als genesen und 1.984 als derzeit erkrankt - die Gesamtzahl der bisherigen Fälle lag also bei 2.267 (inklusive der bis dahin gemeldeten 13 Todesfälle). Die Zahl der insgesamt positiv getesteten Fälle stieg bis Dienstagvormittag zwar auf 2.320 an (inklusive 19 Todesfälle). Dafür galten aber am Dienstag bereits 387 Personen als genesen, was die Zahl der aktuell Erkrankten auf 1.914 Personen, also unter den Wert von Montag, sinken ließ.

Von Montag- auf Dienstagvormittag verzeichnete Tirol damit 53 Neuinfektionen, gleichzeitig aber auch 117 neu Genesene. Die Anzahl an Todesfällen war in den vergangenen 24 Stunden jedoch um sechs auf insgesamt 19 gestiegen.

Insgesamt wurden in Tirol bisher 18.214 Tests durchgeführt. Für 16.212 lag bereits ein Ergebnis vor, weitere 2.002 waren noch in Auswertung. Österreichweit wurden bisher 52.344 Tests durchgeführt. Damit war Tirol für rund ein Drittel aller Tests verantwortlich, obwohl nur rund 8,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung in Tirol lebt.

 10:16

Bereits 25 Todesfälle in Wien

Die Landessanitätsdirektion Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus:

Stand Dienstag, 31. März 2020, 8.00 Uhr, sind in Wien 1.327 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle sind 25. Zwei Männer (74 und 78 Jahre mit Vorerkrankungen) sind im Krankenhaus verstorben.

49 Personen sind gesundet und genesen.

 10:10

Amazon-Angestellte demonstrieren gegen fehlenden Schutz

In den USA haben Angestellte des Online-Handelsriesen Amazon gegen mangelhaften Schutz vor Corona-Infektionen während der Arbeit demonstriert. Zwischen 50 und 60 Arbeiter schlossen sich am Montag in New York einer Kundgebung vor einem Amazon-Lager an. Sie forderten die Schließung und Desinfizierung des Gebäudes, nachdem ein Angestellter dort positiv auf das neuartige Virus getestet worden war.

Nach den Protesten wurde deren Organisator, Christian Smalls, von Amazon entlassen. Smalls hatte im Kurzbotschaftendienst Twitter geschrieben, dass sich tausende Amazon-Angestellte in den Gebäuden des Onlineriesen mit dem Coronavirus ansteckten.

Amazon bezeichnete die Anschuldigungen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP als "irreführend" und beteuerte, die Unternehmensführung habe "extreme" Maßnahmen zum Schutz seiner Mitarbeiter vor der Pandemie getroffen. Die Entlassung von Smalls begründete Amazon mit dessen Teilnahme an dem Protest in New York, obwohl sein Arbeitgeber ihn zu häuslicher Quarantäne aufgefordert hatte. Smalls hatte demnach zuvor Kontakt mit einem Infizierten und mit seiner Teilnahme die anderen Demonstranten gefährdet.

 10:00

WHO warnt - Epidemie in Asien noch nicht ausgestanden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, in der Region Asien/Pazifik von einer Entspannung in der Virus-Krise auszugehen. Die Epidemie dort sei "noch längst nicht vorbei", sagte der WHO-Vertreter Takeshi Kasai am Dienstag. Die aktuellen Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung würden den Ländern lediglich Zeit bringen, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten.

"Das wird ein langer Kampf und wir können den Schutz nicht herunterfahren", so Kasai. Das gelte auch für Länder mit sinkenden Zahlen bei Neuinfektionen. Das Virus könne zurückkommen, kein Land sei davor sicher.

 09:54

Verkehrsbüro-Gruppe: Kurzarbeit für alle 3.000 Mitarbeiter

Die Verkehrsbüro-Gruppe, Österreichs größter Tourismuskonzern, hat alle 3.000 Mitarbeiter in Österreich zur Kurzarbeit angemeldet. Die Anträge für die Holding sowie für die operativen Tochtergesellschaften Ruefa, Eurotours, Verkehrsbüro Business Touristik, die Verkehrsbüro Hotellerie und Palais Events mit dem Cafe Central seien bei den AMS-Stellen eingebracht worden, wurde am Dienstag mitgeteilt.

Betroffen seien alle 3.000 in Österreich tätigen Beschäftigten, sagte Unternehmenssprecherin Andrea Hansal zur APA. Bei den meisten betrage die Reduktion 90 Prozent, bei einigen 50 Prozent.

"Wir starten mit der Kurzarbeit ab 1. April 2020 für vorerst drei Monate", sagte Vorstandschef Martin Winkler laut Mitteilung. "Eine Verlängerung um weitere drei Monate werden wir zu gegebener Zeit prüfen."

