KAISER-FRANZ-JOSEF-SPITAL Corona in Wien

13.802 Infizierte und 342 Tote

Fünf weitere Corona-Todesfälle in Österreich

Mit 6.731 aktiven Fällen im 24-Stunden-Vergleich ist ein Rückgang von rund vier Prozent erfolgt. Die aktuellen Zahlen: 13.802 Infizierte und 342 Tote.

Graz. In der Steiermark sind am drei weitere Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, gestorben. Wie die Landessanitätsdirektion Steiermark am Samstag Abend mitteilte, sind damit in der Steiermark insgesamt 76 Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben.

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Die neu gemeldeten Todesfälle waren demnach zwei Frauen (Jahrgänge 1943 und 1949) aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld und eine Frau (Jahrgang 1930) aus dem Bezirk Graz-Umgebung.

Insgesamt waren von den steirischen Verstorbenen 37 Frauen und 39 Männer. Das älteste Todesopfer war Jahrgang 1923, der jüngste Verstorbene Jahrgang 1959.

Ein Toter in Linz

Linz/Salzburg. In Oberösterreich und Salzburg ist auch am Samstag die Situation bezüglich der Corona-Infektionen stabil geblieben. In Oberösterreich gab es erneut mehr Genesene (1.335) als aktuell Erkrankte (746). In Salzburg blieb die Anzahl der positiv getesten mit 1.174 nahezu unverändert. 704 waren in dem Bundesland wieder gesund.
 
In Linz ist allerdings ein neuer Todesfall hinzugekommen. Ein 80-Jähriger ist im Kepler Uniklinikum mit oder an den Folgen von Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Toten auf 30, in Salzburg waren es unverändert 24. Bis auf den Tennengau sind in allen Bezirken mehr als die Hälfte der positiv getesteten Personen wieder genesen.

Leichter Anstieg bei Covid-19-Fällen im Burgenland

Die Zahl der Covid-19-Fälle ist im Burgenland am Samstag leicht angestiegen. Verzeichnet wurden im Vergleich zum Vortag fünf neue Erkrankungen, insgesamt gab es im Bundesland damit 259 nachweislich Infizierte, teilte der Koordinationsstab Coronavirus mit. Beklagt wurde im Bundesland auch der sechste Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit.
 
Es handelte sich um eine Frau, die einer Aussendung vom Samstagabend zufolge im 84. Lebensjahr im Krankenhaus Oberpullendorf starb. Eine weitere Person überstand die Erkrankung, damit wurden mit Stand 18.00 Uhr 120 Genesene im Burgenland registriert.
 
509 Menschen standen nach Angaben des Koordinationsstabes unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Acht Personen wurden im Krankenhaus Oberpullendorf behandelt, zwei davon intensivmedizinisch betreut. Vier positiv Getestete befanden sich in der Covid-19-Anstalt in Bad Tatzmannsdorf, fünf im Krankenhaus Oberwart und eine Person in intensivmedizinischer Behandlung im Krankenhaus Güssing.
 
 
 
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Knapp die Hälfte wieder genesen

Nach bisher 13.802 positiven Tests auf das Coronavirus, wurden am Karsamstag (Stand: 23 Uhr) 6.604 dieser Personen, also knapp die Hälfte, wieder als genesen gemeldet. 337 Menschen sind bisher mit oder an einer Covid-19-Erkrankung verstorben, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Mit 6.731 aktiven Fällen im 24-Stunden-Vergleich ist ein Rückgang von rund vier Prozent erfolgt.
 
Die 342 Todesopfer bedeuteten einen Anstieg um 23 Verstorbene gegenüber Freitag. 76 Todesfälle gab es bisher in der Steiermark, 72 in Wien, 62 in Tirol und 60 in Niederösterreich. Oberösterreich meldete 30Tote, Salzburg 24, Vorarlberg sieben, Kärnten fünf und das Burgenland sechs.
 
Die Zahl der Covid-19-Spitalspatienten blieb fast konstant. 1.036 Personen sind aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung, womit deren Zahl im Vergleich zu Karfreitag um vier gestiegen ist. 246 und damit 15 Personen weniger als am Freitag befanden sich davon auf einer Intensivstation.
 
 22:22

Papst Franziskus feiert einsame Osternacht im Petersdom

Papst Franziskus hat das Osterfest am Samstag mit einer Abendmesse eröffnet, die wegen der Corona-Pandemie ohne Pilger stattfand. Bei dem Gottesdienst im riesigen Petersdom, der Zehntausende Besucher fasst, waren nur wenige Würdenträger und Gläubige dabei.

Teile der Messe wurden in verkürzter Form begangen. Auch diesmal war wie an den Vortagen ein historisches Pestkreuz aufgebaut - dieses soll während der Pest 1522 durch die Straßen von Rom getragen worden sein.

 22:22

Präsident Mattarella macht Italienern Mut

In einer Videobotschaft vor Ostern hat Italiens Präsident Sergio Mattarella seine Landsleute zu Mut in Zeiten der Coronavirus-Epidemie aufgerufen. "Viele Italiener werden die Osterfeierlichkeiten in Einsamkeit verbringen. Das gilt auch für mich", sagte der 78-jährige Staatschef.

Der Präsident rief die Italiener auf, sich weiterhin an die seit dem 10. März andauernde Ausgangssperre zu halten. "In diesen Tagen wird die Aussicht auf ein Ende des Notstands konkreter. Die Opfer, die wir seit über einem Monat leisten, zeigen die erhofften Resultate. Wir dürfen jetzt nicht aufgeben", sagte der verwitwete Präsident.

 21:20

In Wien 37 mehr Infizierte, mittlerweile 516 gesund

In Wien steigen die Zahl der an Covid-19 Erkrankten weiterhin leicht an. Mit Samstag (Stand 8.00 Uhr) sind 1.989 Fälle bestätigt, wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien in einer Aussendung berichtete. Das bedeutet eine Zunahme von 1,8 Prozent gegenüber dem Karfreitag. 516 Menschen haben sich von einer Coronavirus-Infektion wieder erholt. Das sind 37 mehr als am Vortag.

Die Zahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen ist auf 72 angestiegen. Zwei Frauen (80 bzw. 88 Jahre) und drei Männer (70, 81 bzw. 91 Jahre) sind in den vergangenen 24 Stunden im Krankenhaus verstorben.

 20:55

Copacabana Palace schließt zum ersten Mal in 100 Jahren

Das berühmte Hotel "Copacabana Palace" in Rio de Janeiro hat wegen der Covid-19-Pandemie zum ersten Mal in den fast 100 Jahren seines Bestehens geschlossen. Am Osterwochenende waren zwei Meter hohe Gitter rund um das 1923 eröffnete Art Déco-Gebäude zu sehen, das sich an der berühmten Copacabana erhebt. Es ist eines der wenigen Fünf-Sterne-Hotels Brasiliens und soll nach Medienberichten Ende Mai wieder öffnen.

Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, hatte eine Reihe von Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis hin zur Sperrung der Strände verfügt. Dutzende andere Hotels am Zuckerhut haben deswegen schon vorübergehend den Betrieb eingestellt. Das "Copacabana Palace" ist das erste Haus am Platz, veranstaltet rauschende Bälle und Feste zu Karneval und Sylvester und beherbergt internationale Stars aus der Film- und Musikbranche.

 20:10

Weniger Menschen auf Intensivstation in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden, den dritten Tag in Folge rückläufig. Derzeit befänden sich 6.883 Menschen auf der Intensivstation, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Samstagabend. Das sind 121 Menschen weniger als am Vortag.

Auch die Zahl der Menschen, die innerhalb von 24 Stunden in Folge von Covid-19 gestorben sind, ist zurückgegangen. Frankreich zählte am Samstag 353 neue Todesfälle in den Krankenhäusern und 290 in den Alten- und Pflegeheimen. Insgesamt verzeichnet das Land den offiziellen Angaben nach 13.832 Tote.

 20:09

Jetzt auch Reisewarnung für USA und Türkei

Das Außenministerium hat am Samstagabend wegen der Coronavirus-Epidemie jetzt auch Reisewarnungen für die USA und die Türkei ausgegeben.

"Ich sehe mich veranlasst, für zwei weitere Staaten - die Vereinigten Staaten von Amerika und die Türkei - eine Reisewarnung auszusprechen", erklärte Außenminister Alexander Schallenberg in einer Aussendung. "Neben der stündlich steigenden Zahl an positiv getesteten Menschen haben uns auch andere Parameter wie die zunehmende Versorgungsunsicherheit, mangelnde medizinische Kapazitäten oder Ausgangssperren zu dieser Entscheidung bewegt." Sowohl für die USA als auch für die Türkei ist es das erste Mal, dass Österreich eine Reisewarnung verhängt.

 19:55

Drei weitere Tote in der Steiermark

In der Steiermark sind am drei weitere Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, gestorben. Wie die Landessanitätsdirektion Steiermark am Samstag Abend mitteilte, sind damit in der Steiermark insgesamt 76 Personen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben.

Die neu gemeldeten Todesfälle waren demnach zwei Frauen (Jahrgänge 1943 und 1949) aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld und eine Frau (Jahrgang 1930) aus dem Bezirk Graz-Umgebung.

Insgesamt waren von den steirischen Verstorbenen 37 Frauen und 39 Männer. Das älteste Todesopfer war Jahrgang 1923, der jüngste Verstorbene Jahrgang 1959.

 19:23

Italien: "Rückkehr zu Normalität nur mit Impfstoff"

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza hält eine Rückkehr zur Normalität in Italien nicht für möglich, solang kein Impfstoff gegen das Covid-19 entwickelt worden ist. "Bis dahin bleibt soziale Distanz die einzige Waffe im Kampf gegen die Epidemie", sagte der Minister laut Medienangaben vom Samstag.

