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LIVE-Ticker

Die neuesten Corona-Zahlen: 11.489 Fälle und 168 Tote

Die neuesten Corona-Zahlen: 11.489 Fälle und 168 Tote.

Österreichweit. Um 20.00 Uhr waren 11.489 Personen in Österreich nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Die meisten Fälle gab es in Tirol mit 2.627, gefolgt von Oberösterreich (1.859) und Niederösterreich (1.831). Österreichweit sind (Stand 9.30 Uhr) 168 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. In ganz Österreich ist die Gesamtzahl der durch Labortests bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus von Donnerstag 15.00 Uhr auf Freitag 15.00 um 3,8 Prozent auf 11.383 gestiegen.
 
Bei den Intensivpatienten gab es im 24-Stunden-Vergleich einen Zuwachs um 7,9 Prozent, Donnerstagvormittag waren es 227. Nur eine geringe Veränderung gab es bei der Zahl der Hospitalisierten: Gegenüber Donnerstagvormittag (1.057 Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus) waren es um 1,6 Prozent mehr.
 
 

+++ Weiter unten im Artikel finden Sie den LIVE-TICKER zum Nachlesen +++

 
 
 
 

Regierung deutete Lockerung der Maßnahmen an 

 
Die strengen Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie in Österreich könnten gelockert werden. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) kündigte am Freitag an, dass kommende Woche Fahrpläne für ein langsames Hochfahren vorgestellt werden. Grund für eine etwaige Lockerung ist, dass die Zahl der Neuninfektionen nicht mehr stark steigt.
 
Einen Zeitpunkt für eine mögliche Lockerung nannte Kogler nicht. Die "oberste Maxime bleibe die Gesundheit". Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte im Nationalrat, dass man sich mit den Experten am Sonntag die Zahlen ansehen werde. Würden diese es hergeben, werde man am Montag bekannt geben, wo eine Wiederaufnahme des Betriebs machbar ist. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) warnte aber vor zu viel Optimismus gewarnt. Niemand dürfe glauben, jetzt schon wieder zum Fußballspielen oder ins Wirtshaus gehen zu können: "Wir entscheiden heute mit unserem Handeln darüber, wie es im Spital in zwei Wochen aussieht", sagte der Gesundheitsminister.
 
Anschober appellierte, trotz der zuletzt positiven Entwicklung diszipliniert zu bleiben. "Sonst kann uns alles kippen", so der Minister. Aber: "Da ist kein Spielraum drinnen für eine Osterfeier." Zunächst geht das Gesundheitsministerium aber davon aus, dass die Zahl der bekannten Infektionen in den nächsten Tagen nur noch moderat steigt. Als positiv wertete Anschober auch, dass die Zahl der an Covid-19-Erkrankten in Spitälern aktuell nur leicht wächst. In der kommenden Woche sei man damit "auf der relativ sicheren Seite".
 
Gute Nachrichten gab es auch aus Vorarlberg: Die Quarantäne für die Arlbergregion und Ortsteile von Nenzing (Bez. Bludenz) wurde am Freitag aufgehoben. Ab Samstag, 0.00 Uhr, dürfen alle Einheimischen ihre Orte wieder verlassen, informierte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Freitag. Für die rund 1.000 Saisonarbeiter, die noch in Lech sind, gilt ein strenges Abreisemanagement.
 
Im Handel gab es ein Einlenken: Am Freitagnachmittag gaben die großen Lebensmittelhandelsketten Rewe, Spar, Hofer, Lidl und Metro bekannt, dass sie ab Karsamstag (11. April) den Verkauf ihres Non-Food-Sortimentes einschränken. Weiterhin verkauft werden Spielsachen. Die beteiligten Händler sprachen von einem "Solidaritätsakt".
 

41.000 Tote in Europa

 
In Europa stieg die Zahl der Todesopfer aufgrund von Covid-19-Erkrankungen auf fast 41.000 an, wie die aktuelle Berechnung der Nachrichtenagentur AFP ergab. Europa ist damit der am schwersten von der Pandemie betroffene Kontinent, über drei Viertel der Todesfälle wurden aus Italien (rund 15.000) Spanien (rd. 11.000) und Frankreich (rd. 5.400) gemeldet. In Italien starben 14.681 Infizierte - so viele wie in keinem anderen Land der Erde.
 
In Europas bevölkerungsreichstem Staat Deutschland starben laut der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore rund 1.200 Personen. Am Donnerstag überstieg die Zahl der weltweit offiziell gemeldeten Infektionen die Marke von einer Million.
 
In den USA gab es bis Freitagmittag (Ortszeit) der Universität Johns Hopkins zufolge rund 250.000 bekannte Infektionen und mehr als 6.000 Todesfälle. Rund 35.000 Soldaten für den Kampf gegen das Virus im Einsatz. Etwa 19.700 Soldaten der Nationalgarde unterstützen örtliche Behörden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erklärte das Verteidigungsministerium am Freitag. Weitere 15.000 waren damit befasst, Feldlazarette in besonders betroffenen Gebieten zu errichten.
 
China gedenkt mit einem landesweiten Trauertag am Samstag der Opfer der Corona-Pandemie, landesweit werden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Ende Dezember waren in der Provinz Hubei mit der Hauptstadt Wuhan erstmals Fälle der Lungenkrankheit gemeldet worden, die inzwischen als Covid-19 bekannt ist. Allein in China starben seither nach offiziellen Zahlen mehr als 3.200 Menschen am Coronavirus, weltweit gab es bis Freitag mehr als 50.000 offiziell bestätigte Todesopfer.
 

 

 

 23:38

+++ Ende des Live-Tickers +++

Die oe24-Redaktion ist auch am Samstag wieder für Sie da und hält Sie über die Coronavirus-Situation auf dem Laufenden.

 20:12

13 deutschen Proficlubs droht Insolvenz

Die wirtschaftliche Lage vieler Vereine in der deutschen Fußball-Bundesliga und in der 2. Liga ist einem Medienbericht zufolge dramatischer als bisher bekannt. Wie das Fachblatt "kicker" am Freitag online berichtete, drohe 13 der 36 Profivereine - darunter vier Erstligisten - wegen den Einnahmenausfällen infolge der Corona-Pandemie die Insolvenz noch in dieser Saison.

Das erschreckende Ergebnis resultiere aus der Bestandsaufnahme der 36 Vereine, die sie zu ihrer aktuellen Lage bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hinterlegten. Um diese hatte die DFL die Clubs zuvor gebeten.

Ausgehend von diesen Zahlen gestalte sich vor allem die Situation in der 2. Bundesliga dramatisch. Sieben Vereine sollen schon Ende Mai Insolvenz anmelden müssen, falls bis dahin der Spielbetrieb nicht aufgenommen und somit die vierte Rate der Medienpartner nicht fällig wird. Die letzte Rate aus dem aktuellen Medienvertrag wäre im Falle einer regulär gespielten Saison eigentlich Anfang Mai gezahlt worden.

In der deutschen Bundesliga soll ein Verein akut bedroht sein. Er könne seinen Verpflichtungen nur noch bis Mai nachkommen. Drei weitere Vereine müssten im Juni den Konkursverwalter bestellen. Wie der "kicker" weiter berichtete, haben bisher bereits zwölf Vereine ihre Gelder aus der vierten Fernsehrate an Kreditinstitute und andere Partner abgetreten, um laufende Rechnungen zu bezahlen.