Man begrüße die Corona-Kurzarbeit als gute Möglichkeit, die Jobs der rund 3.000 in Österreich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und sei optimistisch, dass diese Maßnahme ausreichen werde, Kündigungen zu vermeiden, sagte die Sprecherin.

 09:41

1.551 Fälle in Niederösterreich

Die Zahl der in Niederösterreich mit dem Coronavirus infizierten Personen ist bis Dienstagfrüh auf 1.551 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag sind dies sind laut Corona-Informationsportal des Gesundheitsministeriums 165 zusätzliche Fälle. Der niederösterreichische Sanitätsstab berichtete von 217 genesenen Patienten, insgesamt seien im Land bisher 8.753 Tests durchgeführt worden.

Die am stärksten betroffenen Bezirke waren Amstetten mit 173, St. Pölten mit 165 und Neunkirchen mit 126 bestätigten Fällen. Darauf folgten Mödling und Korneuburg (jeweils 108), Tulln (106), Krems (93), Melk (90), Baden (83), Mistelbach (82), Scheibbs (73), St. Pölten-Stadt (54), Bruck a.d. Leitha und Gänserndorf (jeweils 49), Lilienfeld (28), Zwettl, Wiener Neustadt (jeweils 25), die Städte Krems (24), Wiener Neustadt (23) und Waidhofen a.d. Ybbs (19) sowie Hollabrunn (15), Horn (14), Waidhofen a.d. Thaya (13) und Gmünd (sechs).

 09:36

Antikörpertests in Ischgl

Die Medizinische Universität Innsbruck will im Tiroler Corona-Hotspot Ischgl sogenannte Antikörpertests durchführen. Damit sollen Rückschlüsse möglich werden, wie viele Infektionen asymptomatisch verlaufen, berichtete Ö1 im Morgenjournal am Dienstag. Laut der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer könnte in Ischgl bereits eine Art lokaler Herdenimmunität entstanden sein.

"In Ischgl rechnen wir damit, dass viele Menschen auch Antikörper haben. Wir werden also dann schauen, wie viele Prozent der Bevölkerung antikörper-positiv sind und das dann vergleichen mit der Anzahl an Menschen, von denen man weiß, dass sie eine Infektion durchgemacht haben", erklärte Laer im Morgenjournal. So könne man dann auf die Dunkelziffer schließen und erfahren, wie viele Prozent der Einwohner die Infektion hatten, ohne es zu merken.

"Es gibt Schätzungen, dass 50 Prozent der Infizierten asymptomatisch sind. Es gibt eine japanische Arbeit, die sagt, auf einen Symptomatischen kommen neun Asymptomatische", sagte die Virologin. Man kenne solche Fälle, meinte Andreas Walser, praktischer Arzt in Ischgl. "Der größte Teil wird bei uns nicht auftauchen, weil sie vielleicht einen kleinen Schnupfen haben einen Tag oder zwei und sonst nichts", so Walser.

300 Antikörpertests sollen ab kommender Woche in Ischgl durchgeführt werden. Die Daten sollen dann auch Hinweise auf die Corona-Sterblichkeitsrate liefern. Walser berichtete, dass es in Ischgl bisher keinen einzigen Todesfall gab. Sechs oder sieben Patienten seien derzeit im Krankenhaus und bei zwei davon sei es "ein bisschen ernster", meinte der Arzt.

 09:26

Raumstation ISS "derzeit einer der sichersten Orte"

Russe und zwei Amerikaner fliegen derzeit mit der Internationalen Raumstation (ISS) in rund 400 Kilometern Höhe um die Erde - weit weg von der Corona-Krise. "Hinsichtlich des Coronavirus ist die ISS derzeit wahrscheinlich einer der sichersten Orte", wird Luis Zea von der University of Colorado in Boulder vom Magazin "Newsweek" zitiert.

 09:04

Experten rechnen mit massivem Einbruch der Autonachfrage

Branchenkenner rechnen wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem scharfen Einbruch der Autonachfrage in diesem Jahr. Für den Fall, dass der Ausbruch des Erregers in zwei bis drei Monaten erfolgreich eingedämmt werden könne und sich die Wirtschaft danach nur schrittweise erhole, gehen die Experten des Beratungsunternehmens McKinsey von jeweils mehr als fünf Millionen weniger produzierten Autos in Europa und den USA aus.

Das wäre in der EU ein Minus von 30 Prozent zu den ursprünglichen Schätzungen, heißt es in einer Untersuchung des Unternehmens. In den USA belaufe sich der Rückgang auf 30 bis 35 Prozent.