Speranza rief die Italiener auf, die Ausgangssperre strikt einzuhalten. "Wir sind inmitten dieser Krise. Die Tatsache, dass die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen zurückgeht, bedeutet nicht, dass die Gefahr verbannt ist. Wir ernten die ersten Früchte riesiger Opfer. Wir befinden uns jedoch noch inmitten dieser Krise. Es benötigt noch eine Zeit großer Strenge, damit die geleistete Arbeit nicht zerstört wird", erklärte der Minister.

 19:06

Kurz in Brief zu Ostern: Coronavirus wird uns "über Monate begleiten"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in einem offenen Brief der österreichischen Bevölkerung gedankt. "Österreich ist bisher besser durch diese Krise gekommen als viele andere Länder und der Grund dafür sind Sie alle", so Kurz in dem zu Ostern veröffentlichten Schreiben. Gleichzeitig weist er aber darauf hin, dass das Coronavirus "uns noch über Monate begleiten" werde.

Es wäre "falsch zu glauben, dass das Virus besiegt ist", erklärte der Bundeskanzler in dem Brief, der an die "Österreicherinnen und Österreicher" adressiert ist. Bis ein wirksames Medikament oder eine Schutzimpfung gefunden sein wird, werde das Virus den Alltag der Bevölkerung begleiten - "mit Erfolgen und Rückschlägen". "Bis dahin werden wir alles tun, um uns schrittweise einer neuen Normalität zu nähern", schreibt der Bundeskanzler.

 18:51

Leichter Anstieg bei Covid-19-Fällen im Burgenland

Die Zahl der Covid-19-Fälle ist im Burgenland am Samstag leicht angestiegen. Verzeichnet wurden im Vergleich zum Vortag fünf neue Erkrankungen, insgesamt gab es im Bundesland damit 259 nachweislich Infizierte, teilte der Koordinationsstab Coronavirus mit. Beklagt wurde im Bundesland auch der sechste Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit.

Es handelte sich um eine Frau, die einer Aussendung vom Samstagabend zufolge im 84. Lebensjahr im Krankenhaus Oberpullendorf starb. Eine weitere Person überstand die Erkrankung, damit wurden mit Stand 18.00 Uhr 120 Genesene im Burgenland registriert.

509 Menschen standen nach Angaben des Koordinationsstabes unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Acht Personen wurden im Krankenhaus Oberpullendorf behandelt, zwei davon intensivmedizinisch betreut. Vier positiv Getestete befanden sich in der Covid-19-Anstalt in Bad Tatzmannsdorf, fünf im Krankenhaus Oberwart und eine Person in intensivmedizinischer Behandlung im Krankenhaus Güssing.

 18:21

USA verzeichnen die meisten Todesfälle weltweit

Die USA sind nun vor Italien das Land mit den meisten Corona-Todesfällen weltweit. Wie die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität am Samstag mitteilte, starben in den USA mindestens 18.860 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. In Italien starben nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mindestens 18.849 Infizierte.

 17:44

Lage in OÖ und Salzburg stabil

In Oberösterreich und Salzburg ist auch am Samstag die Situation bezüglich der Corona-Infektionen stabil geblieben. In Oberösterreich gab es erneut mehr Genesene (1.335) als aktuell Erkrankte (746). In Salzburg blieb die Anzahl der positiv getesten mit 1.174 nahezu unverändert. 704 waren in dem Bundesland wieder gesund.

In Linz ist allerdings ein neuer Todesfall hinzugekommen. Ein 80-Jähriger ist im Kepler Uniklinikum mit oder an den Folgen von Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Toten auf 30, in Salzburg waren es unverändert 24. Bis auf den Tennengau sind in allen Bezirken mehr als die Hälfte der positiv getesteten Personen wieder genesen.

 16:54

15 weitere Infizierte in Vorarlberg, 20 wieder genesen

In Vorarlberg ist die Zahl der Corona-Infizierten von Freitag auf Samstag um 15 auf 843 angestiegen. Gleichzeitig waren laut Sozialministerium 582 Erkrankte wieder genesen - um 20 mehr als am Freitag. Die Anzahl der Personen in Spitalsbehandlung sowie jene der Intensivpatienten blieb mit 37 bzw. zehn gleich wie am Vortag.

Sieben Menschen waren bisher im "Ländle"mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. In Vorarlberg wurden bis dato 6.355 Personen getestet, davon waren 5.512 negativ.

 16:42

Fast 120.000 Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Samstagnachmittag mindestens 119.524 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: 116.304 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung unter Berücksichtigung der neuesten Zahlen der Bundesländer vor.

Mindestens 2.590 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 2.459). Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 57.400 Menschen die Infektion überstanden. Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 31.770 nachgewiesenen Fällen und mindestens 760 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 25.650 Fällen und mindestens 534 Toten sowie Baden-Württemberg mit deutlich mehr als 22.000 Fällen und mehr als 560 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 243 die meisten Infektionen.

 16:26

900 weitere Tote in Großbritannien in 24 Stunden

In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden mehr als 900 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das Gesundheitsministerium in London meldete am Samstag 917 Tote seit Freitag, wodurch die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem Land auf fast 10.000 anstieg. Gleichzeitig wurden von den Behörden 5.234 Neuinfektionen registriert, die Gesamtzahl stieg auf 78.991.

Großbritannien ist in Europa eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson hatte anfangs lange gezögert, mit strikten Maßnahmen die Verbreitung des Virus einzudämmen. Mittlerweile sind auch eine ganze Reihe hochrangiger Regierungsvertreter infiziert, darunter auch Johnson selbst. Der Premierminister ist nach wie vor im Krankenhaus, wenn auch nicht mehr auf der Intensivstation.

 15:52

Mittlerweile mehr als 10.000 Corona-Fälle in Schweden

In Schweden sind mittlerweile mehr als 10.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Das geht aus am Samstagmittag veröffentlichten Zahlen der schwedischen Gesundheitsbehörde hervor. 887 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind in dem skandinavischen EU-Land demnach bisher gestorben, darunter mehr als 500 allein in der Region rund um die Hauptstadt Stockholm.

 10:06

1.989 Infizierte, 72 Tote und 516 Genesene in Wien

Mit Stand Samstag 8 Uhr sind in Wien 1.989 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 72. Zwei Frauen (80 bzw. 88 Jahre) und drei Männer (70, 81 bzw. 91 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben. 516 Personen sind gesundet und genesen.

 09:53

Sechstes Todesopfer im Burgenland

Die Zahl der Covid-19-Toten ist im Burgenland Samstagfrüh auf sechs gestiegen. Eine infizierte 84-Jährige starb im Krankenhaus Oberpullendorf, teilte der Koordinationsstab Coronavirus mit. Die Frau aus dem niederösterreichischen Bezirk Wiener Neustadt war im für die isolierte Behandlung von Corona-Patienten eingerichteten Bereich des Spitals Oberpullendorf intensivmedizinisch betreut worden.

 08:24

Drei weitere Tote in Tirol

In Tirol sind drei weitere Menschen mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Dabei handelte es sich um eine 100-Jährige aus dem Bezirk Schwaz, einen 81-Jährigen aus dem Bezirk Kufstein sowie einen 78-Jährigen aus dem Bezirk Landeck. Alle drei wiesen laut Land Vorerkrankungen auf.

Somit erhöhte sich die Zahl der Verstorbenen auf 62. Am Freitag waren im Bundesland 103 weitere Personen genesen. Gleichzeitig gab es 132 Neuerkrankungen. Hier seien zum Teil auch jene positiven Testungen beinhaltet, die in den Quarantänegebieten Paznauntal, St. Anton und Sölden durchgeführt wurden, hieß es.

 23:25

Neuer Anlauf für Gesetzes-Schutz von Firmen gegen Auslands-Übernahmen

Länger ist schon von einem Gesetz die Rede gewesen, dass heimische Firmen vor ausländischen Übernahmen schützen soll. Die über die Ibiza-Affäre gestürzte türkis-blaue Regierung hatte ein solches vorbereitet, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) forderte ein solches auch in der Zeit der Übergangsregierung. Und nun ist es wieder so weit, die Regierung aus ÖVP und Grünen macht einen neuen Anlauf.

Geschützt werden sollen Unternehmen, die sich mit Künstlicher Intelligenz, Robotics, Wasser, Infrastruktur oder der Lebensmittelproduktion befassen. Das kündigte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) Freitagnacht in der "ZiB 2" an. "Gerade in dieser Phase, wo die Wirtschaft und die Unternehmen geschwächt sind, halte ich das für sehr, sehr wichtig", sagte Schramböck mit Blick auf die Corona-Krise.

Mindestgröße für Unternehmen, die "geschützt" werden sollen, gibt es dem Fernsehbericht zufolge keine. Es gehe auch um Start-ups. Schutz sei gegenüber China und gegenüber der USA nötig, so die Wirtschaftsministerin. Ihr zufolge sei "schon etwas vorbereitet, das in etwa übernächste Woche" ins Parlament gebracht werden soll. Denn es sei wichtig, dass jetzt "ganz rasch etwas passiert, damit österreichische Unternehmen nicht unfreundlich übernommen werden".

Ganz Konkretes zum Gesetz blieb vorerst abzuwarten. Vor dem Regierungswechsel war von einer Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes die Rede gewesen. Gemeinhin wird bei dem Thema von einem "Investitionsschutzgesetz" gesprochen.

 22:08

Liverpool-Legende Dalglish positiv getestet

Der ehemalige Liverpool-Torjäger und -Erfolgstrainer Kenny Dalglish ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der englischen Fußball-Club am Freitagabend im Auftrag der Familie des 69-Jährigen bekannt.

Dalglish sei am Mittwoch wegen einer Infektion, die mit intravenösen Antibiotika behandelt werden musste, ins Krankenhaus eingeliefert worden. Im Zuge seines Aufenthalts habe ein routinemäßiger Corona-Test bei Dalglish, der bisher keine Covid-19-Symptome aufweist, ein positives Ergebnis gebracht, hieß es.

 21:39

Wochenend-Ausgangssperre in 31 türkischen Städten

Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise für dieses Wochenende eine Ausgangssperre in 31 Städten verhängt. Das beinhaltete auch die größte Stadt des Landes, die Millionenmetropole Istanbul, wie Gouverneur Ali Yerlikaya am späten Freitagabend in einem Tweet bestätigte. Einem Tweet des Innenministeriums zufolge sind auch die Hauptstadt Ankara sowie die Großstädte Izmir und Antalya betroffen.

Das Verbot gelte ab Mitternacht und bis Mitternacht in der Nacht zum Montag, hieß es in dem Tweet. Ob und inwieweit es Ausnahmen von dem angekündigten Ausgangsverbot gibt, war zunächst unklar.

Die Türkei hat bisher rund 47.000 Infektionsfälle und 1.006 Tote gemeldet. Für Menschen ab 65 Jahre, chronisch Kranke und Unter-20-Jährige galten bereits Ausgangsverbote. Die Regierung hatte bisher jedoch darauf verzichtet, eine landesweite Ausgangssperre zu verhängen - auch, um die bereits angeschlagene Wirtschaft nicht weiter zu beeinträchtigen. Sie hatte jedoch viele andere Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurden Schulen und Universitäten, Cafés und Bars geschlossen, Großveranstaltungen und gemeinsame Gebete in Moscheen verboten und 31 Städte nach außen weitgehend abgeschottet.

 21:07

Nach Kritik in Corona-Krise: Trump will Ankündigung zu WHO machen

US-Präsident Donald Trump will nach seiner Kritik an der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Coronavirus-Pandemie kommende Woche eine Ankündigung machen. Trump hatte der Organisation am Dienstag mit einem Stopp von Beitragszahlungen gedroht. Am Freitag sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, die USA zahlten der Organisation jährlich etwa 500 Millionen US-Dollar (460 Millionen Euro).

"Und wir werden über dieses Thema nächste Woche reden. Wir werden eine Menge zu sagen haben. Wir werden es stoppen." Ob er schon eine Entscheidung getroffen hat, blieb unklar. Trump wirft der in Genf ansässigen WHO vor, auf die Corona-Krise nicht angemessen reagiert zu haben, den USA falsche Empfehlungen gegeben zu haben und generell zu stark auf China fokussiert zu sein.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas hatte sich am Freitag gegen Trump gestellt und gesagt, dass die WHO in der Pandemie gestärkt und unterstützt werden müsse. "Manöverkritik ist immer zulässig, aber sie muss konstruktiv sein", sagte der SPD-Politiker in Berlin.

Die WHO ist die wichtigste Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich. Ihr Budget besteht nach Angaben der Organisation zu weniger als einem Viertel aus den verpflichtenden Beiträgen der Mitgliedsstaaten. Die USA sind in diesem Kreis aber der größte Zahler: Für die Jahre 2020 und 2021 sind jeweils fast 116 Millionen US-Dollar fällig.

Chinas Beitrag liegt für diese beiden Jahre bei jeweils rund 57 Millionen US-Dollar. Chinas Beiträge sind in den vergangenen Jahren aber deutlich gestiegen. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge hängt laut WHO von der Bevölkerungsgröße und dem Wohlstand des Landes ab.

 20:26

Italien gründet Taskforce für Neustart der Produktion

Die italienische Regierung arbeitet an der "Phase 2" nach dem 3. Mai, in der die produktiven Tätigkeiten teilweise wieder aufgenommen werden sollen. Die Regierung richtete eine Taskforce aus Experten unter der Leitung des Topmanagers Vittorio Colao ein, die sich um die Planung des produktiven Neustarts kümmern soll, kündigte Premier Giuseppe Conte bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rom an.

Die Regierung arbeitet auch an einem Protokoll für die Sicherheit am Arbeitsplatz. So rief der Regierungschef die Unternehmen auf, Schutzmaßnahmen für das Personal in Hinblick auf den Neubeginn der Produktion zu ergreifen.

Zur Stützung der europäischen Wirtschaft in dieser Phase des Coronavirus-Notstands seien 1.500 Mrd. Euro notwendig. Er bekräftigte seine Forderung nach Eurobonds. "Wir werden weiter für die Eurobonds kämpfen. Die gesamteuropäische Reaktion auf diesen Notstand muss ehrgeizig sein, oder sie ist nutzlos", sagte der italienische Regierungschef.

Die Vorschläge der Eurogruppe seien ein erster Schritt in Richtung einer europäischen Antwort auf den Coronavirus-Notstand. Dieser erste Schritt sei jedoch noch ungenügend, erklärte der Premier. "Die Wirtschaftsrezession trifft alle EU-Länder. Die Wunde wird für alle tief sein", warnte Conte.

 20:25

Mehr als 1.300 Tote in Frankreich

In Frankreich ist ein an Covid-19 erkranktes Kind auf der Intensivstation gestorben. Das Kind sei jünger als zehn Jahre gewesen, die Todesursache erscheine aber "vielfältig", sagte Gesundheitsdirektor Jerome Salomon am Freitagabend.

Die Zahl der Menschen, die in Krankenhäusern gestorben seien, ist innerhalb von 24 Stunden um 554 Fälle auf 8.598 gestiegen. Hinzu kämen 433 weitere Fälle innerhalb eines Tages in Alters- und Pflegeheimen. Hier liegt die Gesamtzahl bei knapp 4.600. Damit liegt die Zahl der Toten insgesamt bei knapp 13 200.

"Nur gemeinsam werden wir das Virus besiegen. Zu Hause zu bleiben bedeutet, gegen das Virus vorzugehen, gegen die Krankheit vorzugehen, Leben zu retten. Seit einigen Tagen sehen wir die ersten Auswirkungen der Eindämmung", sagte Salomon. Derzeit würden gut 7.000 Menschen auf Intensivstationen behandelt - das sind etwas weniger als am Vortag.

 19:59

Regierung will Ausverkauf von Schlüsselbetrieben stoppen

Die Regierung hat als Folge der Coronakrise vor wenigen Tagen ein eigenes Investitionskontrollgesetz angekündigt. Wichtige heimische Firmen könnten gerade jetzt leichte Beute werden. Im "Kurier" präzisierte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, sicherstellen zu wollen, dass strategisch wichtige österreichische Unternehmen jetzt nicht von Firmen aus Nicht-EU-Staaten geschluckt werden.

Es gehe insbesondere um den Schutz von Unternehmen der sogenannten kritischen Infrastruktur: Das umfasse die Bereiche Energie, Wasser, Lebensmittelproduktion, Technologie, Transport oder Gesundheit.

Bisher gab es für ausländische Beteiligungen aus Nicht-EU-Ländern an österreichischen Firmen ab 25 Prozent eine Meldepflicht, die nun auf 10 Prozent gesenkt werden soll. Auch will das Wirtschaftsministerium die Investitionen prüfen und zur Not die Stopptaste drücken. "Die Corona-Krise zeigt, dass wir in einzelnen Bereichen wie etwa im Pharmabereich zu sehr von fernen Märkten abhängig sind", sagte die Ministerin in dem "Kurier"-Interview (Samstagausgabe).

Viele Unternehmen leiden aktuell unter Umsatzeinbrüchen und Liquiditätsengpässen. Sie könnten zur leichten Beute für Investoren aus China, den USA oder der arabischen Welt werden. Besonders im Auge haben und verhindern will das Ministerium trickreiche "Umgehungsversuche", wonach etwa Private-Equity-Gesellschaften, Family Offices oder Staatsfonds über verschachtelte Firmenkonstruktionen vortäuschen könnten, EU-Unternehmen zu sein.

 19:55

Ausgangssperre in Italien wird bis 3. Mai verlängert

Italien verlängert die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre um drei Wochen bis zum 3. Mai. Dies verkündete Ministerpräsident Giuseppe Conte bei einer Pressekonferenz am Freitag. Beschlossen wurde eine leichte Auflockerung des Produktionsstopps.

Ab Dienstag sollen unter anderem Buch- und Schreibwarengeschäfte sowie Shops mit Baby- und Kinder-Kleidung öffnen dürfen. Auch im Bereich der Holzwirtschaft aktive Betriebe können die Produktion neu starten. Seit Mitte März sind in Italien nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken geöffnet. Die Verlängerung des strikten Ausgangsverbots, das seit dem 10. März gilt, habe die Regierung am Vortag mit wissenschaftlichen Beratern sowie den Regionen und Gewerkschaften abgestimmt, sagte Conte.

"Die Hoffnung ist, dass wir sobald wie möglich neu starten können, wir müssen aber weitere Opfer machen und die soziale Distanz bewahren. Das gilt auch für die produktive Tätigkeiten. Schutz der Gesundheit hat Priorität, uns ist aber auch der Halt unseres wirtschaftlichen Systems wichtig", sagte Conte.

"Unser Vorhaben ist, so rasch wie möglich die restriktiven Vorsichtsmaßnahmen herunterzufahren, damit der Motor unseres Landes voll starten kann. Wir sind aber noch nicht in dieser Lage. Wir können uns keinen Neuanstieg der Epidemiekurve erlauben", sagte Conte.

Die Menschen dürfen derzeit nur ausnahmsweise das Haus verlassen, etwa wenn sie zur Arbeit oder zum Einkaufen müssen. In Italien, das von der Corona-Pandemie extrem stark getroffen ist, hat sich die Ansteckungswelle zuletzt verlangsamt.

 19:40

WHO warnt vor verfrühter Aufhebung der Beschränkungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich vor einer zu raschen Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Krise gewarnt. "Die WHO will die Aufhebung der Beschränkungen genauso wie jeder andere auch", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Eine vorschnelle Beendigung könne aber zu einem "tödlichen Wiederaufleben" der Coronavirus-Pandemie führen.

"Der Weg nach unten kann genauso gefährlich sein wie der Weg nach oben, wenn er nicht richtig gehandhabt wird." Der WHO-Chef sagte weiter, er arbeite mit den Ländern an Strategien, wie die Maßnahmen schrittweise gelockert werden könnten, aber es könne gefährlich sein, dies zu schnell zu tun.

 19:29

Downing Street: Johnson macht bereits wieder erste Schritte

Der britische Premierminister Boris Johnson hat weiter Fortschritte bei der Genesung von seiner Covid-19-Erkrankung gemacht. Erst am Donnerstag hatte der 55 Jahre alte Politiker die Intensivstation verlassen. Nun sei er bereits ein bisschen hin und her gegangen, sagte ein Regierungssprecher am Freitag in London.

Johnson hatte drei Tage auf der Intensivstation des St. Thomas' Hospital in London verbracht, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Er sei nun "sehr guter Dinge", hieß es in einer Mitteilung. Er sei aber noch in der frühen Phase seiner Genesung und werde weiterhin genau beobachtet.

 19:17

WHO bestreitet Ignorieren von Coronavirus-Warnung aus Taiwan

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dementiert, eine Frühwarnung aus Taiwan vor einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung des neuartigen Coronavirus kurz nach dem Virus-Ausbruch in China ignoriert zu haben. Die WHO habe am 31. Dezember eine E-Mail von taiwanesischen Behörden erhalten, teilte die Organisation der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. In dieser E-Mail sei aber "in keiner Weise eine Übertragung von Mensch zu Mensch erwähnt" worden, hieß es weiter.

In der Nachricht aus Taiwan seien lediglich "Presseberichte über Fälle von atypischer Lungenentzündung" in der chinesischen Großstadt Wuhan sowie die Vermutung der dortigen Behörden erwähnt worden, dass "es sich nicht um das SARS-Virus" handle, teilte die WHO mit.

Die Organisation habe Taiwan nach jüngsten Vorwürfen aus den USA darum gebeten, der WHO mitzuteilen, wie die Behörden in Taipeh ihren Verdacht auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gegenüber der WHO geäußert hätten. "Uns ist nur diese eine E-Mail bekannt, in der die Übertragung von Mensch zu Mensch nicht erwähnt wurde", betonte die Weltgesundheitsorganisation in ihrer schriftlichen Erklärung. Von den Behörden in Taiwan hätten sie nach der Aufforderung jedoch keine Antwort erhalten, hieß es weiter.

Die US-Regierung hatte der WHO zuletzt vorgeworfen, frühe Warnungen Taiwans in den Wind geschlagen zu haben. Das Handeln der WHO habe "Zeit und Leben gekostet", sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums am Donnerstag. Die WHO habe "ein Mal mehr" Politik über die öffentliche Gesundheit gestellt.

Die Sprecherin verwies auf eine WHO-Erklärung vom 14. Jänner, wonach es keine Anzeichen für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch gebe. Taiwan hatte die Weltgesundheitsorganisation nach eigenen Angaben bereits Ende Dezember gewarnt, dass in Wuhan, wo das Virus zuerst aufgetaucht war, Ärzte erkrankt seien. Die WHO sei dieser Spur aber nicht nachgegangen.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 14. Jänner erklärt, China habe bisher keine Fälle von Ansteckungen bei seinem Gesundheitspersonal gemeldet. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen gebe es keine "klaren" Hinweise auf eine Ansteckung von Mensch zu Mensch. Dies müsse aber weiter untersucht werden.

 18:55

Zwei Tote in der Steiermark - nun 73 Covid-Opfer

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Todesopfer ist in der Steiermark am Freitag, Stand 18.00 Uhr, auf 73 Personen gestiegen. Die Landessanitätsdirektion berichtete per Aussendung vom Ableben einer Frau (Jahrgang 1930) aus dem Bezirk Weiz und eines Mannes (Jahrgang 1940) aus dem Bezirk Graz-Umgebung.

Von den im Bundesland an oder mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen sind 39 Männer und 34 Frauen - das älteste Todesopfer war Jahrgang 1923, der jüngste Verstorbene war Jahrgang 1959.

 18:44

254 bestätigte Covid-19-Fälle im Burgenland

Im Burgenland gibt es derzeit (Stand: Freitag, 18.00 Uhr) 254 bestätigte Covid-19-Fälle - um acht mehr als am Donnerstag, teilte der Koordinationsstab Coronavirus mit. Eine mit dem Coronavirus infizierte 83-jährige Frau aus der Steiermark starb im Krankenhaus Oberpullendorf. Es ist dies der bisher fünfte Todesfall im Burgenland.

119 Personen sind inzwischen wieder genesen. 500 Menschen stehen nach Angaben des Koordinationsstabes im Burgenland derzeit unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne.

Zwölf Personen werden im Krankenhaus Oberpullendorf behandelt, davon sind vier in intensivmedizinischer Betreuung. Zwei positiv getestete Personen werden in der Covid-19-Anstalt in Bad Tatzmannsdorf betreut, drei weitere befinden sich im Krankenhaus Oberwart und zwei im Krankenhaus Eisenstadt, wo sie jeweils isoliert betreut werden.

 18:44

980 Todesfälle an einem Tag in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Die Zahl der Toten stieg bis Donnerstagabend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag mitteilte. Italien hatte an seinem bisher schlimmsten Tag am 27. März 969 Tote erfasst.

 18:24

Rund 1.000 Covid-19-Tote in der Schweiz

In der Schweiz sind mittlerweile mindestens 1.000 Menschen an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies hat die Zählung am Karfreitag ergeben, die sich auf offizielle Angaben der Kantone stützt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab die Zahl der Todesopfer am Freitagmittag mit 805 an.

Das BAG bezieht sich dabei auf die Meldungen, die Laboratorien und Ärzteschaft im Rahmen der Meldepflicht bisher übermittelten. Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität in der US-Stadt Baltimore sterben in der Schweiz 3,9 Prozent der Corona-Patienten an der Lungenkrankheit Covid-19.

 18:20

Zahl neuer Todesopfer in Italien sinkt weiterhin

In Italien sinkt die Zahl neuer Coronavirus-Todesopfer weiterhin. Nachdem am Donnerstag in 24 Stunden 610 Tote gemeldet worden waren, waren es am Freitag 570, womit die Zahl der Gestorbenen seit Pandemie-Beginn auf insgesamt 18.849 angewachsen ist. Die Zahl der Infizierten erreichte 98.273, jene der Patienten auf der Intensivstation lag bei 3.497 Personen, das sind gegenüber Donnerstag 107 weniger.

Am siebenten Tag in Folge war die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen rückgängig, was eine wichtige Entlastung für die Krankenhäuser bedeute, teilte der Zivilschutz mit. 28.242 Covid-Patienten befanden sich noch in den italienischen Spitälern. Die Zahl der Genesenen überschritt die 30.000-Marke und stieg auf 30.455. Die Zahl der Patienten in Heimisolierung wachse, während jene in den Spitälern sinke, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli.

In der Lombardei, der am stärksten betroffenen italienischen Region, wurden 216 Opfer an einem Tag gemeldet, wodurch dort die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 10.238 stieg. Die Zahl der Infizierten lag bei 29.530. 1.202 Patienten lagen auf der Intensivstation, das sind 34 weniger als am Donnerstag.

Nach der Lombardei ist nach wie vor die Emilia Romagna die am stärksten betroffene Region, und zwar mit 2.397 Todesopfern, gefolgt vom Piemont mit 1.532. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 179 Personen, die Zahl der Infizierten stieg dort bis Freitag auf 2.349.

Das Durchschnittsalter der Covid-19-Toten in Italien liegt bei 80 Jahren. Die Mehrheit seien Männer mit Vorerkrankungen, sagte der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS), Silvio Brusaferro, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rom. Die Epidemiekurve gehe in Italien zurück. Dies bezeuge, dass der "Lockdown" greife, so der Experte. Positiv sei auch die Entwicklung in Mittel- und Süditalien, wo die Zahl der Neuinfizierten zurückgehe.

Wichtig sei es jetzt, über die Osterfeierlichkeiten die Ausgangssperre zu berücksichtigen und Menschenversammlungen zu vermeiden. "Die soziale Distanzierung muss weiterhin streng eingehalten werden", mahnte Brusaferro.

 18:14

Polizei kann ab Samstag Organstrafmandate ausstellen

Ab morgen, Samstag, darf die Polizei bei Verstößen gegen gewissen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie auch Organmandate ausstellen. Das Gesundheitsministerium bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Kurier". Die dazugehörige Verordnung wurde heute erlassen. Wer etwa Mund und Nase nicht mit Maske oder Schal bedeckt, dem droht in Zukunft eine Strafe von 25 Euro.

In den öffentlichen Verkehrsmittel und in dann wieder geöffneten Geschäften gilt die Regelung freilich erst ab kommenden Dienstag. Bei allen anderen Verstößen sind übrigens 50 Euro fällig. Das betrifft das Nichteinhalten der Ausgangsbeschränkungen, wie das Betreten von Gebieten, die unter Quarantäne gestellt worden sind oder von eigentlich geschlossenen Läden. "Bis jetzt wurden Übertretungen nach dem Epidemiegesetz und dem COVID-19-Maßnahmengesetz mit Anzeigen geahndet, nun kommt eine neue Möglichkeit hinzu", sagte ein Sprecher des Ministeriums zur APA.

Die Verordnung erlaubt es der Exekutive, Kontrollen bei den Öffis und in den Geschäften vorzunehmen und mit Organstrafverfügung Geldstrafen einheben. Bisher war unklar, wer etwa in Zügen oder U-Bahnen sicherstellt, dass die Schutzmasken tatsächlich getragen werden. Sowohl die ÖBB als auch die Wiener Linien sahen hier laut "Kurier" keine Möglichkeit, diese Pflicht zu überprüfen.

 17:29

Generali-Chef verzichtet wegen Corona auf 20 Prozent seines Gehalts

Generali-Chef Philippe Donnet und die Topmanager des italienischen Versicherungskonzerns haben angesichts der Coronavirus-Krise beschlossen, ihr fixes Gehalt ab April bis Ende 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Das Geld soll in einen mit 100 Mio. Euro dotierten Fonds für den Covid-19-Notstand fließen, den Generali am 12. März eingerichtet hatte.

Der Triester Konzern bestätigte in einer Presseaussendung am Freitag die Ausschüttung einer Dividende von 0,96 Euro pro Aktie, die in zwei Tranchen gezahlt wird. Die erste Tranche - 0,50 Euro pro Aktie - soll im Mai gezahlt werden. Die zweite Tranche von 0,46 Euro soll bis Ende 2020 ausgeschüttet werden, nachdem der Aufsichtsrat geprüft hat, ob die finanziellen Bedingungen dafür vorhanden sind.

Im Kampf gegen die Epidemie hat die Generali eine Million Euro für das Triester Gesundheitssystem gespendet. Damit sollen Geräte für die Intensivstation des Krankenhauses "Cattinara" von Triest, sowie Schutzmaterial für die Seniorenheime der Stadt finanziert werden.

 17:22

Deutscher Außenminister Maas stellt sich hinter WHO

Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat sich am Freitag in Berlin für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Konsequenz aus der Corona-Krise ausgesprochen und sich damit gegen US-Präsident Donald Trump gestellt: "Die WHO spielt eine unverzichtbare Rolle in dieser Pandemie. Wir müssen sie jetzt stärken, unterstützen und sie dann für die Zukunft noch besser als bisher aufstellen."

Weiters sagte Maas: "Manöverkritik ist immer zulässig, aber sie muss konstruktiv sein." Trump hatte diese Woche zu Protokoll gegeben, die WHO habe es in der Corona-Krise "wirklich vermasselt". Sie sei unter anderem zu sehr auf China ausgerichtet und habe den USA zu Beginn der Pandemie falsche Empfehlungen gegeben. Der US-Präsident drohte der in Genf ansässigen wichtigsten Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich sogar mit einem Stopp von Beitragszahlungen.

Am Donnerstag hatte sich erstmals der UN-Sicherheitsrat mit der Krise befasst. Maas begrüßte das. "Wir können diese Krise nur gemeinsam und solidarisch bewältigen. Dafür brauchen wir starke Vereinte Nationen und einen starken Sicherheitsrat", betonte der 53-Jährige. Der Sozialdemokrat forderte den Sicherheitsrat auf, sich die Forderung des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres nach einer weltweiten Waffenruhe zu eigen zu machen.

 17:19

Amazon errichtet eigenes Testlabor für Mitarbeiter

Der Onlineriese Amazon will ein eigenes Coronavirus-Testlabor für seine Mitarbeiter errichten. "Wir haben damit begonnen, die Ausrüstung zusammenzustellen, die wir für den Bau unseres ersten Labors benötigen", erklärte Amazon am Donnerstagabend (Ortszeit). Der Online-Händler hofft demnach, bald die ersten Mitarbeiter testen zu können, wenn auch in geringer Zahl.

"Wenn jeder - auch jene ohne Symptome - regelmäßig getestet werden könnte, würde das einen riesigen Unterschied machen, wie wir alle das Virus bekämpfen", schrieb Amazon auf seinem Blog. "Diejenigen, bei denen der Test positiv ausfällt, könnten unter Quarantäne gestellt und versorgt werden." Alle anderen könnten wieder ihre Arbeit aufnehmen. Es fehle aber an Testkapazitäten für das Coronavirus.

Bei dem Online-Händler hatten Mitarbeiter an mehreren Standorten fehlende Schutzmaßnahmen vor dem Virus angeprangert. Zuletzt hat Amazon seine Bemühungen verstärkt. So wurden Gesichtsmasken verteilt und die Temperatur von Mitarbeitern gemessen.

In der Coronavirus-Krise bestellen zahlreiche Menschen angesichts von Ausgangsbeschränkungen und der Sorge vor Ansteckungen ihre Produkte online. Im März gab Amazon bekannt, in den USA 100.000 zusätzliche Mitarbeiter einstellen zu wollen.

 17:19

Mehr als 50 Todesopfer in Niederösterreichs Spitälern

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Niederösterreichs Spitälern hat am Freitag die 50er-Marke übersprungen. Die Landeskliniken-Holding meldete einen Anstieg um fünf weitere auf mittlerweile 53 Opfer. Es handelte sich um vier Männer und eine Frau im Alter von 57 bis 89 Jahren.

Sprecher Bernhard Jany zufolge starben ein 57-Jähriger sowie ein 75-Jähriger im Landesklinikum Waidhofen a. d. Thaya. Der Tod eines Mannes sowie einer Frau - beide 73 Jahre alt und mit Vorerkrankungen belastet - wurden aus dem Universitätsklinikum St. Pölten gemeldet. Auch im Landesklinikum Hollabrunn wurde ein Covid-19-Toter verzeichnet. Es handelte sich um einen 89-Jährigen.

 17:18

Gerichte vorerst weiter im Notbetrieb

Österreichs Gerichte laufen vorerst weiter im Notbetrieb. Gerichtsverhandlungen wird es nur in dringenden Fällen geben, im Hintergrund soll aber "intensiv aufgearbeitet werden", erklärte Justizministerin Alma Zadic (Grüne) anlässlich der Herausgabe eines Erlasses zum Gerichtsbetrieb. Ab Dienstag wird die Situation in sämtlichen Dienststellen evaluiert.

Und zwar soll geklärt werden, inwieweit die vorhandene Infrastruktur einen sicheren Verhandlungsbetrieb zulässt und welche weiteren Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind, erklärte Zadic in einer Aussendung. Dann können die nächsten Schritte vorbereitet werden.

Bis dahin wird der interne Kanzleibetrieb "in Maßen" ausgeweitet. Demnach sollen auch nicht dringende Akten weitergereicht, eingehende Dokumente verarbeitet und schriftliche Erledigungen durch Richter und Staatsanwälte abgefertigt werden. Dadurch soll ein weiteres Anwachsen des Aktenrückstandes, der durch den Notbetrieb entstanden ist, verhindert werden.

Eingeschränkt bleibt jedoch der Parteienverkehr. Schließlich sei ja auch die Bewegungsfreiheit bis zumindest Ende April begrenzt, hieß es. Der Parteienverkehr ist vorerst auf die elementaren Verfahrens- und Parteienrechte beschränkt. Akteneinsicht oder fristwahrende Anträge und Eingaben sind nach telefonischer Voranmeldung weiterhin möglich.

Gerichtsverhandlungen finden bis auf Weiteres nur in besonders dringenden Ausnahmefällen statt. Etwa bei Strafverhandlungen, wenn sich die bzw. der Beschuldigte in Haft befindet. Sollten die technischen Voraussetzungen gegeben sein, soll die Vernehmung per Videokonferenz erfolgen. Auch in Verfahren wegen häuslicher Gewalt, Unterbringungs- oder Insolvenzsachen soll möglichst verhandelt werden. In den restlichen Fällen müssten die Richter jeweils nach einer Interessen- und Gefahrenabwägung entscheiden, ob verhandelt wird oder nicht.

Ferner sollen im Eingangsbereich der Gerichte und Staatsanwaltschaften je nach Verfügbarkeit Schutzmasken ausgegeben werden. Im Gerichtsgebäude gilt die Einhaltung des Mindestabstands. Um dies gewährleisten zu können, wird die Anzahl der im Gebäude gleichzeitig anwesenden Personen begrenzt.

 17:12

Mitarbeiterin von Linzer Spital positiv getestet

Im Ordensklinikum Linz Elisabethinen ist eine Pflegekraft der Ambulanz Interne 1 - Hämatologie & Onkologie positiv auf Covid-19 getestet worden. 21 Kollegen und 52 Patienten seien umgehend benachrichtigt und unter häusliche Quarantäne gestellt worden, informierte der Krisenstab des Landes am Nachmittag. Alle seien derzeit symptomfrei. Die Patientenversorgung in der Abteilung sei sichergestellt.

Derzeit ist in Oberösterreich keine Spitalabteilung Corona-bedingt gesperrt. Vom oberösterreichischen Krankenhauspersonal - insgesamt knapp 27.000 Personen - fallen derzeit 6,5 Prozent aus. Dieser Prozentsatz umfasst sowohl die Covid-Positiven und die in Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen als auch andere Krankenstände. Von den Alten- und Pflegeheimen des Landes sind derzeit 28 Einrichtungen betroffen. Insgesamt 40 Bewohner und 65 Mitarbeiter sind bisher positiv getestet worden.

Die Zahl der aktuell Erkrankten, die am Donnerstag erstmals seit Tagen wieder auf unter 1.000 gefallen war, sank am Freitag weiter und lag am Nachmittag bei 855. Bisher wurden in Oberösterreich 2.048 Infektionen nachgewiesen. Die Zahl der Todesopfer blieb unverändert bei 29.

Die Ärzte und Zahnärzte des Bundeslandes haben indes lang ersehnten Masken-Nachschub erhalten. Da die Lieferung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) - 21.900 vom Bund finanzierte FFP2-Masken wurden am Freitag avisiert - erst nächste Woche eintreffen werde, sei vorerst das Land eingesprungen, teilten LH Thomas Stelzer und LHStv. Christine Haberlander (beide ÖVP) mit. Die Ärzte seien mit 5.700 FFP2-Schutzmasken aus dem Kontingent des Landes versorgt worden, um gut über die Ostertage zu kommen.

 17:04

Bulgarien will Beitritt zur Eurozone beschleunigen

Bulgariens Regierung will mitten in der Corona-Krise die Schritte zur Einführung des Euro beschleunigen, damit das ärmste EU-Land bei Krisen von den Vorteilen der Eurozone profitieren könne. "Bulgarien will sich bis Ende April um die Aufnahme in das Wartezimmer für die Eurozone bewerben", sagte Regierungschef Boiko Borissow am Freitag.

Die Corona-Krise zeige, dass Bulgarien der Eurozone beitreten müsse, sagte er. Borissow betonte, die Europäische Zentralbank (EZB) stelle viel Geld zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bereit, das Geld sei aber vor allem für die Staaten der Eurozone bestimmt. Damit reagierte er auf die Einigung der EU-Finanzminister auf ein Corona-Rettungspaket. Die Weltbank warnt vor einem Rückgang des bulgarischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,7 Prozent infolge der Corona-Krise.

Borissow änderte jetzt Bulgariens Euro-Strategie: Kurz vor der Corona-Krise hatte er Sofias für April geplante Bewerbung für den europäischen Wechselkursmechanismus WKM II - das ist das sogenannte Wartezimmer für den Euro - auf Juli 2020 verschoben. Damit wollte er den Bulgaren mehr Zeit für einen "absoluten Konsens" über die Einführung der Gemeinschaftswährung geben.

Meinungsforscher hatten Anfang 2020 ermittelt, dass lediglich 19 Prozent der Bulgaren die Einführung des Euro unterstützten. Außerdem wünschte mehr als die Hälfte der Bevölkerung ein Referendum darüber. Doch die im Parlament in Sofia vertretenen Parteien waren sich vor der Corona-Krise über Bulgariens Beitritt zur Eurozone einig.

 16:51

Erster Todesfall in brasilianischem Indigenen-Gebiet

Das Coronavirus hat die Indigenen in Brasilien erreicht. Ein Jugendlicher vom Volk der Yanomami starb am Donnerstagabend (Ortszeit) in einem Krankenhaus in der Stadt Boa Vista, wie die "Folha de S. Paulo" und andere brasilianische Medien berichteten. Der 15-Jährige war demnach positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden und lag seit vergangenem Freitag auf der Intensivstation.

Er ist der erste registrierte Tote in Zusammenhang mit Covid-19 aus einem Indigenen-Gebiet. Der "Agência Brasil" zufolge, die sich auf regionale Gesundheitsstellen für die Yanomami berief, stammte der Knabe aus dem Dorf Rehebe. Mit knapp 27.000 Angehörigen im Norden Brasiliens und Süden Venezuelas sind die Yanomami eines der größten indigenen Völker Amazoniens. Zur Schule ging der Bub im indigenen Gebiet Boqueirao.

Pro-Indigene-Organisationen wie das Instituto Socioambiental und der Indigenistische Missionsrat haben in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass mindestens zwei weitere Indigene im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Die beiden - eine Frau vom Volk der Borari aus der bei Touristen beliebten Stadt Alter do Chao und ein Mann vom Volk der Mura aus der Amazonas-Metropole Manaus - tauchen jedoch nicht in der Statistik des Spezialsekretariats für indigene Gesundheit auf, weil sie in Städten lebten.

Der Tod 15-Jährigen steigert unter den Yanomami die Sorge, dass sich eine Tragödie wie damals in den 1960ern bis in die 1980er-Jahre wiederholen könnte. In diesem Zeitabschnitt brachten illegale Goldsucher Krankheiten wie die Masern zu den Indigenen, 15 Prozent der Yanomami starben. Auch heute kämpfen diese gegen Goldschürfer - nach Angaben der Organisation Hutukara 25.000 - auf ihrem Gebiet.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte bereits im Wahlkampf versprochen, indigene Gebiete für die wirtschaftliche Nutzung zu öffnen. Im Februar brachte er ein Gesetzesprojekt auf den Weg, um die Goldsuche in solchen Gegenden zu erlauben.

 16:42

Positiv getesteter Mann in Klagenfurter Asylunterkunft

In einem Klagenfurter Asylquartier ist ein Mann an Covid-19 erkrankt. Das teilte der Landespressedienst am Freitag mit. Der 20 Jahre alte Syrer wurde bereits am Donnerstag ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert und wird dort medizinisch betreut. Der Schritt erfolgte für die Absonderung, nicht wegen seines Zustands. Es gehe ihm nicht schlecht, hieß es auf Nachfrage.

Über die anderen 31 Bewohner des Quartiers wurde am Freitag eine 14-tägige Quarantäne verhängt. Zwei Mitarbeiter befinden sich in Heimquarantäne. Die Asylwerber sowie die Mitarbeiter der Unterkunft werden auf das Coronavirus getestet. Erste negative Testergebnisse lagen am Freitag bereits vor, weitere waren aber noch ausständig.

 16:41

Über 116.000 Nachweise und 2.450 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mindestens 116.304 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: über 111.100 Infektionen), wie aus einer Auswertung unter der Berücksichtigung neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 2.459 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben bisher gestorben.

Am Donnerstag wurden 2.223 vermeldet, womit der Anstieg im Vergleichszeitraum über 230 beträgt, mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 49.900 Menschen die Infektion überstanden. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 30.862 nachgewiesenen Fällen und mindestens 721 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 24.499 Fällen und mindestens 502 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 22 298 Fällen und mindestens 564 Toten. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

 16:31

Burgenländisches Corona-Unterstützungspaket: Bisher 261 Anträge

Im Burgenland haben Unternehmen bisher 261 Anträge auf Unterstützung durch das Corona-Hilfspaket des Landes gestellt. Kommende Woche soll die Auszahlung der Mittel beginnen, teilte Wirtschaftslandesrat Christian Illedits (SPÖ am Freitag mit. Insgesamt geht es dabei um Zuschüsse, Haftungen und Darlehen im Gesamtausmaß von 2,48 Mio. Euro, davon 1,86 Mio. Euro liquide Mittel.

Konkret werden rund 899.000 Euro aus dem Härtefall-Fonds ausgeschüttet, Kleinkredite mit einem Gesamtvolumen von 963.000 Euro vergeben und zusätzlich Landeshaftungen in Höhe von rund 613.000 Euro als Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen bei österreichischen Banken für die Burgenländischen Unternehmen vergeben, erläuterte Illedits. Das burgenländische Unterstützungspaket in Höhe von insgesamt 30 Mio. Euro für heimische Betriebe war am 20. März gestartet und wird seitens der Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBuG) als Förderstelle bearbeitet.

Zur schnellen Unterstützung der burgenländischen Betriebe werden die Anträge seit vergangener Woche laufend blockweise bearbeitet. In einer ersten Tranche wurden insgesamt rund 645.000 Euro bewilligt, in einer zweiten 91 Anträge mit rund eine Mio. Euro. Die dritte Tranche mit 88 Anträgen enthält ein finanzielles Gesamtvolumen in Höhe von rund 776.000 Euro. Die Bereitstellung weiterer Mittel werde in Folge unter Berücksichtigung der Voraussetzungen laufend blockweise beschlossen.

Unternehmer sollten sich in einem ersten Schritt über die Förderprogramme des Bundes erkundigen, riet Illedits. Wenn bereits eine Landesförderung bezogen wurde, könne keine Bundesförderung mehr in Anspruch genommen werden.

 16:29

Ansteckungsrisiko in Italien um 45 Prozent reduziert

Dank des strikten "Lockdown", der in Italien Anfang März begonnen hat, sind im Land 200.000 Spitaleinlieferungen von Personen vermieden worden, die sich ansonsten an Covid-19 erkrankt wären. Dies geht aus einer Studie der Mailänder Polytechnik, der Universität Ca' Foscari in Venedig, der Universität Padua, der Zürcher Universität, sowie der Polytechnik von Lausanne (EPFL) hervor.

Das Ansteckungsrisiko habe sich dank den strengen Vorbeugungsmaßnahmen in Italien um 45 Prozent reduziert, ergab die Studie, die von der US-Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht wurde. Inzwischen wird die Liste des Gesundheitspersonals, das dem Kampf gegen die Epidemie erlegen ist, immer länger. 109 Ärzte sind gestorben, wie die italienische Ärztekammer am Freitag mitteilte.

In Italien wird nach den Ursachen der Coronavirus-Infektion geforscht. Die hohe Menschenkonzentration in der Lombardei mit zehn Millionen Einwohnern und der starke internationale Austausch der Region, die drei große Flughäfen zählt, mit dem Rest der Welt, könnte zur äußerst raschen Verbreitung der Seuche beigetragen haben, sagte der Präsident von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS), Silvio Brusaferro.

Eine Studie der US-Universität Harvard befasst sich mit der Verbindung zwischen Smog und der Verbreitung von Covid-19-Fällen. "Es handelt sich um eine solide Studie. Wir werden dieses Thema vertiefen", sagte Brusaferro. Er forderte, dass der "Lockdown" in ganz Italien aufrechterhalten bleibe, obwohl die Regionen in Mittel-und Süditalien bisher weniger betroffen seien.

 16:18

Merkel drückt nach Einigung aufs Tempo

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel drückt nach der Einigung der Euro-Finanzminister auf ein Corona-Rettungspaket aufs Tempo. "Die Programme müssen so schnell es geht in Kraft gesetzt werden", teilte Merkel am Freitag per Tweet mit. "Es wird nun insbesondere für alle Mitgliedstaaten möglich, den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aufzunehmen."

"Die Einigung der Eurogruppen-Finanzminister ist ein wichtiger Meilenstein für eine gemeinsame und solidarische europäische Antwort auf die Corona-Pandemie" heißt es in der Stellungnahme der Kanzlerin. "Nur gemeinsam können wir diese Krise bewältigen." Vor allem Italien und Spanien als am schwersten von der Krise betroffene europäische Länder hatten auf gemeinsame Maßnahmen gegen die Krise gepocht.

In der Nacht auf Freitag war den Finanzministern nach zähen Verhandlungen der Durchbruch gelungen. Insbesondere zur Unterstützung der Wirtschaft in den von der Pandemie besonders betroffenen Staaten sollen mindestens 500 Milliarden Euro mobilisiert werden. Für den 23. April berief EU-Ratspräsident Charles Michel einen EU-Sondergipfel ein, um die Umsetzung der Maßnahmen voranzubringen und über einen "Wiederaufbaufonds" zu diskutieren.

 16:15

Zahl der Infektionen stieg in Vorarlberg um 1,6 Prozent

In Vorarlberg ist die Anzahl der Coronavirus-Infektionen von Donnerstag auf Freitag um 13 Fälle bzw. 1,6 Prozent auf 828 angestiegen. 37 Personen befanden sich in Spitalsbehandlung, zehn davon auf der Intensivstation, teilte die Landessanitätsdirektion mit. Todesfall kam am Freitag kein neuer dazu, es blieb damit bei vorerst sieben Covid-19-Todesopfern.

Durchgeführt wurden in Vorarlberg bisher 6.082 Testungen, davon brachten 5.254 ein negatives Ergebnis. Laut Sozialministerium galten in Vorarlberg 562 Personen als wieder genesen.

 16:14

Quarantäne über Paznaun und St. Anton bis 26. April

Die Orte im Tiroler Paznauntal sowie St. Anton am Arlberg bleiben wegen des Coronavirus bis zum 26. April komplett isoliert. Die entsprechenden Verordnungen seien verlängert worden, teilte LH Günther Platter (ÖVP) am Freitag in einer Videopressekonferenz mit. Der Grund dafür seien flächendeckende Testungen, wonach bis zu 19 Prozent der in diesen Gemeinden Lebenden mit dem Virus infiziert sind.

Platter bat die dortige Bevölkerung um Verständnis für die Entscheidung, die Quarantäne noch einmal um zwei Wochen zu verlängern. "Sie schützen Tirol und leisten damit einen riesigen Beitrag", so Platter. Denn in Gesamttirol befinde man sich nach wie vor auf einem "guten Weg". Eine Entscheidung über die ebenfalls noch bis zum 13. April geltende Quarantäne über Sölden werde in den kommenden Tagen fallen, hieß es.

 16:08

Virus-Reproduktion in Österreich rückläufig

Die effektive Reproduktionszahl des Coronavirus in Österreich ist rückläufig. Anhand von Berechnungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und der TU Graz liegt die geschätzte tägliche Steigerungsrate mit Stichtag 6. April im zweistelligen Minusbereich. Berücksichtigt wurde dabei die Entwicklung in den vorangegangenen 13 Epidemietagen.

Aus der grafischen Darstellung geht hervor, dass am 12. März in Österreich die geschätzte effektive Reproduktionszahl des Virus noch zwischen 3,5 und 4,0 lag. Das bedeutet, dass zur stärksten Zeit der Virusverbreitung eine angesteckte Person statistisch mehr als 3,5 weitere Menschen infizierte.

Die Zahl nahm aufgrund der von der Regierung erlassenen Maßnahmen danach jedoch ständig ab. Am 1. April betrug die Reproduktionszahl nur noch 1,14. Ab 5. April lag sie unter der Marke von 1, die für die Überwindung der Covid-19-Pandemie notwendig wäre. Ein Infizierter steckt damit im Schnitt weniger als eine weitere Person an.

Die Kurve der geschätzten täglichen Steigerungsrate der positiven SARS-CoV-2-Befunde zeigte in Österreich eine ähnliche Entwicklung wie jene der Reproduktionszahl. Sie fiel ebenso seit 12. März kontinuierlich: von knapp 40 Prozent an diesem Tag auf minus zehn Prozent am 5. April.

Die Analyse basiert auf den Daten der in das österreichische Epidemiologische Meldesystem (EMS) eingepflegten, neu aufgetretenen (inzidenten) Covid-19-Fälle. Relevante Falldaten wurden von der Abteilung Infektionsepidemiologie und Surveillance der AGES bei den zuständigen Behörden erhoben und im EMS komplettiert.

 14:54

Südkorea meldete erneuten Ausbruch bei 91 Geheilten

In Südkorea ist nach Angaben von Behörden bei 91 von einer Coronavirus-Infektion genesene Menschen die Krankheit Covid-19 erneut ausgebrochen. Der Direktor des Koreanischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung KCDC, Joeng Eun-kyeong, erklärte am Freitag, es sei eher wahrscheinlich, dass das Virus "reaktiviert" worden sei, als dass es sich um Neuinfektionen handle.

Vergangenen Montag lag die Zahl der Menschen, bei denen nach überstandener Infektion das Virus erneut ausgebrochen ist, bei 51. Vertreter des südkoreanischen Gesundheitswesens sagten, noch sei unklar, was sich hinter diesem Trend verberge. Epidemiologischen Untersuchungen würden derzeit fortgesetzt. Während der Professor für Infektionskrankheiten Kim Woo-joo davon ausgeht, dass die Zahl der Rückfälle steigen wird, bringen andere Experten falsche Testergebnisse als Ursache für den Trend ins Spiel.

Die Frage, ob sich von einer Infektion genesene Menschen erneut am Coronavirus anstecken können, ist von internationaler Bedeutung. Viele Länder setzen darauf, dass von einer Corona-Infektion geheilte Menschen eine Immunität gegen das Virus entwickeln und mit der Zeit ein genügend größer Bevölkerungsteil immun gegen die Krankheit ist, um ein Wiederaufleben der Pandemie zu verhindern.

Bislang haben nach offiziellen Angaben knapp 7000 Koreaner Covid-19 überstanden. Über 10.000 Menschen sind in dem Land derzeit an Covid-19 erkrankt.

 14:33

EU-Coronahilfen - Michel: Nächster EU-Sondergipfel am 23. April

EU-Ratspräsident Charles Michel hat für den 23. April einen Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs einberufen, um das von den Finanzministern vereinbarte Rettungspaket in der Corona-Krise voranzubringen. Dies teilte Michel am Freitag mit. Die Vereinbarung der Eurogruppe vom Donnerstagabend sei ein "entscheidender Durchbruch".

Die EU müsse nun die Grundlage für eine "robuste wirtschaftliche Erholung" nach der Krise schaffen, forderte Michel. Dafür erarbeite er mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen einen Plan. Das EU-Budget werde eine "bedeutsame Rolle" dabei spielen, kündigte der belgische Liberale an.

 13:51

Handel verliert monatlich bis zu 3 Mrd. Euro Umsatz

Die Geschäftsschließungen infolge der Coronavirus-Epidemie setzen sämtlichen Betrieben immens zu. Allein der Handel verliert täglich Umsätze zwischen 79 und 113 Mio. Euro brutto, wie die Badener Beratungsgesellschaft Standort + Markt gemeinsam mit der Linzer Johannes Kepler Universität in einer Studie errechnete. Pro Monat sind das - bei 26 Öffnungstagen - 2 bis 2,9 Mrd. Euro.

Der gesamte stationäre Einzelhandel verliert der Untersuchung zufolge pro "Shutdown"-Tag zumindest 46,4 Prozent seines täglichen Umsatzes. Den mit 66,8 Prozent stärksten Umsatzverlust gebe es dabei in den "Cities", gefolgt von den Einkaufszentren mit täglich im Schnitt 65,2 Prozent weniger Verkaufserlösen.

 13:49

Erste zwei Todesfälle auf Malta

 12:21

Bisher 192 Todesfälle in Südtirol

In Südtirol ist am Freitag die Zahl der Menschen, die mit oder an einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, auf 192 angestiegen - das sind um fünf mehr als noch am Vortag. Insgesamt wurden in der autonomen Provinz bisher 1.974 Personen positiv getestet. 401 galten als wieder genesen, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit.

229 Personen wurden in den sieben Krankenhäusern des Südtiroler Sanitätsbetriebs, in den Privatkliniken und in der Einrichtung Gossensaß betreut. 41 Patienten mussten auf den Intensivabteilungen in Südtirol behandelt werden. Weitere sieben Intensivpatienten wurden in österreichischen und deutschen Kliniken betreut.

Mit Stand Freitagmittag befanden sich 3.481 Personen in amtlich verordneter Quarantäne oder Isolation, 4.000 weitere hatten diese bereits hinter sich. Auch 199 Mitarbeiter des Südtiroler Sanitätsbetriebs waren mit den Coronavirus infiziert, sowie elf Basisärzte und zwei Basiskinderärzte.

 12:20

Spanien hat niedrigsten Anstieg bei Toten seit 2 Wochen

Spanien hat am Freitag den niedrigsten Anstieg bei der Zahl der Coronavirus-Todesfälle seit mehr als zwei Wochen verzeichnet. Binnen 24 Stunden seien 605 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das ist der niedrigste Stand seit dem 24. März.

Die Zahl der Toten liegt in Spanien nun insgesamt bei 15.843. Mehr als 157.000 Menschen haben sich nachweislich infiziert

 12:19

Leichter Rückgang bei Bettenbelegung erwartet

- Österreich bewegt sich bei der erwarteten Auslastung der Spitalskapazitäten "auf der sicheren Seite". Das betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Karfreitag. Laut Herwig Ostermann, dem Geschäftsführer von Gesundheit Österreich, gehen die Prognosemodelle für nächste Woche von einem leichten Rückgang bei den belegten Betten aus.

In der Normalpflege gibt es derzeit laut offiziellen Zahlen 1.032 Hospitalisierte, diese Zahl soll auf 600 bis 700 Personen zurückgehen. Bei den Intensivbetten waren am Freitagvormittag 261 belegt, erwartet werde ein Rückgang auf 200 bis 250 Erkrankte. Man müsse dabei aber "regionale Dynamiken" berücksichtigen, sagte Ostermann. Das heißt, dass man bei einem größeren Ausbruch in einer bestimmten Region punktuell an die Grenzen der Kapazitäten gelangen könnte.

Erfreulich sei auch, dass der effektive Reproduktionsfaktor mittlerweile bei unter 1 liege. Diese Zahl gibt an, wie viele Mitmenschen eine infizierte Person derzeit ansteckt. Den Ausgangsfaktor (R0) unter 1 zu drücken, war das erklärte Ziel der Bundesregierung.

Anschober warnte die Bevölkerung aber erneut davor, die geltenden Maßnahmen - vor allem zur Distanzierung von Mitmenschen - ab nun nicht mehr einzuhalten. "Machen Sie nichts kaputt", appellierte der Minister. Bisher habe man nur "die erste Etappe" geschafft, "das ist nicht das Endergebnis".

 11:50

Hochzeiten und Begräbnisse im engsten Kreis

Hochzeiten können auch in der Corona-Krise begangen werden, allerdings nur mit eingeschränkter Teilnehmerzahl. Eine entsprechende Verordnung, die gestern Abend fertig gestellt wurde, ergänzt jenen Passus, der bereits für Begräbnisse galt. In beiden Fällen darf nur der "engste Familienkreis" zugegen sein.

In einer behördlichen Klarstellung wird nun freilich festgehalten, dass es auf das Vorhanden sein einer Lebensgemeinschaft oder einer leiblichen Verwandtschaft nicht ankomme. Gemeint ist mit dem engsten Kreis "jede exklusive Solidargemeinschaft zwischen zwei oder mehr Personen (= individuell und nachvollziehbar begründbares besonderes Naheverhältnis), die auf relative Dauer ausgerichtet ist".

 11:10

Tirol nimmt Baustellenbetrieb wieder auf

Nachdem das Land Tirol aufgrund der Corona-Situation vorübergehend alle Baustellen im Landesstraßennetz und auch im Wasserbau geschlossen hatte, soll nun die Wiederaufnahme all jener Baustellen erfolgen, an denen die Arbeiten unter Einhaltung der Schutzvorkehrungen erfolgen können. Dies teilte das Land am Freitag in einer Aussendung mit.

"Wir reihen uns damit in das stufenweise Hochfahren der Wirtschaft ein. Gemeinsam mit den Baufirmen wurden Baulos für Baulos individuelle Bewertungen vorgenommen und Konzepte erarbeitet", sagte LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Das Auftragsvolumen im Straßen- und im Wasserbau betrage 56 Mio. Euro und trage wesentlich zur Beschäftigung in der Baubranche bei.

Im Bereich der Straßen vergebe das Land Tirol Bauaufträge mit einem Gesamtvolumen von 40 Mio. Euro pro Jahr. "Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Auftragsvolumen trotz der Bauunterbrechungen halten können", erklärte Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße.

 11:07

Wer öffnen darf und was zu beachten ist

Offen haben dürfen ab kommenden Dienstag Tankstellen und angeschlossene Waschstraßen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Baustoff-, Eisen- und Holzhandel, Pfandleihanstalten und Handel mit Edelmetallen, Bau- und Gartenmärkte (unabhängig von der Größe) sowie kleinere Händler, wenn der Kundenbereich im Inneren höchstens 400 Quadratmeter beträgt.

- Nicht erlaubt ist die künstliche Verkleinerung - etwa mit Absperrbändern - von Verkaufsflächen um auf unter 400 Quadratmeter zu kommen.

- Es herrscht Maskenpflicht (oder Vergleichbares wie ein Schal) für Verkäufer und Kunden. Die Geschäfte müssen aber keine Schutzmasken zur Verfügung stellen. Des Weiteren gilt der gewohnte Mindestabstand von einem Meter. Geschäfte bis 400 Quadratmeter müssen sicherstellen, dass sich pro 20 Quadratmeter nur ein Kunde aufhält.

- Die Öffnungszeiten sind auf 07.40 Uhr bis 19.00 Uhr beschränkt.

- Wer sich nicht an die Verordnung hält, muss tief in die Tasche greifen. Händler, die zu viele Kunden ins Lokal lassen, müssen bis zu 3.600 Euro bezahlen. Große Händler, die nicht unter die Verordnung fallen und frühzeitig öffnen, können mit bis zu 30.000 Euro belangt werden.

 10:39

In Wien mehr Genesene als Covid-19-Neuinfizierte

In Wien sind aktuell mehr Personen wieder gesundet als neu mit dem Coronavirus infiziert: Laut einer Aussendung des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien am Freitag sind 493 Menschen nunmehr genesen (Stand: 8.00 Uhr). Das sind um 189 mehr als noch 24 Stunden zuvor. Neuerkrankungen gibt es hingegen nur 28.

Derzeit zählt Wien 1.952 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen. Der Anstieg von Donnerstagfrüh auf Freitagfrüh beträgt nicht ganz 1,5 Prozent.

67 Menschen haben Covid-19 nicht überlebt. Das heißt, in den vergangenen 24 Stunden sind weitere fünf Personen an den Folgen der Erkrankung verstorben. Dabei handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 85 bzw. 92 Jahren sowie um drei Männer. Diese waren 74, 77 und 78 Jahre alt.

 10:24

Johnsons Vater: Boris wird lange für Genesung brauchen

Der Vater des an Covid-19 erkrankten britischen Premierministers Boris Johnson, Stanley Johnson, glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr seines Sohns in die Amtsgeschäfte. Noch sei sein Sohn nicht über den Berg, sagte der 79-Jährige dem Radiosender BBC 4 am Freitag.

"Er braucht Zeit. Ich kann nicht glauben, dass man das durchmachen kann und direkt wieder zurück in die Downing Street (den Regierungssitz) geht und die Zügel in die Hand nimmt, ohne eine Phase der Wiederanpassung", so Johnson.

Die Nachricht, dass der der 55 Jahre alte Premier die Intensivstation verlassen konnte, hatte am Donnerstagabend zu großer Erleichterung in Großbritannien geführt. "Das sind gute Nachrichten", twitterte Labour-Chef Keir Starmer und fügte hinzu: "Ich hoffe das ist der Beginn einer raschen Genesung." Gesundheitsminister Matt Hancock lobte die "Weltklasse-Versorgung" des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS. "So gut, dass der Premierminister aus der Intensivbehandlung raus ist und auf dem Weg der Genesung ist", twitterte er.

 10:06

5 weitere Todesopfer in Wien

Stand Freitag, 10. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 1.952 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 67. Zwei Frauen (85 bzw. 92 Jahre) und drei Männer (74, 77 bzw. 78 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben.

493 Personen sind gesundet und genesen.

 09:58

2.192 Covid-19-Erkrankte in Niederösterreich

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niederösterreich hat sich Freitagfrüh laut Corona-Informationsportal des Gesundheitsministeriums im Vergleich zum Vortag um 41 auf 2.192 erhöht. Der Sanitätsstab meldete 851 Personen, die Covid-19 überwunden haben und damit einen ein Zuwachs von 104 in 24 Stunden. Erstmals gab es mehr als doppelt so viele frische Genesene als Neuerkrankungen.

Bisher durchgeführt wurden im Bundesland 14.061 Tests, 604 mehr als Donnerstagfrüh. Bisher wurden 54 Todesopfer in Niederösterreich im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung gezählt.

Die am stärksten betroffenen Bezirke blieben Amstetten mit 250, St. Pölten mit 241 und Neunkirchen mit 166 Fällen. Darauf folgten Mödling (146), Korneuburg (140), Melk (138), Tulln (135), Krems (129), Baden (119), Mistelbach (110), Scheibbs (100), St. Pölten-Stadt (76), Gänserndorf (70), Bruck an der Leitha (68), Wiener Neustadt (49), Zwettl (41), Lilienfeld (40), Wiener Neustadt-Stadt (35), Krems-Stadt (32), Horn (30), Hollabrunn (28), Waidhofen an der Ybbs-Stadt (22), Waidhofen an der Thaya (20) und Gmünd (sieben).

 09:46

Zwei weitere Todesopfer in Niederösterreich

Im Landesklinikum Waidhofen a. d. Thaya sind zwei mit dem Coronavirus Infizierte gestorben. Wie Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding am Freitag mitteilte, waren die Männer 57 bzw. 75 Jahre alt. Die Zahl der Todesopfer in niederösterreichischen Spitälern in Zusammenhang mit Covid-19 stieg damit auf 50.

 07:50

Amerikaner schlug seine Mutter im Streit um Klopapier

In den USA ist ein Mann festgenommen worden, der seine Mutter im Streit um Toilettenpapier geschlagen haben soll. Zu dem häuslichen Konflikt im südkalifornischen Ort Saugus sei es gekommen, weil die Mutter nach eigener Aussage den Familienvorrat an Klopapier vor ihrem 26-jährigen Sohn versteckt habe, sagte am Donnerstag eine Polizeisprecherin.

Sie habe dies getan, weil ihr Sohn nach ihrer Meinung zu viel verbraucht habe. Der erboste Sohn habe seiner Mutter daraufhin ins Gesicht geschlagen. Nach Angaben der Polizeisprecherin haben die wegen der Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen in Kalifornien zu einer Zunahme der Fälle häuslicher Gewalt geführt. In vielen Haushalten seien "die Spannungen stark gestiegen".

 06:22

Rendi-Wagner fordert massive Ausweitung bei Lockerung

Eine massive Aufstockung der Corona-Tests fordert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner angesichts der bevorstehenden schrittweisen Lockerung der Maßnahmen. Diese sei zu begrüßen. Aber nur wenn man die Testungen stark - auch auf bisher nicht erfassten Personengruppen - ausweitet, könne man die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle behalten und eine zweite Welle inklusive Shutdown verhindern.

"Die Rückkehr zur Normalität kann nur mit mehr Tests funktionieren", konstatierte Rendi-Wagner in einem Statement gegenüber der APA. Die Dienstag nach Ostern - mit Öffnung kleiner Geschäfte - startenden Lockerungen seien eine "heikle Phase". Um das Coronavirus unter Kontrolle zu halten, werde man jedenfalls die angekündigten, aber bisher - mit nur ca. 6.000 - bei weitem nicht erreichten 15.000 Tests pro Tag brauchen.

Es gelte, neue Infektionsketten rasch zu durchbrechen. Deshalb müsse man künftig alle Menschen mit Symptomen und "schnellstmöglich" auch alle Kontaktpersonen Infizierter testen. Gegenwärtig wird nur untersucht, wenn jemand Symptome zeigt und in einem Risikogebiet war, Kontakt zu Infizierten hatte oder im Spital liegt.