 19:56

EU will wegen Pandemie Hilfe für Afrika aufstocken

Die EU will angesichts der Corona-Pandemie ihre Hilfe für den afrikanischen Kontinent aufstocken. Selbst wenn Europa die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den Griff bekäme, wäre das Problem damit noch nicht gelöst, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag in Brüssel.

Es bestünde die Gefahr eines erneuten Ausbruchs und "Afrika macht uns besonders Sorge, weil die Pandemie dort schnell außer Kontrolle geraten könnte". Die Außenminister der 27 EU-Länder verständigten sich deshalb bei einer Videokonferenz grundsätzlich auf mehr Unterstützung für den Nachbarkontinent.

Die Einzelheiten sollen nächste Woche die Entwicklungsminister ausarbeiten und ein Finanzpaket schnüren, das auf Beiträgen von EU-Institutionen und der Regierungen der Mitgliedsstaaten basiert.

 19:37

Weitere 13 Erkrankte im Burgenland genesen

Im Burgenland sind mit Stand Freitagabend weitere 13 Personen, die am Coronavirus erkrankt waren, mittlerweile wieder gesund. Die Zahl der Genesenen ist damit auf 42 angestiegen, berichtete der "Koordinationsstab Coronavirus". Insgesamt gibt es im Burgenland derzeit 207 bestätigte Fälle, das sind vier mehr als am Donnerstag.

Die meisten positiven Covid-19-Tests wurden bisher im Bezirk Oberwart mit 69 gemeldet. Dahinter folgen der Bezirk Neusiedl am See (46) und der Bezirk Mattersburg (30). In der Freistadt Rust gibt es weiterhin keine Coronavirus-Erkrankungen. 810 Personen stehen laut dem Koordinationsstab derzeit unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne.

 19:04

Morgen zwei Regierungs-PK zur Coronakrise

Morgen, Samstag, sind im Bundeskanzleramt zwei Pressekonferenzen der Regierung zur Corona-Krise angesetzt: Um 10.00 Uhr informieren Innenminister Karl Nehammer und Frauenministerin Susanne Raab über aktuelle Zahlen zu häuslicher Gewalt und eine neue Info-Offensive. Um 11.30 Uhr spricht Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler über "Herausforderungen im Sport in Zeiten der Coronakrise".

 19:02

Bürgermeister bittet New Yorker, Mundschutz zu tragen

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio die Bevölkerung der Millionenmetropole zum Tragen von Mundschutz aufgefordert. "Wir raten New Yorkern, ihr Gesicht zu bedecken, wenn sie aus dem Haus gehen und in der Nähe von anderen Menschen sein werden", sagte de Blasio bei einer Pressekonferenz in der Nacht auf Freitag.

"Es kann ein Schal sein, es kann etwas sein, was man selbst macht, es kann ein Tuch sein." Masken, die beispielsweise Krankenschwestern und Ärzte benutzen, sollten nicht verwendet werden, da diese an anderer Stelle dringender gebraucht würden.

Es gebe neue - "nicht perfekte" - Indizien dafür, dass das Tragen von Mundschutz andere vor einer möglichen Ansteckung schützen könne, sagte de Blasio zur Begründung. "Das heißt, wenn man seinen Mundschutz anzieht, schützt man alle anderen."

Der US-Bundesstaat New York, in dem die gleichnamige Millionenmetropole liegt, gilt als eines der Epizentren der Corona-Pandemie in den USA, auch weil dort derzeit deutlich mehr getestet wird als in anderen Bundesstaaten. Mehr als 100.000 Menschen in New York haben sich bereits mit dem Virus infiziert, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag mitteilte.

 18:54

Papst spendete Krankenhaus von Bergamo 60.000 Euro

Papst Franziskus hat dem Krankenhaus der von der Coronavirus-Epidemie schwer betroffenen Stadt Bergamo 60.000 Euro gespendet. Die Spende für das Krankenhaus "Papa Giovanni XXIII", das an der vordersten Front im Kampf gegen das Covid-19 steht, erfolgte über die Diözese von Bergamo.

"Mit dieser Geste signalisiert der Heilige Vater seine Nähe zu den Gläubigen, sowie den Familien der Todesopfer und der Sanitäter", hieß es in einem Schreiben der Diözese am Freitag. Mehrere Priester sind im Raum von Bergamo und in der Lombardei dem Virus erlegen.

Papst Franziskus hatte sich in den vergangenen Tagen aus erster Hand über die Lage in der italienischen Provinz Bergamo informieren lassen. In einem Telefonat mit dem Ortsbischof sprach er allen Kranken und Helfern seine Nähe und Anerkennung aus. Die Provinzen Bergamo und Brescia sind die durch die Coronavirus-Epidemie derzeit am stärksten betroffenen Provinzen Italiens.

 18:52

Schwedens Ministerpräsident: "Tausende werden sterben"

Angesichts der anhaltenden Corona-Krise rechnet der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven mit Tausenden Todesfällen in seinem Land. Dass die Pandemie in Schweden langsamer verlaufe als in anderen Ländern, bedeute nicht automatisch, dass es deshalb weniger Schwerkranke oder weniger Tote geben werde, sagte Löfven am Freitag in einem umfassenden Interview der Zeitung "Dagens Nyheter".

In Schweden verfolge man die Strategie, den Anstieg der Infektionsfälle zu verzögern, um die Gesundheitsdienste nicht zu überlasten, sagte der Sozialdemokrat Löfven. "Aber das beinhaltet zugleich, dass wir weitere Schwerkranke haben werden, die Intensivpflege benötigen, wir werden bedeutend mehr Tote haben. Wir werden mit Tausenden Toten rechnen müssen."

In Schweden gab es bis Freitag mehr als 6000 bestätigte Infektionsfälle. Bisher sind in dem skandinavischen EU-Land 333 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Schweden gehen bisher mit freizügigeren Maßnahmen als etwa Österreich und Deutschland oder seine skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen gegen die Corona-Pandemie vor, verfolgen aber ebenso das Ziel, die Ausbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen.

 18:42

Pirelli-Manager halbieren sich eigenes Gehalt wegen Corona-Krise

Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat im Rahmen einer Strategie zur Kosteneindämmung infolge der Coronavirus-Krise beschlossen, die Gehälter des CEO Marco Tronchetti Provera und der Verwaltungsratsmitglieder um 50 Prozent zu reduzieren. Die Dividende werden heuer nicht ausgeschüttet.

Pirelli reduzierte seine Umsatzziele für das laufende Jahr von 5,4 Mrd. Euro auf 4,4 Mrd. Euro. "Die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft haben sich wegen des Covid-19-Notstands wesentlich eingetrübt. Das Szenario für den Entwicklungsplan bis 2022, der am 19. Februar vorgestellt worden war, ist überholt", teilte der Mailänder Konzern mit.