Dabei orientiert sich die Studie an dem Verlauf der Entwicklung in China, wo dank harter Regelungen der Ausbruch des Virus weitgehend begrenzt werden konnte. Entscheidender Faktor sei die Nachfrage der Autokäufer und nicht die Produktionspause der Autohersteller, die derzeit auch in Europa und in Nordamerika die Bänder angehalten haben, schreiben die McKinsey-Autoren. Kurzfristig müssten die Industriekonzerne vor allem die Liquidität im Auge behalten, sich langfristig aber auch auf geänderte Marktbedingungen einstellen.

 08:22

Bildungsminister gibt Pressekonferenz

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) informiert heute, Dienstag, um 11.30 Uhr in einer Pressekonferenz über weitere Schritte und Maßnahmen an Schulen und Universitäten in der Corona-Krise

 08:08

Härtefallfonds: Bezieherkreis wird ausgeweitet

Nach der Kritik an der Umsetzung des Coronavirus-Härtefallfonds der Regierung für Kleinstunternehmen hat Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) klargestellt, dass der Bezieherkreis ausgeweitet wird. "Es wird so sein, dass die Zugänge zum Härtefallfonds wesentlich erweitert werden", sagte Kogler am Dienstag im Ö1-Morgenjournal.

"Wir haben uns gestern darauf verständigt, dass weder Mehrfachversicherung als Handicap gelten noch Einkommensgrenze nach oben oder unten. Auch können Unternehmensgründer, die jetzt erst begonnen haben, alle in dieses Programm rein", erklärte der Vizekanzler, der außerdem mit einem "Missverständnis" aufräumen wollte. "Es ging zunächst um die Anzahlung von 1.000 Euro. Der Zugang war beschränkter als der eigentlich Zugang zur Härtefondshilfe. Das war aber immer so gedacht."

 07:58

Mehr als 3.000 Tote in den USA

In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3.000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3.008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163.000.

Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich. Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt. So hatte etwa die Zahl der bekannten Infektionen erst am Freitag die Marke von 100-000 überschritten. Bis zu dem Zeitpunkt waren rund 1.500 Tote gemeldet gewesen.

 07:10

Experten der MedUni für Ausdehnung der Maskenpflicht

Experten der Medizinischen Universität Wien begrüßen die Ankündigung der Regierung für das verpflichtende Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes im Supermarkt. Dies sei eine "hervorragende Maßnahme", sagte MedUni Wien-Vizerektor Oswald Wagner zur APA und plädierte für eine Ausweitung. Zustimmung kam auch vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien, dort tritt man für eine generelle Maskenpflicht ein.

Wagner lobte die Maskenpflicht in Supermärkten im APA-Interview als "großen Schritt". Man werde sehen, ob die nun gesetzte Maßnahmen ausreichen, "die Infektionskette so weit zu senken, dass jeder Infizierte weniger als eine weitere Person infiziert. Ich hoffe, dass es so ist." Beurteilen könne man das in etwa zwei Wochen, da die Inkubationszeit zwischen einigen wenigen und 14 Tagen liegt.

Das Zentrum für Public Health spricht sich in einem Brief an den Rektor der Medizinischen Universität, Markus Müller, unterdessen für Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum aus: Nur unter dieser Bedingung könnte - aus fachärztlicher und epidemiologischer Sicht - eine Lockerung der derzeitigen Beschränkungen erfolgen: "Diese Maßnahme hat nachweislich zur Eindämmung der COVID 19-Epidemie u.a. in Japan beigetragen. Dabei dienen die Masken nicht dem Schutz vor Ansteckung, sondern dem Schutz der Kontaktpersonen vor einer Ansteckung durch einen latent oder asymptomatisch Infizierten", heißt es in dem der APA vorliegenden Schreiben. "Das Tragen der Masken erlaubt eine geringere Einschränkung der persönlichen Freiheit und der Berufsausübung", wird in die fernere Zukunft geblickt.

 06:25

China meldet 48 weitere Infektionen

China hat 48 weitere Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag mitteilte, wurden sämtliche Fälle erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind.

Schon seit Wochen gibt es in der Volksrepublik fast ausschließlich nur noch solche "importierte Fälle". Die Ausbreitung im Inland ist dagegen nach offiziellen Angaben unter Kontrolle gebracht worden. Allerdings machen die Behörden keine Angaben dazu, wie viele Menschen täglich getestet werden. Zudem scheint unklar, inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage spiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist.

Weiter teilte die Gesundheitskommission mit, dass ein weiterer Patient an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben ist. Nach den offiziellen Zahlen sind bisher 3.305 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.518 Infizierte registriert, von denen sich bisher über 76.000 wieder erholt haben.

 06:25

Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz.

Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Die Zahl der Corona-Toten in den USA stieg bis Dienstag auf mehr als 3.000. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3.008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten lag demnach bei mehr als 163.000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich.

Trump ließ bei seiner täglichen Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Er hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen.