KAISER-FRANZ-JOSEF-SPITAL Corona in Wien

Appell von Minister Anschober

Fast 4.500 Erkrankte, 23 Tote: Corona-Zahlen steigen rasant

4.474 Infizierte in ganz Österreich. Nach einem positiven Trend am Wochenende, jetzt ein kleiner Rückschla. Anschober: Alle müssen mitmachen!

Derzeit gibt es 4.453 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen in Österreich. 150 der Infizierten sind hospitalisiert, 16 Patienten liegen auf Intensivstationen und bei 4.324 gibt es einen milden Krankheitsverlauf, wie das Gesundheitsministerium auf seiner Homepage-Infoseite  berichtet. 

+++ Der oe24-LIVETICKER finden Sie weiter unten +++

23.429 Personen wurden bisher in Österreich getestet. 23 Todesfälle sind vom Gesundheitsministerium bisher offiziell bestätigt, dazu zählen unter anderem zwei Tote aus Tirol, ein Toter in der Steiermark und eine Burgenländerin in Oberpullendorf, die am Montag gemeldet wurden. Die Fälle teilen sich nach Bundesländern wie folgt auf: Die meisten positiven Testergebnisse gibt es mit 1.065 in Tirol, gefolgt von 764 in Oberösterreich. In Niederösterreich gab es bis Montag 609 Infizierte, in Wien waren es 557 und in der Steiermark 503. Salzburg vermeldete bis Montagnachmittag nach den Zahlen des Gesundheitsministeriums 404 positive Testergebnisse, Vorarlberg 352, Kärnten 135 und das Burgenland 85. Die Zahl der genesenen Patientinnen und Patienten stand wie am Vortag bei neun.
 
Video zum Thema: Oberösterreich wird immer mehr zum Corona-Hotspot
 
Die von den einzelnen Bundesländern vermeldeten Zahlen weichen teilweise von jenen des Gesundheitsministeriums ab, das ergibt sich aus unterschiedlicher Registrierungsform. Während Tirol beispielsweise alle Fälle registriert (also auch andere Staatsbürger miteinbezieht, die in Tirol positiv getestet wurden), zählt das Gesundheitsministerium laut WHO-Richtlinie nur Personen, die auch in Tirol gemeldet sind.
 

Erkrankungsfälle steigen wieder an: Anschober mit Appell

 
Der 24-Stunden-Wert stieg am Montag nach einem leichten Rückgang wieder - am Sonntag lag er bei rund 15 Prozent. "Nach einer besonders niedrigen Steigerungsrate von 15,28 Prozent am Vortag, sind die Erkrankungsfälle in den vergangenen 24 Stunden wieder um etwa 20 Prozent angewachsen. Das ist deutlich weniger als vor zehn Tagen mit damals 30 bis 40 Prozent, aber noch viel zu viel", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Stellungnahme. Der Ressortleiter erinnerte an das Ziel, die Rate in den einstelligen Bereich zu drücken. Dazu brauche es von allen Österreichern Konsequenz bei der Einhaltung der Maßnahmen, "auch die restlichen fünf Prozent müssen endlich mitmachen!", forderte Anschober.
 

39 Polizisten positiv getestet

Beim Bundesheer gibt es 19 bestätigte Corona-Infektionen. Elf davon sind in Oberösterreich, drei in der Steiermark, zwei in Salzburg und je einer in Niederösterreich, Tirol und Wien, erfuhr die APA aus Bundesheer-Kreisen. Am Montag wurde bekannt, dass sich immer mehr Polizeibeamte mit dem neuartigen Coronavirus infizieren: Bis Montag wurden österreichweit 39 Beamte positiv auf Covid-19 getestet. Unterdessen verzeichnete das Innenministerium bereits 3.679 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz.

Anschober kündigte an, die Tests in den kommenden Wochen weiter massiv zu erhöhen. Bereits im Laufe der vergangenen Woche wurde die Testkapazität von 1.000 bis 1.500 Testungen pro Tag in zehn Labors auf derzeit etwa 2.000 bis 4.000 Tests pro Tag in 20 Labors verdoppelt.
 

WHO-Chef: "Die Pandemie beschleunigt sich"

Das Coronavirus breitet sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch weltweit immer schneller aus. "Die Pandemie beschleunigt sich", warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Es sei jedoch immer noch möglich, den Verlauf der Pandemie zu beeinflussen. Die Zahl der Infektionsfälle steigt Tedros zufolge immer schneller. Von den ersten gemeldeten Fällen bis zu 100.000 Fällen seien 67 Tage vergangen, erklärte Tedros. Nach elf weiteren Tagen seien es bereits 200.000 Fälle gewesen, und nach nur vier weiteren Tagen seien weltweit 300.000 Fälle erreicht worden.

Er betonte jedoch, die Welt müsse der Pandemie nicht "hilflos" zusehen. "Wir können den Verlauf dieser Pandemie ändern." Er rief die Länder zum "Angriff" auf: Alle Verdachtsfälle sollten getestet und auch die Kontaktpersonen der Betroffenen unter Quarantäne gestellt werden.
 

Über 6.000 Tote in Italien

Schwer betroffen von der Epidemie war weiterhin Italien. Die Zahl der Todesopfer und der Infizierten ist am Montag erneut angestiegen, allerdings langsamer als in den vergangenen Tagen. 602 mehr Todesopfer als am Vortag wurden gemeldet. Der Zuwachs ist niedriger als am Sonntag, als die Zahl der Todesopfer um 651 gestiegen war. Die Bilanz der Todesopfer überschritt somit die 6.000-Marke und stieg auf 6.077.

Die Zahl der Infizierten kletterte von 46.638 auf 50.418, das sind 3.780 mehr als am Sonntag, teilte der Zivilschutz in Rom am Montag mit. Auch die Zahl der neu angesteckten Personen wuchs etwas langsamer als in den vergangenen Tagen.
 

Massiver Anstieg der Infektionen in Spanien

Im ebenfalls schwer getroffenen Spanien wurden 33.089 Corona-Infektionen gezählt, am Sonntag waren es noch 28.572. Insgesamt sind fast zwölf Prozent der Infizierten Mitarbeiter des Gesundheitssystems. Sie sollen im Rahmen des spanischen Test-Programms als erste untersucht werden. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 462 auf 2182. 87 Prozent der Toten seien mindestens 70 Jahre alt gewesen, sagte Simon.

Nach Europa und Asien werden zudem die USA zunehmend zu einem Hauptschauplatz der Epidemie. Die Zahl der Erkrankungen ist etwa um den Faktor 20 auf über 40.000 in die Höhe geschnellt, Schutzmasken und Beatmungsgeräte werden knapp. Von New York bis nach Los Angeles an der Westküste unterliegt fast ein Drittel der 330 Millionen Amerikaner Ausgangsbeschränkungen. Viele Menschen fürchten wegen des wirtschaftlichen Einbruchs jetzt auch um ihre Jobs.

Der Bundesstaat New York ist bisher mit mehr als 15.000 SARS-CoV-2 Infektionen landesweit am schlimmsten betroffen. In der Metropole New York sind die meisten Geschäfte und viele Restaurants geschlossen, die Krankenhäuser sagen alle nicht-notwendigen Eingriffe ab. Die Stadt bemüht sich verzweifelt, mehr Intensivbetten zu schaffen.
 

 


 21:05

Vier Mitarbeiter des Landes Burgenland positiv getestet

Im Burgenland sind auch vier Mitarbeiter des Landes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Betroffenen, drei Männer und eine Frau, die demselben Referat angehören, stehen unter häuslicher Quarantäne, teilte der Koordinationsstab Coronavirus des Landes Burgenland Montagabend mit.

Bereits die ganze vergangene Woche sei keiner der betroffenen Mitarbeiter mehr auf seinem Arbeitsplatz im Landhaus Neu gewesen. Als Vorsichtsmaßnahme seien auch alle unmittelbaren Kolleginnen und Kollegen bereits in der Vorwoche nach Hause geschickt worden, hieß es. Außerdem wurde das Landhaus Neu bereits ab dem 15. März vorsorglich für den Parteienverkehr geschlossen.

 20:15

Lehrer von 31 Vorarlberger Schulen in Quarantäne

Lehrpersonen von 31 der 311 Vorarlberger Schulen stehen unter Quarantäne, elf Lehrpersonen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab Vorarlbergs Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) am Montagabend in einer Video-Pressekonferenz bekannt. Weil an den Schulen die Kontaktpersonen oftmals nicht mehr eruierbar waren, befinden sich auch zahlreiche Schüler und Eltern in häuslicher Isolation.

Dennoch sei keine einzige Schule im Land geschlossen, die Lehrer machten einen tollen Job. Die positive Nachricht sei, dass die Kinderbetreuung im ganzen Land funktioniere, "in jeder Gemeinde, das ist sehr wichtig", betonte Schöbi-Fink. Die Betreuung werde auch in den Osterferien sichergestellt werden können.

 18:33

Sechster Todesfall in der Steiermark

Die Landessanitätsdirektion Steiermark hat am Montag einen sechsten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet: Ein Mann aus dem Bezirk Leibnitz, Jahrgang 1942, hatte erhebliche Vorerkrankungen und starb am Montag in stationärer Behandlung. Er war mit Covid-19 infiziert.

 18:25

73-jährige Burgenländerin starb im KH Oberpullendorf

Im Burgenland gibt es einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Montagvormittag starb eine 73-jährige Frau aus dem Bezirk Neusiedl am See im Krankenhaus Oberpullendorf, teilte der Koordinationsstab Coronavirus des Landes mit.

Die Frau war vergangene Woche als Patientin auf der Intensivstation im Krankenhaus Kittsee (Bezirk Neusiedl am See) aufgenommen und danach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurde sie ins Krankenhaus Oberpullendorf verlegt, wo sie ebenfalls intensivmedizinisch betreut wurde.

 16:56

Ungarn: Keine Mehrheit für Notlagengesetz im Parlament

Das umstrittene Notlagengesetz wird nicht außerordentlich auf die Tagesordnung des Parlaments gesetzt, da die nötige Vier-Fünftel-Mehrheit am Montag verfehlt wurde. 137 Abgeordnete stimmten mit Ja, 52 mit Nein.

Damit endet die am 11. März verhängte Notlage am 26. März, da sie mangels Gesetz aktuell nicht verlängert werden kann. Die rechtsnationale Regierungspartei Fidesz kann das Gesetz kommende Woche erneut auf die Tagesordnung setzen und dieses mit ihrer Zwei-Drittel-Mehrheit verabschieden.

 16:47

Olympia: Kogler plädiert für Verschiebung der Tokio-Spiele

Sportminister Werner Kogler hat sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie für eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio ausgesprochen. "Ich plädiere im Sinne der Gesundheit aller TeilnehmerInnen, BetreuerInnen und ZuschauerInnen für eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020", teilte der Vizekanzler in einer Erklärung mit.

Er begrüßte den "mutigen Schritt" von Kanada, das bereits erklärt habe, dass es keine Athleten nach Tokio schicken werde. Die Spiele sollen am 24. Juli eröffnet werden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab ab Sonntag bekannt, dass man innerhalb von vier Wochen eine Entscheidung über eine Verschiebung treffen werde.

 16:38

In Frankreich Vortritt für Pflegekräfte beim Einkaufen

Mitarbeiter des Gesundheitswesens bekommen in Frankreich nun Vorrang im Einzelhandel. Alle Pflegekräfte und Angestellte in medizinischen Berufen könnten ihre Einkäufe ohne Wartezeit vor den Läden oder an der Kasse tätigen, teilte der französische Einzelhandelsverband FCD am Montag mit.

Die Menschen müssten dafür einen Nachweis für ihre berufliche Tätigkeit vorlegen. So solle das Alltagsleben des medizinischen Personals in Zeiten der Coronavirus-Pandemie vereinfacht werden, teilte der Verband mit.

Zu FCD gehören unter anderem die großen Supermarkt-Ketten Carrefour, Auchan, Casino sowie Aldi und Lidl. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wird in den Supermärkten derzeit nur eine bestimmte Anzahl von Kunden gleichzeitig in den Laden gelassen, was teilweise zu Warteschlangen vor den Geschäften führen kann.

 16:37

+++ Erster Test bei Merkel fällt negativ aus (Regierung) +++

Näheres folgt in Kürze...

 16:36

Blümel für Anwendung von allgemeiner Ausweichklausel

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) befürwortet die Anwendung der "allgemeinen Ausweichklausel" des Stabilitäts- und Wachstumspakts der EU, um den EU-Ländern freie Hand für Krisenhilfe infolge der Ausbreitung des Coronavirus zu geben. Dies teilte Blümel vor Beginn der Videokonferenz der EU-Finanzminister am Montag mit.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt, dem man verpflichtet bleiben wolle, gebe "genügend Flexibilität", um die Maßnahmen, die in einer Krise notwendig seien, zu ermöglichen, erklärte Blümel. Dazu gehöre auch die "allgemeine Ausweichklausel". Diese mache "eine vorübergehende Abweichung möglich" und schaffe so "die Voraussetzungen, um die notwendigen budgetären Ausgaben zu tätigen".

"Da alle Länder massiv von der aktuellen Verbreitung und von den Folgen des Corona-Virus betroffen sind, ist es sinnvoll, größtmögliche Flexibilität anzuwenden", ist der Minister überzeugt. Auch die bisher von der EU-Kommission auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Konsequenzen der Corona-Krise begrüßte der Minister.

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, erstmals überhaupt die "allgemeine Ausweichklausel" zu aktivieren und die europäischen Schulden- und Defizitregeln auszusetzen, um den Mitgliedsstaaten unbegrenzte Investitionen in die Wirtschaft zu ermöglichen. Wegen der Wirtschaftskrise müssten sich die EU-Staaten vorübergehend nicht an die Vorgabe halten, Grenzen von 3 Prozent der Wirtschaftskraft beim Haushaltsdefizit und von 60 Prozent bei der Verschuldung einzuhalten.

Es wird erwartet, dass auch die anderen EU-Staaten dem Vorschlag zustimmen. Im Anschluss an den Finanzrat am Montag wollen die Finanzminister ein entsprechendes Statement dazu abgeben.

 16:33

Wizz Air warnt vor Einstellung des Flugbetriebs

Der ungarische Billigflieger Wizz Air, der auch in Wien aktiv ist, hat am Montag davor gewarnt, den Flugbetrieb einstellen zu müssen. Die globalen Reisebeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnten internationale Flüge für kommerzielle Zwecke "unhaltbar oder unmöglich" machen.

"Diese Situation stellt eine erhebliche Bedrohung für die Luftfahrtindustrie dar und wir fordern die Regierungen auf, diskriminierungsfreie Maßnahmen zu ergreifen, die allen Fluggesellschaften zugute kommen", erklärte der Vorstandsvorsitzende von Wizz Air, Jozsef Varadi.

Die Billigfluggesellschaft gab bekannt, dass sie ihre Kapazität im März um 30 Prozent reduziert hat, diese Woche seien 85 Prozent der Flieger am Boden geblieben. Außerdem habe man weitere Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen, um die Auswirkungen einzudämmen.

"Wizz Air ist zuversichtlich, auch eine längere Zeit zu überstehen, die weit über die aktuellen Schätzungen für die Auswirkungen von COVID-19 in Europa hinausgeht", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

Die Fluggesellschaft sagte, dass sie weiterhin 15 Prozent ihrer Kapazität betreibt und weiterhin in Rumänien, Ungarn und Bulgarien operiert. Sie wird alle Flüge wieder aufnehmen, sobald die Reisebeschränkungen gelockert werden.

 16:33

Dänemark verlängert alle Maßnahmen bis Ostern

Dänemark verlängert all seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bis einschließlich Ostern. Alle ergriffenen Initiativen gelten nun vorerst bis zum 13. April, dem Ostermontag, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Oberste Priorität habe, zu verhindern, dass Menschen schwer erkranken. Seit dem Beginn der Maßnahmen vor fast zwei Wochen sei es den Dänen geglückt, ihr Verhalten zu verändern. "Wir halten Abstand, und wir bleiben zu Hause", sagte Frederiksen. Das müsse auch an Ostern gelten, so schwer das gerade für Familien sei.

In Dänemark sind unter anderem Schulen, Kindergärten, Restaurants, Cafes, Theater sowie weitere Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios und Solarien geschlossen worden. Es gilt ein Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen. In Supermärkten und dem öffentlichen Nahverkehr werden die Dänen intensiv angemahnt, Abstand zu halten. Seit dem 14. März sind auch die Grenzen nach Deutschland, Schweden und Norwegen für Touristen und andere Ausländer ohne triftigen Grund zur Einreise dicht - eine Maßnahme, die bereits zuvor bis einschließlich Ostern gegolten hatte.

Bisher sind 1.450 Menschen in Dänemark positiv auf das Coronavirus getestet worden. 254 davon liegen im Krankenhaus. Es gab bis Montag 24 bestätigte Covid-19-Todesfälle.

 16:32

Das passiert wenn die deutsche Kanzlerin ausfällt

Weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte, musste sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag in Quarantäne begeben. Sie führt seither ihre Amtsgeschäfte aus dem Homeoffice, von dort leitete sie auch am Montag die Beratungen des Bundeskabinetts. Sollte allerdings die Kanzlerin krankheitsbedingt ausfallen, wäre ihre Vertretung genau geregelt.

Offizieller Stellvertreter Merkels ist der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) als der von ihr ernannte Vizekanzler. Das ist in Artikel 69 des Grundgesetzes so festgelegt. Weitere Vertretungsregelungen kann die Bundeskanzlerin nach Paragraf 8 der Geschäftsordnung der Regierung selbst treffen. Im konkreten Fall geschah dies durch einen Kabinettsbeschluss vom März 2018, der auch wechselseitige Vertretungen der Minister untereinander regelt.

Für den Fall, dass auch der vorgesehene Stellvertreter ausfällt, heißt es dort, dass dann das jeweils folgende dienstjüngere Kabinettsmitglied die Vertretung übernimmt. Im Fall der Kanzlerin, die selbst das mit Abstand dienstälteste Mitglied des Bundeskabinetts ist, wäre bei Verhinderung von Scholz als nächster Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an der Reihe, danach Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), dann Außenminister Heiko Maas (SPD).

Es folgen mehrere Bundesminister mit gleichem Dienstalter, die alle mit der Regierungsbildung im März 2018 ihr Amt angetreten haben. In diesem Fall entscheidet nach gängiger Rechtsauslegung das höhere Lebensalter. Ressortwechsel spielen für das Dienstalter keine Rolle.

 16:29

Pakistan mobilisiert die Armee

Pakistan hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus das Militär mobilisiert. Truppen der Armee und paramilitärischer Einheiten sollen die zivilen Verwaltungen der Provinzen bei der Einhaltung von Ausgangssperren unterstützen, hieß es am Montag aus dem Innenministerium.

Die Provinzverwaltungen Pakistans hatten zuvor angekündigt, die Städte stillzulegen und Ausgangssperren zu verhängen. Ausgenommen sei die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten sowie die notwendigsten Dienste, Menschen würden aufgefordert zuhause zu bleiben.

In der zentralen Provinz Punjab mit über 100 Millionen Einwohnern sei der öffentliche Verkehr zum Stillstand gebracht worden, Restaurants, Einkaufszentren und Parks blieben geschlossen, hieß es. Straßen seien wie leer gefegt gewesen. Die Sperre soll zunächst zwei Wochen gelten, sagte der Ministerpräsident der Provinz Punjab, Usman Buzdar. Danach wolle man die Lage neu beurteilen.

In er südlichen Provinz Sindh mit besonders vielen Infektionen gilt schon seit Samstag eine Ausgangssperre. Über 800 Menschen hatten sich bis zum Montag nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit Sars-CoV-2 infiziert. Mindestens sechs seien bereits an den Folgen gestorben. Das Gesundheitssystem in dem Land mit über 200 Millionen Menschen gilt als angeschlagen.

 16:23

Commerzbank: USA vor beispiellosem BIP-Minus

Die Ökonomen der deutschen Commerzbank erwarten für die USA einen nie gesehenen Einbruch der Konjunktur im zweiten Quartal. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll laut Commerzbank gegenüber dem ersten Quartal um knapp 8 Prozent einbrechen. Auf eine Jahresrate hochgerechnet wäre das ein Minus von 27 Prozent und damit ein beispielloser Einbruch der Wirtschaftsleistung, rechnen die Ökonomen in einer am Montag veröffentlichten Studie vor.

So kam es während der Finanzkrise im schlimmsten Quartal der "Großen Rezession", dem 4. Quartal 2008, nur zu einem Rückgang um aufs Jahr hochgerechnet 8,4 Prozent. Auch während der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933 ging das BIP um insgesamt 26 Prozent und damit weniger stark zurück.

Rechnerisch müsste der Staat laut Commerzbank zur Kompensation der Einkommensausfälle ein Paket von 900 Mrd. Dollar (841 Mrd. Euro) im Monat schnüren. Das im ersten Anlauf im Senat gescheiterte Rettungspaket mit einen Umfang von 1,8 bis 2,0 Billionen Dollar, setzt offenkundig darauf, dass man "nur" wenige Monate überbrücken muss, schreiben die Ökonomen.

Mit dem erwarteten BIP-Einbruch würde die US-Arbeitslosenquote in der Commerzbank-Prognose von zuletzt 3,5 Prozent auf 11,5 Prozent steigen. Sie wäre damit höher als der bisherige Nachkriegsrekord von 10,8 Prozent Ende 1982. Das Rettungspaket der US-Regierung ziele in erster Linie auch nicht darauf ab, einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. "Nach Ende der Krise setzt man dann darauf, dass die Arbeitslosen relativ rasch wieder Jobs finden, wovon angesichts des flexiblen US-Arbeitsmarktes auch auszugehen ist", schreiben die Ökonomen.

 16:04

Teilweise Einlasskontrollen an deutschen Supermärkten

In Deutschland haben nach den strengeren Vorschriften für den Einzelhandel Supermarktketten begonnen, den Einlass in Märkte stärker zu reglementieren. Unter anderem in Nordrhein-Westfalen schreibt ein Erlass der Landesregierung nun vor, lediglich einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche zuzulassen, um die Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus zu verringern.

"Wir sind derzeit in der Erarbeitung von Konzepten, die darauf abzielen, den Zugang zu den Märkten zu beschränken, wo der Kundenzulauf dies notwendig macht", hieß es von der deutschen Rewe-Group am Montag. Das könne etwa durch Einlasskontrollen oder eine beschränkte Anzahl an Wagen oder Einkaufskörben geschehen.

Auch die Hofer-Mutter Aldi wies auf Anfrage darauf hin, es könne "mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen kommen" - etwa in Zeiten mit hohem Kundenaufkommen oder wenn der notwendige Abstand von 1,5 Metern zwischen den Personen nicht eingehalten werden könne.

Auch der Baumarkt Obi setzt in Deutschland mittlerweile auf Kontrollen, um nicht zu viele Kunden gleichzeitig in den Markt zu lassen. Nur unter strengen Sicherheitsauflagen dürfen Baumärkte in Deutschland noch Privatkunden hereinlassen. In Österreich mussten Obi, Hornbach und andere Baumarktketten komplett schließen.

 16:03

Maas will "Solidaritätsklausel" der EU aktivieren

Der deutsche Außenminister Heiko Maas will wegen der Corona-Krise die "Solidaritätsklausel" in den EU-Verträgen aktivieren. Dies habe er seinen EU-Kollegen am Montag bei einer Video-Konferenz vorgeschlagen, sagte Maas in Berlin.

Ziel sei es, die Reaktion der EU auf die Ausbreitung des Coronavirus durch "ganz konkrete Maßnahmen" zu stärken und "materielle und personelle Kapazitäten innerhalb der EU" dort zur Verfügung zu stellen, "wo der Bedarf am größten ist".

Die Solidaritätsklausel findet sich in Artikel 222 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Sie soll gewährleisten, dass die EU insgesamt Mitgliedstaaten bei Terroranschlägen und Naturkatastrophen schnell, wirksam und einheitlich unterstützt. Demnach mobilisiert die Union in solchen Fällen "alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel, einschließlich der ihr von den Mitgliedstaaten bereitgestellten militärischen Mittel".

In der EU sind die Mitgliedstaaten unterschiedlich stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen. Am stärksten hat sich das Virus bisher in Italien verbreitet. Dort starben bereits fast 5.500 Menschen an der Covid-19-Krankheit.

Maas forderte nach eigenen Angaben den EU-Außenbeauftragten Josep Borrell auf, eine Diskussion über die Aktivierung der Solidaritätsklausel einzuleiten und einen konkreten Beschlussvorschlag dazu zu erstellen.

 15:56

Von der Leyen fordert freien Warenverkehr an EU-Grenzen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen der Grenzkontrollen in Europa erneut vor Engpässen beim Warenangebot gewarnt und Verbesserungen für den Güterverkehr angemahnt. Alle Transporte müssten auf grünen Spuren in höchstens 15 Minuten die Grenze passieren können, forderte von der Leyen am Montag in einer Videobotschaft.

Zudem sollten Wochenend- und Nachtfahrverbote für Lastwagen ausgesetzt werden. "Wir brauchen in dieser Situation Flexibilität, und ich baue auf das Verständnis der Bevölkerung", sagte von der Leyen.

Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie in Europa habe große Auswirkungen auf den Verkehr. Dieser sei bisweilen "leider zum Erliegen gebracht" worden, sagte von der Leyen. "Dies verzögert die Lieferung wichtiger Güter und kann zu Engpässen im Warenangebot führen." Lastwagenschlangen von mehr als 40 Kilometern und Wartezeiten von bis zu 18 Stunden müssten aufhören, forderte die Kommissionschefin. Der Verkehr auf den Hauptachsen in Europa müsse fließen.

"Unser Kampf gegen das Virus wird noch lange dauern", warnte von der Leyen. "Die Stärke und die Mittel, diesen Marathon durchzustehen, und danach wieder kraftvoll aus der Krise heraus zu starten, kommt aus unserem großen europäischen Binnenmarkt. Deshalb müssen wir diese Errungenschaft schützen."

In der Coronavirus-Krise haben mehrere europäische Staaten Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt. Von der Leyen warnt deshalb schon seit einer Woche vor einer Unterbrechung von Warenfluss und Lieferketten im EU-Binnenmarkt. Doch kommen immer neue Staaten mit Grenzkontrollen hinzu, zuletzt Belgien. Insgesamt sind es bisher nach Angaben der EU-Kommission 14 Länder.

 15:53

"Vienna Pride" samt Regenbogenparade im Juni abgesagt

Die für Juni angesetzte zweiwöchige Eventreihe "Vienna Pride", die ein Zeichen gegen Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender-Personen setzen will, ist aufgrund des Coronavirus abgesagt worden. Damit wird auch die Regenbogenparade am 13. Juni, zu der Hunderttausende Besucher auf der Wiener Ringstraße erwartet wurden, nicht stattfinden, hieß es in einer Aussendung am Montag.

"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, umso mehr, da wir heuer mit der 25. Wiener Regenbogenparade ein Vierteljahrhundert gefeiert hätten", betonte Moritz Yvon, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, die das Event organisiert. Die Gesundheit habe aber absolute Priorität, erklärte Katharina Kacerovsky, Geschäftsführerin der Co-Organisatorin Stonewall GmbH: "Und es fehlt die nötige Planungssicherheit, um jetzt für Juni vorarbeiten zu können, selbst wenn sich die Lage bis dahin wieder entspannen sollte."