Das Unternehmen will sich Zeit nehmen, um seine Ziele bis 2022 neu zu formulieren. Im Bereich Autoreifen rechnet Pirelli mit einem Umsatzrückgang von 19 Prozent. Pirelli hat vorübergehend die Produktion reduziert und Maßnahmen zur Kosteneingrenzung ergriffen. Die Investitionen im Jahr 2020 sollen von 300 Mio. Euro auf 130 Mio. Euro reduziert werden.

Auch viele Manager in der Schweiz kürzen sich wegen der Corona-Krise ihre Gehälter, wie am Freitag bekannt wurde.

 18:40

FPÖ fordert baldiges Hochfahren der Wirtschaft

Die FPÖ macht sich für ein baldiges Hochfahren der Wirtschaft stark. "Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Regierung mit der Vehemenz, mit der sie versucht, in der Bevölkerung mit diversen Zahlengespinsten Panik zu verbreiten, auch die Wirtschaftskrise bekämpft", sagte heute FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch.

Die Regierung aus ÖVP und Grünen solle aufhören, "der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen". Vielmehr sollte sie "Geld in die Hand nehmen und denen helfen, die es brauchen", so Belakowitsch. Es gehe nun darum "die Wirtschaft ins Leben zurückzuführen".

Der freiheitliche Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer ergänzte: "Wir müssen Leben schützen und die Volkswirtschaft retten." Wirtschaftssprecher Erwin Angerer meinte, es sei ein "Fehler gewesen, das Epidemiegesetz außer Kraft zu setzen".

 18:29

766 Tote innerhalb von 24 Stunden in Italien

In Italien ist am Freitag die Zahl der Coronavirus-Todesopfer innerhalb von 24 Stunden um 766 auf insgesamt 14.681 gestiegen. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 83.049 auf 85.388, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation lag bei 4.068 Personen. 52.579 positiv getestete Patienten befanden sich in Heimisolierung. 19.758 Personen sind inzwischen genesen.

In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden 351 zusätzliche Todesopfer gegenüber Mittwoch verzeichnet. Insgesamt lag die Zahl der Coronavirus-Toten in der norditalienischen Region damit bei 8.311. 1.381 Patienten befanden sich dort auf der Intensivstation.

Nach der Lombardei ist nach wie vor die Emilia Romagna die am stärksten betroffene Region und zwar mit 1.902 Todesopfern. Der Piemont löste mit 1.043 Todesopfer Venetien (572) auf Platz zwei in der Liste der am stärksten betroffenen italienischen Regionen ab. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 136 Personen, die Zahl der Infizierten stieg dort bis Freitag auf 1.879.

Italiens Sanitäter zahlen einen hohen Preis für ihren Einsatz gegen die Epidemie. Seit Beginn der Pandemie am 20. Februar starben in Italien 77 Mediziner am Coronavirus, teilte Italiens Ärztekammer am Freitag mit. Rund 10.000 Krankenpfleger haben sich bisher infiziert, viele von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS), Silvio Brusaferro, bestätigte, dass die Epidemiekurve in Italien abflacht. Die Zahl der Neuinfizierten bleibe stabil. In den nächsten Tagen sollte der Rückgang beginnen. Wichtig sei jedoch, weiterhin die Maßnahmen streng einzuhalten. Keine Region Italiens sei von der Epidemie ausgespart worden, sagte der Experte.

 18:24

BMI warnt: Falsche Polizisten beschlagnahmen Schutzmasken

Das Innenministerium hat vor Personen gewarnt, die sich während der derzeitigen Coronavirus-Pandemie als Polizisten ausgeben und in Industriebetrieben Lieferungen von Schutzmasken beschlagnahmen. Wie das Innenministerium am Freitagnachmittag in einer Aussendung bekannt gab, soll man auf solche Kontaktversuche nicht eingehen und diese sofort der Polizei melden.

Laut Informationen der Wirtschaftskammer Österreich würden sich als Polizisten ausgebende Personen derzeit zusammen mit vermeintlichen Mitarbeitern des Roten Kreuzes Staubmasken und andere Schutzmasken beschlagnahmen. Bei diesen Personen handle es sich aber nicht um Exekutivbeamte, stellte das Ministerium klar.

 18:17

Bisher 4.801 Tests in Vorarlberg - 745 positive Fälle

In Vorarlberg sind bis Freitagabend 4.801 Coronavirustests durchgeführt worden. 745 der Tests brachten ein positives Ergebnis, gegenüber dem Donnerstag lag die Steigerungsrate bei 5,2 Prozent. Es wurden weiter 51 Covid-19-Patienten im Spital behandelt, davon zwölf auf der Intensivstation. Bisher gab es in Vorarlberg vier Personen, die an den Folgen des Coronavirus verstorben sind.

 17:33

Haslauer hat Sommertourismus "noch nicht aufgegeben"

Die Wachstumskurve an Corona-Erkrankten flacht in Salzburg weiter ab. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) warnte am Freitag vor einem zu frühen Schritt zurück ins Alltagsleben. Die eine oder andere Erleichterung werde "sicher nicht vor Ostermontag" kommen. Für den Sommertourismus gibt es Hoffnung. "Ich habe die Sommersaison noch nicht aufgegeben, es wird aber keinen Nächtigungsrekord geben."

Haslauer zog bei einer Videopressekonferenz des Landes einen Vergleich mit der Finanzkrise im Jahr 2008. "Wir haben uns gedacht, es wird auch im Tourismus Probleme geben. Das Gegenteil war der Fall. Die Leute haben ungebremst Urlaub gebucht."

Allerdings könnten nach der Corona-Krise Reiseängste und geografische Entscheidungen einen Einfluss auf den Torismus nehmen. Man habe in Salzburg entsprechend vorgesorgt und einige Gemeinden im Pongau und Pinzgau unter Quarantäne gestellt, um die Infektionen rasch einzudämmen. Er würde sich wünschen, die Quarantäne über diese Gemeinden nach dem Ostermontag aufheben zu können, sagte Haslauer. "Das werden wir gegen Ende nächster Woche entscheiden."

Laut Landes-Medienzentrum werden die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen in den zwei Pinzgauer Quarantänegemeinden Zell am See und Saalbach-Hinterglemm nach einigen Verstößen verschärft.

Die Kurve an Genesungen ist im Bundesland gestiegen. Von den bisher 1.049 positiv Getesteten sind bereits 180 Menschen wieder gesund geworden. Die Tageswachstumsrate bei den bestätigten Krankheitsfällen lag am Freitag um 13.00 Uhr im 24-Stunden-Vergleich bei 3,7 Prozent, der Drei-Tagesschnitt bei 4,4 Prozent. Die Verdoppelungszeit betrug 15,9 Tage. Auch die Anzahl der Testungen stieg wieder an, gestern wurden 646 Tests gezählt, heute 855.

Um die weitere Vorgehensweise besser beurteilen zu können, werde die Osterwoche noch abgewartet, erklärte Haslauer. Für eine schrittweise Normalisierung müsste Experten zufolge die Wachstumsrate bei den Krankheitsfällen nachhaltig auf unter sieben Prozent zurückgehen. Abgesehen von einem sukzessiven Hochfahren der Baustellen des Landes rechnet er damit, dass zunächst der Handel schrittweise wieder aufsperrt. Bis es wieder Veranstaltungen gibt oder Schulen regulär öffnen, könne es noch länger dauern.

Zur Beschaffung von Schutzbekleidung und Schutzmasken ist im Bundesland Salzburg am Freitag eine Taskforce eingerichtet worden. Unter der Leitung des Geschäftsführers des Stadions in Klessheim, Thomas Smogawetz, wird der Bedarf von Polizeiinspektionen, Ärzten oder Einrichtungen wie Pflegeheimen unter einen Hut zusammengeführt.

 17:25

Nationalrat: Regelung für Vorerkrankte

Der Nationalrat hat mit einem Abänderungsantrag in letzter Minute auch noch eine Regelung für die Dienstfreistellung von Personen, die von Corona besonders bedroht sind, getroffen.

Diese Personen sollen Anspruch auf Freistellung zunächst bis Ende April haben. Krankenversicherungsträgern wird aufgetragen, anhand der Medikation die Risikopersonen herauszufinden. Auf Basis dieser Information kann sich der Betroffene bevorzugt telefonisch an seinen behandelnden Arzt wenden, der ein ärztliches Attest stellt, ob derjenige zur Risikogruppe gehört.

Ein Freibrief ist das aber nicht. Denn der betreffende Arbeitnehmer kann auch zum Home-Office eingesetzt werden. Die Erbringung der Arbeitsleistung weiterhin am Arbeitsplatz ist dann möglich, wenn durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko mit größtmöglicher Sicherheit ausgeschlossen ist. Zudem sind Personen, die im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sind, ausgenommen. Für sie sollen ausreichend Schutzmaßnahmen getroffen werden, dass nur noch ein Restrisiko besteht.

Wird ein Arbeitnehmer freigestellt, hat der Dienstgeber Anspruch auf Erstattung des für die Zeit der Freistellung geleisteten Entgelts sowie der Dienstgeberanteile am Sozialversicherungsbeitrag.

 17:22

Osterfeuer im Burgenland verboten

Im Burgenland sind Osterfeuer aufgrund der Coronakrise verboten. Auch im privaten Bereich sollen keine Feuer abgehalten werden, teilte Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) am Freitag in einer Aussendung mit. Dabei spiele auch die Brandgefahr eine Rolle. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 3.630 Euro.

Da Brauchtumsfeuer allgemein zugänglich und öffentlich abzuhalten seien, dürfen sie aufgrund der gesetzten Maßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise heuer nicht stattfinden, sagte Eisenkopf. Dabei gehe es unter anderem um das Verbot von Versammlungen sowie das Verbot des Aufhaltens an öffentlichen Orten. Auch im eigenen Garten sollen allerdings keine Osterfeuer entzündet werden. "Jedes Feuer bedeutet ein zusätzliches Brandrisiko und würde unsere Feuerwehrleute und Einsatzkräfte, die wir in diesen Tagen an anderen Stellen dringend benötigen, nur unnötig beanspruchen", betonte Eisenkopf.

 16:58

Über 100 tote Ärzte und Schwestern in Italien

Im Zuge der Corona-Pandemie sind in Italien bisher etwa 120 mit dem Virus infizierte Ärzte, Schwestern und andere Mitarbeiter im medizinischen Sektor gestorben. Diese Zahl ergibt sich aus Zählungen von Verbänden. Allein der Ärzteverband listete bis Freitag mehr als 70 Namen von verstorbenen Medizinern auf.

Mehr als 10.000 Beschäftigte im medizinischen Sektor, etwa in Krankenhäusern, Praxen und Labors, haben sich seit dem Ausbruch im Februar mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Zeitung "La Repubblica" schrieb. Eine Auflistung im Fachorgan "Quotidianosanita" nennt zudem die Zahl von mehr als 20 toten Krankenpflegern und -Pflegerinnen.

Bisher gab es in Italien insgesamt rund 14.000 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Der Zivilschutz hat mehr als 115.000 Corona-Infektionen registriert, wobei die tatsächliche Zahl nach Expertenschätzung womöglich zehnmal so hoch liegen dürfte. Für die hohen Ansteckungsraten beim medizinischen Personal werden in Italien mehrere Gründe genannt. Zum einen kamen anfangs viele Menschen ohne Covid-19-Befund in die Behandlung, so dass das Personal nichts vom Ansteckungsrisiko wusste. Später fehlte Schutzausrüstung. Außerdem sind Ärzte und Schwestern besonders im Corona-Brennpunkt in Norditalien oft überarbeitet.

 16:11

Borrell: 350.000 EU-Bürger noch im Ausland gestrandet

350.000 EU-Bürger auf Urlaub sind aufgrund der Coronakrise noch im Ausland gestrandet. Dies berichtete der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag bei einer Pressekonferenz im Anschluss an eine Telekonferenz mit den EU-Außenministern, darunter Alexander Schallenberg (ÖVP). Die EU-Länder wollen die Koordination untereinander bei den Rückholungen verbessern, so Borrell.

Insgesamt wurden bereits 250.000 EU-Bürger in ihr Heimatland rückgeführt. Auch bei der Bekämpfung der Falsch- und Desinformation, die laut Borrell "gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit" haben kann, wollen die EU-Länder mit der EU-Kommission und den Sozialen Netzwerken verstärkt zusammenarbeiten. Der spanische Ex-Außenminister sprach von einer "Infodemie", in Anlehnung an die Corona-Pandemie.

Borrell unterstrich die Bedeutung, den ärmsten Weltregionen und vor allem dem EU-Nachbarn Afrika in der Corona-Krise zu helfen. Wenn das Problem nicht überall gelöst werde, bedeute dies, dass es gar nicht gelöst sei und es jederzeit zu einem "Backlash" kommen könnte. In Afrika könnte die Situation "sehr schnell" außer Kontrolle geraten und es gebe dort keine Gesundheitsversorgung wie in Europa. Auf 10.000 Einwohner käme ein Doktor, führte er an. "Wir müssen Afrika helfen", so der EU-Außenbeauftragte.

Dass die Ausbreitung des Coronavirus die Aufmerksamkeit von den Konflikten wie zum Beispiel in Syrien und Libyen ablenke, bestätigte Borrell. Er selbst verfolge die Situation jedoch sehr genau und verbringe jeden Tag zehn Stunden damit, telefonisch daran zu arbeiten. Die Pandemie habe vielerorts zu einer Waffenruhe geführt, nur in Libyen leider nicht, berichtete der EU-Außenbeauftragte.

Weiterhin keine Auskünfte gab es am Freitag darüber, welche materiellen und personellen Ressourcen die EU-Länder für die neue EU-Libyen-Mission zur Überwachung des UNO-Waffenembargos zur Verfügung stellen. Die Gespräche würden noch weitergeführt, hieß es.

 16:09

ManUnited-Profis spenden für Gesundheitssystem

Die Profis von Manchester United spenden 30 Prozent ihres Gehalts für Großbritanniens Nationalen Gesundheitsdienst (NHS). Damit ist der englische Fußball-Rekordmeister der erste Premier-League-Club, dessen gesamter Kader wegen der Coronavirus-Pandemie eine Einkommensreduktion beschlossen hat.

Derzeit laufen Verhandlungen zwischen der Premier League und den Profis der finanzkräftigsten Liga der Welt über einen Gehaltsverzicht, ein Ergebnis stand noch aus. Zuletzt wurden Forderungen aus der Politik immer lauter, dass die zumeist hochbezahlten Premier-League-Kicker auf Geld verzichten sollten.

 14:23

EU-Coronahilfen: Offenbar Einigung zwischen Berlin und Paris

Im Ringen um die Hilfe für notleidende Mitgliedsstaaten in der Coronakrise gibt es offenbar eine Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag berichtete, wollen die beiden größten EU-Staaten bei der Tagung der Euro-Finanzminister kommende Woche ein Drei-Säulen-Modell vorschlagen.

Demnach sollen Kredite des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB) genutzt werden. Zusätzlich könnte die EU Mittel für die Sicherung der Arbeitslosenversicherung der Mitgliedstaaten bereitstellen. Frankreich hatte bisher mit einer Gruppe weiterer Mitgliedsstaaten auf die Ausgabe von gemeinsamen Anleihen ("Coronabonds") gedrängt, was von nördlichen Euro-Staaten wie Deutschland, Österreich und den Niederlanden abgelehnt wurde.

 13:09

Kurz stellt Handel Rückkehr in Aussicht

Möglicherweise schon am Montag könnte man wissen, wann der Handel trotz Corona-Krise wieder stärker anläuft. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte am Freitag im Nationalrat, dass man sich mit den Experten am Sonntag die Zahlen ansehen werde. Würden diese es hergeben, werde man am Montag bekannt geben, wo eine Wiederaufnahme des Betriebs machbar ist.

Einmal mehr klar gestellt wurde von Kurz, dass man mit dem Handel beginnen werde. Aber auch hier werde es Begleitmaßnahmen geben müssen, etwa über einen Kulturwandel mit Abstand halten und dem Anlegen von Masken. Für später will der VP-Chef auch vermehrt auf Tests setzen, mit denen man "Glutnester" löschen könne, damit nicht wieder ein Flächenbrand entstehe.

 13:03

Wien setzt Maßnahmen für mehr Platz auf Märkten

Gerade am Wochenende herrscht auf Wiens Märkten teils ordentliches Gedränge: Um in Corona-Zeiten trotzdem den geforderten Mindestabstand einhalten zu können, setzt die Stadt nun Maßnahmen. Straßen und Parkspuren werden etwa gesperrt, um den Platz zwischen den Standlern zu vergrößern. Marktamtsmitarbeiter sind mit Megafonen präsent. Für die Standler selbst gibt es vorerst keine Mietreduktion.

"Die Wiener Märkte spielen gerade in der Coronakrise eine wichtige Rolle als Nahversorger und entlasten auch die Supermärkte", unterstrich die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Freitag in einer Online-Pressekonferenz. Wer dort einkaufe, unterstütze in diesen schwierigen Zeiten auch die lokalen Produzenten, warb sie für einen Besuch auf einem der 22 Lebensmittelmärkte in der Bundeshauptstadt.

Es gebe aber auch coronabedingte Herausforderungen, was die Einhaltung der Vorgaben des Bundes betrifft - vorrangig den Ein-Meter-Abstand zur Verringerung des Ansteckungsrisikos. "Vor allem die Bauernmärkte am Samstag sind sehr gut besucht", erklärte Sima.

 12:52

Erneut mehr als 900 Todesfälle in Spanien

In Spanien sind erneut innerhalb von 24 Stunden mehr als 900 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 932 Todesfälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Madrid mit. Damit starben in dem Land bereits 10.932 Menschen an den Folgen des Coronavirus - das ist die weltweit zweithöchste Opferzahl nach Italien.

Allerdings machten die am Freitag vorgelegten Zahlen auch leichte Hoffnung auf eine Entspannung der Lage: Die Steigerungsrate bei den Neuinfektionen und auch bei den Todesfällen ging erneut nach unten. Die Zahl der Neuinfektionen stieg auf knapp 118.000 - das war ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vortag. Am Donnerstag hatte die Rate noch bei 7,9 Prozent gelegen, Mitte vergangener Woche waren es 20 Prozent.

Die tägliche Steigerungsrate bei den Todesfällen lag am Freitag bei 9,3 Prozent. Am Donnerstag, als ebenfalls mehr als 900 neue Todesfälle vermeldet wurden, waren es noch 10,5 Prozent. Ende März war die Rate sogar bis auf 27 Prozent gestiegen.

 12:52

Bisher 137 Todesopfer in Südtirol

In Südtirol sind mit Stand Freitagmittag 137 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, ein Plus von neun seit Donnerstag. 93 Todesfälle gab es bisher in den Krankenhäusern der autonomen Provinz, 44 weitere verstarben in den Seniorenheimen, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit.

Insgesamt wurden 1.522 Personen bisher positiv auf das Coronavirus getestet, 183 galten wieder als geheilt. 51 Covid-19-Patienten mussten auf den Intensivabteilungen des Landes behandelt werden. Elf weitere Südtiroler wurden in Krankenhäusern in Österreich und Deutschland intensivmedizinisch betreut.

164 Mitarbeiter des Sanitätsbetriebs wurden bisher positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Zehn Basisärzte und zwei Basiskinderärzte waren ebenfalls an Covid-19 erkrankt. 3.291 Südtiroler befanden sich in amtlich verordneter Quarantäne oder in Isolation.

 12:35

Wien drängt weiter auf Bundesgärten-Öffnung

Wien drängt weiter auf eine Öffnung der derzeit gesperrten Bundesgärten. Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) hat am Freitag via Facebook-Videostream das jüngst vom Bund ins Treffen geführte Argument, wonach man bei den Einlässen den Abstand nicht gewährleisten könne, kritisiert. "Ich halte das für eine nicht besonders gute Ausrede", sagte sie.

"Jeder Bundesgarten hat sehr viele Eingangstore, mir wäre noch nie aufgefallen, dass es dort zu Gedränge kommt. Und wenn es so sein sollte, dass in einem sehr kurzen Zeitraum viele Menschen hinkommen, dann sind wir alle diszipliniert genug, dass man wie an der Kasse im Supermarkt im entsprechenden Abstand wartet, bis man die Gelegenheit hat, durchzugehen", gab Sima zu bedenken.

Zur in Wien ebenfalls angedachten Sperre von Straßen äußerte sich Sima zurückhaltend. "Das ist aus meiner Sicht immer nur die zweitbeste Lösung." Die temporäre Freigabe von Straßenzügen für Fußgänger wird von der Grünen Verkehrsstadträtin Birgit Hebein propagiert. Die Menschen in Wien würden aber bevorzugen, im Grünen zu flanieren und nicht auf der Straße, zeigte sich Sima überzeugt.

 12:29

Alpin- und Flugpolizei überwacht Tiroler Berge

Die Tiroler Berge werden im Zuge des Covid-19-Maßnahmengesetzes verstärkt überwacht. Die Alpin- und Flugpolizei werde alpines Gelände kontrollieren, um Bergwanderungen oder Skitouren zu unterbinden, hieß es in einer Aussendung der Tiroler Polizei.

Weil in den nächsten Tagen traumhaftes Frühlingswetter auf die Tiroler zukommen wird, sei davon auszugehen, dass einige Personen diese "Frühjahrsbedingungen" für sportliche Aktivitäten am Berg ausnützen könnten. Die Bevölkerung solle aber zu Hause bleiben. Wer trotzdem im alpinen Raum angetroffen werde, müsse mit einer Anzeigeerstattung - mit einem Strafausmaß von bis zu 3.600 Euro - rechnen. Im Falle eines Unfalles müssten Rettungskräfte gebunden und bei schweren Verletzungen würden Krankenhauskapazitäten blockiert werden.

Die Exekutive betonte, dass sich der Großteil der Bevölkerung "vorbildlich" an die Verkehrsbeschränkungen halten würde. "Etliche uneinsichtige Personen" gäbe es aber noch.

 12:18

Lidl mit neuen Hygienevorschriften ab Montag

Lidl Österreich hat am Freitag neue, ab Montag (6.4.) gültige Hygienevorschriften bekanntgegeben. Für jede der über 250 Lidl-Filialen wird eine maximale Kundenanzahl definiert, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Zudem gibt es neben den bis auf Weiteres kostenlosen MNS-Masken auch Händedesinfektionsmittel für die Kunden. Auch alle Einkaufswägen werden desinfiziert.

Jeder Kunde, der noch keine MNS-Maske besitzt, bekommt ab Montag vor der Filiale bis auf Weiteres eine kostenlose Maske, einen desinfizierten Einkaufswagen und die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren. "Außerdem bitten wir alle Kunden, wenn möglich nur noch einzeln einkaufen zu gehen. Aber natürlich gibt es Ausnahmen, wie z.B. alleinerziehende Mütter oder Väter mit Kleinkindern", so Alessandro Wolf, Vorsitzender der Lidl-Geschäftsleitung. Das Betreten ist künftig nur noch mit einem Einkaufswagen erlaubt, was auch das Abstandhalten in den Gängen vereinfachen soll. Die verfügbaren Einkaufswägen werden anhand der Filialgröße über einen Schlüssel berechnet. Alle anderen Einkaufswägen, die über die definierte Anzahl hinausgehen, werden abgesperrt.

 12:06

Merkel beendet häusliche Quarantäne

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel beendet ihre häusliche Quarantäne. "Die Kanzlerin kehrt heute an ihren Arbeitsplatz im Kanzleramt zurück", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Notwendige Abstandsregeln würden dabei aber selbstverständlich weiterhin eingehalten.

Merkel hatte sich vor knapp zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem Arzt hatte, der kurz darauf positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Bei der Kanzlerin wurde dagegen keine Infektion festgestellt. "Glücklicherweise wurde die Bundeskanzlerin mehrfach negativ auf das Coronavirus getestet", sagte Seibert. "Die heimische Quarantäne ist zu Ende."

Für Merkel gehe damit jetzt "die Arbeit aus dem Kanzleramt weiter". Dazu würden aber weiterhin viele Telefonkonferenzen und Videokonferenzen gehören. Merkel hatte auch während der Quarantäne ihre Regierungsarbeit nicht unterbrochen und beispielsweise per Telefon Kabinettssitzungen geleitet und Pressekonferenzen abgehalten.

 11:43

Alle Hotels nun drei Wochen lang gesperrt

Die heimischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sind nun per Verordnung des Gesundheitsministeriums drei Wochen lang, also weit über Ostern hinaus, gesperrt. Um die Coronavirus-Epidemie einzudämmen, ist demnach von 4. bis 24. April jegliche touristische Nutzung untersagt. Das schafft Klarheit in einer von der aktuellen Situation gebeutelten Branche.

"Viele Gäste haben für Ostern für einen Kurzurlaub angefragt. Dass dies nicht geht, ist nun klargestellt", sagte die Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Susanne Kraus-Winkler, gegenüber der APA. Das neue Betretungsverbot betrachtet die Branchensprecherin als Sicherheitsmaßnahme und Unterstützung bei der Einhaltung der Ausgehbeschränkungen der Bevölkerung.

Die Betriebe in den Bundesländern Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, die von der Epidemie früher und härter getroffen wurden, sind bereits seit 16. März per Verordnung der Bundesregierung gesperrt.

In den östlichen Bundesländern gab es bis dato keine gesetzliche Regelung, die es den Betrieben untersagt hätte aufzusperren. Wer da nicht geöffnet hatte, hat das aufgrund fehlender Gäste gemacht, hieß es aus der Wirtschaftskammer. Nun darf österreichweit lediglich in Ausnahmefällen im Hotel genächtigt werden. Nächtigungs- und Umsatzeinbußen für die Sommersaison sind programmiert.

 11:28

"Spar" hält Non-food-Diskussion für "gefährlich"

Im Streit im Einzelhandel rund um die Schließung aller Geschäfte, die nicht für die Grundbedürfnisse geöffnet haben, und den Verkauf von Non-food-Produkten im Lebensmittelhandel, hat sich am Freitag die Supermarktkette Spar kritisch zu Wort gemeldet. Die Kritik der heimischen Unternehmen sei zu kurz gedacht und sogar gefährlich.

Spar versorge Österreich trotz extremer Bedingungen, erhalte Arbeitsplätze und zahle Steuern, titelte der Konzern in einer Aussendung. "Die aktuelle, von Nonfood-Händlern angestoßene Diskussion rund um das Thema Verkauf von Non-Food-Produkten im Lebensmittelhandel, hält Spar für zu kurz gedacht, ja sogar für gefährlich. Dürfte der Lebensmittelhandel nun auch das bei ihm übliche Nonfood-Sortiment nicht mehr verkaufen, hätte das massive negative Folgen. So würden beispielsweise noch viele weitere heimische Arbeitsplätze verloren gehen, vor allem auch bei den österreichischen Vorlieferanten.

Zudem seien die Mitarbeiter schon jetzt wegen all der Maßnahmen wegen der Coranoavirus-Pandemie mit Mund-Nasen-Masken, Gummihandschuhen, andauernden Desinfektionen, Plexiglasabtrennungen, Abstandsregeln, leeren Regalen nach Hamsterkäufen und verständlicherweise angespannten Kunden sehr gefordert.

 11:19

Nur 66 Neu-Erkrankungen in 24 Stunden in Wien

Der medizinische Krisenstab der Stadt Wien hat die neuesten Zahlen zum Coronavirus veröffentlicht: Aktuell (Stand: 8.00 Uhr) gibt es in der Bundeshauptstadt 1.646 nachweislich infizierte Personen, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Das sind um 66 mehr als noch 24 Stunden zuvor. Der Anstieg liegt bei 4,2 Prozent und ist damit geringer als in den Tagen zuvor.

Was die Zahl der Toten anbelangt, gibt es nun seit dem gestrigen Donnerstag drei weitere Opfer. Eine 83-jährige Frau und zwei Männer, beide 80 Jahre alt, sind im Krankenhaus den Folgen der Virus-Erkrankung erlegen. Damit sind nun 34 Todesfälle dokumentiert.

Eine gute Nachricht gibt es auch - die Zahl der Genesenen steigt langsam, aber stetig: Waren es gestern noch 86 Personen, so sind es mittlerweile bereits 98. Die Gesundheitshotline 1450, bei der sich Menschen melden sollen, die vermuten, sich mit dem Virus infiziert zu haben, hat am Donnerstag 1.888 Anrufe entgegengenommen.

 11:02

Elf Infizierte im Seniorenheim Mittersill

Im Seniorenheim Mittersill im Pinzgau haben sich mittlerweile elf Personen mit dem Coronavirus infiziert. Laut Landes-Medienzentrum handelt es sich dabei um sechs Bewohner und fünf Pflegekräfte. Am Mittwoch war eine Bewohnerin positiv auf Covid-19 getestet und ins Uniklinikum Salzburg überstellt worden. Auch im Krankenhaus Tamsweg hat sich eine Mitarbeiterin mit dem Virus infiziert.

Die Lungauer Klinik ist weiterhin in Betrieb. Vier Pflegekräfte und eine Mitarbeiterin der Ärzteschaft befinden sich nun in häuslicher Quarantäne. Mittlerweile wurden im Bundesland Salzburg 1.049 Personen positiv getestet (Stand heute, Freitag, 7.30 Uhr) und bisher zwölf Todesfälle verzeichnet. Derzeit werden insgesamt 79 Corona-Patienten im Krankenhaus betreut, davon 15 auf der Intensivstation.

Wie das Landes-Medienzentrum informierte, sinkt die Zahl der Spitalsmitarbeiter, die in Quarantäne sind, stetig. Am Freitag betraf diese Maßnahme 95 Beschäftigte der Salzburger Landeskliniken. Der Höchststand war am 24. März mit 278 Mitarbeitern.

 10:54

34 Todesfälle in Wien

Stand Freitag, 3. April 2020, 8.00 Uhr, sind in Wien 1.646 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 34. Ein Frau (83 Jahre) und zwei Männer (beide 80 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben.

98 Personen sind gesundet und genesen.

 10:52

Hotels sind bis 24. April zu

Die heimischen Beherbergungsbetriebe bleiben nun fix drei weitere Wochen geschlossen. Angesichts der Coronavirus-Pandemie dürfen die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen bis einschließlich 24. April nicht aufsperren. Das geht aus der entsprechend angepassten Verordnung des Gesundheitsministeriums, die nun vorliegt, hervor.

In derselben Verordnung ist nun auch geregelt, dass die Abholung vorbestellter Speisen zulässig ist, "sofern diese nicht vor Ort konsumiert werden und sichergestellt ist, dass gegenüber anderen Personen dabei ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird".

 09:51

Laudamotion: Aschbacher verweist auf geltende Gesetze

Im Streit um Kurzarbeit für die heimische Ryanair-Tochter Laudamotion hat sich Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) zu Wort gemeldet. "Wer die österreichische Corona-Kurzarbeit in Anspruch nehmen möchte, muss dafür auch die österreichischen Gesetze einhalten", wird Aschbacher von der Zeitung "Kurier" online zitiert.

Aschbacher habe die Airline schon am 29. März mitgeteilt, dass "in diesem Zusammenhang das Vorliegen der Zustimmung der Sozialpartner unabhängig vom Bestehen eines Betriebsrats unumgänglich" sei. Das Ministerium habe bereits mehrmals versucht, Laudamotion die rechtliche Lage in Österreich darzulegen, heißt es in dem Statement.

Bisher ist bei Laudamotion für die Piloten und Flugbegleiter keine Kurzarbeit zustande gekommen, weil es einen Streit um die Anerkennung des im Herbst 2019 gewählten Betriebsrats gibt. Das AMS hat auch die Massenkündigung von 550 Mitarbeitern zurückgewiesen, weil der Betriebsrat in die Anmeldung zum Frühwarnsystem nicht eingebunden worden war.

 09:34

Anschober: Schutzkleidung für Länder am Wochenende

Die Bundesländer dürfen am Wochenende eine Lieferung Schutzkleidung erwarten. Nach einem paktierten Verteilungsschlüssel werden 1, 9 Millionen OP-Masken, dazu größere Mengen Desinfektionsmittel und Untersuchungshandschuhe zugestellt, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag in einer Aussendung mit.

Auch die Beschaffung geht weiter: Im Zeitraum vom 13. bis zum 30. März seien Großaufträge in der Größenordnung von 84,5 Millionen Euro für Schutzausrüstungen gegen das Coronavirus, Beatmungsgeräte und dergleichen unterzeichnet worden, so das Gesundheitsministerium. Für April wurden weitere Bestellungen bereits freigegeben, die bisher ein Volumen von 40 Millionen Euro umfassen.

 09:33

1.775 bestätigte positive Fälle in Niederösterreich

In Niederösterreich hat sich die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen heute, Freitag, (Stand 8.00 Uhr) im Vergleich zum Vortag laut Corona-Informationsportal des Gesundheitsministeriums um 58 auf 1.775 erhöht. Im Bundesland wurden dem NÖ-Sanitätsstab zufolge bisher 10.566 Testungen durchgeführt. 340 Patienten sind wieder genesen.

Die meisten positiven Fälle gab es am Freitag in den Bezirken St. Pölten (202), Amstetten (199) und Neunkirchen (143). Es folgten Tulln (120), Korneuburg (117), Mödling (116), Melk (111), Krems (107), Baden (94), Mistelbach (91), Scheibbs (90), die Landeshauptstadt St. Pölten (56), Bruck a.d. Leitha und Gänserndorf (je 54), Lilienfeld (35), Wiener Neustadt (31), Zwettl (29), die Städte Wiener Neustadt (28), Krems (26) und Waidhofen a.d. Ybbs (22), weiters Horn (16), Hollabrunn und Waidhofen a.d. Thaya (je 14) sowie Gmünd (sechs).

 09:29

Italien überlegt Verlängerung des Lockdowns bis Mai

Nachdem Italien am Mittwoch den epidemiebedingten Lockdown auf den 13. April verlängert hat, müssen sich die Italiener auf eine noch längere Ausgangssperre vorbereiten. "Wir werden noch viele Wochen zu Hause bleiben müssen", antwortete Zivilschutzchef Angelo Borrelli auf die Frage, ob die Italiener nach Ostern auch den 1. Mai in Quarantäne verbringen werden müssen.

"Ich glaube nicht, dass sich diese Situation auflockern wird. Wir müssen weiterhin sehr streng vorgehen. Der Umgang mit sozialen und menschlichen Kontakten wird sich ändern. Wir werden längerer Zeit Distanz halten müssen", so Borrelli im Interview mit "Rai Radio ".

Die Lombardei, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffene norditalienische Region, rechnet mit einem Rückgang der Epidemiekurve bis Ende dieser Woche. "Die Zahlen entsprechen unseren Erwartungen. Heute ist ein weiterer positiver Tag, weil die Infektionen nicht zunehmen", sagte der lombardische Präsident, Attilio Fontana, bei seiner täglichen Pressekonferenz in Mailand.

Die Zahl der Covid-19-Toten innerhalb von 24 Stunden kletterte am Donnerstag in Italien um 760 auf insgesamt 13.915 Opfer, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der SARS-CoV-2-Infizierten stieg von 80.572 auf 83.049. Italien ist europaweit das am stärksten von der Epidemie betroffene Land.

 09:18

47 Prozent vermissen den Einkauf in Geschäften

Die Österreicher vermissen den Einkauf in Geschäften. Das ist die Schlussfolgerung einer Studie des Instituts für Handel, Absatz und Marketing der Johannes Kepler Universität Linz (JKU). Laut einer Online-Befragung unter 1.006 Österreichern im Alter von 18 bis 75 Jahren fehlt 47 Prozent der Interviewten das Shoppen in derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Geschäften.

Noch vor der Schließung haben sich 28 Prozent der Österreicher noch rasch mit Waren versorgt, die üblicherweise nur in nun geschlossenen Geschäften zu bekommen sind. Besonders gerne gekauft wurden Artikel aus dem Bereich Bau- und Heimwerkerbedarf (besonders Blumenerde, Pflanzen, Bastelsachen). Auch Bücher, Bekleidung und Spielwaren wurden vor dem 16. März verstärkt gekauft. Je jünger die Konsumenten, desto häufiger war dieses Verhalten zu beobachten

 08:50

Robert Koch-Institut änderte Einschätzung zu Mundschutz

Auch das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) hat in der Corona-Krise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte dies das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht.

Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen. Nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, bemerke das auch, hieß es. Manche Infizierte erkrankten gar nicht, könnten den Erreger aber trotzdem weitergeben. Regeln zum Husten- und Niesen, zur Händehygiene und zum Mindestabstand sollten auch mit Masken weiterhin eingehalten werden. Außerdem gebe es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine selbstgenähte Maske einen selbst vor einer Ansteckung schützt.

 08:50

72-Jähriger in Hainburg gestorben

In Hainburg (Bezirk Bruck a.d. Leitha) ist am Freitag in den Morgenstunden ein 72-Jähriger im Krankenhaus gestorben. Er war positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden und litt laut Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding auch an einer Grunderkrankung. Der Patient ist das 26. Covid-19-Todesopfer in niederösterreichischen Spitälern.

 08:37

Coronavirus-Test bei Trump negativ

Auch ein weiterer Coronavirus-Test ist bei US-Präsident Donald Trump negativ ausgefallen. Das teilt das amerikanische Präsidialamt mit. Trump hatte in der ersten März-Hälfte eine Delegation aus Brasilien empfangen, in der eine Person mit dem Virus infiziert war.

 08:20

Abholen von Speisen beim Wirt ab sofort erlaubt

Das Abholen vorbestellter Speisen beim Gastwirt ist ab sofort erlaubt. Zu beachten ist dabei lediglich, dass die Speisen nicht vor Ort im Lokal konsumiert werden und der auch sonst vorgeschriebene Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten wird.

 07:58

Brauerei stoppt Corona-Bier-Herstellung

Der mexikanische "Corona"-Brauer Grupo Modelo stellt die Herstellung von Corona-Bier und anderen Marken, die in 180 Länder exportiert werden, vorläufig ein. Die mexikanische Regierung hatte wegen der Coronavirus-Pandemie den Gesundheitsnotstand ausgerufen und die Aussetzung aller nicht notwendiger Aktivitäten beschlossen.

 06:49

Anschober erteilt Lockerungsrufen entschieden Absage

Eine entschiedene Absage erteilt Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ersten vernehmbaren Rufen nach einer Lockerung der Anti-COVID-19-Maßnahmen. Die Zahlen zeigten zwar in die richtige Richtung, aber wenn man jetzt schon schrittweise "wieder aufmacht, ist das Risiko ganz groß", dass danach die Zahl der Erkrankten und Toten wieder stark steigt, sagte er Donnerstag in der "ZiB 2".

Einer, der den Sinn der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Frage stellte, ist Andreas Sönnichsen, der Leiter der Abteilung für Allgemein- und Familienmedizin an der Meduni Wien. Er nannte es in der "Presse" "irre, was wir da machen" - der ganze Staat werde lahmgelegt, nur um "die wenigen, die es betreffen könnte, zu schützen", und beklagte auch gegenüber der "ZiB2" den "Kollateralschaden" für Wirtschaft und Gesellschaft.

Dem trat Anschober harsch entgegen: "Es ist verantwortungslos, über Menschenleben so zu sprechen", sagte der Gesundheitsminister. Wenn es darum geht, Menschenleben zu retten, "gibt es keine Wirtschaftsvergleiche". Die klare Priorität in Österreich sei, "das Leben von 10.000en Menschen zu retten" - indem man den Kollaps des Gesundheitssystems verhindert, wie man ihn in Italien, Frankreich oder Spanien sehe. Österreich liege zwei Wochen hinter deren Entwicklung - und müsse alles tun, um am eingeschlagenen richtigen Weg zu bleiben.

 06:43

Rendi-Wagner will "Kompass" für Weg in die Normalität

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hält die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nach wie vor für unbedingt nötig - und hat Verständnis, dass man den Zeitpunkt der Lockerung noch nicht nennen kann. Aber sie hätte gerne einen "Kompass", wie der spätere Weg zurück in die Normalität aussehen kann. Die Regierung sollte mit Experten transparente und nachvollziehbare Kriterien formulieren, fordert sie.

Eine solche Perspektive werde es brauchen, "damit sich die Bevölkerung so lange es notwendig ist weiter verantwortungsvoll an die Regeln hält", meinte Rendi-Wagner gegenüber der APA. Die frühere Gesundheitsministerin meint damit nicht, dass sich die Regierung jetzt schon auf einen konkreten Zeitpunkt festlegen muss: "Diesen kennt niemand. Niemand weiß, wann genau wir die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle haben."

Aber die Regierung sollte die Kriterien festlegen, anhand derer man entscheidet, wann welche Einschränkungen zurückgefahren werden können. Jedenfalls berücksichtigt werden müssten dabei drei Kriterien: Replikationsfaktor (der unter eins liegen muss), Kontrolle über ausreichend Ressourcen (Personal, Beatmungsgeräte, Schutzkleidung) und die Immunität in der Bevölkerung. Herdenimmunität sei laut Experten bei 50 bis 70 Prozent erreicht - und dies müsste mit repräsentativen Antikörper-Stichproben-Testungen erhoben werden, meinte Rendi-Wagner.

 06:35

USA: .169 Tote innerhalb von 24 Stunden

In den USA ist die bisher weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden zwischen Mittwoch 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Donnerstag 1.169 weitere Todesfälle registriert. Der traurige Rekord war bisher von Italien mit 969 am 27. März gehalten worden.

Insgesamt zählte die Johns-Hopkins-Universität bis Donnerstagabend 5.926 Todesopfer in den USA. Laut den Prognosen der US-Regierung könnten in den USA zwischen 100.000 und 240.000 Menschen an der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

Die weltweit meisten verzeichneten Todesopfer der Pandemie gibt es aber weiterhin in Italien (13.915), gefolgt von Spanien (10.003) und den Vereinigen Staaten. In der Zahl der registrierten Corona-Infektionsfälle liegen die USA hingegen mit weitem Abstand weltweit vorn. Laut Johns-Hopkins-Universität stieg die Zahl der Ansteckungen im Land bis Donnerstagabend auf rund 244.600.

Der deutliche Anstieg der Infektionszahlen in den USA hängt auch damit zusammen, dass inzwischen deutlich mehr getestet wird. Laut US-Vizepräsident Mike Pence wurden inzwischen mehr als 1,3 Millionen Corona-Tests ausgeführt.