Die Vienna Pride hätte vom 1. Juni bis zum 14. Juni mit zahlreichen Veranstaltungen, einem viertägigen Pride Village am Rathausplatz und eben der traditionellen Parade am Ring über die Bühne gehen sollen. Trotz Absage wird noch über eine Art Mini-Ersatzprogramm im Herbst nachgedacht. "Wenn es sinnvoll umsetzbar ist, fassen wir eine Demonstration mit Abschlusskundgebung im September ins Auge", hieß es.

Ein fixes Datum gibt es indes bereits für die Festival-Ausgabe 2021. Sie wird zwischen 7. bis 20. Juni stattfinden - mit der Regenbogenparade am 19. Juni. Antidiskriminierungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) sicherte in einer eigenen Aussendung für "mögliche Aktivitäten im Herbst sowie die Vienna Pride 2021" bereits finanzielle sowie organisatorische Unterstützung zu.

 15:42

+++ Erster Todesfall unter Mitarbeitern des EU-Parlaments +++

Die Verwaltung des Europaparlaments meldet einen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus. "Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass ein Kollege des Europaparlaments an Covid-19 gestorben ist", heißt es in einer Email der Personalabteilung an Mitarbeiter des Parlaments.

Die Kollegen des Betroffenen in der Generaldirektion Innovation und Technologische Unterstützung seien bereits informiert. Die Verwaltung bot allen Mitarbeitern bei Bedarf psychologische Hilfe an, weil nun immer mehr Menschen mit Covid-19-Fällen in der Familie oder bei Freunden konfrontiert würden.

 15:41

Schallenberg für Aktivierung von EU-Solidaritätsklausel

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) ist der Meinung, dass infolge der Corona-Krise die Solidaritätsklausel in der Europäischen Union "umgehend aktiviert" werden sollte. "Wir müssen in dieser größten Krise der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass die Mitgliedsstaaten zusammenstehen und wir uns gegenseitig unterstützen", teilte er nach der Videokonferenz der EU-Außenminister am Montag mit.

Die Solidaritätsklausel sieht vor, dass die EU-Länder gemeinsam handeln, terroristische Bedrohungen auf dem Gebiet eines EU-Landes abwenden oder ein anderes Mitglied unterstützen, das von einer Naturkatastrophe oder einer von Menschen verursachten Katastrophe betroffen ist. Die Klausel wurde nach den Terroranschlägen von Madrid im März 2004 vorgezogen und umgesetzt.

Schallenberg berichtete, EU-Länder seien übereingekommen, dass die Ressourcen der Europäischen Union stärker gebündelt werden müssten müssen, "um unseren gestrandeten Bürgerinnen und Bürgern weltweit die bestmögliche Unterstützung bei der Repatriierung zukommen zu lassen, damit sie so schnell wie möglich sicher nach Hause zurückkehren können".

Die EU war bisher bei der Repatriierung von rund 1.400 EU-Bürgern beteiligt, die EU-Regierungen greifen allerdings noch selten auf die Hilfe der Europäischen Union zurück. Allein nach Österreich wurden 4.000 Personen repatriiert, wie das Außenministerium am Montag mitteilte.

Die Rückholung von EU-Bürgern war das Hauptthema der heutigen Videokonferenz gewesen. Des weiteren kann die EU nach Ansicht des Außenministers einen "echten Mehrwert" leisten, wenn sie "in Zeiten von Fake News und gezielter Missinformation" mit ihren Kommunikationsmitteln helfe gegenzusteuern.

 15:39

Deutsche Ärzte: Zugang zu Abtreibungen eingeschränkt

In Deutschland sorgen sich Ärzte wegen der Corona-Krise um Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch planen. Derzeit gebe es große Einschränkungen in Beratungsstellen sowie Praxen und Kliniken, erklärte laut dpa ein Netzwerk aus Medizinern, die solche Eingriffe anbieten. In Österreich sieht die Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF) "derzeit noch kein Problem", hieß es auf Anfrage der APA.

In Österreich ist Schwangerschaftsabbruch eine Privatleistung, erläuterte ÖGF-Geschäftsführerin Angela Tunkel. In Wien werde der Eingriff lediglich in einem der öffentlichen KAV-Krankenhäuser angeboten. Wegen der COVID-19-Pandemie ist dieser Zugang für Frauen aber zur Zeit nicht verfügbar. In niederösterreichischen Landeskliniken sind Abbrüche nur zu hohen Kosten möglich. Ungewollt Schwangere müssen daher auf private Einrichtungen zurückgreifen. Diese seien "jetzt noch offen", sagte Tunkel. "Erst wenn diese schließen müssen, gibt es ein massives Problem."

Die Klinische- und Gesundheitspsychologin geht davon aus, dass es im Zuge der Ausgangsbeschränkungen "mehr zu ungewollten Schwangerschaften kommen wird". Es sei "jetzt an der Zeit" daher die Beschränkung aufzuheben, dass das Präparat Mifegyne für den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch nur in Krankenanstalten abgegeben werden darf, betonte Tunkel. Jeder niedergelassene Arzt solle das Rezept ausstellen und das Medikament in der Apotheke abgeholt werden dürfen, forderte sie.

 15:36

Deutschland leiht sich im Frühjahr 32,5 Mrd. Euro mehr

Deutschland muss sich wegen der milliardenschweren Maßnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise deutlich mehr Geld von Investoren leihen. Das ursprünglich für das zweite Quartal geplante Volumen für die Emission von Bundeswertpapieren werde um 32,5 Milliarden Euro aufgestockt, teilte die für das Schuldenmanagement verantwortliche Finanzagentur am Montag mit.

"Grund hierfür ist das weitreichende Maßnahmenpaket, das die Bundesregierung zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie heute auf den Weg gebracht hat."

Auch für das zweite Halbjahr signalisierte die Finanzagentur, deutlich mehr Geld bei Anlegern einzusammeln als noch Ende 2019 geplant. "Aus heutiger Sicht" dürfte sich das Emissionsvolumen um etwa 87 Milliarden Euro erhöhen. Details dazu sollen im Juni genannt werden. Darin seien Mittel enthalten, die der Förderbank KfW zur Finanzierung ihres Sonderprogramms zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zur Verfügung gestellt werden können.

Die deutsche Regierung will mit einem weiteren rund 750 Milliarden Euro schweren Hilfspaket die schlimmste Wirtschaftskrise seit einem Jahrzehnt abfedern. "Die Corona-Pandemie verändert unser ganzes Leben", sagte Finanzminister Olaf Scholz in Berlin. Vorgesehen sind ein Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro sowie ein Rettungsfonds im Volumen von 600 Milliarden.

 15:36

39 Polizeibeamte bisher positiv getestet

Auch immer mehr Polizeibeamte infizieren sich mit dem neuartigen Coronavirus. Bis Montag wurden österreichweit 39 Polizeibeamte positiv auf Covid-19 getestet, wie Innenministeriums-Sprecher Gerald Hesztera am Montag auf APA-Anfrage bekannt gab. Unterdessen verzeichnete das Innenministerium bereits 3.679 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz.

Mehr als ein Drittel der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Polizeibeamten kommt aus Niederösterreich. Dort wurden bis Montag 16 Polizeibeamte positiv auf Covid-19 getestet. Es sei aber nicht unbedingt so, dass sich die Polizeibeamten alle im Dienst angesteckt hätten, betonte Hesztera. "Der Großteil davon hat sich wahrscheinlich privat angesteckt." Unter anderem gebe es Beamte, die vor zwei Wochen in Ischgl auf Urlaub gewesen seien.

Im Falle einer positiven Testung eines Beamten werde genauso vorgegangen, wie bei allen anderen Österreichern, so der Ministeriumssprecher Es komme auf die ärztlichen Vorgaben im Einzelfall an, ob die Kontaktpersonen ebenfalls getestet oder in Heimquarantäne verwiesen würden. Falls nötig, werde in einigen Fällen auch die Dienststelle vorübergehend geschlossen und desinfiziert. Das passierte am Sonntag beispielsweise bei einer Polizeiinspektion im Bezirk Villach-Land, nachdem ein Beamter positiv getestet worden war.

Schutzausrüstung inklusive Gesichtsmasken steht den Polizeibeamten laut Innenministerium in ausreichendem Maß zur Verfügung. Diese werde bei normalen Einsätzen aber derzeit nicht getragen, weil dies nicht notwendig sei. Falls es zu einem Kontakt mit jemandem kommt, von dem bekannt ist, dass er mit dem Coronavirus infizierten ist, wird ein eigenes Kompetenzteam eingesetzt, das speziell geschult und ausgerüstet ist. Auch sonst gebe es Vorsichtsmaßnahmen, um mögliche Ansteckungen unter den Polizeibeamten einzuschränken, hieß es aus dem Innenministerium. Im Schichtbetrieb, sei man darauf bedacht "soweit wie möglich, gewisse Dienstgruppen zusammenzulassen und dass diese sich nicht mit den anderen treffen", sagte Hesztera.

Rund 95 Prozent der Österreicher halten sich laut Behördenangaben an die geltenden Ausgangsbeschränkungen. Bis Stand Montag, 8.00 Uhr, wurden insgesamt 3.679 Anzeigen wegen Verstößen dagegen erfasst. Die meisten erfolgten mit 1.350 in der Bundeshauptstadt, gefolgt von den am stärksten von Infektionen betroffenen Bundesländern Tirol (573 Anzeigen) und Oberösterreich (504 Anzeigen), so die Zahlen des Innenministeriums.

In der Steiermark gab es bisher 463 Verstöße gegen das Gesetz, in dem die Ausgangsbeschränkungen geregelt sind. 246 Anzeigen erstatteten die Sicherheitsbehörden in Niederösterreich, 190 in Kärnten, 145 in Vorarlberg und 30 im Burgenland.

 15:33

19 bestätigte Fälle beim Bundesheer

Beim Bundesheer gibt es 19 bestätigte Corona-Infektionen. Elf davon sind in Oberösterreich, drei in der Steiermark, zwei in Salzburg und je einer in Niederösterreich, Tirol und Wien. Das hat die APA aus Bundesheer-Kreisen Montagnachmittag erfahren.

Bundesheer Soldat stirbt in Horn bei Marsch © Symbolbild/Bundesheer

Wie viele Verdachtsfälle es gibt, war nicht zu erfahren. Betroffen sind sowohl Grundwehrdiener als auch Berufssoldaten. Nach Angaben von Generalstabschef Robert Brieger sind bei den Auslandskontingenten (rund 1.200 Soldaten aktuell) noch keine Fälle bekannt.

 15:30

Chinesische Botschaften legen Entstehung in USA nahe

In der Corona-Krise bemüht sich chinesische Regierung um die Verbreitung einer neuen Sichtweise, wonach die Pandemie nicht in der zentralchinesischen Provinz Hubei ihren Ausgang genommen habe - sondern in den Vereinigten Staaten. In einer Reihe von Twitter-Botschaften behauptete die chinesische Botschaft in Paris am Montag, das Virus sei womöglich bereits im September in den USA aufgetreten.

Dies wolle die US-Regierung jedoch vertuschen. Auch die chinesische Botschaft in Deutschland verbreitete eine Reihe von Twitter-Botschaften chinesischer Regierungsvertreter, in denen die USA als mutmaßliches Ursprungsland des Virus genannt werden.

"Wie viele Fälle von Covid-19 gab es unter den 20.000 Todesfällen durch die Grippe (in den USA) seit vergangenem September?", heißt es in einem Tweet der chinesischen Botschaft in Paris. Sie deutete zudem an, dass die USA versucht hätten, die Grippe als Deckmantel für die Ausbreitung des Coronavirus zu nutzen. Wissenschaftliche Belege für die Behauptungen nannte die Botschaft nicht.

Bereits am Sonntag hatte die chinesische Botschaft in Berlin einen Tweet des Sprechers des chinesischen Außenministeriums, Lijian Zhao, verbreitet, der ein erstes Auftreten der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in den USA bereits im vergangenen Herbst nahelegte. "Wenn Covid-19 im September begonnen hat und die USA keine Testmöglichkeiten hatte - wie viele müssen dann infiziert gewesen sein?", fragte Lijian. "Die USA sollten herausfinden, wann Patient Null aufgetreten ist", schrieb er weiter. Bereits Mitte März hatte der

Außenamtssprecher die Theorie verbreitet, dass die US-Armee im Oktober das Virus in die zentralchinesische Stadt Wuhan eingeschleppte habe. Die USA bestellten daraufhin den chinesischen Botschafter ein.

Die Spannungen zwischen Peking und Washington haben sich im Zuge der Corona-Krise noch verschärft. Die USA beschuldigen China, hinter "absurden Gerüchten" und "Verschwörungstheorien" über die Entstehung des Virus zu stecken, die im Internet verbreitet werden. Streit zwischen den beiden Ländern gibt es auch um die Bezeichnung "China-Virus" für das Coronavirus, die US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence mehrfach verwendeten.

 15:29

AK-Experte fordert Gesetzesanpassungen für Home Office

In Zeiten der Corona-Pandemie lautet die Empfehlung der Bundesregierung, dass möglichst viele Betriebe auf Home Office umstellen. Nicht nur zum Selbstschutz, auch zum Schutz der Funktionsfähigkeit von Firmen arbeiten dementsprechend Zehntausende Arbeitnehmer in den eigenen vier Wänden. Passiert zu Hause aber ein Unfall, dann könnte man bei aktueller Gesetzeslage durch die Finger schauen.

"Viele Unfälle werden in einem guten Ausmaß nicht abgedeckt sein bzw. kann man sich auf keinen Fall darauf verlassen, dass sie abgedeckt sind", erklärte Wolfgang Panhölzl, Leiter der Abteilung Sozialversicherung der AK Wien, am Montag im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Das ist aus unserer Sicht kein tragbarer Zustand und aus dem Grund fordern wir für die Zeit eine Gesetzesanpassung. Eine Anpassung, die in die Richtung geht, dass der Aufenthaltsort des Versicherten als Arbeitsstätte gilt."

Stürzt etwa ein Arbeitnehmer zu Hause auf dem Weg zum Kaffee oder zur Toilette, könnte es zu Streitigkeiten kommen. Während dies innerhalb des Betriebes auf jeden Fall als Arbeitsunfall zu werten wäre, ist dies in der eigenen Wohnung keinesfalls sicher. "Es ist unklar, inwiefern ein Unfallversicherungsschutz gebührt, weil es kaum eine Rechtsprechung dazu gibt. Das Schwierige in der jetzigen Rechtsprechung ist, dass Privatsphäre von der beruflichen Sphäre in einer normalen Wohnung schwer abgegrenzt werden kann."

Zudem gelten am normalen Arbeitsplatz auch die An- und Abreise, das Besorgen von Mittagessen oder sonstige übliche Wege wie ein Arztbesuch als arbeitsrechtlich unfallversichert. Bei Home Office gibt es diesbezüglich gar keine Regelung. Und so würden viele Unfälle als Freizeitunfälle laut ASVG gelten.

Ein Freizeitunfall ist einem Arbeitsunfall aber rechtlich nicht gleichzustellen. Das bekräftigt auch Panhölzl. "Der wesentlichste Unterschied ist, dass es bei einem herkömmlichen Freizeitunfall keine Renten gibt. Also keine Dauerleistung für die Verminderung der Arbeitsfähigkeit. Wenn bei einem Arbeitsunfall jemand über eine Treppe stürzt, bekommt man für den Grad der Erwerbsminderung sein Leben lang eine Unfallrente."

 15:28

Ausgangssperre in Griechenland in Kraft getreten

In Griechenland ist am Montag eine landesweite Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie in Kraft getreten. In der Hauptstadt Athen waren am Morgen fast keine Menschen auf der Straße. Es war auch deutlich weniger Verkehr als in den Vortagen oder an einem normalen Montag.

Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte die Ausgangssperre am Sonntag in einer Fernsehansprache angekündigt. Griechenland werde "jede angebrachte Maßnahme" im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ergreifen, sagte Mitsotakis.

Seit Montagmorgen dürfen die fast elf Millionen Einwohner Griechenlands ihr Zuhause nur noch verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder anderen Menschen zu helfen. Erlaubt ist auch, mit dem Hund Gassi zu gehen oder alleine oder zu zweit im Freien Sport zu treiben.

Wer nicht von zu Hause aus arbeiten kann, braucht eine Bescheinigung seines Arbeitgebers oder eine selbst geschriebene Erklärung, um sie bei einer Polizeikontrolle vorzeigen zu können. Bei Verstößen droht eine Straße von 150 Euro.

In Athen hielt die Polizei am Montag bereits Autofahrer an, die nur noch einen Beifahrer mitnehmen dürfen. Um die Ausgangssperre zu überwachen, wird die Polizei in Athen und Thessaloniki auch Drohnen einsetzen, wie Vize-Zivilschutzminister Lefteris Oikonomou ankündigte.

Griechenland verschärfte zudem das Einreiseverbot. Nachdem bereits Flugverbindungen aus Italien, Spanien und Nicht-EU-Ländern ausgesetzt wurden, gilt dies nun auch für sämtliche Flüge aus Großbritannien und fast alle aus der Türkei. Die Maßnahme gelte bis zum 15. April, sagte eine Regierungssprecherin. Ausgenommen sind demnach aus der Türkei zurückkehrende Griechen und Frachtflüge.

Die Regierung in Athen startete zudem ein Freiwilligenprogramm, um Personal für das Gesundheitssystem zu rekrutieren. Es richte sich an Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Psychologen, Medizinstudenten und pensionierte Wissenschafter, sagte die Sprecherin weiter. Auch Verwaltungsangestellte und Techniker würden gesucht.

Das griechische Gesundheitssystem ist durch Sparrunden und Entlassungen während der jahrelangen Schuldenkrise geschwächt. Tausende Ärzte wanderten damals aus, die meisten davon nach Deutschland oder Großbritannien.

In Griechenland wurden bisher 624 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 17 Menschen starben.

 15:28

Auch bei Rewe deutlich mehr Kartenzahlungen

Auch beim Handelsriesen Rewe (u. a. Billa, Penny, Bipa) gibt es seit ein, zwei Wochen einen "signifikanten Anstieg" der bargeldlosen Zahlungen, hieß es am Montag auf APA-Anfrage.

Die "Einkaufsstunde für Risikogruppen" von 8 bis 9 Uhr werde sehr gut angenommen. In dieser Zeit seien vornehmlich ältere Personen im Geschäft. Kontrolliert werde dies aber nicht, so Rewe. Bei der Initiative, an der sich auch andere große Handelsketten wie Hofer und jetzt auch Spar beteiligen, handle es sich um eine Empfehlung.

Beim Konkurrenten Spar hingegen merkt man bis dato "wenig" von der Einkaufsstunde, wie eine Sprecherin sagte.

 14:57

Prada stellt Atemschutzmasken und Arztmäntel her

Wegen der Coronavirus-Epidemie in Italien stellen auch die berühmten Modemarken ihre Produktion um. So startet der Mailänder Luxuskonzern Prada mit der Produktion von 80.000 Arztmänteln und 110.000 Atemschutzmasken für die Sanitäter der Region Toskana. Das Material wird in einer Prada-Fabrik nahe Perugia hergestellt.

Auch der Autobauer Fiat Chrysler (FCA) wird in einem seiner italienischen Produktionswerke Atemschutzmasken herstellen. Dies berichtete der Chef des italo-amerikanischen Autobauers Mike Manley in einem Schreiben an die Mitarbeiter, wie die Gewerkschaften am Montag berichteten. Ziel sei es, in den kommenden Wochen die Produktion auf eine Million Atemschutzmasken aufzustocken.

Auch die italienische Textilgruppe Miroglio, die für ihre Mode im gehobenen Segment bekannt ist, verzichtet in diesen Tagen auf Kleiderproduktion und stellt Mundschutzmasken her. 10.000 Masken wurden dem italienischen Zivilschutz bereits geliefert, die Produktion soll in wenigen Tagen auf 600.000 aufgestockt werden. Eine Million Mundschutzmasken wurden bei dem Unternehmen inzwischen bestellt.

In dem von der Coronavirus-Epidemie besonders belasteten Italien sind Atemschutzmasken besonders gefragt. Die in Neapel lebende chinesische Gemeinschaft schenkte dem Bürgermeister der Vesuvstadt, Luigi De Magistris, 3.000 Atemschutzmasken und Packungen von Desinfizierungsmittel. Der Bürgermeister ließ das Material an Hausärzte verteilen.

 14:31

Viele Mediziner in Spanien sind selbst infiziert

In Spanien gehören Mediziner zu den besonders stark vom Coronavirus befallenen Menschen. Fast 4.000 Ärzte und Pfleger sind offiziellen Angaben vom Montag zufolge infiziert - das ist fast jede zehnte Infektion.

Wie in anderen von dem Krankheitserreger besonders stark betroffenen Ländern auch klagen Krankenschwestern, Ärzte und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen darüber, nicht ausreichend mit Schutzausrüstung versorgt zu sein. "Wir haben einige Daten, die uns nicht gefallen", sagte der Chef des medizinischen Corona-Krisenstabs, Fernando Simon.

Am Montag wurden in Spanien 33.089 Corona-Infektionen gezählt, am Sonntag waren es noch 28.572. Insgesamt sind fast zwölf Prozent der Infizierten Mitarbeiter des Gesundheitssystems. Sie sollen im Rahmen des spanischen Test-Programms als erste untersucht werden. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 462 auf 2182. 87 Prozent der Toten seien mindestens 70 Jahre alt gewesen, sagte Simon.

Auch Vize-Ministerpräsidentin Carmen Calvo wurde am Sonntag mit einer Atemwegserkrankung in eine Klinik eingeliefert und wartet noch auf ihr Test-Ergebnis. Zwei weitere Minister sowie die Ehefrau von Ministerpräsident Pedro Sanchez wurden bereits positiv auf das Virus getestet.

Das spanische Parlament berät am Mittwoch über eine Verlängerung der Ausgangssperre, die derzeit bis zum 11. April gilt. Simon rief die Bevölkerung auf, die Einschränkungen zu akzeptieren. Derzeit sei es noch nicht an der Reihe, über eine Lockerung nachzudenken, sagte er. "Bei mehreren Gelegenheiten wurde gesagt, dass der Gipfel der Epidemie in dieser Woche erreicht werden könnte. Das bedeutet aber nicht, das Problem unter Kontrolle gebracht zu haben. Es bedeutet, die Anstrengungen zu verstärken, damit es keine Rückschläge gibt."

 14:30

Home Office sorgt für Boom bei Computer-Hardware

Während die Coronavirus-Pandemie weite Teile der Wirtschaft hart trifft, beschert das verstärkte Arbeiten von Zuhause den Herstellern von Laptops, Netzwerkgeräten und Halbleitern brummende Geschäfte. Die Notwendigkeit, Kommunikation aus den eigenen vier Wänden zu gestalten, erfordert in vielen Haushalten Neuanschaffungen und Aufrüstungen.

"Wir registrieren in unseren Online-Shops eine verstärkte Nachfrage nach Artikeln für das Home Office. Dabei handelt es sich um Notebooks, Bildschirme, Kabel und Drucker", sagte ein Sprecher der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn. Auch dem deutschen Routerhersteller AVM kommt gelegen, dass das eigene Heim zum Arbeitsplatz mutieren muss: "Wir sehen momentan ein gesteigertes Interesse am Thema VPN, also an einer gesicherten Verbindung von Zuhause zum Firmennetz." Da Smartphones und Tablets mehr im Einsatz seien, würden auch Produkte für eine höheren WLAN-Reichweite wie Mesh-Repeater verstärkt nachgefragt.

Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, sind viele Unternehmen auf Home Office umgestiegen. In Deutschland kauften Unternehmen Software-Lizenzen für sichere VPN-Verbindungen nach und rüsteten auf der anderen Seite die zentrale Infrastruktur in den Unternehmenszentralen mit entsprechenden Erweiterungslizenzen auf, stellt der deutsche Netzwerktechnikanbieter Lancom fest. Engpässe gäbe es da genauso wenig wie bei den ebenfalls verstärkt nachgefragten VPN-Routern, die in Deutschland gefertigt werden. "Wir können unsere Produktionskapazitäten kurzfristig hochfahren und profitieren von kurzen Lieferwegen", sagte eine Sprecherin. Dem Cloud-Telefonieanbieter Nfon zufolge fragen nun mehr Firmen nach Möglichkeiten, um Telefonkonferenzen umzusetzen. Darauf stellen sich auch Laptophersteller ein. NEC bietet inzwischen bessere eingebaute Lautsprecher an.

 14:27

Keine Landtagssitzung im Burgenland

Die für 2. April geplante Sitzung des burgenländischen Landtags ist nun endgültig abgesagt. Nach Gesprächen mit allen im Landtag vertretenen Parteien habe sie sich zu diesem Schritt entschlossen, teilte Landtagspräsidentin Verena Dunst am Montag in einer Aussendung mit. "Bei all dem gilt aber: Der burgenländische Landtag ist voll handlungsfähig", betonte sie.

Es sei wichtig, "unnötige Risiken für Abgeordnete und Mitarbeiter zu vermeiden und einer Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken", begründete Dunst ihre Entscheidung. Die Tagesordnung sehe keine dringlichen Anfragen vor, die Sitzung könne daher problemlos zu einem späteren Zeitpunkt abgehalten werden. Sollten dringende Maßnahmen anstehen, werde sie den Landtag zu einer außerplanmäßigen Sitzung einberufen, meinte die Landtagspräsidentin.

Viele Regierungsmitglieder und Landtagsabgeordnete seien derzeit in ihren Bezirken unterwegs, um zu helfen und zu koordinieren. Auch der Fall des positiv getesteten ÖVP-Abgeordnete Johann Singer habe die Verschiebung "im Sinne der Gesundheit aller" nahegelegt, sagte Dunst.

 14:24

Post rechnet mit weniger Umsatz und prüft Kurzarbeit

Die Österreichische Post rechnet wegen des Coronavirus mit negativen Auswirkungen auf ihr Geschäft. So sieht das Unternehmen heuer ein sinkendes Volumen bei Brief- und Werbesendungen und in Folge Einbußen bei der Umsatzentwicklung auf sich zukommen. Um dem entgegenzuwirken, soll an der Kostenschraube gedreht werden - auch bei den Personalkosten.

"Um negativen Umsatzeffekten entgegenzuwirken, wurden kostenseitig strikte Maßnahmen ergriffen. Diese betreffen den Personalaufwand - mit partieller Kurzarbeit und Urlaubsabbau - ebenso wie Sachkosten" heißt es in einer Aussendung vom Montag. Aktuell sei aber noch keiner der 20.300 Post-Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt worden, sagte Post-Sprecher Michael Homola am Montag zur APA. "Wir prüfen derzeit, wie es mit der Kurzarbeit aussieht", so Homola.

Ebenfalls geprüft werde, welche Investitionen - zum Beispiel für Bau- und Instandhaltungsprojekte - für einige Monate nach hinten geschoben werden können und welche nicht, so der Sprecher weiter. Bei den Personalkosten könne außerdem ein Urlaubsabbau zum Sparkurs beitragen.

Wie stark die derzeitige wirtschaftliche Situation den heurigen Umsatz drücken werde, könne man derzeit noch nicht genau beziffern. Der größte Belastungsfaktor dürften jedenfalls rückläufige Werbesendungen der von Geschäftsschließungen betroffenen Unternehmen - also nahezu allen außerhalb des Lebensmittelhandels - sein. Abhängig sei der Umsatzausfall in Folge auch von der Dauer der Geschäftsschließungen. Daneben könne sich auch der "eingeschränkte internationale Warenverkehr" negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Einen positiven Effekt im Paketgeschäft, der eventuell das Brief-und Werbegeschäft ausgleichen hätte können, spüre man bei der Post bisher nicht. Zwar gebe es ein Mehraufkommen an Paketlieferungen an Private in einzelnen Gebieten zu verzeichnen - dem stehe jedoch ein quasi zum erliegen gekommener Business-Bereich (B2B) gegenüber. Insgesamt sei es also ein "Nullsummenspiel", so Homola zur APA.

Ihre Infrastruktur hält die Post aber unabhängig von den zu prüfenden Sparmaßnahmen aufrecht, so der Sprecher. Alle Postfilialen sowie die meisten der Postpartner ("wo behördlich genehmigt") sind weiterhin geöffnet und auch Pakete werden unverändert zugestellt.

 14:24

Ratingagentur: Deutschland droht keine Herabstufung

Die Ratingagentur Scope hält ungeachtet des drohenden Konjunktureinbruchs und der Milliardenoffensive des Bundes gegen dessen Folgen an der höchsten Bonitätsnote für Deutschland fest. "Deutschland droht trotz der Virus-Krise keine Herabstufung", sagte Analyst Bernhard Bartels am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Scope bewertet die Bonität ebenso wie die anderen Ratingagenturen mit der Bestnote "AAA". Im Falle einer Herabstufung könnten Investoren einen höheren Risikoaufschlag verlangen, wenn sie dem deutschen Staat Geld leihen, was wiederum für den Bund mehr Zinskosten verursachen würde.

Die Spitzennote wanke selbst dann nicht, wenn die Wirtschaftsleistung um 20 Prozent einbrechen sollte. "Die Bundesrepublik hat im europäischen Vergleich einen großen Spielraum, auch wegen der soliden Finanzpolitik der vergangenen Jahre", führte Bartels aus. "Die ergriffenen Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft sind entsprechend richtig und wichtig. Es braucht jetzt einen sehr starken Impulsgeber, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise zu begrenzen."

Im günstigsten Fall steige der deutsche Schuldenstand in diesem Jahr um etwa sechs Punkte auf 65 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. "Diese Prognose gilt für das Szenario, dass der Lockdown Mitte April wieder aufgehoben wird", sagte Bartels. Je länger der aber andauere, desto stärker schrumpfe die Wirtschaft und desto höher steige der Schuldenstand. Scope geht dann eher von 75 Prozent am Jahresende aus. "Aber selbst bei einer solchen Verschuldung sehe ich im Moment keine Folgen für das Kreditrating", sagte Barthels. "Ich rechne mit einer kräftigen konjunkturellen Erholung mit steigenden Steuer- und Beitragseinnahmen im zweiten Halbjahr, wenn der Lockdown nicht monatelang anhält."

 14:19

Russland will Virus mit Handy-Daten eindämmen

Russland will Personen überwachen, die mit Coronavirus-Patienten in Kontakt gekommen sind. Der russische Premierminister Michail Mischustin gibt den Behörden fünf Tage Zeit, um ein System zu entwickeln, wie solche Personen anhand von Geodaten von Mobiltelefonen verfolgt werden können. Dabei würden Menschen Informationen erhalten, wenn sie mit jemandem in Kontakt gekommen sind, der infiziert ist.

Die gleichen Informationen würden an spezielle regionale Behördeneinrichtungen weitergeleitet, die zur Bekämpfung der Pandemie aufgebaut wurden. Russlands Präsidialamt bezeichnete die Maßnahme als legal.

 14:19

EU-Aufsicht: Finanzmärkte müssen offen bleiben

Der Chef der europäischen Finanzmarktaufsicht hat sich für ein Offenhalten der Märkte während der Coronavirus-Krise ausgesprochen. Dies sei entscheidend für die Wirtschaft, sagte Steven Maijoor am Montag. "Offene Märkte erlauben es, dass die Preise anhand neuer Informationen angepasst werden, und sie liefern Investoren Liquidität, die ihre Portfolios anpassen und ihren Vertragsbedingungen nachkommen", sagte er.

Bereits am Freitag hatte sich eine Gruppe von Börsenbetreibern dafür ausgesprochen, die Märkte trotz der Turbulenzen offen zu halten.

Marktteilnehmer befürchten, dass bei Ausgangssperren Mitarbeiter von Abwicklungshäusern und anderen Infrastrukturbetrieben nicht mehr zur Arbeit kommen. Großbritannien, wo mit der LCH eines der größten Abwicklungshäuser sitzt, hat bereits angedeutet, dass diese Mitarbeiter als systemrelevant eingestuft werden könnten.

 14:18

Schon 14 europäische Länder kontrollieren Grenzen

In der Corona-Krise haben mittlerweile 14 europäische Staaten Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt. Über das Wochenende kam Belgien hinzu, wie die EU-Kommission mitteilte. Neben Österreich haben somit elf weitere EU-Staaten Kontrollen bei der Brüsseler Behörde gemeldet. Hinzu kommen die Schweiz und Norwegen, die ebenfalls zum Schengenraum gehören.

Die Kontrollen hatten in der vergangenen Woche mitunter zu Megastaus an den europäischen Binnengrenzen geführt. An der deutschen Grenze zu Polen staute der Verkehr sich zeitweise 60 Kilometer. Zuletzt hatte die Lage sich hier wieder entspannt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte am Wochenende, dass Lastzüge mit wichtiger und verderblicher Fracht feststeckten.

 14:18

Islands Regierungschefin bleibt wegen Test zu Hause

Die isländische Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir bleibt nach einem positiven Coronavirus-Befund in der Schule ihres jüngsten Sohnes vorerst zu Hause. Sie selbst wurde nach dem bestätigten Infektionsfall in der Schule auf das neuartige Virus getestet und darum gebeten, bis zum Erhalt der Testergebnisse das Haus nicht zu verlassen, schrieb Jakobsdóttir am Montag auf Facebook.

Das bedeute nicht, dass sie unter Quarantäne gestellt worden sei. Da sie aber alle anderen darum bitte, die Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu befolgen, tue sie das natürlich auch selbst. Mit den Testresultaten wurde noch im Lauf des Montags gerechnet.

In Island gibt es bisher knapp 600 bestätigte Infektionsfälle, darunter auch ein Abgeordneter der Piratenpartei sowie ein Mitarbeiter des Umweltministers Gudmundur Ingi Gudbrandsson. Der Minister hat sich deshalb in Selbstisolation begeben. Gestorben ist auf Island bisher nur eine Person an der neuartigen Krankheit, ein Tourist aus Australien.

 14:14

XXL Sports & Outdoor beurlaubt 200 Mitarbeiter in Österreich

Die norwegische Sport- und Freizeitbekleidungskette XXL Sports & Outdoor beurlaubt 1.200 Mitarbeiter - 200 davon am Standort Österreich. Das Unternehmen nannte in einer Presseaussendung am Montag schwere Verkaufseinbußen infolge der Corona-Krise als Grund für die Maßnahme.

Zudem plant die norwegische Firma, die in einigen weiteren Ländern präsent ist, auch in Finnland Beurlaubungen. Die Aktien der Firma haben seit Jahresbeginn rund 70 Prozent an Wert verloren, schrieb das norwegische Portal "Finansavisen" am Montag.

Die Norweger unterhalten in Österreich sechs derzeit geschlossene Filialen - zwei in Wien sowie je eine weitere in der Shopping City Süd, in Seiersberg bei Graz, in Wiener Neustadt und in der PlusCity Pasching.

 14:08

Bisher 246 Anzeigen in Niederösterreich

In Niederösterreich sind bis zum frühen Montagnachmittag 246 Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz erstattet worden. Das waren um 77 mehr als noch am Vortag. Der deutliche Anstieg sei u.a. auf die "Corona-Partys" vom Wochenende zurückzuführen, sagte ein Polizeisprecher auf APA-Anfrage.

 14:06

++++ ORF-ZiB-Moderatoren ziehen in Isolationsbereiche ++++

Der ORF setzt weitere Maßnahmen, um den Betrieb in Zeiten des Coronavirus sicherzustellen. So werden die "Zeit im Bild"-Sendungen ab Dienstag aus einem isolierten Studiobereich gesendet. Die Moderatoren Armin Wolf, Nadja Bernhard, Tarek Leitner und Margit Laufer ziehen dafür für zwei Wochen in das isolierte Areal am Küniglberg.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird auch Moderator Tobias Pötzelsberger dazustoßen. In allen sendungskritischen Bereichen werden Isolationsbereiche geschaffen, in denen "Schlüssel-Mitarbeiter" abgeschottet ihre Aufgaben erfüllen, hieß es aus dem ORF. Neben dem Aktuellen Dienst von ORF 2 betrifft das auch die Landesstudios, wo bis Mittwoch ebenfalls entsprechende Isolationsbereiche geschaffen und von ausgewählten Mitarbeitern bezogen werden, um die Produktion der "Bundesland Heute"-Sendungen und der Regionalradios sicherzustellen.

Auch für die nationalen Radios und ORF III werden Isolationsbereiche vorbereitet. Bereits am vergangenen Samstag sind 15 Mitarbeiter bis auf Weiteres freiwillig in einen isolierten Bereich im ORF-Zentrum gezogen, um die technischen Kernbereiche abzusichern. Insgesamt geht es laut ORF um rund 180 Mitarbeiter. Außerdem werden seit Montagmittag Gespräche mit internen oder externen Experten nur noch über externe und interne Schaltungen geführt.

Armin Wolf © APA/HANS PUNZ

Die betroffenen Mitarbeiter werden sich rund um die Uhr in den Isolationsbereichen aufhalten, also auch dort übernachten und verpflegt werden. Zuvor werden sie medizinisch untersucht. Derzeit werden die freiwilligen Kollegen ausgewählt und über die genaue Vorgangsweise von den Vorgesetzten informiert, teilte der ORF mit.

"Der ORF hat gerade jetzt den Auftrag, die Österreicherinnen und Österreicher unter allen Umständen mit umfassender Information zu versorgen. Wir werden alles Mögliche tun, um den Sendebetrieb in Radio, Fernsehen und Online national und regional bestmöglich abzusichern", hieß es in einer Stellungnahme von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz gegenüber der APA. Daher setze man Maßnahmen, "die in der Geschichte des ORF ohne Beispiel sind", so Wrabetz, der sich bei den Mitarbeitern für den großen Einsatz bedankte. Ziel sei es, zu verhindern, dass die Programme "bei den zu erwartenden Infektionen im Umfeld der Mitarbeiter" durch allfällig behördlich verhängte Quarantänemaßnahmen nicht mehr on Air gehen können.

 14:06

Anzahl der Anrufe beim 1450 in Wien deutlich reduziert

Die Anzahl der Anrufe bei der Gesundheitshotline 1450 geht zurück. In Wien haben sich zuletzt täglich rund 2.800 Betroffene dort gemeldet. Noch Anfang vergangener Woche waren es deutlich über 20.000 gewesen. Laut Stadt rufen inzwischen viel weniger Menschen an, die sich nur informieren möchten.

Auch die Wartezeiten wurden reduziert, wurde versichert. Inzwischen dauere es durchschnittlich rund drei Minuten, bis jemand abhebe. Das dürfte auch mit der Kapazitätsausweitung zu tun haben: Das bei 1450 im Einsatz stehende Personal ist inzwischen von 30 auf rund 300 Mitarbeiter aufgestockt worden.

 13:51

Kurzarbeit kann sehr teuer werden

Die Regierung hat den von Geschäftssperrungen betroffenen Unternehmen rasche und unbürokratische Unterstützung versprochen. Einer der Eckpfeiler ist eine großzügige Kurzarbeitshilfe, für die 400 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Wenn 10 Prozent der Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit um 70 Prozent reduzieren, würde das rund 100 Mio. Euro pro Woche kosten, hat die Agenda Austria errechnet.

Werden 10 Prozent der Arbeitskräfte zur Kurzarbeit angemeldet und reduzieren sie im Schnitt ihre Arbeitszeit um 90 Prozent, dann entstehen pro Woche 161 Mio. Euro an Kosten, die versprochenen 400 Mio. Euro würden keine drei Wochen reichen.

Agenda Austria hat auch extremere Szenarien berechnet, die bis zu einer Reduktion der Arbeitszeit bei 75 Prozent aller Arbeitnehmer gehen, da liegen die Mehrkosten dann schon im Bereich einer Milliarde Euro pro Woche. Welches davon realistisch sei, könne man derzeit nicht sagen, hieß es auf Anfrage der APA bei der Agenda Austria.

 13:35

Deutsche Regierung erwartet 5 Prozent BIP-Rückgang

Die deutsche Regierung rechnet mit einer schweren Rezession als Folge der Viruskrise. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde "mindestens so hoch sein" wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Montag in Berlin.

Im Jahr 2009 war die Wirtschaftsleistung unbereinigt um 5,7 Prozent geschrumpft. Finanzminister Olaf Scholz sagt, bei den Berechnungen für den Nachtragshaushalt habe sein Ministerium einen Wachstumseinbruch von "etwa fünf Prozent" zugrunde gelegt.

 13:31

US-Notenbank kündigt neue Schritte im Kampf gegen Virus-Krise an

Die US-Notenbank Federal Reserve bringt neue Maßnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie auf den Weg. Mit diesen solle unter anderem der Kreditfluss an Haushalte und kleine Firmen unterstützt werden, teilte die Fed am Montag mit.

Die Virus-Pandemie führe zu erheblichen Härten. Der Schritt sei deshalb notwendig. "Es ist klargeworden, dass unsere Wirtschaft mit erheblichen Unterbrechungen konfrontiert sein wird."

 13:15

Noch genug Krankenhauskapazitäten im Bezirk Landeck

Im österreichweit am stärksten vom Coronavirus betroffenen Tiroler Bezirk Landeck gibt es vorerst noch genügend Krankenhauskapazitäten. Dies sagte Ewald Wöll, ärztlicher Direktor des Krankenhaus Zams, am Montag bei einer Videopressekonferenz. Derzeit seien im Krankenhaus Zams 40 Covid-19-positiv getestete Patienten stationär aufgenommen, sechs Patienten werden intensivmedizinisch betreut.

Derzeit stünden noch fünf Beatmungsplätze zur Verfügung, erklärte Wöll. Im Notfall könne man aber noch über 20 weitere Beatmungsplätze schaffen. Zudem sei geplant, bevor die Kapazitätsgrenzen im Krankenhaus Zams erreicht werden, Patienten an die Innsbrucker Klinik zu transferieren. Auch im normalen stationären Bereich habe man noch ausreichend Kapazitäten.

Der Großteil der in Tirol mit dem Coronavirus infizierten Personen habe nach wie vor nur milde oder leichte Symptome, sagte Günter Weiss, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin. In Innsbruck waren mit Stand Montagmittag 25 Patienten stationär aufgenommen und sechs auf der Intensivstation. Weiss rechnete damit, dass in den kommenden ein bis zwei Wochen der Bedarf an Krankenhausbetten noch steigen wird. "Wir hoffen, dass die Maßnahmen Ende der Woche Wirkung zeigen", fügte Weiss hinzu. Wie weit der Bedarf noch nach oben gehen wird, sei derzeit aber noch nicht absehbar.

 12:59

Zahnärzte im Notbetrieb - Schutzausrüstung fehlt

Die meisten heimischen Zahnarzt-Ordinationen haben laut der Österreichischen Zahnärztekammer (ÖZÄK) wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit entweder ganz geschlossen oder behandeln nur Notfälle. "Wir vermissen behördlicherseits die Ausrüstung mit Hygieneartikeln", sagte Pressereferent Claudius Ratschew auf Anfrage der APA. Es brauche spezielle Schutzmasken, Einmalhandschuhe und Überwurfkittel.

Die Kammer ist "Tag und Nacht" bemüht, Schutzausrüstung aufzutreiben, erläuterte Ratschew, der selbst Zahnarzt in Wien ist. "Wir versuchen es auf der ganzen Welt, aber es ist nichts zu bekommen, alles vergriffen." Wie viele Ordinationen geschlossen haben oder in Notbetrieb sind, darüber gibt es derzeit "keine Evidenz", sagte er. 5.140 Mediziner waren Anfang März bei der ÖZÄK eingetragen, österreichweit gibt es rund 4.000 Zahnarzt-Ordinationen.

 12:58

Anschober erteilt flächendeckenden Tests Absage

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat der Forderung von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner nach flächendeckenden Testungen zum Coronavirus eine Absage erteilt. "Eine flächendeckende Testung wird von unserem Fachbeirat als nicht sinnvoll bewertet und ist auch aufgrund der Ressourcen nicht umsetzbar", erläuterte der Ressortchef am Montag auf Anfrage der APA.

"Wir erhöhen schrittweise massiv die Zahl der Testungen in Österreich - es bleibt bei klaren Schwerpunkten: Verdachtsfälle laut Falldefinition, oder Entscheidung des niedergelassenen Arztes, aber vor allem alle Gesundheitsberufe als Zielgruppe", bekräftigte Anschober. Er betonte, dass im Laufe der vergangenen Woche die Testkapazität von 1.000 bis 1.500 Testungen pro Tag in zehn Labors auf derzeit etwa 2.000 bis 4.000 Tests pro Tag in 20 Labors verdoppelt wurde.

Laut Anschober steigt die Zahl der täglich möglichen Tests täglich, weil sich immer mehr Labors aus dem niedergelassenen Bereich mit sogenannten Hochdurchsatzgeräten ausstatten. Eine präzise tagesaktuelle Angabe sei daher schwierig. "Außerdem kommen Labors aus dem niedergelassenen Bereich hinzu. So werden die Kapazitäten schrittweise massiv erhöht", erläuterte der Minister. Zu den Kosten der Testungen sind derzeit keine genauen Angaben möglich, hieß es aus dem Ministerium.

 12:57

ÖH will zwei zusätzliche Toleranzsemester für Studenten

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) will für die Studenten mindestens zwei zusätzliche Toleranzsemester für den Bezug von Studienbeihilfe, Familienbeihilfe sowie bei der Studiengebühren-Pflicht. Außerdem sollen bereits bezahlte Studienbeiträge für dieses Semester rückerstattet und die Gebühren für das kommende Semester erlassen werden, hieß es in einer Aussendung.

Aufgrund des weitgehenden Stillstands des öffentlichen Lebens dürfe es zu keiner Benachteiligung von Studierenden kommen, so die ÖH. Außerdem brauche es eine gesetzliche Regelung für etwaige Prüfungsantritte in den Sommermonaten, um die im Universitätsgesetz vorgesehenen drei Termine pro Semester einzuhalten. Mit auslaufenden Studiengängen müsse außerdem einheitlich umgegangen werden. Zum Teil haben Hochschulen bereits die Fristen verlängert.

Keinesfalls dürften außerdem Studenten, die nun wieder als Zivildiener eingezogen werden oder sich freiwillig zu einer gemeinnützigen Arbeit melden, daraus Nachteile erwachsen. Diese sollten vielmehr mit Begünstigungen belohnt werden, so die ÖH. Auch für Kollegen aus Drittstaaten müssten Regelungen gefunden werden, damit Verzögerungen im Studienverlauf nicht zum Verlust des Aufenthaltstitels führen.

 12:48

Freitag, der Dreizehnte, war Bankomat-Rekordtag

Am Freitag, 13. März 2020, hat die Regierung erste massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens verlautbart. An diesem Tag stürmten viele Österreicher die Geschäfte, um sich mit Lebensmitteln, Toilettenpapier und Co. einzudecken. So gab es an dem Tag mehr Bankomatbehebungen und -zahlungen als am stärksten Weihnachtstag, dem 23. Dezember 2019.

4,8 Millionen Transaktionen zählte die PSA Payment Services Austria, die im Auftrag der heimischen Banken das Bankomatsystem betreut, am Freitag vor einer Woche. Am 23. Dezember 2019, dem stärksten Tag des vergangenen Jahres, waren es 4,5 Millionen Transaktionen gewesen, sagte eine PSA-Sprecherin am Montag zur APA. "Überall wurde gekauft und abgehoben."

 12:44

Deutsches Bundeskabinett billigt Milliarden-Hilfspaket

Das deutsche Bundeskabinett hat in einer Sondersitzung am Montag Nothilfen im Umfang von mehreren hundert Milliarden Euro gebilligt, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Die Ministerrunde brachte unter anderem einen Nachtragshaushalt auf den Weg, um die Hilfsmaßnahmen mit einer Neuverschuldung in Höhe von rund 156 Milliarden Euro zu finanzieren.

Das in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellose Maßnahmenpaket soll Bürger und Unternehmen vor dem Verlust der Existenzgrundlage durch die Krise bewahren.

 12:44

Bürgermeister von Waidhofen a. d. Ybbs in Quarantäne

Der Bürgermeister von Waidhofen a. d. Ybbs, Werner Krammer (ÖVP), befindet sich seit Samstag in häuslicher Quarantäne. Der Lokalpolitiker hatte laut einer Facebook-Mitteilung vom Montag am 13. März Kontakt mit dem ÖVP-Abg. Johann Singer, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Krammer verordnete Maßnahme ist bis zum 28. März befristet.

 12:44

16 Polizeibeamte in Niederösterreich positiv getestet

In Niederösterreich sind bis Montagmittag 16 Polizeibeamte positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Fälle entfallen auf acht Bezirke. Fünf davon gibt es im Bezirk Mistelbach, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Seinen Angaben zufolge werden acht Dienststellen vorbeugend desinfiziert.

 12:14

Italien: Verluste von 100 Mrd. Euro im Monat befürchtet

Nachdem Italien zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie die Einstellung aller nicht lebenswichtigen Produktionen beschlossen hat, rechnen die italienischen Industriellen mit Verlusten von 100 Mrd. Euro im Monat. "Mit dem Produktionsstopp beginnt für Italien eine Zeit der Kriegswirtschaft", sagte Industriellenchef Vincenzo Boccia im Interview mit dem Radiosender "Radio Capital" am Montag.

"Die Gesundheit muss in dieser Zeit den Vorrang haben, wir müssen jedoch vermeiden, dass viele Unternehmen nach dieser Epidemie wegen Liquiditätsengpässen nicht wieder öffnen können", sagte der Präsident des Industriellenverbands Confindustria. "Wie kann ein Unternehmen mit Null-Umsatz überleben? Wir müssen Lösungen finden", sagte Boccia.

 12:13

Erstmals zwei Todesfälle in Tirol

In Tirol gibt es die beiden ersten Coronavirus-Todesfälle. Dies teilte Landeshauptmann Günther Platter ÖVP) am Montag bei einer Videopressekonferenz mit. In beiden Fällen handle es sich um Patienten mit Vorerkrankungen.

Nähere Informationen zum Alter der Verstorbenen lagen vorerst nicht. Nähere Details sollen in Kurze bekanntgegeben werden.

 11:29

Anschober: Zahl der Tests wird massiv erhöht

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Montag angekündigt, dass die Coronavirus-Tests "in den kommenden Wochen massiv erhöht" werden. Die Zahl der Testungen sei bereits in den vergangenen Tagen kontinuierlich angestiegen, betonte Anschober in einer Aussendung. "Mit der Ausweitung der Kapazitäten wird auch Spitalspersonal in Zukunft regelmäßig und verstärkt getestet", sagte Anschober.

Mit Stand Montag 8.00 Uhr wurden laut dem Gesundheitsminister 23.429 Testungen durchgeführt. Davon wurden in den vergangenen 24 Stunden 2.061 Testungen eingemeldet, wovon 28 Prozent ein positives Ergebnis hatten.

Einen Test auf das Coronavirus gibt es nach bestimmten Kriterien: "Klare Symptome und Bezug zu einer Risikoregion oder enger Kontakt zu einem bestätigten Fall. Darüber hinaus kann ein Mediziner unabhängig vom Vorliegen eines Verdachtsfalles - jederzeit nach eigener medizinischer Entscheidung - einen Corona-Test anordnen. Das letzte Wort hat der Arzt", erläuterte Anschober.

Der Gesundheitsminister räumte ein, dass die Zuwächse bei den Infektionszahlen "noch immer viel zu hoch" sind. "Wir müssen die Zuwächse durch eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen auf den einstelligen Bereich an Tageszuwächsen drücken. Alle müssen die gesetzten Maßnahmen mit aller Konsequenz mittragen, um die Kurve weiter abzuflachen", appellierte Anschober.

 11:12

Schon 35 Tote in Südtirol

Die Zahl der in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehenden Todesfälle in Südtirol ist bis Montagvormittag auf 35 angestiegen. Das sind um vier Personen mehr im Vergleich zum Vortag. Insgesamt verzeichnete Südtirol 742 positive Fälle. Im Labor für Mikrobiologie des Sanitätsbetriebes wurden bisher 6.094 Abstriche untersucht, die von 4.008 Personen stammen, teilte das Land Südtirol mit.

179 Infizierte waren auf normalen Abteilungen des Südtiroler Sanitätsbetriebs untergebracht. Weitere 38 Personen in den Einrichtungen des Sanitätsbetriebs gelten als Verdachtsfälle. 40 Covid-Patienten wurden auf den Intensivstationen der Krankenhäuser betreut. Mit Montagmorgen befanden sich insgesamt 2.204 Personen in verordneter häuslicher Quarantäne.

 10:45

Wiener Freibad-Saison auf unbestimmte Zeit verschoben

Selbst wenn Anfang Mai vielleicht schon das Gröbste in Sachen Coronavirus überstanden sein sollte - ins Freibad kann man in Wien dann trotzdem noch nicht gehen. Denn die Saison, die in den städtischen Sommerbädern üblicherweise am 2. Mai beginnt, muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden, teilte Bäderchef Hubert Teubenbacher am Montag per Aussendung mit.

Für die Inbetriebnahme der Sommerbäder sei eine vierwöchige Vorbereitungszeit erforderlich, die normalerweise am 1. April beginne. "Aufgrund der aktuellen Situation ist nicht absehbar, wann das Betretungsverbot für öffentliche Orte wieder aufgehoben wird. Weiters können notwendige Instandsetzungsarbeiten derzeit nicht oder nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden", hieß es. Für Saisongäste, die bereits gezahlt haben, soll es eine Rückzahlungsregelung für die versäumten Badetage geben.

 10:44

Tojner bietet Hotel Intercontinental dem KAV an

Der Investor Michael Tojner bietet sein gesamtes Hotel Intercontinental am Wiener Heumarkt dem Krankenanstaltenverbund (KAV) zur Entlastung der Spitäler an. In einem Brief an Michael Binder, den medizinischen Direktor des KAV, begründete Tojner seine Initiative damit, dass er einen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten wolle.

"Wir haben über 530 Zimmer mit rund 1.000 Betten - diese Infrastruktur ist perfekt geeignet, um z.B. zusätzlichem Krankenhauspersonal aus den Bundesländern, Pflegerinnen oder für Risikopersonen in Einzelunterbringung eine bestmögliche Quarantäne zu ermöglichen und die Akut-Spitäler des KAV zu entlasten", schreibt Tojner (Wertinvest) in dem der APA vorliegenden Brief. "Gemeinsam mit meinem Hotel-Team vor Ort wollen wir damit ein klares Zeichen setzen, dass ganz Wien zusammenhält und die Krise Hand in Hand bewältigen wird."

 10:40

Matura wird stattfinden

Faßmann nennt erneut den 18. Mai als Starttermin.

 10:39

Faßmann zeigt sich zufrieden

"Der Umstieg zu Distant Learning hat funktioniert", so der Minister.

 10:32

Fast keine Schüler mehr an den Schulen

Derzeit nehmen nur etwa 1 Prozent der 6-14 Jährigen den Notbetrieb in Anspruch.

 10:28

Bildungsminister Faßmann gibt Pressekonferenz

Der Minister spricht in wenigen Minuten über die aktuellen Entwicklungen im Schulbetrieb.

 10:17

Italien bekommt per AUA-Flug Schutzmaterial aus China

Italien erwartet eine Großlieferung von Schutzmaterial aus China. Möglich gemacht wurde diese durch die logistische Unterstützung der österreichischen Regierung. "Über die Kontakte des Südtiroler Unternehmens Oberalp Group ist es uns gelungen, dass Südtirols Sanitätsbetrieb in China 1,5 Millionen Schutzmasken und 450.000 Schutzanzüge bestellen konnte", erklärte Südtirols LH Arno Kompatscher (SVP).

"Nachdem der Hersteller erklärt hatte, weitere Verfügbarkeiten zu haben, haben wir diesen Kontakt dem italienischen Zivilschutz vermittelt", sagte Kompatscher laut dem Südtiroler Nachrichtenportal stol.it. Italiens Zivilschutz habe dann weitere 15 Millionen Schutzmasken bestellt.

 10:13

Wien meldet 8 Tote

In Wien wurden mittlerweile 488 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle sind acht. Sechs Personen sind gesundet und genesen.

 09:50

Steigende Infektionszahlen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 22.672 angegeben - ein Plus von 4062 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 24.873 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bisher 86 Todesfälle, die JHU 94 Tote. Das RKI wies am Montag jedoch darauf hin, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt wurden, sodass der berichtete Anstieg der Fallzahlen nicht dem tatsächlichen Anstieg entspricht. Die Daten sollen am Montag nachübermittelt werden und ab Dienstag auch in der Statistik verfügbar sein.

 09:50

90 neue bestätigte Fälle in Niederösterreich

Die Zahl der in Niederösterreich positiv auf das Coronavirus getesteten Personen hat sich Montagfrüh auf 512 erhöht. Das Corona-Informationsportal des Gesundheitsministeriums verzeichnet einen Anstieg von 90 Fällen gegenüber dem Vortag. Die Gesamtzahl der Untersuchungen kletterte laut niederösterreichischem Sanitätsstab mit Stand 7.45 Uhr von 4.077 auf 4.527.

Amstetten bleibt mit 78 Fällen der am stärksten betroffene Bezirk, gefolgt von Korneuburg (66), Tulln (54) und Mödling (52). Dahinter kommen Neunkirchen (47), St. Pölten (43), Mistelbach (29), Krems (25), Melk (22), Baden und St. Pölten-Stadt (je 16), Bruck a. d. Leitha (14), Gänserndorf (elf), Wiener Neustadt-Stadt (neun), Lilienfeld (sieben), Scheibbs (sechs), Wiener Neustadt (vier), Waidhofen a. d. Thaya (drei) sowie Gmünd, Hollabrunn, Krems-Stadt, Waidhofen a. d. Ybbs-Stadt und Zwettl (jeweils zwei). Im Bezirk Horn gibt es nach wie vor keinen bestätigten Fall.

 09:34

Über 1.000 positive Testergebnisse in Tirol

In Tirol gibt es inzwischen über 1.000 Coronavirus-Infizierte: Mit Stand Montag um 9.00 Uhr wurden 1.020 positive Testergebnisse verzeichnet, teilte das Land mit. Von Sonntagabend bis Montagfrüh kamen 78 Personen hinzu.

Das Gesundheitsministerium hatte mit Stand 09.15 Uhr hingegen 676 Infizierte für Tirol ausgegeben. Die unterschiedlichen Zahlen von Ministerium und Land ergeben sich durch eine unterschiedliche Zählweise. Während Tirol alle Fälle registriert, die im Bundesland positiv getestet werden, also auch ausländische Staatsbürger, zählt das Gesundheitsministerium nur Personen, die in Tirol gemeldet sind.

Laut Land wurden im Bundesland bisher 7.850 Testungen durchgeführt - in 6.231 Fällen liegt bereits ein Ergebnis vor. Die meisten Infizierten weist der Bezirk Landeck mit 306 auf, gefolgt von Innsbruck mit 197 und Innsbruck Land mit 135.

 09:16

Söder verteidigt Bayerns Alleingang

Nach dem Bund-Länder-Beschluss in Deutschland zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt. Das sei eine "sehr kleine Sache", sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei "eins zu eins mit Österreich umgesetzt" worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen. Die Betroffenheit der Bundesländer sei unterschiedlich, sagte der CSU-Chef. "Wir haben viel mehr Tote, wir haben höhere Infektionen", sagte er, deshalb müsse er als Ministerpräsident "ein Stück weit schneller reagieren".

Bund und Länder hatten am Sonntag ein Kontaktverbot beschlossen. Bundesweit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Bayern will aber bei eigenen, strengeren Ausgangsbeschränkungen bleiben, die die Landesregierung bereits am Freitag beschlossen hatte. Bei den Beratungen hatte dem Vernehmen nach NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) Söder vorgeworfen, dass er bereits am Freitag "ohne Absprache" eigene Maßnahmen verordnet hatte.

 08:28

10.000 Infektionen in New York City befürchtet

In New York City steigt die Zahl der Coronavirus- Infizierten weiter stark an. "Wir befinden uns an der Schwelle von 10.000 Fällen", teilte der Bürgermeister von New York am Sonntag mit. Bill de Blasio sprach von einer schockierenden Zahl im "Epizentrum" der Corona-Pandemie in den USA und warnte vor einer "neuen Realität", die Wochen oder Monate andauern werde.

Auf die mit knapp neun Millionen Einwohnern größte Stadt in den USA kommen damit rund ein Drittel der erfassten Covid-19-Fälle in den Vereinigten Staaten. In dem besonders betroffenen US-Staat New York stieg die Zahl der Infizierten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend (Ortszeit) auf knapp 15.800, 117 Menschen sind in dem Staat bereits an Covid-19 gestorben. Mehr Tests haben die Zahl der Corona-Fälle in New York in den vergangenen Tagen hochschnellen lassen.

 08:27

Zwei PK der Regierung zur Corona-Krise

Heute, Montag, wird die Regierung in zwei Pressekonferenzen zur Corona-Krise informieren. Um 10.30 Uhr berichtet Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) über aktuelle Entwicklungen im Schulbetrieb. Um 12.00 Uhr nimmt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) zu aktuellen Maßnahmen im Milizbereich Stellung.

 08:00

Facebook und Instagram entlasten Internet in Krise

Um das Internet in der Corona-Krise zu entlasten, werden nun auch Facebook und Instagram die Bildqualität von Videos in Europa verringern. Das teilte ein Sprecher des Mutterunternehmens der beiden Online-Netzwerke am Sonntag mit. Zuvor hatten bereits der Film- und Serien-Anbieter Netflix und das Video-Portal YouTube ähnliche Maßnahmen angekündigt.

Die US-Internetgiganten reagierten damit auf eine entsprechende Bitte von EU-Industriekommissar Thierry Breton. Dieser hatte die Anbieter am Mittwoch aufgefordert, nun da viele Menschen wegen der Corona-Krise von zuhause aus arbeiten und Unterhaltungsangebote verstärkt genutzt werden, zu einer Entlastung des Internets beizutragen.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängen immer mehr EU-Länder Ausgangssperren. Millionen Menschen leisten bereits Telearbeit, Schüler werden über das Netz daheim online unterrichtet. Mangels Ausgehmöglichkeiten werden auch Filmangebote und Videospiel-Plattformen verstärkt genutzt.

 06:44

Rendi-Wagner fordert flächendeckende Tests

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner fordert flächendeckende Tests, um Corona-Infizierte rascher identifizieren und isolieren zu können. Außerdem plädiert sie für eine zentrale Koordination der Beschaffung von Schutzausrüstung für alle Spitäler, aber auch für niedergelassene Ärzte.

"Je mehr Tests durchgeführt werden, desto besser die Kontrolle der Ausbreitung des Virus. Dazu müssen dringend alle freien Laborkapazitäten des Landes genutzt werden", argumentierte Rendi-Wagner gegenüber die APA die Forderung nach flächendeckenden Tests. Sie verwies auf Erfahrungen aus China und Südkorea, wo rigorose Testungen zu einer schnellen Isolierung führten, um eine Weiteransteckung zu verhindern. In beiden Ländern gebe es einen langsamen Rückgang der Erkrankungen.

Wegen seiner früheren Erfahrungen mit den Vorläufer-Viruserkrankungen SARS und MERS habe Südkorea genügend Kapazität für ausreichend Tests bereitgehalten. "Genau diese vielen Tests sind der Erfolgsschlüssel im Kampf gegen Corona."

 05:59

China meldet 39 aus dem Ausland eingeführte Virusfälle

China kämpft weiterhin mit "importierten" Coronavirus-Fällen: Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden bei Menschen, die in das Land eingereist sind, 39 weitere Infektionen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit bisher 353 Infektionen durch sogenannte Coronavirus-Importe. Allerdings gab es nach den offiziellen Angaben erneut keine Infektion innerhalb des Landes mehr.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere neun Menschen. Auf dem chinesischen Festland sind damit nach Angaben der Gesundheitskommission 3.270 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. China als Ausgangspunkt ist mit mehr als 81.000 Infizierten weiter das am stärksten betroffene Land.

 23:35

Das war's vom LIVETICKER!

Wir informieren Sie auch morgen wieder über die aktuellsten Entwicklungen rund um die Coronavirus-Seuche. Vielen Dank an die zahlreichen Leser!

 23:20

Bürgerkriegsland Syrien meldete erste Infektion

Das Bürgerkriegsland Syrien hat seinen ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Die Infektion sei bei einem aus dem Ausland eingereisten Menschen festgestellt worden, sagte der syrische Gesundheitsminister Nisar Yasidschi am Sonntag im Staatsfernsehen. Die notwendigen Schritte für seine Behandlung seien eingeleitet worden.

Im Kampf gegen die Pandemie kündigte der Minister an, dass der gesamte private und öffentliche Verkehr in syrischen Städten ausgesetzt werde. Ab Dienstag dürften auch die Verbindungsstraßen zwischen den einzelnen Provinzen des Landes nicht mehr genutzt werden.

Vergangene Woche hatte Syrien bereits die Schließung seiner Schulen und Universitäten bis 2. April sowie die Absage kultureller und sportlicher Veranstaltungen beschlossen. Die für den 13. April geplante Parlamentswahl wurde auf den 20. Mai verschoben.

In Syrien herrscht seit neun Jahren Bürgerkrieg. Millionen Menschen flohen vor den Kämpfen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, das "fragile Gesundheitssystem" in Syrien sei wahrscheinlich nicht in der Lage, mit dem neuartigen Coronavirus fertig zu werden.

 22:30

USA schicken ein Drittel aller Bürger nach Hause

In den USA sind mit Ende vergangener Woche eine Reihe an Maßnahmen in Kraft getreten, die die rasante Ausbreitung des Coronavirus einbremsen sollen. In mehreren Bundesstaaten wurden US-Bürger offiziell nach Hause geschickt und die Wirtschaft auf Sparflamme heruntergefahren. Im Kongress steht zudem ein Stimuluspaket in Billionenhöhe in den Startlöchern.

Obwohl in den USA großflächig Schulen, Universitäten und viele Unternehmen geschlossen haben, steigen die Fallzahlen in den Ballungszentren noch immer rasant. Insgesamt verzeichnen die Vereinigten Staaten laut Daten der Johns Hopkins Universität bis Sonntag (Ortszeit) mehr als 32.000 bestätigte Fälle von Covid-19 und 400 Todesfälle - das bedeutet Platz 3 hinter China und Italien. Die am stärksten betroffenen Bundesstaaten lauten bis dato: New York, Washington und Kalifornien. Mittlerweile wurden Fälle des Coronavirus in jedem der 50 US-Bundesstaaten gemeldet.

 22:10

103 neue Fälle in Tirol

In Tirol sind von Sonntagvormittag bis zum Abend 103 weitere Coronavirus-Infizierte verzeichnet worden. Damit lagen im Bundesland 942 positive Testergebnisse vor, teilte das Land mit. Bis dato wurden in Tirol 7.687 Testungen durchgeführt.

Das Gesundheitsministerium hatte mit Stand 22.00 Uhr hingegen 676 Infizierte für Tirol ausgegeben. Die unterschiedlichen Zahlen von Ministerium und Land ergeben sich durch eine unterschiedliche Zählweise. Während Tirol alle Fälle registriert, die im Bundesland positiv getestet werden, also auch ausländische Staatsbürger, zählt das Gesundheitsministerium nur Personen, die in Tirol gemeldet sind.

Zudem gab das Land am Sonntag bekannt, dass im Bezirk Innsbruck Land in einer Betreuungseinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge des Roten Kreuzes ein Jugendlicher am Coronavirus erkrankt ist. Der Flüchtling wurde innerhalb der Einrichtung isoliert - ebenso wie die weiteren 19 Jugendlichen, die dort untergebracht sind.

Dass sich die Tiroler Bevölkerung großteils an die verordnete De facto-Ausgangssperre hält, zeigen die Zahlen zu den Rettungseinsätzen im Bundesland von vergangener Woche. Diese sanken laut Land um ein Drittel. Die Gesundheitsberatung 1450 wickelte indes in Sachen Corona in den vergangenen 13 Tagen insgesamt knapp 11.000 Anrufe ab.

 22:04

Erstmals drei Todesopfer in Rumänien

In Rumänien sind erstmals Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Bei den drei Patienten, deren Tod die Behörden am Sonntag bestätigten, handelt es sich um ältere Männer mit Vorerkrankungen.

Der eine hatte ein Krebsleiden, der andere war Dialyse-Patient, der dritte hatte Diabetes. Von Samstag bis Sonntag stieg die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Menschen in Rumänien um 66 auf 433 Fälle. Am Sonntagabend sollen nächtliche Ausgangssperren und weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Kraft treten.

 22:03

Erster Todesfall in Tschechien

Das neuartige Coronavirus hat ein erstes Opfer in Tschechien gefordert. Der 95 Jahre alte Patient sei am Sonntagabend gestorben, teilte das behandelnde Krankenhaus in Prag mit. Bei ihm sei vor vier Tagen die Lungenkrankheit Covid-19 festgestellt worden. Der Mann habe zudem an chronischen Gesundheitsproblemen im Zusammenhang mit seinem hohen Alter gelitten.

"Das ist eine ungeheuer traurige Nachricht", sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT. Sie komme angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Krankheit nicht unerwartet, betonte er.

In Tschechien gab es bis Sonntagabend 1.120 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Davon werden 19 Menschen auf den Intensivstationen der Krankenhäuser behandelt. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen und die Bewegungsfreiheit der Leute eingeschränkt. Es gilt ein weitgehendes Ein- und Ausreiseverbot.

 21:57

Über 100 Todesopfer binnen 24 Stunden in den USA

Durch die Coronavirus-Pandemie sind in den USA binnen 24 Stunden mehr als 100 Menschen gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Todesopfer in den Vereinigten Staaten auf 389, wie aus einer Aufstellung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht.

Die meisten Todesopfer wurden demnach in den Bundesstaaten New York (114), Washington (94) und Kalifornien (28 Tote) registriert. Landesweit steckten sich mehr als 32.000 Menschen mit dem neuartigen Coroanavirus an.

 21:35

Italien schränkt weiterhin Ausgangssperre ein

Italien verschärft weiterhin die Ausgangssperre, nachdem die Regierung in Rom ein Stopp für nicht lebenswichtige produktive Aktivitäten verhängt hat. Die Bürger dürfen weder mit privaten noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Gemeinde verlassen, in der sie sich befinden.

Lediglich aus beruflichen, oder dringenden gesundheitlichen Gründen darf man die Gemeinde verlassen, in der man sich aufhalte, heißt es in einer Verordnung des Innenministeriums. Damit will die Regierung vermeiden, dass viele Arbeitnehmer in Norditalien, deren Betriebe infolge des Produktionsstopps schließen müssen, nach Süden ziehen, was zur Ausbreitung der Epidemie beitragen könnte.

1,85 Millionen Italiener sind seit der Einführung der Kontrollen zur Einhaltung der Ausgangssperre am 11. März kontrolliert worden. 82.041 Personen wurden dabei angezeigt, teilte das Innenministerium in Rom mit. 910.023 Geschäfte und Lokale wurden unter die Lupe genommen, 2.119 Inhaber wurden angezeigt. Allein gestern wurden 208.053 Personen kontrolliert, davon wurden 11.068 angezeigt, so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Kontrollen.

 18:57

Deutsche Kanzlerin Merkel vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Sonntag vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Der Mediziner, der die Kanzlerin am Freitag prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, sei inzwischen positiv auf das Virus getestet worden, teilte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Sonntag mit.

"Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen", betonte er.

 18:23

Aufruf der Feuerwehr Graz

 18:05

282 Testergebnisse in Vorarlberg positiv

In Vorarlberg sind laut Angaben der Landessanitätsdirektion bisher 282 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand: Sonntag, 17.00 Uhr). In 251 Verdachtsfällen lief die Abklärung noch, berichtete die Behörde am Sonntag. Am Samstagabend waren es noch 234 positiv getestete Fälle gewesen. Von den bisher 1.644 Verdachtsfällen in Vorarlberg wurden 1.111 negativ getestet.

 17:54

Lombardei: "Wir sind am Ende unserer Kräfte"

Die von der Coronavirus-Epidemie schwer betroffene norditalienische Region Lombardei beklagt einen weiteren starken Zuwachs bei der Zahl der Todesopfer und der Infizierten. "Die Zahlen sind weiterhin sehr negativ", sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana im Interview mit der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI. Eine Trendwende sei bei der Epidemie noch nicht in Sicht.

Fontana bekräftigte seine Aufforderung an die Bürger, die Heimisolierung streng einzuhalten. "Wir sind am Ende unserer Kräfte. Wir müssen dafür sorgen, dass der Zuwachs bei der Zahl der Ansteckungen bremst", sagte Fontana. Er begrüßte den Beschluss der Regierung, alle nicht lebenswichtigen produktiven Aktivitäten und Produktionen zu stoppen.

"Als Region haben wir im Rahmen unserer Kompetenzen alles getan, um die Epidemie einzugrenzen. Mehr als das können wir nicht tun", sagte Fontana.

 17:36

Tirol beschließt Zinszuschüsse von zehn Millionen Euro

Das Land Tirol hat als Sofortmaßnahme zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise beschlossen, zehn Millionen Euro an Zinszuschüssen für Kredite mit Bundeshaftung zur Verfügung zu stellen. Die Förderungsrichtlinien treten rückwirkend mit 11. März in Kraft, vorgesehen sind Zinszuschüsse bis 1,5 Prozent, teilte das Land am Sonntag in einer Aussendung mit.

Tirol setze auf die Haftungsgarantie des Bundes für Überbrückungsfinanzierungen auf, indem es die Unternehmer von Zinszahlungen entlaste, so Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP). Die Anschlussförderung des Landes Tirol gilt bereits mit der Einreichung des Förderungsantrags als beantragt, eine separate Antragstellung beim Land ist nicht erforderlich.

 16:27

Prozentueller Zuwachs bei Neuinfektionen sinkt weiter

Der Verlauf der ersten Woche mit "Ausgangsbeschränkung" hat in Österreich offenbar zunächst zum Ende der rasanten Zuwachsraten geführt: Am Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages von 2.814 auf 3.244 (Stand: 15.00 Uhr). Das ist mit 430 Neuinfektionen zwar der bisher größte Anstieg in Zahlen, gleichzeitig ist das Plus von 15 Prozent der geringste tägliche prozentuelle Zuwachs.

 14:08

Nur mehr zwei Bezirke in Österreich ohne Corona

Mittlerweile sind nur zwei Bezirke in Österreich noch ohne Coronafall. Zum einen ist das Horn in Niederösterreich und zum anderen Güssing im Burgenland.

 13:57

57-jähriger Mann in OÖ zuhause gestorben

Das Coronavirus hat in Oberösterreich ein zweites Todesopfer gefordert. Nachdem am Mittwoch eine 27-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben war, ist am Samstagabend ein 53-jähriger Mann aus dem Bezirk Linz-Land zuhause an einem Herzstillstand gestorben. Die Infektion mit dem Virus sei erst nach seinem Tod festgestellt worden, berichtete das Land Oberösterreich in einer Aussendung.

Der Mann hatte ebenfalls Vorerkrankungen und litt bereits seit mehreren Tagen unter Atembeschwerden. Am Samstagabend wurde der hausärztliche Notdienst des Roten Kreuzes alarmiert. Der Patient verstarb jedoch noch zuhause an einem Herzstillstand. Da der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus bestand, wurde von dem Toten ein Abgestrich genommen, dessen Ergebnis positiv war.

 13:36

Tiroler Polizei meldet Rückgang der Anzeigen

Die Tiroler Polizei hat zwischen Samstag- und Sonntagfrüh 66 Personen wegen Verstoßes gegen das Covid19-Maßnahmengesetz angezeigt. Das seien weniger als in den Tagen zuvor, erklärte der Tiroler Polizeisprecher Manfred Dummer. Er glaube, dass die Disziplin nun auch bei den bisher nicht Einsichtigen wachse. Insgesamt gab es in Tirol bis Sonntag 462 Anzeigen, in Vorarlberg 99.

 13:25

Krisenstab: Tschechische Grenzen monatelang geschlossen

Die tschechischen Grenzen sollen wegen der Coronavirus-Gefahr "viele Monate" für Ein- und Ausreisende geschlossen bleiben, mindestens aber ein halbes Jahr. Das sagte der Leiter des tschechischen Coronavirus-Krisenstabs, der Epidemiologe Roman Prymula, am Sonntag im Fernsehsender "Prima". Ausländer dürfen ausreisen, aber nicht wieder einreisen.

 13:19

Erster Todesfall in Kärnten gemeldet

In Kärnten ist am Sonntag der erste Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekanntgeworden. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bei einer Pressekonferenz sagte, starb am Samstag ein 65-jähriger Patient im Klinikum Klagenfurt. Er hatte schwere Vorerkrankungen und war mit dem Coronavirus infiziert.

 13:18

Mann in St. Pölten gestorben

Die Landeskliniken-Holding hat am Sonntag einen weiteren Coronavirus-Toten in Niederösterreich gemeldet. Demnach ist ein 1939 geborener Mann im Universitätsklinikum St. Pölten gestorben. Der positiv auf Covid-19 getestete betagte Patient hatte eine Grunderkrankung und war intensivmedizinisch betreut worden, teilte ein Sprecher mit.

Der Mann ist das vierte Corona-Todesopfer in Niederösterreich. Am Freitag waren ein 81-Jähriger in St. Pölten und eine 96-Jährige im Landesklinikum Melk gestorben. Der erste Tote im Bundesland war am Mittwoch ein 76-Jähriger in Melk.

 11:52

LH Peter Kaiser berichtet von Kärntner Todesopfer

Ein Mitte 60 Jahre alter Mann verstarb in Klagenfurt nachdem er bereits auf der Intensivstation behandelt wurde. Wie die Todesopfer vor ihm hatte auch er Vorerkrankungen.

 11:31

Coronavirus: Ärztekammer warnt vor Antikörper-Schnelltests

Die Ärztekammer warnt ausdrücklich vor kommerziellen Schnelltests, die Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisen sollen. Denn diese Tests sind für die akute Diagnostik von Covid-19 vollkommen ungeeignet. „Antikörper bilden sich erst nach einer Zeitspanne von mehreren Tagen“, betont dazu Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Damit würden viele Patientinnen und Patienten negativ getestet, obwohl sie bereits infiziert sind und so auch andere Menschen anstecken könnten. ****

Eine sichere Diagnose sei aktuell nur durch einen direkten Erregernachweis (Polymerase-Kettenreaktion, PCR) aus Schleimhautabstrichen beziehungsweise respiratorischen Sekreten erzielbar.

 11:13

Aber man braucht auch Geduld bei Rückholungen

Jeder, der nach Hause will, soll sich auf der Seite des Außenministeriums registrieren und sich dann gleich über einen Flug auf www.heimflug.austrian.com informieren. Allerdings muss man, wie Schallenberg betont, auch Geduld haben, da diese Rückholungen Zeit brauchen. Wichtig sei, dass man sich registriert.

 11:11

Außenminister Schallenberg: "Beeilen Sie sich nach Hause zu kommen!"

Der Minister warnt Österreicher im Ausland, dass sie schnellstmöglich nach Hause kommen sollen und sich mit dem Außenministerium in Verbindung zu setzen. Denn tatgäglich machen Länder ihre Grenzen dicht und einige kündigten sogar an den Luftraum zu sperren. Das würde des für das Außenministerium unmöglich zu machen, Österreicher zurückzuholen.

 08:14

Schlagerstar Nik P. hat das Coronavirus

Auch Promis sind nicht vor Covid-19 geschützt. Das mussten auch Nik P. und seine Freundin erfahren. Die beiden bekamen einen positiven Test zurück. "Obwohl wir uns seit den angekündigten Regierungsmaßnahmen vorsichtig verhalten und uns auch nicht in Krisengebiete begeben haben, sind wir nun leider mit Fieber und weiteren leichten Symptomen unter häuslicher Quarantäne. Uns geht es den Umständen entsprechend gut. Der Krankheitsverlauf ist derzeit relativ milde und ich hoffe, dass dies so bleibt bzw. das eine baldige Besserung eintreten wird", sagt der Schlagersänger, der unter anderem durch seinen Hit "Einen Stern" bekannt ist.

Nik P. © Getty Images

 08:12

Pressekonferenz mit Außenminister Schallenberg um 11 Uhr LIVE auf oe24.TV

Noch immer werden zahlreiche Österreicher aus aller Welt zurück geholt. Um 11.00 Uhr informieren Außenminister Alexander Schallenberg und Austrian Airlines-CEO Alexis von Hoensbroech über den aktuellen Stand der Rückholaktion von österreichischen Reisenden aus dem Ausland. Die Pressekonferenz gibt es natürlich auf LIVE auf oe24.TV

Alexander Schallenberg © APA/AUSSENMINISTERIUM/MICHAEL GRUBER

 07:57

Forscher: Kurve der Neuansteckungen flacht sich ab

Trotzdem gibt es Grund zur Freude. Die Kurve der Neuansteckungen beginnt sich abzuflachen, die von der Regierung verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Verbreitung zeigen - mit entsprechenden Zeitverzögerung - Wirkung. Das zeigen Forscher des Complexity Science Hub (CSH) Vienna in einer neuen Analyse auf der CSH-Homepage. Die Fallzahlen würden seit 12. März vom exponentiellen Wachstum abweichen.

Wie rasch die Maßnahmen wirken sieht man auch in einer anderen Auswertung des CSH und der Technischen Universität (TU) Wien. So ist der mittlere Bewegungsradius der Österreicher stark gesunken, wie die Forscher in Grafiken auf der CSH-Homepage zeigen. Sie haben für ihre Auswertung Daten aus verschiedene Quellen sowie anonymisierte Datensätze herangezogen, wie es auf Anfrage der APA hieß.

 07:56

Guten Morgen

Auch heute steigt die Zahl der Infizierten weiter. Erstmals wurden mehr als 3.000 Fälle in Österreich bestätigt. Im Vergleich zu gestern bedeutet das ein Anstieg von 360 Fällen.